Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 18.07.2003, 19:00     #1
Hermann   Hermann ist offline
Senior Guru
  Benutzerbild von Hermann

Threadersteller
 
Registriert seit: 03/2001
Beiträge: 8.177

Aktuelles Fahrzeug:
E63 645Ci, E36 318i Cabrio, E39 523i Touring
BMW Group nutzt Kälte aus der Tiefe

Regenerative Energiequelle schont wertvolle Ressourcen und vermindert CO2 Emissionen.

München. Die BMW Group setzt erneut einen Meilenstein im nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Durch die wegweisende Nutzung der natürlichen Kälte von oberflächennahem Wasser aus sogenannten U-Bahn-Dükern werden voraussichtlich ab April 2004 Gebäudeteile des Forschungs- und Innovationszentrums München (FIZ) der BMW Group klimatisiert. „Hierzu wird anstatt einer konventionellen Kälteerzeugung über elektrisch betriebene Anlagen die erforderliche Kälteleistung aus oberflächennahem Wasser per Wärmetauscher gewonnen“, erklärt Manfred Heller, Konzernbeauftragter für Umweltschutz der BMW Group.

So führt der Leistungserzeuger, die Stadtwerke München, Wasser über eine rund viereinhalb Kilometer lange Leitung zum BMW Group Forschungs- und Innovationszentrum im Münchner Norden heran. Dieses Wasser wird aus U-Bahn-Dükern der Linie U2 Feldmoching entnommen. Als Düker wird ein unterirdisch angelegtes Rohrsystem bezeichnet, das als künstlicher Wasserleiter den Wasserfluss quer zur U-Bahn-Trasse sicherstellt. Durch die Nutzung der „Tiefenkälte“ kann überwiegend auf den Einsatz von Kältemaschinen und damit auf einen äquivalenten Stromverbrauch von rund 7 000 000 KWh pro Jahr verzichtet werden. Zum Vergleich: das entspricht etwa dem jährlichen Strombedarf von 3000 Münchner Haushalten. Allein mit der Nutzung der Grundwasserkälte lässt sich der jährlicher Ausstoß von etwa 4.500 Tonnen CO2 vermeiden. Die BMW Group unterstreicht mit dem Fernkälte-Projekt zusammen mit Ihrem Partner, den Stadtwerken München, eine Vorreiterrolle für nachhaltiges Energiemanagement, denn der Bezug von Kälte für Gebäude stellt in dieser Form und Größenordnung ein Novum dar.

Ressourcenschonung bei Produkt und Produktion

Der verantwortungsvolle und effiziente Umgang mit Ressourcen ist in der BMW Group traditionell fest verankert. Schon 1973 hat BMW den ersten Umweltmanager eingesetzt. In diesem Sinne treibt das Unternehmen die kontinuierliche ökologische Optimierung sowohl seiner Produkte als auch seiner betrieblichen Einrichtungen.

Produktseitig steht hier die Entwicklung alternativer Antriebskonzepte, die Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und der Abgas- und Geräuschemissionen im Vordergrund. Die Produktion stellt den zweiten Schwerpunkt des Umweltengagements der BMW Group dar. Zielsetzung hier: die ständige Verbesserung im effizienten Umgang mit kostbaren Ressourcen in allen Fertigungsprozessen. Als einziger Automobilhersteller hat die BMW Group alle Produktionswerke weltweit nach einheitlichen Umweltstandards ausgerichtet. Diese sind nach dem internationalen Umweltmanagementsystem DIN ISO 14001 zertifiziert, größtenteils sogar zusätzlich nach dem Öko-Audit der Europäischen Union EMAS validiert.

In den vergangenen fünf Jahren konnte die BMW Group CO2-Emissionen je produziertes Fahrzeug um 15 Prozent senken, der Prozesswasser-Input pro Einheit sank um über ein Drittel, das anfallende Abwasser um 16 Prozent und der Energieverbrauch pro Einheit um rund 20 Prozent. Aber auch in allen übrigen Betriebsbereichen wie Entwicklung und Vertrieb werden ständig weitere Optimierungsmöglichkeiten gesucht. Die Fernkälte-Versorgung des FIZ ist ein deutliches Zeichen für dieses Umweltengagement.

Mehr zum umweltschonenden Umgang mit Ressourcen: www.bmwgroup.com unter Rubrik Produktion, Stichwort „Clean Production“ und unter Verantwortung.
__________________
Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
Mit Zitat antworten