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Alt 19.10.2003, 17:07     #7
Hermann   Hermann ist offline
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6. Die Sicherheit.

Der X3 erfüllt die sehr hohen Sicherheitsstandards von BMW – ohne jede Abstriche. Wie der X5 ist er konsequent darauf konstruiert und basiert auf einer selbsttragenden Karosserie. Das bedeutet neben großen Vorteilen in Komfort und Fahrverhalten auch entscheidende Pluspunkte in der passiven Sicherheit. Die Karosserie des kompakten SAV von BMW ist in der Lage, bereits vor den Rückhaltesystemen wie Gurt und Airbag wesentlich mehr Crashenergie abzufangen und liegt damit auf dem hohen Sicherheitsniveau der BMW Limousinen.

Selbsttragende Ganzstahlkarosserie für optimale Sicherheit und Steifigkeit.

Um die hochgesteckten Ziele in den Bereichen Strukturdynamik, Steifigkeit und Sicherheit zu erreichen, entwarfen die Ingenieure die Rohkarosserie des X3 in selbsttragender Ganzstahlbauweise als funktionalen Leichtbau. Das bedeutete den konsequenten Einsatz höherfester Stähle und die belastungsgerechte Gestaltung der Trägerstruktur mit Sicherheitsreserven über die gesamte Fahrzeuglebenszeit. Dementsprechend wurden unter anderem zu fast 100 Prozent verzinkte Bleche eingesetzt.

Erste Priorität zum Schutz der Insassen ist die Erhaltung des erforderlichen Überlebensraumes, was insbesondere bei schweren Unfällen hohe Anforderungen an Fahrgastzellenstruktur stellt. Zur Energieaufnahme bei einer Frontalkollision ist der Motorträger als Rechtecklängsträger mit verschraubten Deformationselementen versehen und vorn mit einem biegesteifem Stoßfängerquerträger verschraubt. Reicht der Deformationsweg vor dem Vorderachsträger nicht aus, wird die Längsträgerverformung bis zur Stirnwand genutzt.

Türverstärkungen mit Einhak-Effekt: Wirksamer Schutz beim Seitencrash.

Schutz vor seitlichen Kollisionen bieten aus Stahlblech gefertigte Türen mit hochfesten Scharnieren und Türschlössern. Diagonal verlaufende Türverstärkungen aus hochfesten Stahlprofilen berücksichtigen unterschiedlich hohe Stoßfängerhöhen möglicher Unfallpartner. Zusätzlich greifen die Türverstärkungen mittels Haken im Seitenrahmen ein und bilden so einen zusätzlichen Kraftpfad von der Tür zur Karosserie. Im realen Unfallgeschehen reduziert dies die maximale Intrusion und

Intrusionsgeschwindigkeit. Darüber hinaus sorgt eine Vordersitzstruktur mit hochbelastbaren Querstrukturen unter dem hinteren Sitzschalenbereich und in der Lehne für einen möglichst unversehrten Überlebensraum beim Seitencrash.

Der X3 verfügt über bis zu acht Airbags, serienmäßig über Fahrer-, Beifahrer- und Kopfairbags sowie Seitenairbags vorne. Für den Fond sind die seitlichen Prallkissen als Sonderausstattung lieferbar. Die Airbags auf Fahrer- und Beifahrerseite sind in sogenannter SMART-Technik aufgebaut und entfalten sich abgestuft je nach Aufprallschwere. Die Airbags entsprechen den neuesten US-Anforderungen für minimale Gefährdung von Kleinkindern und Insassen in sogenannten „OOP“-Positionen. OOP steht für Out Of Position und bezeichnet Situationen, in denen der Insasse nicht zurückgelehnt in seinem Sitz sitzt, sondern sich beispielsweise nach vorn oder der Seite beugt.

Serienmäßig: Curtain Kopfairbag für alle Seitenscheiben.

Die vier außen sitzenden Insassen werden bei einer seitlichen Kollision serienmäßig von einem Curtain Kopfairbag geschützt. Dieser vorhangähnliche Kopfairbag ist unter der Verkleidung von A-Säule und Himmel versteckt. Durch seine Positionierung seitlich neben dem Kopf von Front- und Fond_passagier deckt er das komplette Seitenfenster ab. Der Airbag hat ein Volumen von rund 29 Litern und misst circa 2 100 mal 400 mm. Im Crashfall reduziert er einerseits gefährliche seitliche Kopfbewegungen, die zur Überdehnung des Halses führen können. Andererseits vermeidet er mögliche Kontakte mit eindringenden Hindernissen und direkte Schlagbelastung auf den Kopf, etwa bei einem seitlichen Aufprall auf einen Baum. Bei einer seitlichen Kollision werden nur die stoßseitigen Seitenairbagsysteme gemeinsam ausgelöst, um gegenüberliegende Airbags für einen möglichen Sekundäraufprall noch nutzen zu können. Diese Strategie reduziert zudem die Reparaturkosten.

Mehr Sicherheit bei Pannen: Die Reifen Pannen Anzeige RPA.

Nach MINI und BMW 5er Limousine verfügt der BMW X3 als drittes Großserienfahrzeug ab Werk über ein Reifendruck-Kontrollsystem. Ein schleichender Druckverlust birgt ein hohes Unfallrisiko, da sich der Reifen beim Fahren überhitzen und schlagartig bersten kann. Die Reifen Pannen Anzeige (RPA) überprüft den Luftdruck der Reifen durch ständigen Vergleich der Raddrehzahlen. Dazu nutzt das System die ABS-Signale. Durch einen Druckabfall auftretende Unregelmäßigkeiten werden dem Fahrer sowohl per Warnleuchte als auch durch einen Signalton gemeldet, unabhängig vom Reifenfabrikat oder ob bei Kurvenfahrt, hohen Geschwindigkeiten oder unterschiedlichen Straßenverhältnissen wie Nässe oder Schnee. Das System warnt ab einer Geschwindigkeit von 15 km/h und bei mehr als 30% Druckabfall. Das System ist zur Meldung eines plötzlichen und übermäßigen Druckverlustes konzipiert. Doch selbst ein „schleichender Plattfuß“ wird vom System erkannt. Trotzdem muss der Fahrer natürlich regelmäßig den Luftdruck prüfen. Nach jeder Veränderung des Luftdrucks und jedem Reifenwechsel muss das System neu aktiviert werden, um die Sollwerte des Reifenluftdrucks wieder zu speichern.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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