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Alt 14.01.2003, 20:15     #1
Hermann   Hermann ist offline
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ORACLE BMW Racings harter Kampf im Hauraki Golf

Auckland/München. Nach spannendem und engem Kampf musste sich ORACLE BMW Racing der Schweizer Alinghi Challenge im Finale um den Louis Vuitton Cup zum zweiten Mal geschlagen geben. In der Serie, die im Modus “Best of nine” ausgetragen wird, steht es damit 2:0. Die USA-76 musste bei wechselnden Winden um zwölf bis 16 Knoten von der schwierigeren Backbordseite aus in die Startbox segeln, konnte aber dank glänzender Taktik und gelungener Manöver den Nachteil schon in der Vorstartphase in einen Vorteil umwandeln und ging in kontrollierender Steuerbord-Position auf den Kurs.

Auf dem ersten Kursabschnitt lieferten sich die beiden Yachten ein enges Wende-Duell, in dem die Schweizer leichte Geschwindigkeitsvorteile hatten. Die USA-76 rundete die erste Wendemarke mit 26 Sekunden Rückstand. Beide Mannschaften setzten ihre Spinnaker und halsten beinahe synchron. Am Ende dieses Teilabschnittes war es Team-Skipper Chris Dickson gelungen, einen deutlichen seitlichen Abstand zum Gegner zu erzwingen. Aus diesem Winkel heraus wirkte ORACLE BMW Racing weitaus schneller und konnte den Rückstand beim Runden der zweiten Boje deutlich verkürzen. Bei der Rundung jedoch misslang das Bergen des Spinnakers. Der Spinnakerbaum aus Kohlefaser zerbrach in zwei Teile und der Spinnaker selbst fiel ins Wasser.

Betrug der Zeitunterschied zwischen den beiden Yachten noch an der zweiten Wendemarke nur 19 Sekunden, gelang es Alinghi, die Führung nach dem Problem an Bord der USA-76 auf 52 Sekunden auszubauen. Doch bereits an der nächsten Wendemarke war der Spinnakerbaum nach perfekter Reparaturarbeit der Mannschaft wieder einsatzfähig. Auf dem vierten Teilabschnitt gelang es ORACLE BMW Racing vor dem Wind, den Rückstand auf Alinghi um 21 auf 32 Sekunden zu verkürzen. Auf dem letzten Amwind-Abschnitt initiierte die Afterguard an Bord von USA-76 ein Wendeduell, doch angesichts der auffrischenden Winde gab es keine Möglichkeiten mehr, den Rückstand weiter zu verkürzen. Mit 48 Sekunden Rückstand rundete ORACLE BMW Racing die letzte Boje vor dem finalen Vorwind-Sprint ins Ziel.

Noch einmal attackierten Skipper Chris Dickson und seine Mannschaft Alinghi mit einer Reihe perfekter Halsen und konnte dank der besseren Vorwind-Geschwindigkeit erneut aufholen. Im Ziel hatte die USA-76 mit Larry Ellison als 17. Mann an Bord nach hartem Kampf schließlich 40 Sekunden Rückstand auf Alinghi. Damit steht es in diesem Finale um den Louis Vuitton Cup 2:0 für Alinghi, doch Skipper Chris Dickson weiß: “Wir sind immer noch in genau der gleichen Situation wie zum Auftakt – wir brauchen immer noch fünf Siege, um die Serie zu gewinnen.”


Zitate von Bord

„Es war ein harter Wettkampftag. Die Bootsgeschwindigkeiten waren vergleichbar, also gab es keine Überholmöglichkeiten. Unser Fehler an der Leetonne hat uns vielleicht das Rennen gekostet, aber es handelt sich hier um eine Serie im Modus “Best of nine”.” Tommaso Chieffi, Mitglied der Afterguard

„Wir sind sicher noch nicht aus dem Rennen, aber wir können uns gegen dieses Schweizer Team einfach keine Fehler leisten. Die Boote scheinen ziemlich gleich. Alinghi ist vielleicht auf Amwind-Kursen etwas schneller, während ORACLE BMW Racing möglicherweise auf den Vorwind-Strecken schneller ist. Wir müssen am Mittwoch einfach besser segeln.” Chris Dickson, Skipper
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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