Thema: 3er / 4er allg. Verbrauchsanzeige
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Alt 01.09.2002, 01:58     #27
Schleicher   Schleicher ist offline
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Halli hallo,

Ihr seid ja schon ganz nett unterwegs.

Zuerst zum Thema:
Die Verbrauchsanzeige ist schon ein geniales Teil und geht im E36 auch supergenau (liebe Grüße an die E46-Fraktion ).
Das Problem ist, man muß auch begreifen was die warum anzeigt. Da stimme ich Torsten Fenslau 100% zu.

Einfache Testfrage für E36-Fahrer: Warum geht der Verbrauch an den max. Anschlag (>30l/100km), wenn das Auto steht ?
Einfache Testfrage für E46-Fahrer: Warum geht der Verbrauch auf Null (0 l/100km), wenn das Auto steht ?
(Ok, eine Hilfestellung: Der Motor läuft dabei noch, gelle !)

Wenn man die Werte richtig deuten kann, schafft man bei 5l Sprit im Tank auf der Autobahn auch eine Tankstelle in 50km Entfernung. Allerdings nichts für Herzschwache. Schön, wenn Berge dazwischen sind...

Womit wir schon wieder beim Thema Spritverbrauch an sich wären.
Jetzt der zweite Teil.

@senderlisteffm
Wenn man zweifelhafte Statements ohne sachlichen Zusammenhang postet, kann es passieren, daß einem die wieder um die Ohren gehauen werden.

Wenn ein Motor auf einem Prüfstand ohne Last dreht (ich bezweifle, daß das überhaupt gemacht wird) , kann es ja sein, daß die Drosselklappenstellung einen größeren Einfluß auf den Spritverbrauch hat. Und daß bei Drehzahlen am Begrenzer ohne Last (!)....
Ach nee, ich hör jetzt auf.
Alles absolut ohne praktische Bedeutung. Jeder halbwegs begabte Autofahrer wird Dir beweisen, daß er im Teillastbereich weniger Sprit verbraucht als unter Volllast.

Es werden maximal die Gänge zügig bis zur gewünschten Geschwindigkeit geschaltet, je nach Gusto bei unterschiedlichen Drehzahlen.
Dauer-Vollast in der Stadt würde bei mir im ersten 40km/h und im zweiten 80km/h bedeuten. Welches paßt nu besser ?

Nebenbei: Bei meinem letzten Trip über die Alpen hab ich über 1000km auf der Autobahn einen Schnitt unter 8l/100km gehabt.
Preisfrage: Volllast oder Teillast?
Tip: Der 320er nimmt im 5. am Begrenzer ca. 20l...
Bei dem Luftwiderstand wird die Drosselklappe blaß.

Was viele nicht kapieren ist die Tatsache, daß man zügig beschleunigen kann ohne dauerhaft unnötig viel Sprit zu verpulvern.
Was andere aber auch nicht begreifen wollen ist der Effekt, daß Drehzahlorgien Sprit kosten.

An der BAB-Abfahrt BC-Verbrauch zurückgesetzt, bissel Kreisverkehr, bissel schalten an der ersten Ampel angehalten, war ich bei 5l/100km, in der Stadt so nebenbei.
Die nächsten 2 Ampeln jeweils Kavalier-Start (muß auch mal geübt werden, Gänge 1 und 2 ausgefahren, bis max. 70) und anschließend immer Vollbremse, da Rot. Nach den 2 Ampeln war ich auf über 12l/100km angelangt und bin davon auch nicht wieder runtergekommen, nichtmal abends auf der BAB.

Und Felix316i ist mit Sicherheit im 4. im Volllastbereich gefahren (noch dazu am Berg), hat aber dann im 5. aufgrund weniger Drehzahl weniger verbraucht. Er wäre mit Sicherheit wieder bei seinen 22l gelandet, wenn er wieder dem Bodenblech Hallo gesagt hätte, weil z.B. die Geschwindgkeit leistungsbedingt wieder abfällt.

Da beim Beschleunigen fetteres Gemisch gebildet wird, hängt der Mehrverbrauch vom Delta des Gaspedales Richtung Bodenblech ab und ob der Motor das damit angebotene Gemisch effektiv nutzen kann.

Achso, nochwas zu dem Link:
Der ist _streng_ genommen für den Eimer, aber ich will dem Verfasser nicht zu Nahe treten. Teile daraus sind durchaus verwertbar.
Warum:
Was will ich mit 200 Metern Teststrecke? Was kommt davor, danach, wie sieht sowas im Stadtzyklus aus?
Wie ist der Vergleich bei unterschiedlicher PS-Leistung des Motors (s.o.)?
Wie hoch kann ich, oder besser muß ich überhaupt die Gänge bei meinem Auto ausdrehen, um im nächsten sauber Anschluß zu finden?
Wie gut nimmt mein Motor überhaupt das Gas an und wie ist die Motronic abgestimmt?
Kann der Motor das fette Gemisch aus dem oberen Teillast-Bereich bei niedrigen Drehzahlen überhaupt effektiv nutzen?

Daß man mit Halbgas die Gänge hoch ausfahren kann ist mir absolut neu, intakte Kupplung vorausgesetzt.

Der Verfasser nutzt einfach die Intelligenz der heutigen Motorsteuerungen, trotz Vollgaswillen des Fahrers nur soviel einzuspritzen, wie aus dem aktuellen Fahrzustand (Gaspedalstellung, Geschwindigkeit, Drehzahl, Belastung des Motors zur Aufrechterhaltungd des Fahrzustandes etc.) sinnvoll erscheint.
Wenn die Motronic wie früher der Vergaser auf Durchlauf schalten würden, wäre der Streichelgas-Fahrer besser weggekommen. Denn der muß dann regeln, nicht die Motronic.

Das ist die Kunst des Spritsparens.

MfG
Der Schleicher
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Straße naß, Fuß vom Gas. Straße trocken, rauf den Socken...
Spritmonitor von Schleicher
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