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Alt 27.11.2002, 23:16     #4
Carsten   Carsten ist offline
BMW-Treff Team
 

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Großer Preis von Frankreich - Rennen 21. Juli 2002

Wetter: trocken, sonnig, 25°C Luft

Nach einer tollen Vorstellung am Samstag im Qualifying blieb das BMW WilliamsF1 Team im Rennen hinter den Erwartungen zurück: Der von der Poleposition gestartete Juan Pablo Montoya belegte beim Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours Platz vier. Ralf Schumacher kam als Fünfter ins Ziel und konnte dort seinem Bruder Michael zu dessen fünften Weltmeister-Titel gratulieren.

Juan Pablo Montoya: 4.
Chassis: FW24 05
Schnellste Runde: 1.15,697min in Rd. 26 (fünftschnellste insgesamt)
Einmal mehr konnte ich den Vorteil der Poleposition nicht wirklich umsetzen. Ich hatte im Rennen große Probleme mit der Balance meines Autos, es war sehr schwer zu fahren. Unsere Reifenwahl war richtig für die höheren Temperaturen, die gestern im Qualifying herrschten, hat sich am Renntag aber nicht ausgezahlt. Je länger das Rennen dauerte, desto weniger Grip hatte ich. Michaels Titelgewinn ist toll für ihn. Er hat den besten Job gemacht, er hat das beste Auto und weiß es zu nutzen. Auf mich bezogen denke ich: Im vergangenen Jahr wurde ich Sechster der Fahrer-WM, gegenwärtig bin ich Zweiter. Nun ist es mein Ziel, diese Position zu festigen.

Ralf Schumacher: 5.
Chassis: FW24 06 (T-Car FW24 02)
Schnellste Runde: 1.15,584 min in Rd. 24 (viertschnellste insgesamt)
Wir haben mit unserem Auto einen relativ hohen Reifenverschleiß und hatten uns deshalb für die härtere der beiden Michelin-Reifenmischungen entschieden. Das hat sich am Ende als Nachteil erwiesen. Es ist auch nicht ganz so heiß geworden, wie wir gehofft hatten. Ich habe auf der Auslaufrunde von meinem Team erfahren, dass mein Bruder den Titel gewonnen hat. Gratulation an Michael, er hat die WM wirklich verdient.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Das ist ein wirklich enttäuschender Renntag für uns gewesen. Er hat schlicht gezeigt, dass wir nicht gut genug waren. Unsere Reifenwahl war wohl ein Fehler. Unsere Autos waren im Renntrimm nicht schnell genug. Am Ende blieb uns nur übrig, uns unter diesen Bedingungen so gut wie eben möglich zu verkaufen. Aber das ist natürlich nicht genug.

Gerhard Berger (BMW Motorsport Direktor):

Es gab bei uns keinerlei technischen Probleme. Wir haben mit beiden Autos Punkte gesammelt, das ist erfreulich. Aber wenn man von der Poleposition startet, hofft man natürlich auf einen Podiumsplatz. Wir wissen, dass wir uns gegenüber unseren Qualifying-Leistungen im Rennen noch steigern müssen. Jetzt gilt es, daran kontinuierlich weiter zu arbeiten. Denn McLaren hat einen großen Schritt nach vorn gemacht. Der Kampf um WM-Platz zwei wird noch sehr spannend werden. Das ist zumindest für die Zuschauer eine gute Nachricht. Ferrari hat einmal mehr bestätigt, dass das Team mit einer tollen Performance und einem Michael Schumacher, der wieder einmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, derzeit das Maß der Dinge in der Formel 1 ist. Da kann man nur gratulieren.
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