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Alt 21.11.2003, 20:19     #6
Hermann   Hermann ist offline
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24-Stunden-Rennen Nürburgring.

Rekordsieger BMW in der Eifel 2003 ohne Glück.

München. Nach 16 Gesamtsiegen bei dem Klassiker in der Eifel trat BMW am Wochenende des 31. Mai/1. Juni 2003 erneut zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring an, blieb diesmal jedoch glücklos. Die zwei bulligen, mit über 400 PS starken Vierliter-V8-Motoren ausgestatteten BMW M3 GTR waren als Sieganwärter angetreten, vorbereitet vom Team BMW Motorsport und Schnitzer Motorsport unter der Regie von Charly Lamm. Doch die Fahrer-Trios John Nielsen (DNK), Boris Said (USA), Hans-Joachim Stuck (DEU) und Claudia Hürtgen (DEU), Dirk Müller (DEU), Jörg Müller (DEU) sowie Ersatzpilot Marc Duez (BEL) mussten ihre Sieghoffnungen früh begraben.

Die Startfahrer Stuck und Jörg Müller blieben bereits in der ersten Runde mit Getriebeproblemen liegen. Zur Getriebekühlung während der langsamen, 25,947 Kilometer langen Einführungsrunde war Trockeneis verwendet worden, das letztlich zu Undichtigkeit der Ölleitungen führte.

Nach Getriebewechsel an beiden Fahrzeugen – erledigt in Rekordzeit, einmal 22 Minuten, einmal 29 Minuten – starteten die Piloten ihre Aufholjagd. Nielsen/Said/Stuck lagen an fünfter Position, als ein nächtlicher Unfall von Said um 3:18 Uhr das endgültige Aus für den ersten BMW M3 GTR brachte.

Nach 126 Runden, das Rennen näherte sich bereits seinem Ende, fiel der zweite M3 GTR an sechster Position fahrend mit Dirk Müller am Steuer ebenfalls nach einer Kollision aus.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der an jenem Wochenende zwischen dem Großen Preis von Monaco und der Eifel pendelte, fasste zusammen: „Der Doppelausfall ist natürlich eine Enttäuschung für uns, das Team hat bis zum Schluss unverdrossen gekämpft. Aber für die Zuschauer war es eine grandiose Veranstaltung. Der Enthusiasmus der Fans war unbeschreiblich. Wir sind trotz des Misserfolgs froh, dabei gewesen zu sein.“

Der BMW M3 GTR war ursprünglich für den Einsatz in der American Le Mans Series entwickelt worden. Dort debütierte er 2001 und siegte in allen Disziplinen: Jörg Müller gewann damals die Fahrermeisterschaft, BMW Motorsport siegte im Teamklassement, und BMW wurde Markenmeister.
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Viele Grüße Hermann

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