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Alt 11.12.2003, 13:18     #5
Hermann   Hermann ist offline
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E63 645Ci, E36 318i Cabrio, E39 523i Touring
Das Fahrwerk: Mit AktivLenkung noch agiler.

Dynamik, Agilität, aktive Sicherheit und Fahrkomfort – traditionell bietet BMW seinen Kunden in allen Bereichen der Fahrwerkstechnik ein Höchstmaß. In seinem Segment nimmt der neue 6er zweifellos die Pole-Position ein: Kein anderes 2+2-Cabrio lässt sich so agil und dynamisch fahren und verfügt dabei über so exzellente Komforteigenschaften wie das 645Ci Cabrio.

Die Basis hierfür bildet das für BMW typische Vollaluminium-Fahrwerk mit seinen charakteristischen Vorteilen: Achslastverteilung nahezu 50:50, Hinterachsantrieb und damit eine frei von Antriebseinflüssen arbeitende Lenkung. Hinzu kommen die breite Spur, ein Radstand von 2 780 Millimetern und – verbunden mit einem niedrigen Schwerpunkt – das relativ geringe Eigengewicht von 1815 Kilo. Grenzenloser Fahrspaß ist dem 6er Cabrio damit geradezu als „Erbanlage“ in die Wiege gelegt.

Präzise Lenkung mit serienmäßiger Servotronic.

Fahrfreude, Fahrkomfort und Fahrsicherheit hängen stark von der Zielgenauig-keit des Lenksystems und seiner Rückmeldung an den Fahrer ab. Im neuen 6er wird mit der hydraulischen Zahnstangenlenkung mit Servotronic die Lenkunterstützung über eine Kennlinie abhängig von der Fahrgeschwindigkeit geregelt. Dies macht das Rangieren komfortabel und leichtgängig und vermindert bei hohem Tempo die Gefahr des Verreißens der Lenkung.

Die AktivLenkung steigert den Fahrspaß und das Handling.

Für noch mehr Fahrspaß und ein noch besseres Handling sorgt die innovative BMW AktivLenkung, die als Sonderausstattung angeboten wird. Bei sportlicher Fahrweise bis in den mittleren Geschwindigkeitsbereich von etwa 120 km/h reagiert das Cabrio dank einer direkteren Lenkübersetzung deutlich agiler und präziser, so etwa auf schnellen, kurvigen Landstraßen, wo ein Übergreifen am Lenkrad weitgehend entfällt. Bei zunehmendem Tempo reduziert die AktivLenkung sukzessive die Lenkwinkel- und Lenkkraftunterstützung, was zu einem noch ruhigeren Geradeauslauf führt und so der Fahrstabilität zugute kommt. Der Fahrer empfindet dies als spürbare Komfortverbesserung.

In der Stadt erleichtert die AktivLenkung vor allem das Ein- und Ausparken: Mit weniger als zwei Lenkradumdrehungen sind die Vorderräder von ganz links nach ganz rechts eingeschlagen. Zum Vergleich: Die serienmäßige Zahnstangenlenkung – obschon in diesem Punkt optimiert – erfordert von Anschlag zu Anschlag fast drei Lenkradumdrehungen. Die AktivLenkung reduziert den Lenkaufwand für den Fahrer also ganz erheblich.

Funktionsprinzip Lenkwinkelüberlagerung.

Die AktivLenkung basiert auf dem Prinzip der Lenkwinkelüberlagerung: Ein Stellmotor am Lenkgetriebe erhöht oder reduziert gezielt den vom Fahrer vorgegebenen Lenkeinschlag. Die Folge: Bis zu mittleren Geschwindigkeiten arbeitet der Stellmotor gleichsinnig zum Lenkeinschlag des Fahrers. Dadurch werden die Vorderräder weiter eingeschlagen und der Lenkaufwand sinkt. Bei höherem Tempo arbeitet der Stellmotor gegensinnig und reduziert so den Lenkeinschlag an den Rädern. Die Lenkübersetzung wird indirekter. Gleichzeitig hebt die Servotronic das erforderliche Lenkmomentniveau an.

Die AktivLenkung kombiniert eine reine Steer-by-Wire-Lenkung mit einer mechanischen Kraftübertragung und deren authentischen Rückmeldung. Sie setzt so den Maßstab in Agilität, Komfort und Sicherheit. Weil Lenkrad und Lenkgetriebe mechanisch verbunden sind, bleibt das Auto auch dann lenkfähig, wenn das elektronische Assistenzsystem einmal ausfallen sollte. Auch kommuniziert die AktivLenkung intensiv mit dem DSC-Steuergerät. So kann sie für leichte Korrekturen des Gierwinkels über den Lenkwinkel der Vorderräder stabilisierend eingreifen. Der Eingriff in die Lenkung erfolgt schneller und ist im unteren Ansprechbereich von DSC für den Fahrer weniger spürbar als die DSC-Bremsung an den Rädern.

Sehr gutes Basisfahrwerk plus DSC: eine perfekte Verbindung.

Die unter dem Begriff Dynamische Stabilitäts Control (DSC) zusammen-gefassten serienmäßigen Regelsysteme optimieren das ohnehin sehr gute Basisfahrwerk für spezielle Situationen hinsichtlich noch besserer Dynamik und Sicherheit. Sie überwachen den Fahrzustand permanent. Erkennt DSC eine Schleuderneigung, reduziert es zum Beispiel das Antriebsmoment oder aktiviert die Bremsen und stabilisiert so das Fahrzeug binnen Millisekunden.

Wesentliche Bestandteile von DSC sind das Antiblockiersystem (ABS) mit dem System Cornering Brake Control (CBC), das bei mittlerer bis hoher Kurvengeschwindigkeit das kurveninnere Hinterrad leicht einbremst, um so die Fahrzeugstabilität zu erhöhen, sowie die Automatische Stabilitäts Control (ASC). Sie greift in die Bremsen und elektronisch in das Drehmoment ein, um so das Anfahren an glatten Steigungen ohne Durchdrehen der Antriebsräder zu gewährleisten. Sie wirkt damit ähnlich wie ein Sperrdifferenzial.

Ein weiteres Feature ist der manuell zuschaltbare Modus Dynamic Traction Control (DTC), der die Traktion an den Antriebsrädern speziell auf winterlichen Straßen erhöht. Er hebt die Ansprechschwellen der stabilisierenden DSC-Bremseneingriffe zugunsten von Traktion und Vortrieb etwas an, was auch einer sportlichen Fahrweise entgegen kommt. Die grundsätzliche Sicherheitsfunktion von DSC ist hiervon aber nicht beeinträchtigt.

Schließlich sorgt Dynamic Brake Control dafür, dass in einer entsprechenden Gefahrensituation selbst dann die optimale Bremsverzögerung aufgebaut wird, wenn der Fahrer nicht mit ganzer Kraft das Bremspedal drücken sollte.

Kein Wanken mehr dank Dynamic Drive.

Optional ist für das 6er Cabrio das Fahrwerksregelsystem Dynamic Drive erhältlich. Das System verbindet sportliche Fahrdynamik mit souveränem Fahrkomfort: Während Fahrer und Passagiere von Unebenheiten auf gerader Strecke weitgehend unbehelligt bleiben, unterdrückt Dynamic Drive in Kurven die Wankneigung und sorgt so für hohe Agilität und Stabilität in allen Fahrzuständen. Der fühlbare Gewinn an Fahrsicherheit, die Leichtfüßigkeit und Präzision bei Lenkmanövern setzen Maßstäbe in der Fahrwerkstechnik.

Dynamic Drive gleicht beispielsweise im Stadtverkehr Wankbewegungen aus, und selbst auf sportlich gefahrenen, kurvenreichen Landstraßen reduziert das System die Seitenneigung der Karosserie um 80 Prozent und mehr. In solchen dynamischen Fahrsituationen, zu denen auch Spurwechsel oder Ausweichmanöver zählen, beeinflusst Dynamic Drive gezielt das Eigenlenkverhalten. Dadurch verbessern sich Zielgenauigkeit und Lastwechselverhalten, was gleichbedeutend ist mit mehr aktiver Sicherheit.

Dynamic Drive hebt den Zielkonflikt zwischen Handling und Schwingkomfort weitgehend auf, da Federn und Dämpfer primär auf hohen Schwingkomfort abgestimmt werden können. Kernelemente von Dynamic Drive sind zwei aktive Stabilisatoren, die anstelle der konventionellen mechanischen Stabilisatoren an Vorder- und Hinterachse integriert sind. Ein solcher aktiver Stabilisator besteht aus einem hydraulisch betriebenen Schwenkmotor, bei dem Schwenkmotorwelle und Schwenkmotorgehäuse mit jeweils einer Stabilisatorhälfte verbunden sind. Ihre Aufgabe ist es, hydraulischen Druck in ein Torsions-, beziehungsweise über die Karosserieanbindung in ein Stabilisierungsmoment umzuwandeln. Bei Geradeausfahrt werden die beiden Stabilisatorhälften freigeschaltet, um bei asymetrischen Straßenunebenheiten unangenehme Wankschwingungen zu vermeiden.

Aluminium als Basis für unvergleichliche Fahrdynamik.

Die Federbein-Zugstreben-Vorderachse des neuen BMW 6er Cabrios besteht bis auf wenige hochbelastete Elemente wie Spurstangen, Radlager oder Gelenkzapfen komplett aus Aluminium. Der Vorderachsträger nimmt Lenkgetriebe, Stabilisator, Querlenker und Zugstreben auf. Der U-förmige Vorderachsträger ist durch ein Schubfeld versteift, was sich in erhöhter Quersteifigkeit und damit präziserem Ansprechen auszahlt.

Die Integral IV-Hinterachse erfüllt die primären Aufgaben des Fahrwerks, wie Spurhaltung und Komfort, in herausragender Weise. Die vier Lenker, die die Räder der Integral-Hinterachse führen, sind nicht direkt an der Karosserie befestigt, sondern elastisch in einem Achsträger gelagert. Er trägt auch das gleichfalls in Gummi gelagerte Differenzial. Dieser Rahmen ist wiederum über vier großvolumige Gummielemente elastisch mit der Karosserie verbunden. Feine Störungen, die von der Straße auf die Reifen übertragen werden, müssten demnach nacheinander diese elastischen Lagerstellen überwinden, bevor sie den Innenraum des neuen Cabrios überhaupt erreichen.

Der exzellente Abrollkomfort hat noch einen weiteren Grund: Das vordere Schwingenlager am Hinterachsträger übernimmt die dafür wichtige Längsfederung der Radführung. Die Lager des Hinterachsträgers lassen eine zusätzliche Längsfederung des gesamten Hinterachsaggregats zu und tragen erheblich zum Abroll- und Geräuschkomfort des Fahrzeugs bei.

Leichtbaubremsen mit Aluminium-Faustsätteln vorn.

An allen vier Rädern des BMW 645Ci Cabrio sorgen große Faustsattelbremsen mit innenbelüfteten Bremsscheiben für hohe Verzögerungswerte und extreme Standfestigkeit. Die Ausführung der Scheiben mit einem Reibring aus hochgekohltem Grauguß und dem Scheiben-Topf sowie den Faustsätteln aus Aluminium reduziert die ungefederten Massen und vermindert auch die bei starkem Bremsen auftretende Schirmung um rund 20 Prozent, was der Lebensdauer zu Gute kommt. Schirmung ist die Verformung der Bremsscheibe durch die hitzebedingte Materialausdehnung. Die Bremsanlage maximiert damit Agilität, Fahrkomfort und Fahrsicherheit. Das innovative Konstruktionsprinzip der Leichtbaubremse ist im Übrigen weltweit von BMW patentiert.

Runflat-Reifen für pannenfreies Autofahren.

Grundsätzlich werden für das neue 6er Cabrio Runflat-Reifen geliefert, ein Ersatz- oder Notrad ist nicht vorgesehen. Durch verstärkte Reifenseitenwände mit zusätzlichen Einlegestreifen und eine besonders temperaturfeste Gummimischung ermöglicht der „selbsttragende Reifen“ sogar im völlig drucklosen Zustand eine Weiterfahrt mit maximal 80 km/h über eine Distanz von mindestens 150 Kilometern bei voller Zuladung. Bei geringerer Beladung oder nicht völlig drucklosem Reifen steigt die mögliche Laufstrecke deutlich an. ABS, ASC und DSC bleiben in jedem Fall voll funktionsfähig. Auf Grund speziell geformter doppelter Felgenhörner (Extended Hump 2/EH2) kann der Runflat-Reifen auch bei plötzlichem Luftverlust nicht von der Felge springen. Das bedeutet erheblich mehr Sicherheit gerade bei schnellerer Fahrt und auf kurvenreichen Strecken. Notfalls lassen sich auch herkömmliche Reifen auf diese Felgen montieren.

Die Reifen Pannen Anzeige warnt vor einem Plattfuß.

Die serienmäßige Reifen Pannen Anzeige (RPA) überprüft den Luftdruck der Reifen durch ständigen Vergleich der Raddrehzahlen mittels der ABS-Signale. Ein größerer Druckabfall wird über den sich damit ändernden Abrollumfang und die resultierenden Drehzahldifferenzen erkannt und dem Fahrer per Warnleuchte und durch einen Signalton gemeldet. Das System warnt ab einer Geschwindigkeit von 15 km/h und bei mehr als 30 Prozent Druckabfall.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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