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Alt 30.11.2002, 19:34     #1
Georg   Georg ist offline
BMW-Treff Team
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Rückblick - Formel-1-Weltmeisterschaft 2002

Ergebnisse und Statistik zur Formel 1 2002

BMW weiter auf dem Vormarsch. Im dritten Jahr wird das BMW WilliamsF1 Team WM-Zweiter.

BMW hat das nächste Etappenziel erreicht: Rang zwei in der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure im dritten Jahr nach der Rückkehr. Der Münchner Zehnzylinder-Motor trieb das BMW WilliamsF1 Team mit den Piloten Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher zu einem Doppelsieg und elf weiteren Podiumsplatzierungen. Bereits beim 16. von 17 Grands Prix sicherte sich die Mannschaft vorzeitig den zweiten WM-Platz. In der Zuverlässigkeitswertung beschloss das BMW WilliamsF1 Team die Saison 2002 sogar auf Platz eins: Kein Team schaffte so viele Rennrunden, exakt 1963 von 2 180 möglichen.

Und noch drei weitere Rekorde konnte BMW niemand streitig machen: Die beste Motorleistung, die höchsten Motordrehzahlen und den frühesten Test mit dem Motor für 2003. Die letzte Ausbaustufe des P82, ab Monza im Einsatz, leistete 900 PS und schaffte über 19 000 Umdrehungen pro Minute. In Monza fuhr Montoya damit die schnellste Qualifyingrunde der Formel-1-Geschichte. Der P83, das Triebwerk für 2003, debütierte bei Testfahrten in Barcelona am 18. September 2002.

Das BMW WilliamsF1 Team absolvierte in der Zeit vom 7. Januar 2002 bis zum Saisonfinale 48 605 Testkilometer auf neun verschiedenen Strecken in fünf Nationen (Barcelona/ESP, Danielson/FRA, Estoril/PRT, Jerez/ESP, Ladaux/FRA, Miramas/FRA, Monza/ITA, Silverstone/GBR und Valencia/ESP). Die eindeutig meisten Runden drehten dabei die offiziellen Testfahrer des Teams, der Spanier Marc Gené und Antonio Pizzonia aus Brasilien. Außerdem absolvierten Ricardo Sperafico (BRA), Olivier Beretta (FRA) und Matthew Gilmore (GBR) kurze Testeinsätze.

Sieger der B-Wertung.
Mit am Ende 92 Punkten wurde das Vorjahresergebnis um zwölf Zähler übertroffen. Das BMW WilliamsF1 Team war in der Saison 2002 das einzige, das den dominanten Ferrari wenigstens phasenweise etwas entgegen zu setzen hatte. Vor allem im Qualifying: Montoya erzielte sieben Polepositions (Brasilien, Monaco, Kanada, Europa, England, Frankreich und Italien). Beim Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring starteten beide Autos des Teams aus der ersten Reihe.

Früh in der Saison feierten BMW und WilliamsF1 den ersten Doppelsieg ihrer Partnerschaft: Ralf Schumacher gewann den Großen Preis von Malaysia vor Montoya. Danach floss allerdings kein Siegersekt mehr, Michael Schumacher eilte im neuen Ferrari zu seinem fünften WM-Titel, den er bereits beim elften Saisonrennen unter Dach und Fach brachte. Die ungeheure Überlegenheit des italienischen Teams ließ die Formel 1 wie eine Zweiklassengesellschaft erscheinen. Wer als Dritter zu den Ferrari-Fahrern auf das Siegerpodest klettern durfte, galt als Sieger der B-Wertung.

„Respekt – diese Dominanz war wirklich beeindruckend“, sagt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen rückblickend, „da hat ein Team allen anderen gezeigt, was mit jahrelanger, konstanter Aufbauarbeit zu erreichen ist.“ Gerhard Berger, gleichfalls BMW Motorsport Direktor, ergänzt: „Um derart zu erstarken, braucht man viele Jahre, das zeigen auch andere Beispiele aus der Vergangenheit. Umso bemerkenswerter ist es, dass wir uns so schnell als zweite Kraft etablieren konnten. Das ist eine deutliche Bestätigung für den Formel-1-Standort München und die Kompetenz des gesamten Unternehmens BMW. Wir sind auf dem richtigen Weg, bis zum Ziel ist es allerdings noch weit.“



Atemraubender Auftakt in Australien.
Mit großartigen Rennszenen und einigen Schrecksekunden bot der Große Preis von Australien 2002 mehr als genug Spannung, um schläfrige Europäer bei der Liveübertragung morgens um vier wach zu halten. Ralf Schumacher startete von Platz drei, zog an seinem Bruder Michael vorbei und wollte Rubens Barrichello noch vor der ersten Kurve die Führung abknöpfen. Doch der Brasilianer wehrte sich auf Zickzackkurs und löste so einen Unfall aus: Die Vorderräder des WilliamsF1 BMW FW24 berührten die Hinterreifen des Ferrari bei Tempo 230 km/h. Ralf Schumacher stieg auf, entging knapp einem Überschlag und hatte bei der Landung das Glück, eine große Auslaufzone vorzufinden. Montoya, als Sechster gestartet, konnte im weiteren Rennverlauf zeitweise Michael Schumacher die Führung streitig machen, musste sich am Ende aber mit Platz zwei begnügen.

Doppelsieg in Malaysia.
Die Hitzeschlacht auf der futuristisch wirkenden Rennstrecke vor den Toren Kuala Lumpurs endete mit einem Doppelsieg für BMW, dem ersten in der Formel-1-Geschichte des Unternehmens. Ralf Schumacher gewann vor Montoya. Die Startaufstellung barg Brisanz: Michael Schumacher startete von der Poleposition, Montoya neben ihm, Barrichello und Ralf Schumacher belegten Reihe zwei. In der ersten Kurve berührten sich Schumachers Ferrari und Montoyas Auto, was den Kolumbianer auf Platz elf zurückwarf. Kaum hatte er wieder Boden gut gemacht, wurde er zu einer „drive through penalty“ verurteilt und musste nach einem Umweg durch die Boxengasse von Neuem aufholen. Ralf Schumacher siegte unterdessen nicht zuletzt dank einer Einstoppstrategie. Mit diesem Ergebnis führte das BMW WilliamsF1 Team erstmals in der Weltmeisterschaft der Konstrukteure.

Die nächsten Erfolge in Brasilien.
Acht WM-Punkte, eine Poleposition durch Montoya und die beiden schnellsten Rennrunden: Das BMW WilliamsF1 Team erlebte in São Paulo ein weiteres erfolgreiches und defektfreies Wochenende und verteidigte noch einmal seine WM-Führung. Ralf Schumacher kam hinter seinem Bruder als Zweiter ins Ziel. Erstmals in der Geschichte der Formel 1 führte ein Bruderpaar die Fahrerweltmeisterschaft an. Montoya rutschte auf WM-Rang drei. Er war erneut in der ersten Runde mit Michael Schumacher kollidiert, diesmal endete seine Aufholjagd vom Ende des Feldes auf Platz fünf.

Imola – Einblick in die Zukunft.
Im Nachhinein betrachtet, nahm der Große Preis von San Marino die Kräfteverhältnisse für den weiteren Verlauf der Saison 2002 vorweg: Gegen die beiden Ferrari, vor allem gegen jenen mit Michael Schumacher, war kein Kraut gewachsen. Die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams belegten die Plätze drei und vier; diesmal in der Reihenfolge Ralf Schumacher vor Montoya. Waren die ersten drei Saisonrennen schiere Thriller, blieb der GP in Norditalien spannungsarm. Die Reihenfolge der ersten Vier war bei Start und Ziel identisch, wenngleich Ralf Schumacher Barrichello bis zur Halbzeit den zweiten Rang hatte ablaufen können. Dreierlei wurde im BMW WilliamsF1 Team an diesem Wochenende offenbar: Die Technik ist standfest, der Motor eine Wucht, und das Chassis produziert zu wenig Abtrieb.

Montoya in Barcelona wieder Zweiter.
Während Michael Schumacher in Spanien einen weiteren, gelassen wirkenden Start-Ziel-Sieg errang, ging es hinter ihm turbulenter zu. Bruder Ralf war ihm die ersten 24 Runden lang gefolgt, leistete sich dann allerdings einen Ausrutscher, musste zur Reparatur an die Box und wurde letztlich noch Elfter. Montoya übernahm Platz zwei von seinem Teamkollegen und verteidigte ihn trotz eines missglückten zweiten Boxenstopps. Dabei hatte ihm der Chefmechaniker zu früh das Signal zum Losfahren gegeben und war vor sein linkes Vorderrad gesprungen, als er den noch aufgesteckten Tankrüssel realisierte. Ein gebrochener Mittelfußknochen war die Folge für „Lollipop-Man“ Carl Gaden. Der Circuit de Catalunya wurde auch Schauplatz des ersten technischen Defektes des BMW P82: Ralf Schumacher blieb – ohnehin außerhalb der Punkteränge – auf der letzten Runde stehen.

Zweite Macht beim Alpenglühen.
Unfälle und Ausfälle, in der Folge zwei Safety-Car-Phasen und am Ende große Entrüstung der Fans über eine Ferrari-Stallorder kennzeichneten den Großen Preis von Österreich in Spielberg. Die Ferrari stürmten dank einer Zweistoppstrategie an die Spitze, die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams nahmen mit volleren Tanks die Verfolgung auf. Zwei Mal schnurrte das Feld durch den Einsatz des Safety-Cars zusammen: einmal ausgelöst durch einen Motorschaden am BAR Honda von Olivier Panis, das andere Mal durch einen mit Glück glimpflich ausgegangenen Unfall von Nick Heidfeld und Takuma Sato. Nach all den Turbulenzen zeigte das Ergebnis dennoch das für die Saison typische Bild: Erst Michael Schumacher, den Barrichello hatte vorbeilassen müssen, dann der Brasilianer vor Montoya und Ralf Schumacher.

Ralf Schumacher in Monaco auf dem Podium.
Unter den begehrten Balkonen am Hafen von Monte Carlo startete Montoya zum zweiten Mal in dieser Saison von der Poleposition – allerdings mit viel Benzin an Bord und auf der schmutzigeren Fahrbahnseite langsamer als David Coulthard im McLaren-Mercedes neben ihm. Der Schotte, späterer Sieger, hatte bereits in Saint Devote die Nase vorn. Montoya blieb ihm angriffslustig auf den Fersen, bis ihn in der 46. von 78 Runden ein Motorschaden stoppte. Nutznießer seines Ausfalls wurde sein Teamkollege: Ralf Schumacher, von Platz vier gestartet, kam nach einer fünf Jahre anhaltenden Pechsträhne beim Großen Preis von Monaco erstmals wieder ins Ziel – und zwar als Dritter hinter seinem Bruder.

Keine Punkte in Kanada.
Der Kurs auf der Isle Notre Dame im St. Lorenz-Strom verlangt Power und zählt somit zu den Paradestrecken für den BMW Motor. Montoya erzielte seine dritte Pole, gewann das Beschleunigungsduell beim Start und stellte einen Rundenrekord auf. 13 Runden lang lag er in Führung, büßte diese bei seinem zweiten Boxenstopp jedoch ein und jagte fortan Spitzenreiter Michael Schumacher. Der Kolumbianer war in Topform. Doch der Lohn für seinen Einsatz blieb ihm versagt: In der 57. von 70 Runden rollte Montoya mit Motorschaden aus. Auch Teamkollege Ralf Schumacher konnte keine Punkte aus Montreal mit nach Hause nehmen. Der Deutsche wurde durch eine defekte Tankanlage zurückgeworfen und kam schließlich als Siebter ins Ziel.

Auf dem Ring läuft es nicht rund.
Beim GP Europa auf dem Nürburgring okkupierten die beiden FW24 erstmals 2002 die erste Startreihe, konnten aber wegen massiver Probleme mit dem Fahrverhalten kein Kapital daraus schlagen. Ralf Schumacher überholte den Trainingsschnellsten Montoya mit einem spektakulären Startmanöver und ging zunächst in Führung. Bei schlechter werdendem Fahrverhalten seines Autos musste er sich allerdings bald den beiden Ferrari und später auch noch Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) beugen. Er kam auf dem Nürburgring immerhin als Vierter ins Ziel. Montoya erlebte einen ungewollten Hattrick: Er startete zum dritten Mal in Folge von der Poleposition und fiel zum dritten Mal hintereinander aus. Das Handling seines FW24 war kurz vor Halbzeit des Rennens derart tückisch geworden, dass er bei der Verteidigung von Platz vier einen Dreher nicht verhindern konnte und Coulthard mit ins Aus riss.

„Best of the Rest“ in England.
Atemraubende Duelle, vor allem zwischen Montoya und Barrichello im Kampf um Platz zwei, und typisch englisches Wetter machten den Großen Preis von England zum Krimi. Montoya und Ralf Schumacher kamen trotz schwieriger Streckenbedingungen fehlerfrei über die Runden. Der von der Poleposition gestartete Montoya musste sich zwar den Ferrari und ihren besseren Regenreifen geschlagen geben, fuhr dem Rest des Feldes aber souverän davon auf Platz drei. Ralf Schumacher war auf dem Weg zu Platz vier, als ihn eine defekte Tankanlage beim Boxenstopp auf Rang acht zurückwarf.

Tief in Frankreich.
In Magny-Cours holte Montoya seine sechste Poleposition der Saison – und kämpfte im Rennen genau wie Ralf Schumacher, der Startplatz fünf belegt hatte, mit stumpfen Waffen. Weil die FW24 die weichere der beiden Reifenmischungen von Michelin rasch verschlissen und zudem sommerliche Temperaturen herrschten, griff das Team auf die härtere Gummimischung zurück. Montoya und Ralf Schumacher hatten im Rennen gravierende Probleme mit der Fahrzeugbalance – und mussten sich nicht nur Michael Schumacher, sondern auch beiden McLaren geschlagen geben. Montoya belegte in Magny-Cours Platz vier, sein Teamkollege kam als Fünfter ins Ziel. Dort konnte er seinem Bruder zu Weltmeistertitel Nummer fünf gratulieren. Montoya rangierte nach elf von 17 Rennen mit 34 Punkten auf Platz zwei der Fahrer-Weltmeisterschaft, Ralf teilte sich mit Barrichello Rang drei (32).

Siegerehrung in Hockenheim mit BMW Duo.
Beim Heimspiel war es wieder soweit: Beide Piloten kletterten auf das Podium – Montoya als Zweiter, Ralf Schumacher als Dritter. Das BMW WilliamsF1 Team machte im Kampf um Platz zwei der Herstellerwertung Boden gut. Das erste Mal in der F1-Historie starteten zwei Deutsche und noch dazu ein Bruderpaar aus der ersten Reihe – Michael vor Ralf Schumacher. Dahinter spurteten Barrichello und Montoya in das Rennen auf dem neuen Hockenheimring, der ohne seine langen Waldgeraden nun nicht mehr des BMW Motors liebster Kurs ist. Bei 40 Grad Asphalttemperatur war das Team mit den härteren Michelin-Pneus gut bedient. Während die Schumachers vor Barrichello in die erste Kurve stachen, verlor Montoya Platz vier an Räikkönen. Mittels einer kurzfristigen Drehzahlerhöhung ermöglichten ihm die BMW Ingenieure jedoch einen erfolgreichen Konter. Die Reihenfolge lautete wieder Michael vor Ralf Schumacher, Barrichello, Montoya. Dann jedoch verlor Barrichello Zeit an der Box, und Ralf Schumacher musste noch kurz vor Schluss zu einem Extra-Halt, weil die pneumatische Ventilsteuerung des V10 nach Luft verlangte. Die Folge: Montoya erbte Platz zwei.

Ralf Schumacher macht in Ungarn das Dutzend voll.
Ralf Schumacher bewahrte beim Hitzerennen in der Puszta einen kühlen Kopf. Er verteidigte seinen dritten Startplatz hinter den Ferrari über die Renndistanz und bescherte dem BMW WilliamsF1 Team den zwölften Podiumsplatz der Saison. Montoya hatte weniger Glück. Er fiel beim Start auf der verschmutzten Fahrbahnseite von Platz vier um mehrere Positionen zurück. Später kam es zu einer Berührung mit dem Renault von Jenson Button, und ein Duell mit Räikkönen mündete in einen Ausrutscher von Montoya. In der Folge war das Fahrverhalten seines FW24 stark beeinträchtigt. Der ehrgeizige Kolumbianer lag an 18. Position, als er in der 25. Runde von den führenden Ferrari überrundet wurde. Letztlich arbeitete er sich noch bis auf Rang elf nach vorn.

Montoya enttäuscht im Spa-Qualifying, ist aber stark im Rennen.
Montoya liebt Spa und war entsprechend enttäuscht von Startplatz fünf. Wie Ralf Schumacher hatte er Probleme mit der Balance des FW24, der Deutsche erzielte allerdings Startplatz vier. Im Rennen verbesserte sich Montoya auf den ersten Metern auf Rang drei und verteidigte diesen Platz mit großem Einsatz und dank eines per Telemetrie erhöhten Drehzahllimits bis ins Ziel gegen Coulthard. Der BMW Motor hielt der Zusatzbelastung stand – und das, während sich bei den verschiedenen Konkurrenten die Motoren gleich reihenweise verabschiedeten. Ralf Schumacher fiel beim Start auf Platz fünf zurück. Nach einem Dreher war er zeitweise nur noch Siebter, profitierte dann jedoch von Ausfällen und kam als Fünfter ins Ziel.

[b]Rekorde in Monza.[b/]
Im Qualifying zum Großen Preis von Italien stellte BMW Rekorde auf: Erstmals drehte der BMW Motor über 19 000 U/min, und Montoya fuhr mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 259,827 km/h die schnellste Qualifyingrunde in der Geschichte der Formel 1. 17 Jahre lang hatte der bisherige Weltrekord gehalten. Doch nach dem Rennen stand das Team mit leeren Händen da: Sowohl Ralf Schumacher als auch Montoya fielen in Monza jeweils an dritter Position liegend mit technischem Defekt aus. Am FW24 des Deutschen ereignete sich in der fünften von 53 Rennrunden ein Motorschaden, Montoya musste sein Auto nach 33 Runden mit Aufhängungsdefekt abstellen.

In den USA vorzeitig WM-Zweiter.
Obwohl der Große Preis der USA alles andere als wunschgemäß für das BMW WilliamsF1 Team verlief, stand unterm Strich ein positives Ergebnis: Nach dem 16. von 17 Läufen konnte dem Team niemand mehr den zweiten WM-Platz nehmen – ein großer Erfolg im dritten Jahr der Partnerschaft. Im Rennen war es zu Beginn der zweiten Runde zu einer Kollision zwischen Ralf Schumacher und Montoya gekommen. Der Deutsche hatte von Position fünf aus den besseren Start gehabt als Montoya von Platz vier. Bei dessen Versuch, die Reihenfolge wieder umzukehren, berührten sich die beiden FW24. Montoya konnte weiterfahren und belegte trotz eines versehentlich zu früh eingelegten Boxenstopps noch Platz vier. Schumacher musste nach dem Unfall an der Box einen neuen Heckflügel montieren lassen und wurde nur 16.

Ein Finale wie ein erhobener Zeigefinger.
Für das BMW WilliamsF1 Team wirkte der Große Preis von Japan wie eine Inkarnation des Lastenheftes für die Wintermonate. Auf dem anspruchsvollen Kurs in Suzuka belegten Schumacher und Montoya die Startplätze fünf und sechs – das war das schlechteste Qualifyingergebnis der Saison 2002. Im Rennen siegten wieder einmal die beiden Ferrari, und der dritte Podiumsplatz ging an McLaren-Mercedes, nachdem Ralf Schumacher an dritter Stelle liegend vier Runden vor dem Ziel mit Motorschaden ausgefallen war. Montoya wurde Vierter. Die Arbeitsaufträge bis zum Saisonstart 2003 in Melbourne sind klar formuliert: Der FW25, das neue Chassis von WilliamsF1, muss konkurrenzfähiger werden, und der neue Motor, der BMW P83, muss zuverlässiger werden.

Wortmeldungen aus dem Fahrerlager.

„Wir müssen herausfinden, wie er am schnellsten ist – ob mit Linse, Brille oder blind.“
BMW Motorsport Direktor Gerhard Berger über Brillentests von Ralf Schumacher.

„Er ist so kuschelig, so klein – wie ein süßer, kleiner Teddybär.“
David Coulthard über Juan Pablo Montoya.

„Es muss sich erst noch zeigen, ob er eine rote Göttin oder vielleicht nur ein grüner Frosch ist.“
Ralf Schumacher über den Ferrari F2002 seines Bruders.

„Jetzt kann ich gleich noch einmal mit den Haien schwimmen gehen. Nachdem, was ich heute erlebt habe, ist das ungefährlicher.“
Ralf Schumacher, der einen spektakulären Startunfall in Melbourne unverletzt überstand.

„Nein, im März ist noch nie Weihnachten und Ostern zusammengefallen.“
Ralf Schumacher auf die Frage, ob Rubens Barrichello von der Poleposition aus Michael Schumacher in Melbourne schlagen kann.

„Nach 17.00 Uhr brauchst du ein kugelsicheres Auto.“
Ralf Schumacher über die Situation in Sao Paulo beim Großen Preis von Brasilien.

„Michael hat in seiner Karriere schon so oft gewonnen. Er hat genügend Titel und braucht keine mehr.“
Ralf Schumacher über seinen Bruder.

„Ich bin nicht der Babysitter von Juan Pablo.“
BMW Motorsport Direktor Gerhard Berger auf die Frage, ob er sich mit Montoya über den Auffahrunfall von Brasilien unterhalten habe.

„Beides!“
Ralf Schumacher auf die Frage, ob er nach dem verkorksten Rennen in Hockenheim ein Bier oder doch lieber gleich einen Schnaps trinken wolle.

„Meine Freundin Connie hat mir vor kurzem das neuste Formel-1-Spiel geschenkt. Ich war sieben Zehntelsekunden schneller als Michael Schumacher.“
Juan Pablo Montoya über seine Freizeitbeschäftigung.

„Beim nächsten Mal nehme ich einen Fünf-Liter-Kanister mit.“
Ralf Schumacher nach einem neuerlichen Problem an der Tankanlage in Silverstone.

„Früher schwieg ich über Geld und Frauen, heute über Geld, Frauen und Drehzahlen.“
Gerhard Berger über die Leistung des BMW Motors.

„Wenn sich BMW zum Rückzug entschließen sollte, dann möchten sie uns doch bitte die BMW Dienstwagen lassen. Denn die sind einfach die besten Autos der Welt.“
Frank Williams über die Vorteile einer Partnerschaft.
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Geändert von Hermann (02.02.2003 um 13:12 Uhr)
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