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Alt 30.11.2002, 19:10     #3
Georg   Georg ist offline
BMW-Treff Team
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Großer Preis der USA - RENNEN 29. September 2002

Wetter: trocken, sonnig, 26°C Luft, 34°C Asphalt

Das BMW WilliamsF1 Team hat sich am Sonntag beim 16. von 17 Läufen vorzeitig Platz zwei in der Weltmeisterschaft der Konstrukteure gesichert. Juan Pablo Montoya kam in Indianapolis beim Großen Preis der USA trotz einer frühen Kollision mit seinem Teamkollegen als Vierter ins Ziel. Ralf Schumacher musste nach diesem Zwischenfall zu einer Reparatur an die Box und belegte schließlich Platz 16.

Juan Pablo Montoya: 4.
Chassis: FW24 04
Schnellste Runde: 1.12,798 min in Rd. 72 (drittschnellste insgesamt)
Ich denke, unterm Strich bin ich noch ein ganz gutes Rennen gefahren, aber das Ergebnis ist natürlich enttäuschend. In der zweiten Runde wollte ich Ralf außen überholen, habe spät gebremst, und plötzlich hat er mich getroffen. Ich glaube, er hat noch später gebremst. Dann habe ich bei meinem Boxenstopp etwas falsch gemacht, ich bin viel zu früh zum Tanken gekommen. Ich habe etwas auf der Anzeigetafel gesehen und dachte, ich müsste an die Box fahren. Das Team konnte nicht wissen, dass ich kommen würde.

Ralf Schumacher: 16.
Chassis: FW24 06
Schnellste Runde: 1.13,260 min in Rd. 71 (viertschnellste insgesamt)
Ich hatte einen guten Start, doch dann kam es zu dem unglücklichen Zwischenfall mit Juan. Es ist immer schwer, jemanden außen zu überholen. Es war nicht allzu viel Platz vorhanden. Aber um das besser beurteilen zu können, möchte ich mir erst in Ruhe die Fernsehbilder anschauen. Prinzipiell ist dazu zu sagen, dass so etwas zwischen Teamkollegen nicht passieren darf. Egal, ob es eine Schuldzuweisung gibt oder nicht. Dass ich dadurch so weit zurück geworfen wurde, ist ärgerlich, denn mein Auto war heute klasse.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Wir haben heute den zweiten Platz in der WM unter Dach und Fach gebracht, und es ist auch gut, dass wir hier nun erstmals mit beiden Autos ins Ziel gekommen sind. Abgesehen von diesen beiden positiven Aspekten hatten wir im Rennen allerdings einige Turbulenzen. Ralf und Juan sind in der ersten Kurve der zweiten Runde aneinander geraten, wobei Ralf den Heckflügel verlor. Die Boxenmannschaft hat phantastisch gearbeitet und sehr schnell einen neuen montiert. Juan war nach diesem Zwischenfall schnell unterwegs, vor allem wenn man bedenkt, wie viel Benzin er an Bord hatte. Dann hat er etwas missverstanden und dachte, er solle schon an die Box kommen. So tankte er zu früh und konnte nicht wie geplant von der Performance seines Autos und der Strategie profitieren.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Mit der längsten Volllastpassage von allen F1-Rennstrecken ist Indianapolis für den Motor sehr anspruchsvoll. Insofern ist es sehr erfreulich, dass sich unsere neue Motorausbaustufe gerade hier bei ihrer Rennpremiere bewährt hat. Beide Autos haben ohne Motorprobleme das Ziel erreicht. Gerade gegen Ende des Rennens war Juan Pablo sehr schnell. Für einen Platz auf dem Podium hat es leider nicht gereicht, dafür fehlten ihm einige wenige Rennrunden. Dennoch haben wir in unserem dritten Jahr seit dem Comeback vorzeitig den zweiten Platz in der Hersteller-WM erreicht. Das ist ein großer Erfolg für das ganze Team.
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