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Alt 20.03.2009, 16:04     #2
Martin   Martin ist offline
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BL-
Großer Preis von Australien. 27. – 29. März 2009

1. von 17 WM-Läufen Vorschau.


München/Hinwil, 20. März 2009. Die Formel 1 ist aufregend anders. Nach umfangreichen Reglementänderungen erscheinen die Autos in einem völlig neuen Look und fahren auf profillosen Reifen. Die Motoren müssen doppelt so lange halten. Wer will und kann, benutzt ein Kinetic Energy Recovery System. Die Testfahrten vor der Saison waren per Reglement gleichzeitig die letzten für das Jahr, und sie warfen mehr Fragen auf, als sie beantworteten. Favoriten hatten Sorgen, Aussteiger wurden Aufsteiger. Dem BMW Sauber F1 Team fällt trotz solider Vorbereitung die Selbsteinschätzung schwer. Am Samstag, dem 28. März 2009, hat die Kaffeesatzleserei ein Ende: Um 17.00 Uhr Ortszeit im australischen Melbourne (07:00 Uhr in Zentraleuropa) wird das Qualifying für den Großen Preis von Australien freigegeben.


Robert Kubica: „Ich freue mich sehr auf den Großen Preis von Australien in Melbourne. Ich bin froh, dass die Rennsaison endlich beginnt und die ganzen Spekulationen der Vorsaison-Tests ein Ende nehmen. Es wird sehr interessant sein zu sehen, wie wettbewerbsfähig die verschiedenen Teams tatsächlich sind. Ich mag Stadtkurse generell, insofern ist der Albert Park eine meiner Lieblingsstrecken. Man muss sehr präzise fahren. Das gilt für die gesamte Runde, man muss immer auf der sauberen Linie blieben. Und in der ersten Kurve nach dem Start ist Präzision in diesem Jahr noch einmal mehr gefragt, weil wir dort die ersten Positionskämpfe mit den 2009 breiteren Frontflügeln haben werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein interessantes Rennen werden wird. Außerdem ist Melbourne eine sehr schöne Stadt, die Menschen dort schaffen für uns alle in der Formel 1 eine wirklich besondere Atmosphäre.“


Nick Heidfeld: „Ich freue mich unheimlich auf den Saisonauftakt in Australien. Diesmal bin ich besonders gespannt, wie die Kräfteverhältnisse zwischen den Teams und Fahrern tatsächlich aussehen werden. Es wird höchste Zeit, dass die Spekulationen aufhören und in Zukunft nur noch Fakten zählen. Es haben sich im Vergleich zum Vorjahr eine Menge Dinge geändert, und daraus ergeben sich viele offene Fragen: Wie wirken sich das KERS und der verstellbare Frontflügel im Rennen aus? Wie wird der Start verlaufen, wenn wir alle zum ersten Mal mit den großen Frontflügeln in den Nahkampf gehen? Wird das Überholen wirklich einfacher, wie die Erfahrungen von den Testfahrten vermuten lassen? Im Vorjahr ist es für uns während der Wintertests nicht optimal gelaufen, und wir haben in Australien mit einer starken Leistung alle überrascht. Diesen Winter waren wir bei den Testfahrten stets gut dabei. Ich hoffe, dass sich dieser Eindruck in Melbourne bestätigt. Wir hatten bei den Tests auch mit einigen Wetterkapriolen zu kämpfen. Auch in dieser Hinsicht bin ich gespannt auf das Rennen im Albert Park, denn Ende März kann es in meinem Lieblingsreiseland schon sehr herbstlich sein.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor: „Der Startschuss für eine Formel-1-Saison mit den wohl gravierendsten Regeländerungen steht unmittelbar bevor. Wir freuen uns sehr, dass in Australien auch 2009 wieder der erste Grand Prix des Jahres stattfindet. In Melbourne herrscht immer eine ganz spezielle Atmosphäre. Die ohnehin sportbegeisterten Australier sind regelrecht vom Formel-1-Virus befallen.

Im vergangenen Jahr hat Nick uns gleich im ersten Rennen Platz zwei beschert. Wir hoffen, dass uns im Albert Park auch diesmal ein guter Auftakt gelingt. Die Richtung, die wir mit dem BMW Sauber F1.09 eingeschlagen haben, stimmt. Denn sowohl die Fahrer als auch die Ingenieure haben während der Testfahrten positive Rückmeldungen gegeben. Nick und Robert haben zudem ohne technische Probleme komplette Rennen simuliert.

Was das KERS betrifft, werden wir in Melbourne rennreif sein. Wir sind bei den Tests regelmäßig mit dem KERS gefahren, und es lief sehr gut. Nun gilt es abzuwägen: Auf der Positivseite ist die zusätzliche Leistung von 82 PS, die der Pilot abrufen kann. Auf der Negativseite stehen das Gewicht des Systems mit seiner Auswirkung auf die Gewichtsverteilung des Autos sowie der Reifenverschleiß. Wir werden von Strecke zu Strecke und von Fahrer zu Fahrer entscheiden.“


Willy Rampf, Head of Engineering: „Spannend war es schon immer vor dem ersten Rennen, aber diesmal ist alles noch aufregender als sonst. Die Wintertestfahrten haben zwar erste Anhaltspunkte gegeben, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen, aber die Fragezeichen sind immer noch groß. Verantwortlich dafür sind die radikalen technischen Änderungen. Eine völlig neue Aerodynamik mit deutlich geringerem Abtriebsniveau als im vergangenen Jahr, die Einführung des KERS, die Rückkehr zu Slicks und die verdoppelte Laufleistung der Motoren sorgen für eine vollständig neue Ausgangslage. Dabei wird vor allem der optimalen Nutzung des Reifenpotenzials eine besondere Bedeutung zukommen. Die Strecke in Melbourne ist ein Stop-and-Go-Kurs, der die Bremsen stark beansprucht und gleichzeitig eine gute Traktion erfordert. Vor allem zu Beginn des Wochenendes ist das Grip-Niveau sehr niedrig, was einen bei der Abstimmung des Autos nicht vom richtigen Kurs abbringen darf.“
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