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Alt 25.11.2002, 13:31     #1
Carsten   Carsten ist offline
BMW-Treff Team
 

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Großer Preis von Kanada - 7.-9. Juni 2002 - Vorschau

Die zweite Poleposition der Saison durch Juan Pablo Montoya und vier weitere WM-Punkte durch Ralf Schumachers dritten Platz im Fürstentum waren für das BMW WilliamsF1 Team die positiven Aspekte des Grand Prix von Monaco. Eine erfolgreichere Vorgeschichte verbindet die deutsch-englische Partnerschaft mit dem nächsten Austragungsort: Beim Großen Preis von Kanada in Montreal erzielte Ralf Schumacher 2001 den zweiten Sieg für das BMW WilliamsF1 Team.

Auch im historischen Vergleich der Top-Teams schneidet WilliamsF1 hervorragend ab: Ferrari und McLaren haben je acht Siege in Kanada gefeiert, WilliamsF1 sieben. Nach einer Woche intensiver Testarbeit in Silverstone wird das BMW WilliamsF1 Team am Sonntag, dem 9. Juni 2002, nichts unversucht lassen, um in dieser Statistik einen Gleichstand herbeizuführen.

Ralf Schumacher:
Ich freue mich sehr auf das Rennen in Kanada. Ich hatte dort im vergangenen Jahr ein tolles Ergebnis, und natürlich würde ich nichts lieber tun, als dort wieder zu gewinnen. Wegen Regens und einiger Unterbrechungen war unser Test in Silverstone nicht gerade die ideale Vorbereitung, hat uns aber dennoch ein Stückchen weitergebracht. Wie Monaco gezeigt hat, können wir im Qualifying ganz vorn sein. Allerdings hat Ferrari im Rennen noch einmal ordentlich zugelegt. Wenn es uns gelingt, unsere gute Qualifying-Leistung auch unter Rennbedingungen zu liefern, dann haben wir wieder Siegchancen.

Juan Pablo Montoya:
Die Strecke in Montreal ist interessant, sie ähnelt ein wenig dem Kurs von Melbourne. Man muss sehr präzise abstimmen und fahren und dabei so sanft wie möglich mit dem Auto umgehen. Das macht mir Spaß. Ich fuhr im vergangenen Jahr zum ersten Mal in Montreal, und abgesehen vom Rennergebnis hat es mir dort gut gefallen. Wir sollten auch in diesem Jahr wieder eine gute Figur in Kanada machen. Der BMW Motor kann dort seine Kraft ausspielen, und Michelin war schon 2001 recht gut sortiert für den Circuit Gilles Villeneuve. Ich freue mich auf den Grand Prix.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Die Strecke in Montreal verlangt niedrige bis mittlere Abtriebswerte. Dagegen sind die Ansprüche an die aerodynamische Effizienz hoch, das gleiche gilt für das Bremsverhalten, die Motorleistung und die Traktion. Es ist für die Ingenieure am gesamten Wochenende schwierig, sich für ein Abtriebslevel zu entscheiden.

Weil man in Montreal durchaus überholen kann, kommen verschiedene Rennstrategien in Betracht. Das macht den Grand Prix am Sonntag zusätzlich spannend. Michelin hat uns in Monaco mit einem guten Reifen ausgerüstet und das sollte auch in Kanada der Fall sein. Wir gehen optimistisch in das Rennen, auch der Vorjahressieg stärkt uns. Allerdings täuscht uns das nicht über die Fähigkeiten von Ferrari und McLaren hinweg.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen:
Wir erinnern uns gern an unsere letztjährige Stärke im Rennen von Montreal. Allerdings war die Situation 2001 eine andere, damals gab es kein derart dominierendes Team wie es derzeit der Fall ist. Dennoch sollte uns der Circuit Gilles Villeneuve noch immer liegen, und wir hoffen, erneut mit den Besten mithalten zu können. In Monaco waren wir mit unserer Performance sehr zufrieden, zumal wir erstmals auch auf einem der winkligen Kurse ganz vorn dabei waren. Der Motorschaden an Juan Pablos Auto hat unser Ergebnis dort natürlich stark beeinträchtigt. Wir konnten das aufklären: Die Ursache war ein durch Rückzündungen ausgelöster Brand in der Airbox.

- Der Große Preis von Kanada wird am Sonntag, dem 9. Juni 2002, um 13 Uhr Ortszeit gestartet, das entspricht 19 Uhr in Deutschland.
- Die Renndistanz auf dem 4,361 Kilometer langen Circuit Gilles Villeneuve beträgt 70 Runden.
- Obwohl an der Strecke kleinere Umbauten vorgenommen wurden, dürfte die Trainingsbestzeit um 1,2 Sekunden unter der Polezeit des Vorjahres liegen (Michael Schumacher, Ferrari, 1.15,78 min).
- Den gültigen Rundenrekord stellte Ralf Schumacher auf seiner Siegesfahrt 2001 auf (1.17,205 min).
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