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Alt 26.11.2002, 22:38     #1
Hermann   Hermann ist offline
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Schnell in die Stadt, schnell aus der Stadt - 30.12.2001

Die BMW Group und die Landeshauptstadt Dresden stellen neue Park-and-Ride Broschüre für Dresden und das Obere Elbtal vor

Im Rahmen einer Pressekonferenz haben heute die BMW Group und Vertreter der sächsischen Landeshauptstadt die Broschüre "Park-and-Ride Konzept für den Verkehrsraum "Dresden/Oberes Elbtal" präsentiert. Der Dresdener Oberbürgermeister Ingolf Roßberg zeigte sich überzeugt, dass das neue Konzept einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssituation leisten wird.

Bis zu 25 neue Park-and-Ride Standorte in Dresden und im Umland

Das von der Landeshauptstadt Dresden, der BMW Group, dem Verkehrsverbund Oberelbe, der Dresdener Verkehrsbetriebe AG und der Deutschen Bahn AG gemeinsam entwickelte Konzept sieht in drei Phasen den Aufbau eines Park-and-Ride Systems mit bis zu 25 Standorten vor. Bis 2004 sollen insbesondere im nordwestlichen Stadtbereich 12 Anlagen entstehen. Damit würde sich das Angebot von bisher zwei Standorten in Dresden-Prohlis und Dresden-Bühlau mit zusammen 165 Stellplätzen um ein vielfaches auf insgesamt ca. 2400 Stellplätze vergrößern.
Grundlage für die Auswahl der Standorte war eine differenzierte Potentialanalyse unter Nutzung des s.g. "Widerstandsmodells" des Verkehrswissenschaftlers Klaus Walther, das Faktoren wie Anfahrts- und Parkplatzsituation, Anbindung an den ÖPNV und Wartezeiten mit einbezieht. Die Städte und Gemeinden der Region unterstützen das Park-and-Ride Konzept.

Broschüre mit Lehrbuchcharakter

Das Park-and-Ride Konzept wird in einer Broschüre dargestellt, die als Grundlage für die Erarbeitung solcher Konzepte in mittleren und kleineren Städten herangezogen werden kann. Bedeutung und Entwicklung von Park-and-Ride (verfasst durch Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hans Georg Retzko) werden ebenso erläutert wie die Vorgehensweise zur Erstellung eines Park-and-Ride Konzeptes. Weitere Themen sind Vorschläge zur Wegweisung, zu Synergien bei der Anlagennutzung, zu Ausstattungsstandards oder zu Stellplatzmaßen und -oberflächen.

BMW Group seit 10 Jahren in Dresden aktiv

Die Forschung der BMW Group engagiert sich bereits seit gut einem Jahrzehnt in Dresden. Zunächst als Sprecher einer Vereinigung von Firmen, die ein Verkehrskonzept auf Basis eines besonderen innovativen ÖPNV erarbeiteten, und nun durch die Beteiligung an dem Park-and-Ride Konzept. Darüber hinaus ist die BMW Group auch bundesweit aktiv, um die Gesellschaft auch in Zukunft mobil zu halten. Bestes Beispiel hierfür ist München: Das Leitprojekt MOBINET sorgt hier für die Vernetzung und Optimierung verschiedener Verkehrsträger und Verkehrssysteme. Aber auch in Berlin und Köln arbeitet der bayerische Fahrzeughersteller in Park-and-Ride Projekten mit, die von Wirtschaft, Verbänden, ÖPNV-Anbietern und Kommunen gemeinsam getragen werden.

Schlüssel zur Mobilität: Kooperatives Verkehrsmanagement

Eine der Maximen der BMW Verkehrsforschung ist die Vernetzung: Jedes Verkehrsmittel soll bevorzugt dort eingesetzt werden, wo es seine Stärken hat. Das Auto bietet mit seiner unbestrittenen Flexibilität deutliche Vorteile in der Fläche und beim Transport von Gütern, die durch den ÖPNV nicht realisierbar und vor allem nicht finanzierbar sind. Auf der anderen Seite kann der ÖPNV auf den Hauptachsen eine Vielzahl von Menschen auf engstem Raum transportieren und somit zur Ressourcen?schonenden Nutzung der knappen innerstädtischen Flächen beitragen. Aber auch andere Verkehrsmittel wie etwa das Fahrrad oder der C1 können einen Beitrag zur verbesserten Verkehrsituation leisten. Wichtig dabei: Die Vernetzung der Verkehrssysteme muss kooperativ geschehen. Dazu tragen auch Verkehrsleitzentralen oder Park-and-Ride Anlagen entscheidend bei. Nur die Kooperation zwischen Wirtschaft, kommunalen Entscheidungsträgern und Verbänden wie etwa den Industrie- und Handelskammern garantiert eine effektive und sinnvolle Umsetzung solcher Konzepte.

Park-and-Ride - die Vorteile von ÖPNV und individueller Mobilität verbinden

Das Thema "Parken" verdient besondere Aufmerksamkeit im Rahmen des kooperativen Verkehrsmanagements. Die BMW Group befasst sich deshalb u.a. auch mit Einsatzgebieten und Anforderungen an automatische Parkgaragen oder Parkinformationssysteme (z. B. www.parkinfo.com) und eben Park-and-Ride. Denn Park-and-Ride ist ein sehr gutes Beispiel für die genannte Maxime: Das Auto übernimmt die Versorgung der Fläche, der ÖPNV den Transport vom Stadtrand bis ins Zentrum. So wird das Zentrum vor zu viel Verkehr geschützt, der Flächenbedarf für den ruhenden und fließenden Verkehr reduziert und die Lebensqualität gesteigert. Und dies ist insbesondere in einer Stadt wie Dresden wichtig, die maßgeblich durch ihre historische Bausubstanz und ihre Touristen geprägt wird. Hier kann auf Erfahrungen aus anderen Projekten zurückgegriffen werden, wie beispielsweise Berlin Pankow-Heinersdorf, wo mit einem innovativen Informationssystem von BMW auf Park-and-Ride hingewiesen wird und neue Kunden gewonnen werden konnten. 1013036400
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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