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Alt 05.07.2016, 02:22     #27
freakE46   freakE46 ist offline
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Zitat von bbbbbbbbbbbb Beitrag anzeigen
Die Versionen mit 100 und 125 PS sind erheblich länger übersetzt. Dort reicht der 3. Gang bis fast 180 km/h () und bei 100 km/h hast Du im fünften Gang eine Drehzahl von rund 2000 U/min., wie in den 90er Jahren bei einem BMW 540i E34 mit 6 - Gang - Getriebe. Das ist schon bemerkenswert, aber auch ein relevanter Teil des Sparkonzeptes ("Downspeeding"). Hierdurch gelangt der Motor in höhere Lastbereiche, in denen der spezifische Verbrauch pro kwh geringer ist.
Ich bemühte wie gesagt die 140 PS-Variante, deren Übersetzung weder zu lang noch zu kurz ist - oder man von ihr beides behaupten kann. Die Abstimmung des Focus Ecoboost (6G) hätte ich hier gern gesehen. So allerdings gibt es Defizite im Autobahn-Verbrauch und der Beschleunigung.

Es ist ja nicht so, dass ich den Opel-3 Zylinder nicht testen wöllte - ich bin nur leider bisher nie dazu gekommen. Früher oder später ist es aber sicherlich so weit. Warum aber ist es dir so wichtig, bei 1000 U/min unter Last beschleunigen zu können? Mit welchem Motor macht man so etwas? Die 3-Zylinder erleben unter 1500 U/min ihre Todeszone, da läuft auch der Ford Ecoboost mit austarierter Schwungmasse (daher kann auf Ausgleichswellen, die den Verbrauch nach oben treiben, verzichtet werden) nicht sonderlich vibrationsarm (laut Gehör) auch bei dezenter Lastanforderung. Im Leerlauf hört man aber praktisch gar nichts, schon mehrfach dachte ich da, dass der Motor aus sei, während er bei knapp 1000 U/min lief. Den leisen Lauf haben aktuell wohl alle 3-Zylinder gemeinsam, aber bei der Laufruhe gibt es noch deutliche Unterschiede.

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Zitat von bbbbbbbbbbbb Beitrag anzeigen
Das funktioniert übrigens auch bei ollen Saugmotoren ganz gut, wie ich bei mir (habe im 523i das Differential vom 525tds drinnen) regelmäßig feststelle. Wenn ich will, bewege ich den im Sommer auf der Landstraße bei extrem schonender Fahrweise mit knapp über 6 Litern auf 100 km - dauerhaft und natürlich nicht als Momentan, - sondern als Durchschnittswert über mehrere Dutzend km. Finde ich außerordentlich
Naja, die Aussage "dauerhaft" funktioniert eher weniger gut, wenn du die Bedingungen "Sommer" und "Landstraße" dazu stellst. Eine extrem schonende Fahrweise kann man dauerhaft einrichten, Vorgenanntes allerdings nicht - oder mottest du ihn in Frühling, Herbst und Winter ein und fährst wirklich nur konsequent Landstraße? Unter diesen Bedingungen war auch der 530i E39 mit normaler Achse und 5-Gang-Getriebe (Vmax am roten Bereich) durchaus genügsam zu bewegen, ein 335i mit 8-Gang-Getriebe (das Gewicht wäre vergleichbar) verlangt auch kaum mehr als 6 Liter (im Winter wohlgemerkt, im Sommer dann wohl noch weniger). Zu lang sollte die Übersetzung nie werden, da sonst die Gangsprünge zu groß werden und das sparsame Fahren zur Qual wird. So hatte ich es im Polo TDI erlebt, der mit ca. 3,5 Liter Eco-Verbrauch die Vierzylinder-TDI der größeren Kompaktklasse nur um ca. 0,3 Liter unterbieten konnte - schwache Leistung dafür, dass er leichter ist und eine geringere innere Reibung hat. In der Stadt war man nie im optimalen Gang unterwegs - entweder die Drehzahl war unnötig hoch (ich rede da von 2000 U/min bei einem Diesel) oder er quälte sich im Drehzahltal. Daher ist eine sehr lange Gesamtübersetzung kein Allheilmittel. Eher braucht es da eine passende Abstufung, wobei hier gilt: Je mehr Gänge, desto besser. Die aktuelle E-Klasse (E 200) hat mir mit der 9G-Tronic gezeigt, wie das geht - sparsamer war ich da unter den Benzinern bisher allenfalls mit dem Focus Ecoboost unterwegs, das aber auch nicht so deutlich.
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