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Alt 24.03.2009, 16:37     #81
freakE46   freakE46 ist offline
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Original geschrieben von 2fast&2furios
Man muss immer sehen, man vergleicht keine reinen Motoren. Man vergleicht immer ganze Fahrzeugkonzepte. Und da gibt es halt viele Faktoren. 150 kg weniger Gewicht, 1 cm schmalere Reifen, kleiner Motor mit wenig Öl i. V. mit Frontantrieb mit integriertem Differential mit wenig Öl seien hier nur Beispielhaft genannt (geringere Ölmengen erwärmen sich schneller -> Vorteil in der Warmlaufphase).
Genau. Aber nicht immer kann man gut vergleichen. Da lohnt es sich vielleicht schon eher, Vorgänger- und Nachfolgermotoren mit unterschiedlicher Konzeption (z.B. 116i 1.6 mit 116i 2.0 sowie Golf TSI mit Golf FSI) zu vergleichen. Beim Golf sieht die Sache klar aus, ein Sparkünstler war der FSI nicht gerade und gute Durchzugswerte existierten eher auf dem Papier (1.6 Liter Hubraum in der Kompaktklasse sind angesichts von Leergewicht und Verbrauchern nicht mehr viel).

Beim Realverbrauch zwischen Softturbo und Hubraum gibt es wirklich keine großen Unterschiede. Allerdings wird ein 2-Liter-Benziner (wie der des neuen 116i) nicht ganz so gute Minimalverbäuche wie ein kleiner Softturbo erreichen. Beim Maximalverbrauch langt der "Kleine" wie ein Großer zu. Ich finde aber auch, dass er das darf. In der Suggestion vermittelt er mir genau das, was ich haben will: unten genug Schmackes, um bei niedrigen Drehzahlen mitschwimmen zu können; im mittleren und oberen Drehzahlbereich genug Leistung, um hohe Geschwindigkeiten aufzubauen. Mit dem Turbo reduziert man bei gleicher Leistung und gleichem Hubraum das notwenige Drehzahlband. Alternativ kann man bei gleicher Leistung und ähnlichem Drehzahlband auch den Hubraum drastisch reduzieren. Damit reduzieren sich auch die Verluste.

Ford arbeitet gar an einen neuen 1-Liter-Turbo, der Leistungen über 100 PS realisieren soll (z.B. für den Focus III). Für mich wäre das eher nichts. Etwas mehr Hubraum mit im Gegenzug sanfter Aufladung lautet für mich die Lösung. Andere wählen den Hubraum (den man allerdings mit Aufladung auch gut "simulieren" kann), die Drehzahl oder den heftigen Turboschub inkl. Turboloch. Insofern hat BMW mit dem neuen 116i eine adäquate Lösung geschaffen. Das Ganze ließe sich aber noch eindrucksvoller im kleineren Format mit Aufladung realisieren. Wenn die Drehmomentkurve des 116i 2.0 aber nicht lügt, dann reicht das für den schweren 1er durchaus auch aus.

Ich persönlich fahre in der Stadt generell mit niedrigen Drehzahlen und nutze Drehzahlen über 3000 U/min (bzw. 2000 U/min beim Diesel) nur kurzzeitig beim Beschleunigen. Drehzahlschonender (Komfort) und sparsamer (Kosten) bin ich da allemal mit einer aufgeladenen Lösung unterwegs. Allerdings machen Mehrteile auch tendenziell Mehrärger.
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Geändert von freakE46 (24.03.2009 um 22:32 Uhr)
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