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Alt 12.12.2002, 18:28     #1
Hermann   Hermann ist offline
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Halbfinal-Thriller zwischen ORACLE BMW Racing und Alinghi

USA-76 verliert trotz Führung über weite Strecken des Rennens

Es war eines der umkämpftesten und spannendsten Duelle des bisherigen Louis Vuitton Cups im Hauraki Golf vor Auckland: Das US-Team ORACLE BMW Racing und die Schweizer Alinghi Challenge lieferten sich heute ein Halbfinal-Duell der Extraklasse. Am Ende war es ein Winddreher, der den Ausschlag für die dritte Niederlage der USA-76 gab, die über weite Strecken des Rennens dominiert hatte.

In der Anfangsphase des Rennens hatte sich zunächst Alinghi mit einem Blitzstart die bessere Ausgangsposition verschafft. Doch dann nutzte die Crew auf der USA-76 einen Rechtsdreher und übernahm die Führung. Geführt von Skipper und Steuermann Chris Dickson, konnte ORACLE BMW Racing den Vorsprung auf neun Sekunden an der ersten Wendemarke ausbauen. Dabei wehrte das Team eine ganze Serie von Attacken der Schweizer erfolgreich ab und hatte an der folgenden Wendemarke zwölf Sekunden Vorsprung.

Auch auf dem zweiten Amwind-Abschnitt kontrollierte ORACLE BMW Racing die bevorzugte rechte Seite und baute den Vorsprung noch einmal auf nunmehr 17 Sekunden aus. Bei 19 Knoten Wind sorgte das Duell für spektakuläre Segelszenen im Hauraki Golf. Immer noch in Führung liegend, startete die USA-76 mit 14 Sekunden Vorsprung in die letzte Amwind-Teilstrecke des Kurses.

Dann wendete sich das Blatt: Während ORACLE BMW Racing weiter die rechte Seite des Kurses verteidigte, segelte Alinghi weiter links in etwas bessere Winde. Als die beiden Rennyachten das nächste Mal aufeinander trafen, hatte die Schweizer Yacht mit der Segelnummer SUI-64 die Führung zurückerobert und gab sie auf dem letzten Vorwind-Abschnitt bis ins Ziel nicht mehr ab. Im furiosen Endspurt beider Mannschaften ergab sich keine Überholmöglichkeit mehr für USA-76.

Zwar kämpften beide Boote bis zur Ziellinie um jeden noch so kleinen Vorteil, doch am Ende kreuzte Alinghi die Linie mit 46 Sekunden Vorsprung und erhöhte den Schweizer Kontostand in dieser “Best-of-seven”-Halbfinalserie auf 3:0.

„Wir konnten heute zeitweise sowohl am Wind als auch vor dem Wind mit guter Bootsgeschwindigkeit überzeugen. Es ist natürlich gut, wenn man beim Runden der meisten Wendemarken in Führung liegt, doch umso enttäuschender, wenn man am Ende nicht gewinnt. Wir müssen einfach morgen unsere Sache besser machen”, so ein enttäuschter Chris Dickson nach dem Rennen. „Wie erwartet, haben Russell Coutts und seine Mannschaft auf Alinghi ein sehr gutes Rennen gesegelt.”
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Viele Grüße Hermann

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