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Alt 30.11.2002, 20:55     #1
Hermann   Hermann ist offline
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Eröffnungsrede zur electronica 2002 in München von Dr. Burkhard Göschel - 11.11.2002

BMW Group Vorstand für Entwicklung und Einkauf unterstreicht anlässlich Eröffnungsrede zur electronica 2002 in München hohes Innovationspotential und Chancen der Elektronik.

Wo wird Fortschritt und damit Zukunft gemacht? Waren es in vergangenen Jahrzehnten hauptsächlich noch Ideen in der Welt der Mechanik, die für Erstaunen und Weiterentwicklung in der mobilen Welt standen, sind heute etwa 90 Prozent aller Innovationen rund um das Automobil durch die Elektronik getrieben.

So beträgt der Wertschöpfungsanteil von Oberklassen-Fahrzeugen bis zu 40 Prozent, Tendenz steigend. „Die automobile Zukunft wird immer mehr von der Hardware zur Software geprägt sein“, unterstreicht Vorstandsmitglied Göschel. Für die langfristige Sicherung des Erfolgs eines Unternehmens spielt deshalb das gezielte Management von Innovationen eine immer wichtigere Rolle.

Die BMW Group betreibt deswegen eigens für das Medium Internet das Portal VIA (=Virtual Innovation Agency). Hier können Firmen und Hochschulen mit eigenen Innovationsprojekten an die BMW Group online herantreten. Die Zahlen sprechen für sich: in 18 Monaten wurden schon über 1 000 Vorschläge eingereicht. Manche Ideen sind in konkrete Entwicklungsprojekte gemündet und haben sich Richtung Marktreife bewegt.

Die steigenden Wertschöpfungsanteile der Elektronik im Fahrzeug ziehen entsprechende Geschäftsvolumina nach sich. Ein Beispiel: Bei den weltweiten Telematik-Umsätzen bis 2010 spricht eine renommierte Beratungsgesellschaft von knapp 50 Milliarden Euro pro Jahr. Insgesamt gehen im gleichen Zeitraum Schätzungen von Elektronikumsätzen im gesamten Fahrzeugbau bis über 100 Milliarden Euro jährlich. Das erstaunt nicht, da sich der Umfang und die Komplexität heutiger Softwaresysteme etwa alle 18 Monate verdoppelt.

Am Ende die Vision: „Staufreies Fahren“

Letztendlich steht hinter dem geballten Einsatz von Elektronik im Telematik- und Verkehrslenkungsbereich die Vision „staufreies Fahren“. Mit Hilfe des Konzepts ConnectedDrive soll das Fahren ohne Stau realisiert werden. Zur Umsetzung solcher Visionen bedarf es entsprechender agiler Strukturen im Unternehmen, die vernetztes Denken fördern.

Wandlungs- und Vernetzungsfähigkeit als Grundvoraussetzung für den Erfolg von morgen

„Wandlungs- und Vernetzungsfähigkeit, also „atmende“ Strukturen, sind Grundvoraussetzungen für die erfolgreiche Fahrzeugentwicklung von morgen. Innovationen müssen schnell zu Marktreife geführt werden. Unterschiedlichste Disziplinen gilt es zusammenzuführen, Schnittstellen zu managen und in einem agilem Netzwerk zu vereinen. Deswegen betreibt die BMW Group seit vielen Jahren ein weltweites Entwicklung und Forschungsnetzwerk. Herzstück: das Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) in München. Die Spezialisten des weiß-blauen Mobilitätskonzerns sind so in den wichtigsten Technologiezentren der Welt präsent – in Europa, wie auch in Japan und der Westküste der USA. Die hier gewonnenen Erkenntnisse fließen in ein zentrales Wissenssystem ein und stehen allen Mitarbeitern ohne Grenzen von Raum und Zeit zur Verfügung. Das fördert die Umsetzung neuer Ideen, gepart mit vernetztem Denken.

Mehr zum Innovationsnetzwerk: www.bmwgroup.com dann unter Innovationen

Mehr zur Virtual Innovation Agency: www.bmwgroup.com dann unter Innovationen, dann Technik im Dialog.

Mehr zu ConnectedDrive: http://www.bmwgroup.com/connecteddrive/
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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