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Alt 09.07.2010, 10:26     #4
Martin   Martin ist offline
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BL-
Premiere im BMW M3 der vierten Generation: Achtzylinder-Triebwerk mit 420 PS.

Tatsächlich debütierte die vierte Generation des BMW M3 wenige Monate später und hielt all das, was das Concept Car versprochen hatte: Bis auf wenige Komponenten war das schnelle Coupé ein komplett neu konstruiertes Fahrzeug. Beeindruckendes Herzstück war ein vollständig neu entwickelter Achtzylinder-Motor in V-Anordnung, der herausragende Leistungsentfaltung und einzigartige Dynamik garantierte. Aus einem Hubraum von 3.999 Kubikzentimetern mobilisierte das neue Triebwerk eine Leistung von 309 kW/420 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmeter. Dementsprechend atemberaubende Fahrleistungen konnte der neue BMW M3 vorlegen. Er beschleunigte in 4,8 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine -von der Motorelektronik limitierte - Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.

Der neue V8 war mit nur 202 Kilogramm ein ausgesprochenes Leichtgewicht. Die BMW M Ingenieure schafften es damit sogar, den gewichtsoptimierten Sechszylinder-Motor des Vorgängermodells zu unterbieten, der immerhin rund 15 Kilogramm schwerer war. Das Gewicht von zwei zusätzlichen Zylindern wurde also deutlich überkompensiert.

Seine prägnanteste Charaktereigenschaft verdankte der Achtzylinder-Motor der Umsetzung des BMW M typischen Leistungsausbeute: Erst bei 8.400/min erreichte der V8 seine Höchstdrehzahl und wer bis dahin auf dem Gaspedal blieb, konnte sich imposanter Schubkraft erfreuen. Fast schon bescheiden nahm sich dagegen der Kraftstoffverbrauch des neuen Hochleistungs-V8 mit durchschnittlich 12,4 Liter je 100 Kilometer aus.

Der günstige Wert ging zu einem großen Teil auch auf das intelligente Energiemanagement zurück. So steigerte die Brake Energy Regeneration (Bremsenergie-Rückgewinnung) die Effizienz des Antriebs weiter. Die Erzeugung von Strom für das Bordnetz konzentrierte sich dabei auf die Schub- und Bremsphasen, während der Zugphasen wurde der Generator im Regelfall abgekoppelt. Neben einer besonders effizienten Stromerzeugung führte dieses Verfahren auch dazu, dass beim Beschleunigen mehr Antriebskraft zur Verfügung stand.



Leichtbau-Fahrwerk setzt überlegene Motorleistung optimal um.

Das Fahrwerk des neuen BMW M3 entstand in Anlehnung an die Radaufhängung des BMW 3er Coupé, war jedoch in nahezu allen Bauteilen vollständig neu konstruiert. Ziel war dabei neben der Anpassung an die deutlich erhöhten Antriebskräfte eine umfassende Gewichtseinsparung. So bestanden fast alle Komponenten der Vorderachse, die als Doppelgelenk-Federbeinachse ausgeführt ist, aus Aluminium. Bis auf einen Lenker komplett neu konstruiert war auch die ebenfalls in Leichtbauweise konzipierte Fünflenker-Hinterachse, bei der ein Gewichtsvorteil von rund 2,5 Kilogramm realisiert werden konnte. Sogar bei der Hochleistungsbremsanlage mit Compound-Scheiben gelang es den Ingenieuren der BMW M GmbH, weiteres Gewicht einzusparen. Das neue Hinterachsgetriebe des BMW M3 war mit der Variablen M Differenzialsperre ausgestattet, die bei Bedarf ein bis zu 100-prozentiges Sperrmoment aufbaut und so auch in besonders anspruchsvollen Fahrsituationen für optimale Traktion sorgt. Ergänzt wurde das Leichtbau-Fahrwerk durch die Servotronic-Lenkung, eine Hochleistungsbremsanlage mit belüfteten Scheiben ringsum sowie die elektronisch gesteuerte Fahrdynamikregelung Dynamische Stabilitäts Control (DSC). Als Option stand für den neuen BMW M3 darüber hinaus die Elektronische Dämpfer Control (EDC) zu Wahl.



Elektronik erlaubt Anpassung an individuellen Fahrstil.

Stellte das neu entwickelte Fahrwerk des BMW M3 dem ambitionierten Fahrer bereits eine hervorragende Basis zur Verfügung, so konnte der besonders sportlich orientierte Pilot sein neues Coupé seinem eigenen Fahrstil entsprechend über die elektronische Steuerung noch individueller anpassen. Beispielsweise ließ sich die Dynamische Stabilitäts Control komplett ausschalten. Über das Bedienkonzept iDrive konnte außerdem das Niveau der Lenkunterstützung Servotronic vorgewählt werden. Die optionale Elektronische Dämpfer Control, die über eine Verstellung der Dämpferkraft das fahrdynamische Verhalten auch in Kurven sowie beim Bremsen und Beschleunigen optimierte, verfügte über drei Programme, die sich per Tastendruck vorwählen ließen. Auch für die Motorsteuerung standen drei Kennfelder zur Wahl, die das Ansprechverhalten des Achtzylinders deutlich veränderten.


Exklusiv im Fahrzeugsegment: Dach in Kohlefaser.

Bei kaum einem Karosserieelement kam die fortschrittliche Technologie des neuen BMW M3 so offensichtlich zum Ausdruck wie beim Dach: Es bestand aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dabei blieb die Faserstruktur des Leichtbau-Werkstoffs sichtbar - nur ein Klarlack überzog die Hightech-Oberfläche. Neben der exklusiven Optik hatte das CFK-Dach vor allem aber auch einen handfesten technischen Vorteil: Es wog deutlich weniger als ein Stahldach. Dadurch sank nicht nur das Gesamtgewicht des Fahrzeugs; durch die Gewichtseinsparung am höchsten Punkt der Karosserie wurde zusätzlich der Fahrzeugschwerpunkt spürbar abgesenkt und damit das Fahrverhalten besonders in schnell durchfahrenen Kurven optimiert.



Debüt-Feuerwerk: Limousine und Cabrio folgten nur Monate später.

Innerhalb von acht Monaten brannte BMW ein regelrechtes M3 Feuerwerk ab. Im Herbst 2007 fuhr die fünfsitzige M3 Limousine neben das viersitzige Coupé an den Start. Rechtzeitig vor der Freiluft-Saison 2008 folgte das M3 Cabrio, das ein Jahr nach dem Concept Car auf dem Genfer Autosalon seine Weltpremiere feierte. Das Resultat: Im Geschäftsjahr 2008 erzielte die BMW M GmbH das zweitbeste Ergebnis ihrer 30-jährigen Unternehmensgeschichte. Treibende Kraft für diese positive Entwicklung war insbesondere der BMW M3, der in seinem ersten vollständigen Produktionsjahr auf fast 18.000 weltweit verkaufte Einheiten kam. Ungezählte Auszeichnungen und Testsiege bestätigten den Kunden, dass sie das richtige Auto gekauft hatten. Wie sein Vorgänger mit sechs Zylindern errang der V8 des M3 mehrfach den begehrten Titel der „International Engine of the Year" und der Fünfsitzer wurde mehrmals zur „Sportlichsten Limousine des Jahres" gewählt.



Ab 2008 verfügbar: M DKG mit Drivelogic

Mit dem neuen M Doppelkupplungsgetriebe mit Drivelogic stellte die BMW M GmbH 2008 das weltweit erste für Hochdrehzahlmotoren ausgelegte Doppelkupplungsgetriebe vor. Es ermöglichte Schaltvorgänge ohne Zugkraftunterbrechung und bietet mit sieben Gängen eine optimale Übersetzungsanbindung für betont dynamische Beschleunigungsvorgänge. Das neue M Doppelkupplungsgetriebe mit Drivelogic war die vierte Generation und konsequente Weiterentwicklung der automatisierten Schaltgetriebe in M typischer Konfiguration. Angeboten wurde es für die Modelle BMW M3 Coupé, BMW M3 Limousine und BMW M3 Cabrio.


Comeback im Triumph: Der M3 ist wieder auf der Rennstrecke.

Mittlerweile startet der neue M3 auch im Motorsport voll durch. BMW Motorsport Direktor Mario Theissen: „Schon dem Serienmodell des BMW M3 liegt die Sportlichkeit buchstäblich in den Genen. Eine Rennversion dieses Autos zu entwickeln, hat sich für uns deshalb geradezu aufgedrängt." Als seriennaher M3 GT4 verhilft er Privatfahrern zu Siegen, als langstreckentauglicher M3 GT2 dient er für Werkseinsätze. Im Mai 2010 gewann der neue, 500 PS starke Dauerläufer auf Anhieb den 24 Stunden-Marathon auf dem Nürburgring. Praktisch zeitgleich führte die M GmbH den M3 GTS ein. Das auf den Clubsport ausgerichtete Coupé verfügt neben dem in Hubraum und Leistung gesteigerten V8-Motor, einer spezifischen Abstimmung des 7-Gang M DKG Drivelogic und der modifizierten Fahrwerkstechnik auch über gezielte Optimierungen in den Bereichen Aerodynamik und Leichtbau. Der auf 4.361 Kubikzentimeter vergrößerte Achtzylinder des M3 GTS entwickelt 331 kW/450 PS und hat dank eines Leistungsgewichtes von nur 3,4 Kilogramm pro PS buchstäblich leichtes Spiel mit dem Coupe: In der für den Rennstreckeneinsatz optimierten Getriebe- und Fahrwerkskonfiguration beschleunigt der BMW M3 GTS innerhalb von nur 4,4 Sekunden von null auf 100 km/h. Die 1.000-Meter-Marke wird aus dem Stand in 22,5 Sekunden erreicht, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 305 km/h.

Die Daten haben sich geändert. Doch die Idee M3 ist auch nach 25 Jahren immer noch die gleiche.
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Geändert von Martin (09.07.2010 um 11:02 Uhr)
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