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Alt 26.01.2009, 12:33     #1
Martin   Martin ist offline
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BMW Motorrad Motorsport - Superbike World Championship - Test in Portimao - Ergebnis

München. Troy Corser, Werksfahrer des Teams BMW Motorrad Motorsport, belegte beim ersten Test der neuen Superpole Prozedur im Rahmen des ersten offiziellen Superbike-WM-Test des Jahres 2009 auf dem 4,592 Kilometer langen Autodromo Internacional Algarve in Portimao/Portugal den 6. Platz. Auf vergleichbaren Reifen lag er dabei nur vier Zehntelsekunden hinter dem Briten Shane Byrne (Ducati). Ein gutes Signal für die Zukunft.
Die Wetterbedingungen waren während der drei Test-Tage äußerst schlecht und die Fahrzeit auf trockener Strecke damit sehr begrenzt. Trotz der heiklen Bedingungen konnte das Team BMW Motorrad Motorsport viele nützliche Informationen gewinnen und weitere Fortschritte machen. Im Rahmen des dreitägigen Tests wurde auch erstmals der neue Ablauf für die Superpole geprobt, bei der die endgültigen Startplätze innerhalb dreier Trainings-Sitzungen bestimmt werden. Troy Corser (BMW Motorrad Motorsport) war insgesamt Elftschnellster sowie Sechster in der Superpole, während Ruben Xaus beide Male 25. wurde. Der Brite Shane Byrne (Ducati) war mit einer Rundenzeit von 1.43,294 min Schnellster, Ben Spies (Yamaha) Zweiter und Noriyuki Haga (Ducati) Dritter.

Troy Corser (Schnellste Rundenzeit insgesamt - 1.44,261 min) Unterm Strich war es kein so schlechter Test, auch wenn wir bei besserem Wetter und mehr Fahrzeit im Trockenen hätten mehr durchziehen können. Immerhin brachten wir aber einiges durch, was wir bisher nicht testen konnten, wie etwa verschiedene Hebelumlenkungen und Fahrwerksgeometrien. Die Kupplung arbeitet jetzt bestens, und unser Hauptaugenmerk lag hier darauf, die Gasannahme so abzustimmen, wie ich sie benötige. Wir müssen sie noch etwas weicher hinbekommen, doch sind dies ja die ersten Tage mit dem neuen Motorrad, und wir wissen alle, dass eine Menge zu tun ist. Wenn uns das gelungen ist, fühle ich mich auf dem Motorrad noch wohler und werde noch mehr Druck machen können. Aber ich bin bereits angenehm überrascht, wie flott ich jetzt schon unterwegs sein kann, obwohl ich mich auf dem Motorrad noch nicht vollkommen wohl fühle, und das verspricht Gutes für die Zukunft. Meine schnellste Runde fuhr ich auf Rennreifen, und auch wenn wir lieber etwas mehr normale Trainingszeit gehabt hätten, anstatt die neue Superpole auszuprobieren, war es dennoch gut, diese einmal zu testen, denn so konnten wir alle eine Menge darüber lernen, was zu tun ist und wie schnell. Ich hoffe, dass unser nächster Test im Trockenen stattfindet und dass wir weiterhin gute Fortschritte machen.

Ruben Xaus (Schnellste Rundenzeit insgesamt - 1.46,128 min) Ich bin in diesen Test mit gewissen Vorstellungen davon gegangen, in welche Richtung ich gehen möchte, habe aber rasch erkannt, dass ich meinen Fahrstil an dieses Motorrad anpassen muss. Es ist lange her, dass ich ein Vierzylinder-Motorrad gefahren habe und eine Maschine, die wirklich Leistung hat. Die BMW ist sehr stark, und ich muss lernen, sie bestmöglich zu fahren, um das Maximum aus ihr herauszuholen. Ich hatte ein paar kleine Ausrutscher, aber abgesehen von einem leicht lädierten Finger an meiner linken Hand keine Blessuren. Der Sturz heute ereignete sich, als ich eine feuchte Stelle auf der ansonsten fast trockenen Strecke erwischte und ohne Vorwarnung einen Highsider hatte. Rundenzeiten kümmern mich im Augenblick weniger, denn ich muss das Motorrad erst besser verstehen, bevor ich mehr Druck machen kann. Ich muss jetzt einfach geduldig bleiben und weiterhin hart arbeiten, dann wird sich auch alles verbessern.

Berti Hauser (Direktor BMW Motorrad Motorsport) Die Bedingungen während dieser drei Tage waren nicht einfach, und deshalb meine Anerkennung an Troy, Ruben und das Team für die gute Arbeit, die sie während dieser drei Tage geleistet haben. Troy ist im Moment etwas glücklicher als Ruben, doch das ist normal, denn Troy verfügt über wesentlich mehr Erfahrung mit Vierzylinder-Motorrädern. Es ist ermutigend, dass unser Motorrad weiterhin auf dem Weg ist, sein Potenzial zu zeigen. Das ganze Team sieht nun dem nächsten Test bei hoffentlich besserem Wetter entgegen.
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