Thema: 3er / 4er allg. Rückruf für 3er BMW
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Alt 21.08.2002, 14:42     #1
Paladin   Paladin ist offline
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Rückruf für 3er BMW

Airbag-Probleme


BMW startet fünfte Rückrufaktion in diesem Jahr


Der Münchner Autobauer BMW ruft in den USA 20 500 Modelle seiner 3er-Reihe wegen Airbag-Problemen zurück und beordert damit zum fünften Mal in diesem Jahr Fahrzeuge wieder in die Werkstätten.


Reuters DETROIT/MÜNCHEN. Die Seiten-Airbags würden unter Umständen auch ohne einen Aufprall ausgelöst, sagte ein BMW-Sprecher am Mittwoch in München. Es handele sich dabei um einen Teil der Modelle des Hauptumsatzträgers 3er aus den Jahren 1999.

„Wir erwarten, dass die Gesamtkosten sicherlich weit unter einer Million Euro liegen“, fügte er hinzu. Es handele sich lediglich um das Aufspielen einer neuen Software (Update). Die Kosten seien in den regulären Rückstellungen für Gewährleistungen enthalten. Nach Worten des Sprechers handelt es sich um die fünfte Rückrufaktion des bayerischen Konzerns im laufenden Jahr. Die BMW-Aktie legte trotz der Nachricht um 1,78 Prozent auf gut 40 Euro zu, während der Deutsche Aktienindex Dax knapp 2,9 Prozent fester tendierte.

Keine Informationen über Klagen

Der in Detroit ansässigen US-Verkehrssicherheitsbehörde zufolge musste BMW bereits einmal knapp 35 000 3er-Fahrzeuge aus den Jahren 1998 und 1999 wegen eines derartigen Problems zurückrufen. Die betroffenen Airbags lösten mitunter aus, wenn die Autos mit hoher Geschwindigkeit auf einen Bordstein führen oder in ein Schlagloch gerieten, selbst wenn die Fahrzeuge dadurch unbeschädigt blieben, sagte der Sprecher.

Nach Angaben der BMW-Tochter in den USA war es im Vorfeld der ersten Rückrufaktion für die 3er-Serie zu kleineren Verletzungen bei den Insassen gekommen. Weitere Verletzungen seien aber seitdem nicht gemeldet worden, hieß es. Der Münchener BMW-Sprecher ließ vor diesem Hintergrund offen, ob wegen des frühzeitigen Auslösen des Airbags bereits Klagen in den USA eingereicht wurden: „Was da an Verfahren dran hängt, ob es da überhaupt Verfahren gibt, wissen wir derzeit noch nicht.“

2002 bereits Rückrufaktionen für Mini, X5 und 7er

Erst Ende Juli hatte BMW für knapp 39 000 Minis eine Rückrufaktion gestartet, weil sich das Schaltseil lösen konnte und damit das Schalten unmöglich wurde. Der in den USA produzierte Geländewagen X5 musste zurück in die Werkstätten, weil bei 56 000 Fahrzeugen die Gefahr bestand, dass sich im Extremfall das Bremspedal löst. Und auch das neu eingeführte Top-Modell, der 7er, blieb von Mängeln nicht verschont: Weltweit 15 000 Autos wurden wegen Sofware-Problemen zurückgerufen.

Der im Mai angetretene Vorstandschef Helmut Panke hatte kürzlich auf einer BMW-Veranstaltung erklärt, er sehe trotz der Rückrufaktionen keinen Schaden für das Image des deutschen Herstellers. Nach Konzern-Angaben ist die Zahl der Rückrufe in Relation zum gestiegenen Absatz und angesichts der ausgeweiteten Modell-Palette rückläufig.


HANDELSBLATT, Mittwoch, 21. August 2002, 13:37 Uhr
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