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Alt 30.11.2002, 18:33     #1
Hermann   Hermann ist offline
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Das BMW Museum - Eines wie keines - 14.08.2002

Eines wie keines.

Seit seiner Eröffnung im Jahre 1973 versteht sich das BMW Museum als ein Ort, der nicht nur die Geschichte der BMW AG reflektiert, sondern sie gleichzeitig in Bezug zu Gegenwart und Zukunft setzt.

Dem Besucher nicht durch die Anhäufung einer Fülle historischer Exponate zu imponieren, sondern ihn durch lebendige Konfrontation mit Themen zu faszinieren, die Mobilität, Kommunikation und gesellschaftlichen Strukturwandel zum Inhalt haben – das war das Anliegen mehrfach wechselnder Ausstellungen im BMW Museum. Im Verlauf von zweieinhalb Jahrzehnten haben sich Millionen von Besuchern für sie interessiert.

Die „Silberschale“ des BMW Museums ist – wie bei einem Automobil –
eine selbsttragende Konstruktion und wurde 1972 zur gleichen Zeit seiner Bestimmung übergeben wie das Münchener Olympiastadion mit dem Zeltdach und das BMW Hochhaus, der berühmte „Vierzylinder“ am Petuelring. Museum und Hochhaus sind Kreationen des Wiener Architekten Prof. Dr. Karl Schwanzer. Einzigartige revolutionäre Konstruktionen, die München seither als städtebauliche Akzente bereichern.

Die gegenwärtig unter dem Titel ZEITHORIZONT laufende Ausstellung spannt den Bogen vom Jahrhundertbeginn bis in das vor uns liegende Jahrtausend. Als ein Kompetenzfeld der BMW Mobilen Tradition zeigt das BMW Museum vor dem Hintergrund industrieller, technischer und gesellschaftlicher Zeitgeschichte die Entwicklung der Bayerischen Motoren Werke.

Farbenfroher, frecher und moderner ist der Auftritt des BMW Museums seit 1995. Schon die Eintrittskarte – längst zum Sammelobjekt avanciert – vermittelt Vision, Erlebnis, Abenteuer. Motive, die sich auf Museumsführern, Informationsbroschüren und Posterserien wiederfinden und Signale einer Lebensqualität sind, die sich mit den Erwartungen an das 21. Jahrhundert verbinden.

Zeithorizont:Phänomene begreifbar machen.
Daten und Fakten.

Nicht nur in Technik und Wissenschaft, in Büro und Automobil hat das Zeitalter des Computers Einzug gehalten. Auch auf den Plattformen des Museums geht längst nichts mehr ohne Mikrochips. 97 Video-Monitore und 93 Bildplattengeräte spielen 25 Informationsprogramme in sechs Sprachen ab, begleitet von zehn Diaschauen.


Zu den Attraktionen des BMW Museums zählt ein Studiokino im obersten Stockwerk mit 100 Plätzen; auf einer 16 x 6,50 Meter breiten Großleinwand wird der Film „Wohin wir uns bewegen“ von Franz Stephan gezeigt.

Zu den Zeithorizont-Gestaltern zählen der Münchener Soziologie-Professor Hans Martin Bolte, der Multimedia-Designer Charlot Krings, der Komponist Eberhard Schoener und der Berliner Professor Günter Spur, Leiter des Fraunhofer-Instituts. Der Münchener Filmarchitekt und Oscar-Preisträger Rolf Zehetbauer zeichnet als Designer der Ausstellung verantwortlich.

Acht Jahrzehnte BMW.

Die Bayerischen Motoren Werke, 1916 gegründet, befinden sich in ihrem neunten Lebensjahrzehnt. Als Museum im herkömmlichen Sinne zeigte die 1973 ihrer Zweckbestimmung übergebene »Schüssel« neben dem
BMW Hochhaus am Petuelring in den ersten Jahren ausschließlich Exponate aus der BMW Unternehmensgeschichte, ehe im Jahre 1979 eine völlig neue Museumskonzeption der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Die Darstellung des Unternehmens als bedeutender Wirtschaftsfaktor,
als Teil seiner Umwelt in Vergangenheit und Gegenwart: Das war die Botschaft der Ausstellung ZEITSIGNALE.

Welches Museum war besser geeignet, eine solche Kreativschau als innovative Aktion in nonkonformistischer Darstellung zu präsentieren, als das von BMW? Nur hier konnte es Ereignis werden – hier, wo der Architekt von vornherein die „Fortsetzung der Straße im umbauten Raum“ konzipierte und sie mit einer sich in die Höhe windenden Serpentine, von einigen Plattformen als Zwischenstationen unterteilt, gekonnt verwirklichte.

Harmonisch traf hier der Glücksfall eines ungewöhnlichen Museumsbaus
mit dem Glücksfall der avantgardistischen Zurschaustellung einer Epoche am Beispiel BMW zusammen.

Diese Ausstellung war bis 1984 zu sehen, erlebte begeisterte Kritiken und bewies ihre Attraktivität in hohen Besucherzahlen.

Auch die nachfolgende Zeitschau brach mit Konventionen und setzte Zeichen. Das BMW Museum vermittelte unter dem Titel ZEITMOTOR einen Blick in die Zukunft und war damit sicher das erste Museum, das mit dem Philosophen Ernst Bloch nicht nur die Frage stellte, ob es in der Vergangenheit eine Zukunft gibt, sondern auch eine Antwort auf diese Frage anbot. Die Ausstellung lief bis zum Herbst 1990 und zählte 2,5 Millionen Besucher.

Die Dynamik unseres auslaufenden Jahrhunderts findet keine Parallele und übertrifft alles bisher Dagewesene. In einem einzigen Jahr unseres Dezenniums geschieht mehr Umwälzendes, als früher in einhundert Jahren. Allein schon die Zunahme der Bevölkerung stellt an den Erfindungs- und Entdeckergeist auf allen Gebieten höchste Ansprüche.

Eine Vielzahl von Unternehmen in aller Welt verstehen sich nicht mehr allein als Hersteller von Produkten oder Anbieter von Dienstleistungen. Sie werden zu Mittlern und Helfern für die Bewältigung von Problemen nicht nur technischer, sondern auch soziologischer, medizinischer, ökologischer
und philosophischer Art.

Hier setzt die Ausstellung ZEITHORIZONT an. Sie markiert Vergangenheit und Gegenwart als Ausgangspunkte für das, was jeder erwartet, für das Künftige, das Kommende. Noch nie war eine Gesellschaft so zukunftsorientiert wie die derzeitige, aber auch nie zuvor hatte sie die Möglichkeit, das Künftige und Kommende in so entscheidendem Maße mitzugestalten.

Die Ausstellung im BMW Museum weist auf folgende Postulate hin:

• Lebensqualität ist machbar.
• Fortschritt ist machbar.
• Zukunft ist machbar.

Die Botschaft fragt aber auch: Welcher Fortschritt ist vertretbar,
weil verantwortbar?

Für die Menschen, deren Kreativität und Können dieses Thema zu einem begreifbaren Phänomen gemacht haben, bedeutet das Jahr 2000 – das letzte unseres Jahrzehnts – keine Zäsur. Der Wandel der Gesellschaft mit ihren Idealen, ihren Ansprüchen an Lebensqualität, ihren seelischen Erfüllungen, ihrem zivilisatorischen Wachstum und ihren Erwartungen an Erfolg und Bestätigung ist nicht von Kalenderdaten abhängig. Er ist ein fortwährender Prozess, der aber erst seit wenigen Jahren eine so hohe Transparenz erlangt hat. Nicht die drängenden Probleme wie die Endlichkeit der Ressourcen, die Umweltbelastung oder die Überfüllung der Ballungsräume stehen im Vordergrund, sondern deren Bewältigung durch greifende Lösungen.

Die Ausstellung ZEITHORIZONT geht auf die „neue Normalität“ des Denkens und Fühlens in unserer heutigen Zeit ein. Man reagiert heute gelassener, pragmatischer, illusionsloser – aber man glaubt an die Zukunft und daran, dass das Leben übermorgen nicht weniger lebenswert sein wird als heute, mit Sicherheit erkenntnisreicher und erlebnisintensiver als je zuvor.

Wo der Weg beginnt.

Schon beim Betreten des Foyers im Museum beginnt die Einstimmung
hin zu einer anderen Welt. Sie macht zunächst die Zeitspanne deutlich, die der Bogen vom Gestern zum Morgen verbindet, dokumentiert zugleich die inhaltsreiche Geschichte der Bayerischen Motoren Werke: Ein Urahn des BMW Dixi, der Wartburg Motorwagen aus dem Jahre 1899, begrüßt den Besucher.

Auf dem Weg nach oben zeigt eine Plakatausstellung die Verkehrsgeschichte der vergangenen 75 Jahre.

Des weiteren werden technische Pionierleistungen auf den Gebieten:

• Flugmotorenbau
• Motorradbau
• Automobilbau
• Motorsport in all ihren Facetten demonstriert.

Aktuelle Themen der Gegenwart und Zukunft.

Der Weg des Besuchers führt ihn durch sieben Bereiche:
• Neue Energiequellen und alternative Antriebe in der Zukunft.
• Recycling.
• Das Entstehen eines Automobils vom Bestellvorgang bis zu
seiner Auslieferung: Logistik in ihrer komplexen Vernetzung am Beispiel der 3er Reihe.
• Wegbereiter Elektronik.
• Fahrsimulation im Cockpit von morgen.
• Auto- und Motorrad-Design von morgen.
• Leitsysteme und kooperatives Verkehrsmanagement.
• Navigationssystem.

Neue Energiequellen und alternative Antriebe.

Die Ausstellung bietet gebündelte Informationen zu den Themenbereichen:
• Elektroantrieb.
• Wasserstoff.
• Gasturbine.
• Solarenergie.
• Kernenergie.
Die Konzepte für zukünftige Automodelle müssen den gewandelten Anforderungen und den neuen Voraussetzungen entsprechend neu überdacht und bestimmt werden. Auch neue Antriebstechniken gehören aus ökologischen wie ökonomischen Grundüberlegungen dazu. Zu den Themen Wasserstoff- und Elektroantrieb gibt es passende Exponate, die den neuesten Stand der Forschung demonstrieren. Informative Filme erläutern komplizierte Vorgänge und Zusammenhänge von der Energiegewinnung bis zur Nutzung durch den Endverbraucher.

Recycling.

Mehr als bisher werden in der Zukunft Leichtbautechnik und eine optimale Nutzung aerodynamischer Erkenntnisse im Automobilbau Anwendung finden. Die Einsparung von Antriebsenergie und die Recyclingfähigkeit möglichst vieler Werkstoffe und Bauteile stehen vermehrt im Vordergrund.

BMW ist einer der Pioniere im Fahrzeug-Recycling und betreibt in Lohhof bei München seit 1990 ein eigenes Recycling- und Demontage-Zentrum. BMW entwickelt seine Produkte heute mit dem Ziel einer späteren optimalen Material-Wiederverwertbarkeit. In allen wesentlichen Absatzmärkten werden Verwertungsstrukturen aufgebaut.

Drei Exponate zeigen die Umsetzung der BMW Recycling-Strategie.
Die BMW Niere der aktuellen Modellreihen steht für die Anwendung einer recyclinggerechten Verbindungstechnik, die Instrumententafel des BMW 5er steht für ein innovatives Materialkonzept und der weltweit ersten recyclingfähigen Instrumententafel im gehobenen Fahrzeugsegment.

Dass mit Recyclaten auch »neue Werte« geschaffen werden können, zeigt die BMW Telefonkarte »Recycling«, die erste in Deutschland, die aus recyceltem Material besteht und schon heute ein begehrtes Sammlerstück ist.

Fünf Kurzfilme geben einen Einblick in die vielfältigen Aufgabenstellungen und aktuellen Ergebnisse, in die Zusammensetzung von Materialkreisläufen und in die europäischePartnerschaft „Together for recycling“.

Das Entstehen eines Automobils vom Bestellvorgang bis zu seiner Auslieferung.

Der Weg zum ZEITHORIZONT setzt sich fort mit dem Modell-Erlebnis „Bestellung und Auslieferung eines Automobils“.
Hier kann der Besucher einen nach seinen Angaben maßgeschneiderten BMW der 3er-Reihe in mehreren Stationen produzieren lassen. Mit Hilfe individuell abrufbarer Einzelfilme verfolgt er auf Monitoren die Herstellung »seines« Autos; die Filmfolge richtet sich nach dem Interesse des Besuchers. Er kann jede Filmpassage anhalten oder eine Szene wiederholen.

Dieses interaktive Programm zeigt zugleich die logistische Arbeit, die bei der Produktion eines Autos kaum sichtbar wird: Alle Teile müssen zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der richtigen Reihenfolge am Arbeitsplatz verfügbar sein.

Spannend – dieses fast vollautomatische Zusammenspiel zwischen den einzelnen Stationen der Planung, Auftragsabwicklung, Produktion, Vertrieb, Wagenauslieferung, die über Führungslinien miteinander vernetzt sind.

Wegbereiter Elektronik.

Dieses Thema vermittelt dem Besucher die Funktionsweise verschiedener Elektroniksysteme anhand des Schnittmodells eines BMW 750i.
Der hier sichtbar gemachte Fortschritt in puncto technischer Innovation ist beeindruckend. Ob es sich um einen Sechszylinder mit digitaler Motorelektronik handelt oder um den BMW Zwölfzylindermotor – den ersten deutschen seit 50 Jahren – dessen technische Konzeption und ästhetisch vollendete Gestaltung meisterhaften Motorenbau repräsentiert.

Oder die verschiedenen, durch Mikroprozessoren erschlossenen Elektroniksysteme wie die Automatikgetriebe-Steuerung, das ABS (Anti-Blockier-System), die ASC (Automatische Stabilitäts Control), die Servotronic oder die EDC (Elektronische Dämpfer Control).

Nicht zu vergessen die längst zur Selbstverständlichkeit gewordene Katalysatortechnik mit Lambdasonde, effizienter Beitrag zur Verminderung von Umweltbelastungen. Auch hier werden Mikroprozessoren eingesetzt. Ein Schnittmodell zeigt, wie die Steuerungsprogramme Unregelmäßigkeiten im Zusammenwirken der Systeme selbst erkennen, speichern, auswerten und automatisch Ersatzfunktionen bereitstellen.

Ein anderes intelligentes Diagnosesystem erleichtert die Wartung der Fahrzeugelektronik: Während des Fahrbetriebes aufgetauchte Fehler können vom Werkstattpersonal mit Abfragegeräten lokalisiert werden. Auch Meldungen über Mängel, die vom Fahrer unbemerkt bleiben, werden gespeichert.

ZEITHORIZONT bringt dem Besucher per Video Vorteile und Nutzen folgender Elektroniksysteme nahe:

1. Fahrdynamik.
• Antiblockiersystem (ABS).
• Automatikgetriebe (EH-Steuerung).
• Automatische Stabilitäts Control (ASC).
• Elektronische Dämpfer Control (EDC).
2. Umwelt und Wirtschaftlichkeit.
• Digitale Motorelektronik (DME).
• Energie Control (EC).
• Service-Intervallanzeige (SI).
3. Information.
• Check Control (CC).
• Bordcomputer (BC).
• Diagnose-System (DS).
4. Sicherheit.
• Antiblockiersystem (ABS).
• Automatische Stabilitäts Control (ASC).
• Airbag.
• Diebstahl-Warnanlage.
5. Komfort.
• Heizungs- und Klimaautomatik.
• Servotronic.
• Sitz- und Spiegelmemory.
• Bordsteinautomatik/Beifahrer-Außenspiegel.
• Niveauregulierung.

Über dem Elektronikmodell schwebt raumhoch eine Spiegelplastik, deren äußere Rahmenteile Elemente von ZEITHORIZONT-Exponaten widerspiegeln. Die Hauptspiegelfläche macht programmgesteuert einen BMW Z3 sichtbar.

Fahrsimulation im Cockpit von morgen.

Das Auto ist bei dieser simulierten Fahrt mit den Informationssystemen der Zukunft ausgestattet. Man kann zwischen verschiedenen Fahrtzielen wählen: Der Navigationscomputer führt pünktlich und sicher zum Ziel. Je nach Verkehrslage wird er auch öffentliche Verkehrsmittel empfehlen. Natürlich kann man auch CDs hören, Radiostationen empfangen und auf einem Zentralmonitor wichtige Informationen abrufen.

Laser-Vision. 8 Min., 10 Sek.

Ein Laserstrahl umfasst die Konturen des Autos von morgen, verkleinert die Silhouette zu einem Punkt, der sich auf einem abstrahierten Straßennetz zum Ziel bewegt.

Diese Fahrt lässt sich auf einer Videowand verfolgen und macht deutlich, in welche Verkehrssituationen das Auto gerät. Per Kopfhörer wird erläutert, wie neue Informationssysteme die Autofahrt sicherer, komfortabler und pünktlicher machen und wie das Fahrzeug sich in das gesamte Verkehrssystem integriert.

Auto- und Motorrad-Design von morgen.

Veränderte Konzepte beeinflussen auch das Design. Noch vor einer detaillierten technischen Auslegung entstanden die gezeigten freien Designstudien – Versuche, sich möglichen neuen Gestaltgebungen zukünftiger Modelle anzunähern.

REISELIMOUSINE viersitzig, Antrieb konventionell oder mit Wasserstoffmotor.

Die für Langstreckenfahrten geeignete, geräumige Limousine bietet vier Personen bequemes Reisen. Der großzügig bemessene Innenraum bestimmt die Außenabmessungen. Ein drehbarer Beifahrersitz gewährt zusätzliche Freiheiten und gestattet die Nutzung des Wagens als Geschäftsfahrzeug. Die glattflächige Karosserie zeigt eine aerodynamisch günstige Formgebung in spannungsvoll fließender Linienführung. Das Interieur sollte in seiner Gestaltung mit dem ruhig-eleganten Stil des Exterieurs übereinstimmen.

Am Fahrerplatz bieten die Anzeige-Einheiten mittels moderner Datentechnik für Fahrer und Passagiere eine Fülle an Informationen, auch über die Fahrzeugbedienung hinaus. Diese Informationen erscheinen aber nur bei Bedarf und auf Abruf. Auch werden die Träger-Tableaux für die Bedienungseinheiten nur bei Gebrauch aus der Instrumententafel ausgefahren. Zur Anordnung von Anzeige- und Bedienungseinheiten ist die Instrumententafel in Zonen primärer, sekundärer und tertiärer Bedeutung unterteilt.

MITTELGROSSE LIMOUSINE viersitzig, mit Wasserstoffmotor.

Dieses Fahrzeug soll im Mittelstreckenverkehr vielseitig einzusetzen sein. Sein ungewöhnliches Raumkonzept mit langem Radstand bei knappen Überhängen an Front und Heck ergibt bei verhältnismäßig kompakten Außenabmessungen einen größtmöglichen Innenraum. Glattflächigkeit und aerodynamisch vorteilhafte Formgebung verringern die erforderliche Antriebsenergie.

NAHVERKEHRSFAHRZEUG dreisitzig, mit Elektroantrieb.

Neues Konzept für ein vielseitig nutzbares Nahverkehrsfahrzeug mit Elektroantrieb. Niedriges Gewicht, günstige Aerodynamik und geringer Rollwiderstand der schmalen Räder minimieren den Energieverbrauch.
Der Fahrer hat einen Einzelsitzplatz vor den beiden Mitfahrersitzen.

Die Modul-Bauweise eröffnet vielfache Variationsmöglichkeiten: Etwa ein offenes Fahrzeug formal nahe am Motorrad, mit nur kleiner Frontscheibe. Andererseits kann anstelle des Gepäckraums im Heck ein erweiterter, überdachter Passagierraum angebaut werden.

MOTORRAD AUF DREI RÄDERN, einsitzig, mit Ottomotor.

Noch komfortabler und sicherer präsentiert sich das Motorrad von übermorgen. Es rollt auf drei Rädern, bewahrt dennoch alle Vorzüge und das Fahrgefühl des Einspurfahrzeugs. Es benötigt wenig Verkehrsfläche und Parkraum, ist wendig, leicht und sparsam im Kraftstoffverbrauch. Die Produktidee ist eine Synthese aus Technik und Form: Fahrwerk und Motor sind in die Gestaltung einbezogen. Das Fahrzeug besitzt eine geschlossene Kabine aus (wiederverwertbaren) Kunststoffen, bietet Vollwetterschutz und ist aber auch offen zu fahren. Es ist mit Sicherheitsgurt und Airbag ausgestattet. Der Clou: Die Fahrerkabine ist bis zu 45 Grad drehbar aufgehängt. So bleibt das motorradspezifische Kurvenfeeling erhalten.

Vorne und hinten gibt es ein verstellbares Zentralfederbein; die Räder sind an Einarmschwingen geführt. Gesteuert wird mit einem Lenker über Achsschenkel-Lenkung.

Die Bodengruppe besteht aus Aluminium-Vierkantrohren und Faserverbundstoffen. Kraftstoffbehälter und Motor haben tragende Funktionen.

Angetrieben wird das Motorrad von einem luftgekühlten Zweizylinder-Boxermotor mit digitaler Motorelektronik und beidseitiger Abgasanlage mit geregeltem Katalysator. Bei einem Hubraum zwischen 800 und 1000 ccm leistet der Motor zwischen 45 und 60 kW (61 und 68 PS). Das Getriebe mit fünf Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang ist im Motorgehäuse integriert. Die Zweikreis-Bremsanlage wird über ein Fußpedal betätigt. Das Fahrzeug hat ein Gesamtgewicht von 520 kg und erlaubt eine Zuladung von 120 kg; so ist auch die Mitnahme von Gepäck im Innenraum oder auf einer Gepäckbrücke möglich. Der Kraftstoffverbrauch liegt bei fünf Litern auf 100 km, die Höchstgeschwindigkeit bei mehr als 200 km/h.

Leitsysteme und „kooperatives Verkehrsmanagement“.

Die Antworten auf die Frage nach den Auswirkungen des Autofahrens müssen schon heute weit über den ZEITHORIZONT 2000 hinausreichen,
um nachfolgenden Generationen den drohenden Verkehrskollaps zu ersparen. Lösungen müssen gefunden und angeboten werden; hier ist rechtzeitiges Agieren statt zu spätes Reagieren gefragt.

Die Ausstellung ZEITHORIZONT macht deutlich, dass BMW schon seit
Jahren gemeinsam mit einem Dutzend europäischer Automobilhersteller
und mehreren Forschungsinstituten am sogenannten Prometheus-Projekt arbeitet. Das der griechischen Mythologie entliehene Wort steht für „Programme for an European Traffic with Highest Efficiency and Unprecedented Safety“ (Programm zur Entwicklung des europäischen Verkehrs mit höchster Leistungsfähigkeit und beispielhafter Sicherheit).
>
Bringt Prometheus die Patentlösung? Wo liegt der Nutzen dieses Systems, und ist es ökonomisch vertretbar?

Mobilität ist eine unverzichtbare Errungenschaft unserer Welt; ihre Notwendigkeit wird von niemandem in Frage gestellt. Sie ist aber nicht Selbstzweck und bedarf, in Anbetracht der zunehmenden Verkehrsdichte und –fülle, neuer Formen der Führung und Regelung. Man hat moderne Leitsysteme entwickelt, deren Programme Fahrzeugtechnik und Verkehrsmanagement neu koordinieren sollen, um künftig einen konfliktarmen, menschengerechten Straßenverkehr zu ermöglichen. Forschung und Entwicklung müssen sich den permanenten Technologieschub zunutze machen, den Mikroelektronik, Telekommunikation und Informationsverarbeitung liefern.

Im Rahmen dieser Forschungsprojekte ist die Pilotstudie „Kooperatives Verkehrsmanagement“ inzwischen erfolgreich umgesetzt worden. Hier wird im Ballungszentrum einer Großstadt (am Beispiel München) die Verbindung des Individualverkehrs mit den Systemen des öffentlichen Verkehrs erprobt. Große Verkehrshindernisse entstehen – gerade in Spitzenzeiten – durch Mangel an aktueller Information.

Jeder Verkehrsteilnehmer sollte immer wissen, wann welches Beförderungsmittel für ihn die optimale Lösung ist: Das erfordert eine Verknüpfung der Informationssysteme und Einrichtungen von Leitsystemen zur Parkplatzsuche. Ergebnislose Suchfahrten kosten Zeit und Energie.

Ausgezeichnete Ergebnisse brachten praktische Versuche mit dem System COMPANION. Es stellt ein kollektives Warn- und Informationssystem dar auf der Basis blinkender Leitpfosten. Bei Unfällen oder Staus im vorausliegenden Streckenabschnitt funktionieren sie wie eine „verlängerte Warnblinkanlage“, die von der Verkehrsrechnerzentrale aus gesteuert wird. Seit Anfang 1996 wird COMPANION an der A 92 zwischen dem Flughafen München und dem Autobahnkreuz Neufahrn getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verkehrssicherheit positiv beeinflusst wird: Mit COMPANION werden ein niedrigeres Geschwindigkeitsniveau, größere Abstände und ein ruhigerer Verkehrsfluss erreicht.

Der Grundgedanke solcher Leitsysteme ist, vorhandene Strukturen durch technische und organisatorische Maßnahmen zu verflechten und die Bereitstellung von großräumigen Verkehrs- und Umweltinformationen für alle Verkehrsteilnehmer und Systembetreiber mit den Möglichkeiten von heute und morgen anzustreben. Dies bedingt den Aufbau eines überregionalen Datenverbunds mittels zahlreicher nationaler und auch internationaler Verkehrsleitzentren.

Navigationssystem.

Die GPS Satelliten-Peilung (Global Position Systems) erlaubt im Zusammenspiel mit Bordkompaß, Radsensoren, digitaler CD-ROM-Straßenkarte und Navigationsrechner eine ständige automatische Standortbestimmung. Der Standort wird jeweils auf ±10 Meter genau ermittelt. Nach eingegebenem Zielort plant das Navigationssystem die Route und gibt optische und akustische Hinweise zur Zielführung.
So wird die Ausstellung ZEITHORIZONT zum Ereignis; sie vermittelt Aussagen über Machbarkeiten in der Gegenwart mit Ausblicken in die nahe und ferne Zukunft, dargestellt in einem Museum der Synthese von Zweck- und Erlebnismobilität.

Filme und audiovisuelles Erleben im Museum.

Titel: Horizonte 10 Min., 34 Sek.
Die Ausstellung im BMW Museum zeigt, was uns in den kommenden Jahrzehnten erwartet. Dieser Videofilm fasst die wesentlichen Aspekte zusammen. Die Aufgaben der Zukunft liegen in der Bewältigung weltweiter Konflikte; zum Schutz unserer Umwelt müssen moderne Technologien eingesetzt werden. Wichtige Hilfsmittel sind Biotechnik und Recyclingprozesse. Uns beschäftigen Bevölkerungsprobleme und Energiefragen, auch geht es um Ausländerintegration, steigende Seniorenzahlen, sinkende Geburtenraten ... Der Begriff Arbeit erhält einen neuen Wertmaßstab.

Titel: Computerunterstützte Konstruktion CAD 5 Min., 49 Sek.
Mit CAD (Computer Aided Design) wurde Konstrukteuren und Designern
ein ideales Hilfsmittel in die Hände gegeben. Zeichnen mit Bildschirm und Ausdrucken der Zeichnung auf dem Plotter sind Merkmale dieser Arbeitstechnik. Scheinbar spielerisch kann der CAD-Rechner wohl in Zukunft auch eine Kinderzeichnung in die dritte Dimension umsetzen und mittels Hologramm in den Raum projizieren. Die heutige CAD-Technik erlebt der Museumsbesucher am Exponat selbst. Der Film unterstützt die Ausstellung, indem er die Zukunftsbilder dazu zeichnet.

Titel: Veränderungen am Arbeitsplatz 5 Min., 12 Sek.
Der Film fasst die Meilensteine zusammen, die die Ausstellung im
BMW Museum zum Thema Arbeitsplatz gestern, heute und morgen zeigt. Wie wurde früher geschrieben, geschraubt, konstruiert? Wie arbeitet
man heute rechnergestützt? Und wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus?

Titel: Die Faszination des Motorsports 10 Min., 49 Sek.
Dem Motorsport ist nicht nur ein Teil der Ausstellung gewidmet; ergänzend gibt der Film mit skizzenhaften Szenen das Erlebnis von Bewegung in verschiedenen Dimensionen und Empfindungen wieder. Die Geschichte der Bewegung zeigt immer die gleichen Momente: Erfolge, die Sieger, die Verlierer, das Abenteuer, die Herausforderung – aber auch die Teamarbeit und die Begeisterung des Publikums.

Titel: Die Familie 6 Min., 30 Sek.
Der Film zeigt, wie die Familie gestern und heute aussieht und fragt nach den Familienstrukturen der Zukunft. Wird es die kleine oder die große Familie geben, den Single-Haushalt, die Männergemeinschaft, die Ehe auf Zeit? Wo sind die Idealbilder der Familie, was macht sie mit immer mehr Freizeit?

Titel: Präzision 6 Min., 50 Sek.
Die Präzision unserer Werkzeuge und Instrumente ist durch Elektronik wesentlich verfeinert worden. Man kann heute die Dicke einer Seifenblasenhaut messen – nicht stärker nämlich ist der Ölfilm zwischen Kolben und Zylinderwand des Motors. Neu sind auch die Methoden der Karosserievermessung. Eine Arbeit, die in Zukunft der Laser übernimmt. Dieser Film informiert über die Möglichkeiten, durch Präzision Qualität zu schaffen.

Titel: Technik-Geschichte 4 Min., 9 Sek.
Technik-Geschichte ist eine wichtige Aussage. Der Film fasst alle wichtigen Stationen des Industriezeitalters zusammen: die Dampfmaschine, die Bedeutung des Transmissionsriemens, die Erfindung des Supports und die Automatisierung. Mit der numerischen Steuerung der Werkzeugmaschinen schließlich begann die elektronische Revolution – der Mensch wird frei für mehr Kreativität.

Titel: Das elektronische System im BMW 750iL
1. Fahrdynamik 3 Min., 12 Sek.
Befasst man sich mit dem Thema Fahrdynamik, stößt man auf Begriffe wie ABS, ASC, EDC. Sie sind Abkürzungen für die Bezeichnung komplexer technischer, elektronisch gesteuerter Systeme. Der Film zeigt ihren Nutzen anhand von Beispielen, die auf der BMW Teststrecke und auf öffentlichen Straßen demonstriert wurden.
2. Umwelt und Wirtschaftlichkeit 3 Min., 30 Sek.
Ähnlich wie bei der Fahrzeugdynamik gibt es auch für die Entlastung der Umwelt und die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit unterstützende elektronische Systeme wie Digitale Motor Elektronik (DME), Energie Control (EC) oder den Bord-Computer (BC). Der Film befasst sich mit der Erklärung all dieser Systeme im Automobil und zeigt die damit für den Fahrer verbundenen Vorteile auf.
3. Information 1 Min., 30 Sek.
Der Film erläutert die Funktionsweise von Bordcomputer und Check Control, die der Information des Fahrers und der Kontrolle des Fahrzeugs dienen.
4. Komfort 3 Min., 20 Sek.
Der Film zeigt, wie sich elektronische Systeme für das persönliche Wohlbefinden des Fahrers und der Fahrgäste einsetzen lassen: Klimaautomatik, Elektronische Dämpfer Control (EDC), Servotronic und ein Sitz- und Spiegelmemory ermöglichen es, individuellen Bedürfnissen Rechnung zu tragen.
5. Sicherheit 3 Min., 40 Sek.
Besondere Bedeutung kommt den elektronischen Systemen zu, die der Sicherheit dienen: ABS (Antiblockiersystem), ASC (Automatische Stabilitäts Control), Airbag und Check Control. Im Film wird auf der BMW Teststrecke und im Straßenverkehr erläutert, wie die Systeme arbeiten und welchen Schutz sie den Insassen des Fahrzeugs bieten.
Titel: Sonne im Tank 11 Min., 12 Sek.
Woher kommt die Energie, die wir auf der Erde nutzen? Hauptsächlich von der Sonne. Seit Beginn der Industrialisierung steigt die Verbrauchskurve der vorhandenen Energie steil an. Womit decken wir den noch immer steigenden Bedarf? Fossile Energieträger wie Kohle, Öl oder Erdgas sind zu wertvoll, um nur verbrannt zu werden. Kernenergie als Übergangslösung ... Förderung der Solarenergie ... wie groß sind die Fortschritte? Wie kann man Energie in der Zukunft gewinnen, ohne der Umwelt zu schaden? Fragen, auf die der Film Antworten bietet.

Titel: Kein Benzin im Tank 12 Min., 12 Sek
Das Umweltbewusstsein der heutigen Generation ist geschärft worden.
Man hat erkannt, dass die Energieressourcen der Erde begrenzt sind.
BMW hat den Verbrauch herkömmlicher Motoren stark reduziert und ist dabei, neuartige Antriebe zu entwickeln. BMW Ingenieure befassen sich intensiv mit Elektro- und Wasserstoffmotoren, auch mit dem so genannten Hybridantrieb, der zwei unterschiedliche Antriebsenergien in einem Auto vereinigt.
Fazit: Das Auto soll letztlich keine Schadstoffe mehr verursachen.

Titel: Auto, Bus und Bahn 9 Min., 48 Sek.
Der Film zeigt, was man bei BMW unter „kooperativem Verkehrsmanagement“ versteht. Nämlich ein System, das Autos zu Partnern von Bussen und Bahnen macht.Hilfe in Problembereichen des Straßenverkehrs kann ein Paket von Maßnahmen bringen, die in Zusammenarbeit mit Stadt, Staat und Forschern aus Wissenschaft und Industrie geplant werden. Voraussetzung ist die Verbesserung der Information über die jeweilige Verkehrslage, etwa durch den Einsatz schneller Datensysteme. Mit Hilfe der verfügbaren Technik müssen umfassende Informationsnetzwerke geschaffen und mit Leitsystemen verknüpft werden. Veränderbare Verkehrszeichen und funkgesteuerte Leitpfosten am Fahrbahnrand geben aktuelle Hinweise oder auch Warnungen. Jeder Verkehrsteilnehmer erfährt so, wie er sein Ziel sicher, komfortabel und rechtzeitig erreicht.

Titel: Automobile à la carte 60 Min.
Produktion eines BMW der 3er-Reihe bis zur ersten Probefahrt:
Der Museumsbesucher kann sein individuell gewünschtes Auto im Film herstellen lassen und einzelne Produktionsphasen selbst anwählen.
Er bestimmt Fahrzeugtyp, Motor, Farbe, Sitze, Ausstattung und Felgen und verfolgt die einzelnen Fertigungsprozesse, je nachdem, welchen Zeitabschnitt bei der Produktion er wählt. Gleichzeitig wird der Zuschauer über die Bedeutung der Logistik informiert: Viele tausend Einzelteile müssen pünktlich im Werk eintreffen, um auftragsgemäß verarbeitet werden zu können.

Titel: Fahren Sie im Auto von morgen 9 Min., 3 Sek.
Bei dieser simulierten Fahrt ist das Auto mit den Informationssystemen von morgen ausgestattet. Man kann verschiedene Fahrtziele wählen; der Navigationscomputer führt sicher und pünktlich zum Ziel. Man kann CD-Musik hören, Radiostationen empfangen oder wichtige Fahr- und Fahrzeuginformationen abrufen: Der Zentralmonitor der Armaturentafel zeigt stets an, was wichtig ist.

Titel: Sprechende Straßen 11 Min., 32 Sek.
Freude am Fahren: ohne Status, ohne Stress, ohne Unfälle. Der Traum eines jeden Autofahrers. Indes, wer sich bewegen will, ist häufig zum Stillstand gezwungen. Und umgekehrt, etwa bei der vergeblichen Suche nach einem Parkplatz. Symptome eines Verkehrsproblems, das unlösbar scheint. Bietet Prometheus die Lösung unserer Mobilitätsfrage? Dieser Film gibt die Antwort.

Im BMW Kino:

Titel: Wohin wir uns bewegen Cinemascope, 34 Min., 11 Sek.
Mobilität ist das Hauptmerkmal der BMW Group. Der Film zeigt das Bild
eines internationalen Unternehmens anhand seiner Mitarbeiter(innen).
Sie beschreiben ihre Aufgaben, sprechen selbst und spontan über ihre Verantwortungen bei BMW und sind eingebunden in die verschiedenen Sparten des Films: Design, Konstruktion, Sicherheit, Produktion, Antriebstechnik, Motorsport, Gesellschaft, Historie, Innovationen und Produkte. Ihre Sicht der Dinge stellt die Denkweise der in der BMW Group arbeitenden Menschen dar. Außerdem hat dieser Film vielfältige internationale Preisauszeichnungen erhalten. Zu nennen sind der Gold Award bei „The New York Festivals“ und der Golden Globe beim „World Media Festival“ in Hamburg im Jahr 2000.

Biographien: Von der Kunst, Ideen zu realisieren. Rolf Zehetbauer,der „Macher“ von ZEITHORIZONT.

„Künstlerischer Leiter für die Gestaltung des BMW Museums“ lautete
Rolf Zehetbauers offizielle Funktion bei der Umsetzung der Museumskonzeption ZEITHORIZONT.

Zehetbauer gilt als eine der Säulen der deutschen Filmwirtschaft und Promotor des internationalen Films. Seit 1952 hat er als Filmausstatter mehr als 100 große Spielfilme und Fernsehproduktionen gemacht, mit allen bedeutenden Filmateliers, Regisseuren und Produzenten zusammengearbeitet.

Einige der markantesten Stationen in seinem Schaffen wurden durch hohe Auszeichnungen honoriert: Bundesfilmpreis in Gold 1958 („Nachts, wenn der Teufel kam“) und 1978 („Despair“), Oscar 1972 („Cabaret“), Emmy: American Television Award 1982 („Inside the Third Reich“, die „Unendliche Geschichte“ und „Das Boot“). 1984 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Hans Martin Bolte Soziologische Hintergründe zum ZEITHORIZONT.

Das Konzept des BMW Museums beschränkt sich nicht auf die Geschichte der BMW AG oder die Geschichte des Automobils. In seinem Anspruch umfasst es historische, soziologische, technische und futuristische Aspekte vom vorigen bis ins nächste Jahrhundert.

Prof. Dr. rer. pol. Hans Martin Bolte hat im Team für ZEITHORIZONT die wissenschaftliche Beratung als Soziologe übernommen. Der versierte Wissenschaftler ist seit 1964 Professor für Soziologie an der Universität München und Vorstand des Instituts für Soziologie, Kuratoriumsmitglied des Instituts für Bevölkerungsforschung sowie u. a. Vorsitzender des Sachverständigenkreises Sozialwissenschaften am Bundesministerium für Forschung und Technologie.

Günter Spur - Technischer Background für den ZEITHORIZONT.

Zur umfassenden Darstellung eines Jahrhunderts übergreifenden historisch-technischen Zusammenhangs, gehört die Kenntnis der technologischen Zukunft ebenso wie die der Basis, auf die sie sich stützt. Für das Thema ZEITHORIZONT war es daher unverzichtbar, eine Kapazität zu gewinnen, deren Kenntnisse sich nicht auf enge wissenschaftliche Spezialfelder beschränken. In Prof. Dr. h.c. mult. Dr.-Ing. Günter Spur, dem Direktor des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik der TU Berlin und Leiter des Fraunhofer-Instituts, wurde dieser universale Geist gefunden. Der gebürtige Braunschweiger hat in den 50er und 60er Jahren als Konstrukteur und Konstruktionsleiter in der Industrie gearbeitet und die Verbindung von Wissenschaft und Praxis verinnerlicht, so wie dies in einem Automobilwerk unverzichtbar ist.

Für die thematische Abgrenzung und wissenschaftliche Untermauerung der ZEITHORIZONT-Aussagen waren die Erfahrungen wichtig, die Günter Spur im außeruniversitären Bereich gesammelt hat. Seine jüngsten Berufungen und Ehrungen: Ehrenmitglied der Society of Manufacturing Engineers (SME), Detroit/USA; Senator der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Ruf in die National Academy of Engineering of the United States of America.

Charlot Krings - Multimedia-Designer für das Konzept ZEITHORIZONT.

Spätestens seit der Begriff der Multimedia-Show auftauchte, gibt es
das Berufsbild des Multimedia-Designers. Für das Konzept ZEITHORIZONT mit seinen Diaschauen war seine Hilfe geradezu unentbehrlich.

Seit 1975 freiberuflich als Multimedia-Designer tätig, vorher viele Jahre auf dem Gebiet der technisch-wissenschaftlichen Fotografie im Kernforschungszentrum Jülich, hat sich Charlot Krings in Hamburg und Cassis (Frankreich) mit den Krings Multimedia Studios einen Expertenruf erworben.

Die langjährige Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Computermusiker Kristian Schultze trägt dazu bei, dass die Arbeiten von Krings sich über das rein Technische hinaus ins Künstlerische erheben – sofern man ihm genug Freiraum läßt. Den hat der Hochschullehrer in Kiel, Wuppertal und Berlin bei BMW nicht nur bekommen, sondern auch zu nutzen gewusst.

ZEITHORIZONT und Motorsport: Weiß-blaue Dominante.

Den jeweils herrschenden Zeitgeist im Zusammenhang mit aktueller Automobiltechnik darzustellen, ist eines der Hauptanliegen von ZEITHORIZONT. Das Thema Motorsport gehört dazu, wie auch BMW
und motorsportlicher Wettbewerb seit jeher zusammengehören.

Tourenwagen-Rennen waren schon immer tragende Säulen im
BMW Motorsport – von den frühen dreißiger Jahren an. Von allen anderen Motorsport-Aktivitäten schafft gerade diese Form des Wettbewerbs einen sichtbaren Bezug zur Serie und ermöglicht dem Zuschauer eine Identifikation mit dem Produkt.

In den 80er und frühen 90er Jahren trug der BMW M3 entscheidend zur Profilierung der Marke bei. 1987 errang der M3 für BMW die Tourenwagen-Weltmeisterschaft, 1987 und 1988 auch das Europa-Championat sowie eine große Zahl nationaler Meisterschaften. Und schon lange vor dem M3 gab es bei BMW spektakulär agierende Tourenwagen-Modelle, etwa den BMW 320 Gruppe 5, der vor allem 1977 durch das Junior-Team in die Schlagzeilen der Motorpresse kam.

Etwas älter ist der BMW 2002 turbo, der schon als Straßenauto für viel Diskussionsstoff sorgte. 1974 war der viermalige Tourenwagen Europameister Dieter Quester mit diesem Auto ganz vorne. Als erster BMW mit aufgeladenem Motor schrieb dieses Auto Geschichte.

Keiner großen Erläuterungen bedarf ein anderer Rennsport-Star,
das Mittelmotor-Coupé M1. Als Rennauto war er für die neugeschaffene Procar-Serie entwickelt worden, als Straßenauto wurde er schnell zum umschwärmten Imageträger für BMW.

Mit Formel-1-Stars am Steuer waren die M1 Fahrzeuge der Gruppe 4 der unumstrittene Mittelpunkt im Vorfeld aller Grand-Prix-Rennen; Nelson Piquet und Niki Lauda gingen aus der Procar-Serie als Sieger hervor. Fast 1000 PS stark, schockte der M1 noch einmal die Konkurrenz: 1981 nahm Hans-Joachim Stuck als Pilot dieses Boliden an der Deutschen Rennsport-Meisterschaft teil.

Eine Station weiter sind als verbindende Spange zwischen gestern und heute zwei klassische BMW 328 zu sehen. Das Serienauto strahlt in seiner vollendeten Linienführung zeitlose Schönheit aus; die Wettbewerbsversion für die legendäre Mille Miglia zeigt das Leistungspotential dieses Autos auf: 1938 fielen sowohl der Klassensieg als auch Mannschafts- und Regelmäßigkeitswertung an die erfolgreiche BMW 328-Crew.

Last but not least dokumentiert BMW in ZEITHORIZONT auch seine Erfolge im Motorrad-Rennsport. Zum Beispiel ist jene 500-ccm-Maschine zu sehen, mit der Wilhelm Noll 1954 mehrere Weltrekorde errang. Man entdeckt jenes Motorrad, mit welchem Georg Meier zum legendären „Meier-Schorsch“ wurde. Und Ernst Hennes berühmte Weltrekord-500er, die 1935 respektable 256,1 km/h lief, gehört ebenso zu den Zweirad-Stars, wie die bei der Rallye Paris-Dakar 1984 siegreiche BMW R 100. Meilensteine der BMW Motorradgeschichte...

Exponate erzählen die BMW Geschichte.

Für den Rundgang durch das BMW Museum sollte der Besucher sich zwei bis drei Stunden Zeit nehmen, zumal viele interessante Videos und Filme zu sehen sind und zu einem abwechslungsreichen Museums-Erlebnis beitragen.

Ältester Vorläufer der BMW Automobile.

Im späteren BMW Werk Eisenach begann Heinrich Ehrhardt, als Dritter nach Benz und Daimler in Deutschland, Ende des letzten Jahrhunderts mit dem Bau von Motorkutschen. Der im BMW Museum ausgestellte Wartburg von 1899 ist ein Exemplar der ersten in Eisenach serienmäßig hergestellten Automobile. Er hat einen luftgekühlten Motor, der mit einer Drehkurbel in Griffweite des Fahrers gestartet werden kann.

BMW Renngespann aus der Nachkriegszeit.

Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die ersten Motorradrennen noch mit Maschinen aus der Kriegs- und Vorkriegszeit ausgetragen werden.
Die ausgestellte BMW 900 ccm-Seitenwagen-Rennmaschine z. B. hat den hubraumvergrößerten Saugmotor einer ehemaligen Heeresmaschine und
das Fahrgestell einer BMW R 51. Auf solchen Gespannen konnten Kraus/Huser, Müller/Wenshofer und Klankermeier/Wolz wieder Rennen für BMW gewinnen.

Plakate dokumentieren Verkehrsgeschichte.

Auf Plakaten spiegelt sich die Entwicklung der Mobilität nach den jeweiligen gesellschaftlichen Gegebenheiten: Motorrad-, Automobil-, Eisenbahn-, Schifffahrts- und Flugzeuggeschichte von den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts bis heute.

Die Siegermaschine Paris–Dakar 1984.

Auf einer Wettbewerbsversion der BMW R 100 GS gewann Gaston Rahier
die sechste Rallye Paris–Dakar, das härteste Langstrecken Motorradrennen der Welt, das über zwanzig Tage auf zwölftausend Kilometern nordafrikanischer Wüstenpisten ausgetragen wurde. Auch 1981, 1983 und 1985 hatte BMW diese Rallye gewonnen.

Das einzige für den Motorsport entwickelte BMW Serien-Automobil.

Der BMW M1 ist das einzige BMW Automobil, das für den Rennsport-Einsatz entwickelt wurde und auch in Serie ging. In einem Starterfeld von 24 Fahrzeugen traten 1979 fünf Formel 1-Fahrer auf fünf BMW M1 Procar bei mehreren speziell veranstalteten Rennen gegeneinander an. Niki Lauda wurde erster Gesamtsieger. Insgesamt wurden 453 BMW M1 gebaut, davon 48 in der Procar-Version.

BMW 320 als achtfacher Sieger bei der Deutschen Rennsportmeisterschaft.

Einen 300 PS starken Motor, abgeleitet aus der Formel 2, hat die ausgestellte Spezialversion eines BMW 320 der Gruppe 5 unter der Haube. Damit fuhr 1977 das BMW Junior-Team mit Manfred Winkelhock, Marc Surer und Eddie Cheever der Konkurrenz auf und davon. Von dieser Version wurden insgesamt nur 20 Exemplare gebaut.

Sechsmal Europameister.

Der Motorblock für einen der erfolgreichsten Formel-2-Rennwagen ist von BMW 1972 aus dem serienmäßigen BMW 2002 ti Motor entwickelt worden. Allein sechs der zehn Europameisterschaften wurden mit dem March-BMW gewonnen: 1973 von Jarier, 1974 von Depailler, 1975 von Lafitte, 1978 von Giacomelli, 1979 von Surer und 1981 von Fabi.

Mehrfacher Tourenwagen-Sieger.

Der BMW 2002 war Ende der sechziger Jahre einer der erfolgreichsten Tourenwagen. Hahne/Quester gewannen damit z. B. 1968 auf dem Nürburgring. Die Turbo-Version siegte in Brünn und Zandvoort und holte beim Grand Prix 1969 in Belgrad einen Doppelsieg. Bekannte Fahrer waren Hahne, Quester, Basche und H.J. Stuck.

Weltrekord 1935: 256 km/h.

Ernst Henne fuhr von 1929 bis 1937 auf BMW Motorrädern 76 Weltrekorde. Ende der zwanziger Jahre war er auf einer BMW 750-ccm Kompressor-Maschine bereits über 200 km/h schnell. 1935 konnte Henne mit diesem Motorrad den ersten Weltrekord über 250 km/h erzielen. Auf einer vollverkleideten BMW 500-ccm-Kompressor-Maschine, die 79 kW/108 PS leistete, stellte er 1937 mit 279,5 km/h einen absoluten Weltrekord für Motorräder auf, der erst in den fünfziger Jahren übertroffen wurde.

In den dreißiger Jahren berühmt.

Mit der gezeigten 500er Kompressormaschine gewann Schorsch Meier
1939 auf der Isle of Man die Königsklasse der Tourist Trophy, die „Senior TT“. In Großbritannien, damals das klassische Land des Motorrads, war Meier der erste nicht-englische Fahrer, der mit einem ausländischen Motorrad gewann.

Ein epochaler Sportwagen.

Der BMW 328 wurde speziell für den Wettbewerb gebaut, entwickelte sich aber auch zu einem sehr beliebten Tourensportwagen. Er ist schnell, denn er hat einen leichten Rohrrahmen und einen Aufbau, der bereits Leichtmetallteile für Motorhaube, Türen und Heck aufwies. Bei einem Gewicht von nur 830 Kilogramm treibt ihn ein Motor mit 80 PS an; Ernst Henne gewann mit einem solchen Wagen 1936 das Eifelrennen. Der BMW 328 war in den dreißiger Jahren der erfolgreichste Sportwagen seiner Klasse. Die insgesamt 464 Exemplare, die vom Typ BMW 328 gebaut wurden, kamen aus dem BMW Werk Eisenach, das damals alle BMW Automobile herstellte.

Das Triebwerk des erfolgreichen BMW 328.

Mit der Konstruktion des 328-Sechszylinders war BMW 1936 seiner Zeit weit voraus. Der 2-Liter-Motor hatte Halbkugel-Brennräume, drei Vergaser und einen Ölkühler. Die Verdichtung betrug 7,5:1. Bis Ende der vierziger Jahre war dieser Motor in seiner Klasse unschlagbar.

Weltrekord auf drei Rädern.

Auf der ausgestellten 500er BMW mit Seitenwagen fuhren Wilhelm Noll 1954 mit 280,22 km/h den absoluten Weltrekord für Fahrzeuge auf drei Rädern. Er errang im gleichen Jahr gemeinsam mit Fritz Cron auch die erste Gespann-Weltmeisterschaft für BMW. In den Jahren von 1954 bis 1974 wurden von zwanzig Weltmeisterschaften der Motorräder mit Seitenwagen neunzehn auf BMW Maschinen gewonnen.

Der letzte Großserien-Flugmotor von BMW.

Zwischen 1939 und 1945 wurden rund zwanzigtausend Flugmotoren vom Typ 801 hergestellt und in zwölf verschiedene Flugzeugtypen eingebaut. BMW Motoren machten damals für kurze Zeit die Focke Wulf 190 mit 670 km/h zum schnellsten Kolbenmotor-Jagdflugzeug der Welt. Ein von Heinrich Leibach für diesen 14-Zylinder-Sternmotor konstruiertes Kommandogerät stellt automatisch, wie ein „mechanischer Computer“, 30 Funktionen auf Drehzahl und Ladedruck ein.

Erstes in Serie gebautes Strahltriebwerk der Welt.

Mitte der dreißiger Jahre nahm BMW die Entwicklung von Strahltriebwerken für Flugzeuge auf. Das BMW 003 Strahltriebwerk wurde 1939 konstruiert; 1941 begannen Versuchsläufe unter dem Rumpf einer Ju 88. Dem ersten Testflug 1944 mit einem Arado 234 Fernaufklärer folgte der Einbau in verschiedene Hochleistungsflugzeuge. Insgesamt wurden 1300 BMW 003 Strahltriebwerke in Serie hergestellt.

Klemm L25: Sportflugzeug mit BMW Sternmotor.

Anfang der dreißiger Jahre stellte BMW die 5-Zylinder-Sternmotoren der Typen X und Xa in kleiner Serie her. Sie wurden in Sportflugzeuge wie z. B. in die Klemm L25 eingebaut, mit der Max Seyffer damals an Deutschlandflügen teilnahm. Von diesen Motoren wurden nur 32 Stück produziert.

Motor des Dornier Wal.

Von zwei dieser BMW Vl Motoren wurde das Flugboot Dornier „Wal“ angetrieben, mit dem Wolfgang von Gronau den Atlantik 1930 in nur
44 Stunden von Ost nach West überquerte. Mit einer damit ausgerüsteten Dornier Merkur hatte Walter Mittelholzer bereits Mitte der zwanziger Jahre die 20 000 Kilometer der Strecke Zürich–Kapstadt in 97 Flugstunden bewältigt. Lizenzen zum Bau dieses zuverlässigen Motors wurden nach Rußland
und Japan vergeben. BMW baute in zehn Jahren 6 345 Motoren dieses Typs.

Motor der „Tante Ju“.

Der 9-Zylinder-Sternmotor BMW 132 machte Fluggeschichte: in dem wegen seiner Zuverlässigkeit berühmten Passagierflugzeug Ju 52 und in der
Focke Wulf FW 200, die schon in den dreißiger Jahren für die Strecke Berlin – New York und zurück nur noch 45 Stunden benötigte. Von den Varianten A bis N wurden insgesamt 16 154 Stück gebaut.

1929: BMW baut Automobile.

Bis 1928 machte sich BMW vor allem mit seinen Motorrädern und Flugmotoren einen guten Namen. Mit dem Kauf der Fahrzeugfabrik Eisenach begann bei BMW auch der Bau von Automobilen. Das erste, das den Namen BMW erhielt, war der Typ 3/15 PS DA 2, der auf dem Dixi-Kleinwagen basierte.

Automobiltechnik 1930.

Ein zerlegter BMW Wartburg Sport demonstriert, aus wieviel Teilen damals ein Automobil bestand. Der Zweisitzer wies einen niedrigen Rahmen und einen sehr zuverlässigen Motor auf. Max Rudat wurde 1931 mit einem solchen Wagen bei der Rallye Monte Carlo Klassensieger.

Vorläufer der ersten BMW Automobile.

Der in der Fahrzeugfabrik Eisenach unter Lizenz von Austin/England produzierte Dixi-Kleinwagen wird nach der Firmenübernahme zum ersten BMW Automobil. Der seitengesteuerte 748-ccm-Motor ist in der 3-PS-Steuerklasse angesiedelt.

Das erste echte BMW Automobil.

Der BMW 3/20 PS AM (Ausführung München) ist der Nachfolger des
BMW 3/15 PS. Er war das erste komplett von BMW in München entwickelte Automobil. Mit ihm konnten beachtliche Erfolge in Zuverlässigkeitswettbewerben errungen werden. Alle 7215 BMW 3/20 PS Limousinen kamen aus dem BMW Werk Eisenach.

Der erste BMW Automobilmotor.

Der BMW Motor 3/20 PS wurde für den BMW 3/15 PS-Nachfolger bei BMW in München entwickelt. Er hatte bereits hängende Ventile und eine Duplexkette als Nockenwellenantrieb, anstelle der geräuschvollen gusseisernen Zahnräder, die damals noch üblich waren. Dieser erste von BMW für ein eigenes Automobil konstruierte Motor war Basis vieler folgender Hochleistungsmotoren.

R 32 – das erste BMW Motorrad.

1923 konstruierte Max Friz das erste Motorrad für BMW und schuf damit ein Bauprinzip, das noch immer erfolgreich ist: Er setzte den Boxermotor quer zur Fahrrichtung in den Rahmen und ließ die Kraft über eine Kardanwelle auf das Hinterrad übertragen. Bis heute wurde der größte Teil der BMW Motorräder nach diesem Prinzip gebaut. Von der BMW R 32 stellte BMW 3 090 Exemplare her.

Die Maschine des Deutschen Meisters 1925.

Die BMW R 39 hatte einen Einzylindermotor, einen hart gelöteten Rahmen mit Blattfeder-Radschwinge vorn, Kardanantrieb und Kardanbremse. Werksfahrer Joseph „Pepi“ Stelzer wurde damit 1925 Deutscher Meister in der 250-ccm-Klasse.

BMW R2, das „Volksmotorrad“.

Nach der Weltwirtschaftskrise brachte BMW mit einer äußerst ökonomischen Maschine genau das richtige Motorrad auf den Markt. Die BMW R 2 verbrauchte nur 2 bis 3 Liter auf 100 km, war steuerfrei und durfte ohne Führerschein gefahren werden.

Motor des BMW 315/1 Roadster.

Dieser 1,5-Liter-Motor machte die Sechszylinder von BMW in den
dreißiger Jahren berühmt. Er hatte vier Kurbelwellenlager, drei Vergaser und eine Verdichtung von 6,8:1.

Der erste Sechszylinder BMW.

Als erster BMW verfügte die 303 Limousine über einen Sechszylindermotor, den für BMW Automobile in den folgenden Jahren so typischen Antrieb. Der Kühler trug erstmals die Nierenform, die heute ein Kennzeichen aller BMW Automobile ist. Die BMW 303 Limousine wies schon damals einen geschweißten Stahlrohrrahmen und vordere Einzelradaufhängung auf.

Ein Sportwagen, der Europa begeisterte.

Der BMW 315/1 Roadster ist die sportliche Variante des BMW 315.
Er war nicht nur in Deutschland sehr beliebt, sondern vor allem auch in Großbritannien, wo er von Frazer-Nash importiert und in zahlreichen Rennen eingesetzt wurde.

Erstes BMW Motorrad mit geschweißtem Rahmen.

Die BMW R 5 war das erste BMW Motorrad, dessen Rohrrahmen nicht
mehr hartgelötet, sondern geschweißt wurde. Mit dieser Konstruktion von Rudolf Schleicher hatte BMW nicht nur eines der sportlichsten, sondern auch eines der modernsten Motorräder jener Zeit im Angebot. Von der BMW R 5 gab es 2 653 Exemplare.

Der erfolgreichste BMW der dreißiger Jahre.

Der BMW 326 hatte auf der IAA 1936 in Berlin Premiere. Das moderne, komfortable Reise-Automobil, die erste viertürige BMW Limousine, wurde 10142 Mal produziert.

BMW R 75: Gespann mit 9 Gängen.

Die BMW R 75 mit Seitenwagen wurde als geländegängiges Gespann für das Heer entwickelt. Mit vier Straßengängen, drei Geländegängen und zwei Rückwärtsgängen konnte sie vierzigprozentige Steigungen bewältigen und Gewässer bis 35 cm Tiefe durchfahren. 1941 wurden im Werk Eisenach insgesamt 13 000 Einheiten gebaut.

Erstes BMW Motorrad der Nachkriegszeit.

Die Einzylinder-Maschine BMW R 24 kam 1949, ein Jahr nach der Währungsreform, als erstes BMW Motorrad nach dem Krieg auf den Markt. Sie wurde 12 020 Mal gebaut.

BMW 502 V8 Cabriolet.

Nachdem BMW mit dem BMW 501 im Jahre 1952 den Bau von Automobilen wieder aufgenommen hatte, kam im Juli 1954 der BMW 502 heraus. Er hatte den ersten 8-Zylinder-Automobilmotor, der von BMW je gebaut wurde, das Aggregat war zugleich der erste in Deutschland nach dem Krieg hergestellte und auch der erste serienmäßig produzierte Leichtmetall-V8-Motor der Welt. Der BMW 502 wurde bis 1964 als 2600 oder 2,6 und als 3200 oder 3,2 in überarbeiteten Ausführungen weitergebaut. Cabriolet-Ausführungen kamen von Baur in Stuttgart. Insgesamt wurden 13 044 BMW 502 produziert.

Technischer Fortschritt in den fünfziger Jahren.

Das Fahrgestell des BMW 502 ist ein Musterbeispiel solider Wertarbeit und technischen Fortschritts in der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre. Der Rahmen aus Stahlblechkastenträgern ist mit dem Aufbau verschweißt. Der Tank ist über der starren Hinterachse bei einem Heckaufprall gut geschützt. Die Lenksäule ist relativ kurz und erhöht die passive Sicherheit; der verwindungssteife Rahmen bietet gute Voraussetzungen für den Bau von Cabriolets. Die Vorderräder an doppelten Querlenkern waren bereits mit längsliegenden Drehstäben gefedert.

Isetta: Einer der erfolgreichsten deutschen Kleinwagen.

Mit der Isetta beteiligte sich BMW in den fünfziger Jahren an der Herstellung von Kleinwagen, als der Motorrad-Boom der Nachkriegsjahre auslief. Sie wurde in Lizenz der italienischen Firma Iso gebaut, hatte einen BMW Motorradmotor und eine Fronttür. Die Spurweite der Hinterräder betrug nur 52 cm. über 160 000 Isetta verließen das Werk. Eine Weiterentwicklung mit vier Sitzen und normalbreiter Hinterachse kam 1957 als BMW 600 heraus.

BMW 507: Für viele ein Traum.

Der BMW 507 wurde 1955 vorgestellt und wurde schnell berühmt. Die Leichtmetallkarosserie entwarf der Designer Albrecht Graf Goertz. Zu dem voll versenkbaren Verdeck gab es auf Wunsch ein Hardtop. Das Fahrzeug hatte – wie viele Sportwagen der damaligen Zeit – eine Knüppelschaltung. Der Roadster 507 mit dem V-8-Motor und zwei Doppelregister-Vergasern fuhr damals bereits über 200 km/h. Hans Stuck gewann mit einem BMW 507 zahlreiche Bergrennen auf nationaler und internationaler Ebene. Gebaut wurden insgesamt nur 254 Exemplare. International bekannte Persönlichkeiten wie Ali Khan und Elvis Presley fuhren ihn.

BMW R 69 S: 1960 schnellstes Serienmotorrad in Deutschland.

Die BMW R 69 S kam auf den Markt, als das Motorradfahren sich vom Personentransport zum Sport und Freizeitvergnügen entwickelte. Mit ihrem Vollschwingenfahrwerk, ihrem robusten und starken Motor und den hohen Leistungswerten war sie Anfang der sechziger Jahre genau die richtige Maschine.

BMW 700 mit Heckmotor.

Ende der fünfziger Jahre entwarf der italienische Designer Giovanni Michelotti die Karosserie. Die selbsttragende Karosserie wurde bei BMW konstruiert. Für den Antrieb des BMW 700 entwickelte man Motorradmotoren weiter. Die Cabriolets fertigte Baur in Stuttgart. Insgesamt wurden 187 121 BMW 700 hergestellt. Im Motorsport gelang BMW mit diesem kleinen Wagen ein glorreiches Comeback.

Der neue Motor des BMW 1500.

Mit einem neu konstruierten Vierzylindermotor wurde das erste Automobil der Mittelklasse, das BMW nach dem Krieg in großer Serie produzierte, sportlich und erfolgreich.

Der erste BMW der Neuen Klasse.

Der BMW 1500 steht am Beginn des neuen Aufstiegs, der das Unternehmen zu seiner heutigen Bedeutung führte. Ab Mitte der fünfziger Jahre wurde das Konzept des BMW 1500 entwickelt. Chefdesigner Wilhelm Hofmeister gab dem Wagen eine niedrige Gürtellinie; diese markante Form und das exzellente Fahrwerk – mit Federbeinen vorn und einer Schräglenkerachse hinten – machten den BMW 1500 zum Vorbild für die gesamte Branche. BMW setzte dieses Erfolgskonzept in den folgenden Modellreihen fort: zuerst mit dem BMW 1600, dann mit dem 1800 und mit dem 2000.

BMW 3.0 CS Coupé 1971–1975.

Das ausgestellte BMW 3.0 CS Coupé hatte im Frühjahr 1971 Premiere und war die neue stärkere Version des bereits 1968 herausgekommenen
BMW 2800 CS Coupés. Ein neuer 180 PS (132 kW) starker Sechszylinder sowie Scheibenbremsen an allen vier Rädern zeichneten dieses Fahrzeug aus. Kurz darauf wurde auch eine Einspritzversion angeboten. 1973 stellte BMW das 3.0 CSL Coupé mit einer auf 206 PS gesteigerten Leistung vor. Rennsportausführungen dieses Coupés wurden bei Europameisterschaften und bei IMSA-Rennen in den USA eingesetzt.

BMW 2002 turbo: Erster BMW mit Abgasturbolader.

BMW begann 1966 mit der Baureihe 02. Bis 1977 wurden insgesamt
794 640 BMW Automobile in dieser Serie gefertigt. Die Turboversion kam kurz vor der ersten Ölkrise heraus, die solchen Fahrzeugen keinen großen Markt bot. Nach 18 Monaten wurde die Produktion des BMW 2002 turbo wieder eingestellt.

Vorläufer der serienmäßigen Vollverkleidung.

Diese sportliche Reisemaschine hatte erstmals eine serienmäßige Verkleidung um die Scheinwerfer, die den Winddruck auf den Fahrer vermindert. Die R 90 S mit 5-Gang-Getriebe war das erste BMW Motorrad mit zwei Scheibenbremsen am Vorderrad und gelochten Bremsscheiben, um auch bei Nässe die Griffigkeit zu gewährleisten.

BMW R 75/5: Technisch optimiert.

Mit der vollkommen neu entwickelten /5-Baureihe startet BMW erfolgreich in den Motorradboom der siebziger Jahre. Erstmals wurde an einem BMW Motorrad Kunststoff verwendet, und die Kunden konnten erstmals unter mehreren Farben auswählen. Mit dem Anlauf der /5-Reihe war der komplette Umzug der Motorradfertigung nach Berlin vollzogen.

BMW Motorrad mit der neuen Linie.

Die BMW R 100 RT als Super-Tourer hatte eine serienmäßige Vollverkleidung, die im Windkanal optimiert worden war und aus glasfaserverstärktem Kunststoff heißgepresst wurde. Scheinwerfer, Spiegel und Handschutz sind integriert. Die R 100 RT hatte bereits eine automatische Niveauregulierung.

Flügeltüren-Turbo.

Neue Möglichkeiten des Karosseriebaus und die Umsetzung von Erkenntnissen aus Forschung und Entwicklung wurden bei BMW mit diesem Wagen experimentell realisiert. Seine von Paul Bracq geformte Karosserie ist aus Kunststoff, hat einen steifen Überrollbügel und regenerierbare Knautschzonen. Ausgerüstet mit einem BMW 2002 Einspritzmotor mit Turbolader sollte diese nur zweimal gebaute Automobilstudie 250 km/h erreichen.

BMW auch zu Wasser.

Ende der siebziger Jahre begann BMW erneut, Bootsmotoren zu entwickeln, zu produzieren und zu verkaufen. Die eigens dafür gegründete Tochtergesellschaft BMW Marine GmbH hatte neben diesem BMW B 220 Z noch fünfzehn weitere Bootsmotoren in ihrem Programm, darunter zehn Dieselmotoren.

CleanEnergy: alternative Energien und Antriebe.

Seit Beginn der siebziger Jahre engagierte sich BMW bei der Entwicklung von alternativen, umweltfreundlichen Antriebsmöglichkeiten. In der Folge werden Elektro-, Gas- und Wasserstoff-Fahrzeuge bis zur Serienreife entwickelt. Feldtests zeigen im praktischen Alltagsbetrieb die Wichtigkeit dieser Entwicklungsrichtung im Hinblick auf die Klimaerhaltung auf unserem Erdball.

BMW K 100 LT: Das erste Motorrad der Welt mit ABS.

Die K 100-Serie war weltweit ein Bestseller. 1988 wurde mit diesem Luxustourer das elektronisch geregelte Anti-Blockier-System eingeführt. Die mehrteilige Verkleidung wurde im Windkanal optimiert. Sie ist über eine mehrarmige Stütze am Steuerkopf zentral befestigt und schwingungsdämpfend gelagert. Damit wird eine hervorragende Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten erzielt.

BMW Zwölfzylindermotor.

Ein halbes Jahrhundert war in Deutschland kein 12-Zylindermotor für
Pkw’s gebaut worden, als BMW 1987 diesen V12-Leichtmetallmotor vorstellte. Es war der erste der Welt, der für Katalysatorbetrieb konstruiert wurde. Industrieform e.V. würdigte seine außergewöhnliche Ästhetik mit dem ersten Preis für „Design-lnnovation 88“.

Laser-Transmissions-Hologramm eines BMW 850i.

Mit Laserlicht wurde ein dreidimensionales Bild vom BMW 850i Sport-Coupé aufgenommen und auf Fotozellen gespeichert. Ein spezielles holografisches Verfahren erlaubt die Wiedergabe durch eine Punktlichtquelle. BMW nutzt die Möglichkeiten der Holografie auch für die Fahrzeugentwicklung und in der Qualitätskontrolle. Holografisch können Bewegungen und Verformungen der verschiedensten Fahrzeugteile unter statischer, dynamischer oder thermischer Belastung gemessen und damit z. B. Motoren im realen Betrieb zerstörungsfrei geprüft werden.


Hinweise und allgemeine Informationen.

• Das BMW Museum ist an jedem Tag geöffnet, auch am Samstag,
am Sonntag und an allen Feiertagen.

• Einlass ist von 9.00 Uhr durchgehend bis 16.00 Uhr.
Bleiben können Besucher im BMW Museum bis 17 Uhr.

• Es wird gebeten, den Rundgang spätestens kurz vor 17 Uhr zu beenden. Das Museum wird dann geschlossen.

• Behindertengerechter Zugang: Das Museum kann ohne fremde Hilfe besichtigt werden.

• Fotografieren ist im Museum gestattet.

• Im Eingangsbereich des Museums findet der Besucher
ein ausgewähltes Sortiment an Büchern, Modellen und Accessoires.

• Weitere Auskünfte über das BMW Museum erteilt gern
die BMW Mobile Tradition: Telefon ++49 (0) 89-3 82-2 33 07.

• Oder schreiben Sie:

BMW Mobile Tradition
80788 München
Fax: ++49 (0) 89-3 82-2 70 22
Internet
www.bmw-mobiletradition.com
www.bmwmobiletradition.de
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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