Thema: 3er / 4er allg. Ölwechsel - Intervalle abwarten ?
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 06.11.2002, 18:00     #22
PK-330Ci   PK-330Ci ist offline
Junior Guru
 
 
Registriert seit: 10/2001
Ort: D-45549 Sprockhövel
Beiträge: 3.123

Aktuelles Fahrzeug:
335i Cabrio ; Mercedes R 350 CDI L
Zitat:
Nun mal langsam. Es gilt hier sicherlich mehrere Interessen auszutarieren.
Beginnen wir mal bei BMW: Deine Sicht ist in sich schlüssig, ich glaube nur nicht daran: Es wäre für einen Premiumhersteller auf lange Sicht höchst riskant, so mit den Kunden umzuspringen. Schließlich fangen einige zukünftige Neuwagenkäufer in frühen Jahren mit einem Gebrauchtwagen dergleichen Marke an, oder haben Kollegen etc.. Selbstgemachte Rufschädigung? Klingt nicht einleuchtend. Natürlich, ein zu langes Leben ist BMW nicht dienlich, aber nun mit sog. Wasserölen hier nachzuhelfen, klingt nach Verschwörungstheorie. Nicht mein Ding.
Nun zu den Kunden.
1. Die Neuwagenkäufer interessiert i.d.R. (!, damit nicht Einwände kommen) dieses ganze Gedöns weniger, da sie häufig nicht in den Bereich deutlich über 100 tkm fahren werden. Sie wollen bei den hohen Autopreise wenigstens beim Service ein Bonbon, d.h. sparen.
2. Wenn die Autos dann in den sog. Verbrauchsbereich (>> 100tkm) kommen, könnte es Deiner Logik nach zu spät sein, den Motor mit ,,richtigem'' Öl ,,schonend'' weiterzufahren, da bereits heftige Vorschäden vorhanden sein könnten.

Macht es klick? Das ist eben der gordische Knoten.
Und den tut sich BMW nicht an. Ich bin davon überzeugt.

Ein nicht bei oder für BMW tätiger oder sonstwie beruflich mit BMW oder auch der Automobilindustrie verbundener Autofan.
Also ich glaube auch noch an das Gute im Menschen und bin sehr geneigt mcd zuzustimmen.

IMHO ist mir der Gedankengang: Wasseröle - kürzere Lebensdauer - Mehr verkaufte Autos auch etwas zu weit hergeholt.

Bedenkt doch auch mal folgendes: IMHO musste ein Käfer früher alle 5000 km zum Ölwechsel. Das wäre heute keinesfalls mehr akzeptabel.

Wenn damals nun die Wechselintervalle auf 10.000 km hochgesetzt worden sind, gab es vermutlich ähnliche Bedenken wie hier und heute (nur gab es keine Foren im Internet).

Dann wurden damals "Mehrbereichsöle" eingeführt (bevor sich der Autofahrer mit dem Wechseln von Sommer- auf Winterreifen beschäftigt hat, hat man Sommer- und Winteröle gewechselt). Das war für viele vermutlich damals ähnlich wie heute die "Wasseröle".

Wenn man nun einem 5000 km Ölwechsler erzählt hätte, daß man in 30 Jahren erst nach 15.000 km (oder 25.000km) wechseln muss, wäre vermutlich eine Welt zusammen gebrochen.

Ich glaube einfach an denn technischen Fortschritt (mag auch neue Autos lieber als alte) und daß all die Ingenieure in der Autoindustrie auch gute Arbeit leisten (und nicht auf die BWLer hören).

Grüße
Peter
Mit Zitat antworten