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Alt 21.09.2008, 10:55     #13
Martin   Martin ist offline
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BL-
Die Geschichte: Mit Eleganz und Dynamik an die Spitze.

• BMW - seit 70 Jahren in der automobilen Oberklasse.

• BMW 7er: Der Innovationsträger geht in die fünfte Generation.

• Maßgebliche Impulse für Design, Bedienung und Antriebstechnik.


Der neue BMW 7er tritt als fünfte Generation der Luxuslimousine an, um neue Maßstäbe für sportliche Eleganz, souveräne Fahrfreude und exklusiven Reisekomfort zu setzen. Erstmals machte BMW die Ziffer 7 im Jahre 1977 zum Symbol für Fahrdynamik und Innovationen in diesem anspruchsvollen Segment. Doch die Tradition der Marke BMW in der automobilen Oberklasse reicht noch weiter zurück - 70 Jahre sind seit dem ersten Vorstoß in das besonders exklusive Marktumfeld vergangen. Damals, im Jahre 1938, präsentierte BMW auf der Londoner Automobilausstellung einen Prototypen des Modells BMW 335, mit dessen Produktion ein Jahr später begonnen wurde. Die repräsentative Limousine markiert den Einstieg der Marke in die Luxusklasse, zu den Ahnen des neuen BMW 7er gehören darüber hinaus auch der „Barockengel" der 1950er- sowie die „Große Baureihe" der 1960er- und 1970er-Jahre. Wichtigste Gemeinsamkeit aller jemals von BMW angebotenen Oberklasse-Modelle sind wegweisende Innovationen - entwickelt mit dem Ziel, das Fahren und Reisen im Automobil zu einem besonders intensiven Erlebnis zu machen. Für seine hervorragenden Qualitäten als schneller und bequemer Reisewagen erntete schon der BMW 335 auf Anhieb höchste Anerkennung. Zu jener Zeit verfügte das noch junge Unternehmen bereits über eine hervorragende Reputation im Bau von Sechszylinder-Motoren, sorgte mit dem Rennsportwagen BMW 328 für Aufsehen und erwarb sich dank des erfolgreichen BMW 326 endgültig den Status eines Großserienherstellers.


1939: Der moderne Reisewagen BMW 335 markiert den Einstieg in die Oberklasse.

Der BMW 326 war es auch, der die konstruktive Basis für das erste Oberklasse-Fahrzeug bildete. Allerdings erhielt der BMW 335 ein verlängertes Fahrwerk, einen vollkommen neu entwickelten Reihensechszylinder-Motor mit 3,5 Litern Hubraum und 90 PS Leistung, eine torsionsstabgefederte Hinterachse, kraftvolle Öldruckbremsen und breitere Reifen. Zudem wurde als exklusive Neuerung ein vollsynchronisiertes Getriebe eingesetzt. Kriegsbedingt wurde die Produktion des BMW 335 im Jahre 1943 nach nur 415 Exemplaren eingestellt. Gleichwohl war ein Grundstein für spätere Erfolge in der Oberklasse gelegt.

Daran anknüpfen konnte BMW im Jahre 1951. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt war erstmals der BMW 501 zu sehen.


1951: Der „Barockengel" fasziniert mit innovativer Fahrwerkstechnik- und als BMW 502 mit dem weltweit ersten Leichtmetall-V8-Motor.

Ein repräsentatives Erscheinungsbild sowie großzügige Platzverhältnisse und hochwertige Materialien im Innenraum prägten den Charakter der Limousine, mit der BMW zu Beginn der 1950er-Jahre in die Oberklasse zurückkehrte. Der aufgrund der schwungvollen Formen seiner Karosserie im Volksmund bald „Barockengel" genannte BMW 501 brachte die aufstrebenden Ambitionen seiner Besitzer, aber auch des Unternehmens zum Ausdruck. Unter dem formschönen Blech fanden ein bewährtes Antriebskonzept und revolutionäre Fahrwerkstechnik zueinander. Die Motorenentwickler hatten den Reihensechszylinder-Motor aus dem Vorkriegsmodell BMW 326 umfangreich überarbeitet. Das 2,0 Liter-Aggregat leistete zunächst 65 PS und erstarkte drei Jahre später auf 72 PS. Die neuartige, ungewöhnlich weiche Lagerung des Triebwerks verhalf dem BMW 501 zu mustergültiger Laufruhe.


Die vorderen Halbachsen des BMW 501 wurden an je zwei Dreieckquerlenkern geführt, die in Nadeln gelagert waren. Durch diese reibungsarme Lagertechnik ergab sich ein besonders feinfühliges Ansprechen der aus einem längs liegenden Torsionsstab bestehenden Federung. Die Stoßdämpfer waren außen am unteren Dreieckslenker justiert und stützten sich am oberen Querlenker ab. So hatten sie keinen Kontakt zur gefederten Karosserie und übertrugen folglich auch keine Geräusche. Auch an der Hinterachse übernahmen außen über Federlenker befestigte Torsionsstäbe die Federung. Die Stoßdämpfer waren schräg zwischen Federlenker und Rahmen angebracht. In der Achsmitte stützte sich das Differentialgehäuse an einem Dreiecklenker ab, der mit seiner Basis am Rahmen in Gummi lagerte. Damit erreichten Federung und Antriebskomfort ein derart hohes Niveau, dass zeitgenössische Kritiker die Hinterachse als „Endstufe in der Entwicklung der Starrachse" bezeichneten.

Die Innovationskraft der BMW Motorenentwickler stellte der 1954 auf dem Genfer Autosalon vorgestellte BMW 502 mit 2,6 Liter Hubraum und 100 PS unter Beweis. Unter seiner Haube wirkte der erste deutsche Achtzylinder-Motor der Nachkriegsgeschichte. Er war zugleich der weltweit erste serienmäßige Leichtmetall-Motor und entfachte unter den Kritikern Begeisterung: „Der neue Leichtbau V-Achtzylinder von BMW dürfte die bisher glücklichste Synthese der Automobilbau-Kunst diesseits und jenseits des großen Teiches sein", befand beispielsweise „Motor-Revue". Von 1955 an wurden mehrere 3,2 Liter große Versionen des Achtzylinders gebaut, die bis zu 160 PS leisteten. Insgesamt wurden bis 1963 fast 22.000 Exemplare des „Barockengels" verkauft.



1968: Die „Große Baureihe" vereint Komfort und Sportlichkeit.

In der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre konnte BMW nach dem großen Erfolg der „Neuen Klasse" auch im automobilen Oberhaus zum Neubeginn ansetzen. 1968 wurde die „Große Baureihe" mit den Limousinen BMW 2500 und BMW 2800 präsentiert, deren Modellbezeichnungen auf den Hubraum ihrer Reihensechszylinder-Motoren verwiesen. Mit 150 beziehungsweise 170 PS ermöglichten die Antriebseinheiten überlegene Fahrleistungen. Der BMW 2800 bewegte sich sogar im damals höchst exklusiven Kreis der mehr als 200 km/h schnellen Serienfahrzeuge. Eine neuartige Brennraumgeometrie sorgte für eine optimierte Verbrennung, die zu mehr Leistung führte, eine siebenfach gelagerte Kurbelwelle mit zwölf Gegengewichten ermöglichte einen unübertroffen vibrationsfreien Motorlauf.

Den hohen Motorleistungen entsprechend wurde auch das Fahrwerk der neuen Limousinen besonders aufwendig konstruiert. Beide Modelle verfügten über Einzelradaufhängung und Scheibenbremsen an allen vier Rädern, der BMW 2800 zusätzlich auch über eine Niveauregulierung an der Hinterachse und ein Sperrdifferenzial.

Mit einer klaren, gestreckten Linienführung bot auch das Karosseriedesign der neuen Oberklasse-Limousinen eine gelungene Kombination aus Sportlichkeit und Eleganz. Die charakteristische Fahrzeugfront mit Doppelscheinwerfern und einer nach vorn geneigten BMW Doppelniere verhalf der „Großen Baureihe" zu unverwechselbarer Präsenz. Im Innenraum herrschte ein hochwertiges und zugleich sportlich geprägtes Ambiente.

Das neu gestaltete Cockpit wurde von großen Rundinstrumenten für Drehzahl- und Geschwindigkeitsanzeige dominiert. Eine verstellbare Lenksäule, höhenverstellbare Sitze, Kopfstützen und Automatikgurte wurden 1973 in die Serienausstattung aufgenommen. Mit zusätzlichem Komfort im Fond konnte die ab 1974 angebotene Langversion der Limousine aufwarten.

Schon 1971 führte BMW in der Oberklassen-Limousine die Benzineinspritzung ein. Dem nunmehr 3,0 Liter großen Reihensechszylinder-Motor des neuen BMW 3.0 Si verhalf diese Innovation zu einer Leistung von 200 PS. Eine weitere Motorvariante war der 3,3 Liter große Sechszylinder, der 1974 im BMW 3,3 L vorgestellt wurde. Nach rund 200.000 verkauften Einheiten wurde die „Große Baureihe" 1977 abgelöst. Als Nachfolgerstand nun der BMW 7er bereit.


1977: Der erste BMW 7er als sportlichste Limousine der Oberklasse.

Den sportlichen Charakter des Vorgängermodells setzte die im Mai 1977 eingeführte BMW 7er Reihe in einer eleganteren und souveräneren Ausprägung fort. Als mittlerweile markentypisches Erkennungsmerkmal wurde die Fahrzeugfront mit Doppelrundscheinwerfern, BMW Niere und nach vorn gezogener Motorhaube neu interpretiert.

Eine stark geneigte A-Säule, flach abfallende Motor- und Kofferraumhauben, kurze Überhänge und eine niedrige Gürtellinie unterstrichen die Dynamik der Limousine. In seinem Design orientierte sich der erste BMW 7er damit am BMW 6er Coupe, das ein Jahr zuvor auf den Markt gekommen war. Innen ging es betont komfortabel und exklusiv zu. Die dem Fahrer zugeneigte Mittelkonsole unterstrich den fahraktiven Charakter.

Auch in den Bereichen Fahrwerkstechnologie und Sicherheit hatten die BMW Ingenieure neue Maßstäbe gesetzt. Neu waren die Vorderradführung mit Doppelgelenk-Federbeinachse, kleinem Lenkrollradius und Bremsnickausgleich sowie die geschlossene Schalenbauweise des Hinterachsträgers, die sehr viel steifer war als beim Vorgängermodell und einen besseren Korrosionsschutz bot. Wie die anderen Fahrzeuge des BMW Programms erhielten die 7er Modelle einen mittig angeordneten Überrollbügel. Durch zusätzliche Rundumverstärkungen am Dach und starke, tragende Säulen ergab sich so ein sehr großer Sicherheitsverband, der auch bei extremen Belastungen den Überlebensraum der Insassen sicherstellte.

Anfangs konnten die Kunden zwischen den Modellen BMW 728 (170 PS), BMW 730 (184 PS) und BMW 733i (197 PS) wählen. Dabei wartete schon der 728 mit einer umfassenden Serienausstattung auf, darunter der weltweit erste elektronische Tachometer, die drehzahlabhängige Servolenkung, die Diagonal-Zweikreisbremsanlage, innenbelüftete Bremsscheiben vorn sowie der neu entwickelte hydraulische Bremskraftverstärker, Verbundglas-Frontscheibe, Lenksäulen- und Sitzhöhenverstellung und der elektrisch verstellbare Außenspiegel.

Mit dem BMW 730 wurde die so genannte Check-Control eingeführt, eine elektronische Abfrageeinheit zur Überprüfung der Niveaus von Motoröl, Bremsflüssigkeit, Kühlwasser und Scheibenwaschwasser, der Funktionstüchtigkeit von Bremslicht und Rücklicht sowie der Stärke der Bremsbeläge. Zum Serienumfang des Top-Modells gehörten darüber hinaus die Bosch L-Jetronic Einspritzanlage, kontaktlose Transistorzündung, Zentralverriegelung, wärmedämmendes Glas sowie ein Lederlenkrad.

Die anspruchsvolle Zielgruppe für Oberklasse-Limousinen war vom BMW 7er auf Anhieb überzeugt. Schon unmittelbar nach dem Verkaufsstart im Frühsommer 1977 war die Nachfrage so groß, dass das Dingolfinger Werk mit der Produktion kaum nachkam. Bis Ende des Jahres waren bereits knapp 20.000 BMW 7er gefertigt. Die Zahl sollte im ersten vollen Produktionsjahr auf 35.745 ansteigen und auch in den zwei Folgejahren bei mehr als 35.000 Exemplaren bleiben. Damit war der BMW 7er erfolgreicher als jeder andere BMW seiner Klasse zuvor.


1979: Weltpremiere für digitale Motorelektronik im BMW 732i.

Für zusätzliche Verkaufsimpulse sorgten Erweiterungen des Motorenangebots. 1979 tauschte BMW die Sechszylinder durch Kraftstoff sparende Einspritzmotoren aus. DerBMW728i mit 184 PS ersetzte die Typen BMW 728 und BMW 730. Der bisherige BMW 733i wurde vom BMW 732i abgelöst, der mit einer Weltneuheit debütierte: Erstmalig kam in einem Serienfahrzeug die digitale Motorelektronik zum Einsatz, die für eine optimierte Einspritzung und Gemischaufbereitung sorgte. Das sensorgestützte System führte zu einer bis dahin unerreichten Laufruhe und ermöglichte außerdem eine überaus effektive Schubabschaltung. Schon bei Stadtverkehrstempo konnte der Kraftstoffzufluss unterbrochen werden, sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nahm. Deutlich wirksamer als mit herkömmlichen mechanischen Systemen wurden so die Verbrauchs- und Emissionswerte reduziert.

Neu ins Programm kam auch der BMW 735i mit dem bereits aus dem BMW 635CSi bekannten 3,5 Liter großen und 218 PS starken Motor. Flaggschiff war freilich der 1980 präsentierte BMW 745i, der von einem 252 PS leistenden Sechszylinder mit Abgasturbolader samt Ladeluftkühlung angetrieben wurde. Dieses Triebwerk sorgte für Fahrleistungen, die im Limousinenbereich ihresgleichen suchten.

Zusätzlich zur digitalen Motorelektronik steuerte die erste BMW 7er Reihe noch weitere technische Innovationen bei, die die automobile Welt bereicherten. 1980 führte BMW in dieser Modellreihe den Bordcomputer ein, zwei Jahre später verfügte der BMW 7er als erstes deutsches Auto über eine Motorelektronik mit Klopfsensor. Und 1983 folgte die erste Automatikgetriebesteuerung, die mit der Motorelektronik korrespondierte. Bis zum Produktionsende im Juni 1986 liefen vom ersten BMW 7er insgesamt 285.029 Exemplare vom Band.


1986: Der zweite BMW 7er- unvergleichlich souverän und mit dem ersten deutschen Zwölfzylinder-Motor der Nachkriegszeit.

Mit seiner harmonischen Linienführung, seinem sportlichen Fahrverhalten und innovativen Fahrwerkregelsystemen gelang dem BMW 7er der zweiten Generation im Jahr 1986 eine glanzvolle Premiere.

An der Fahrzeugfront vermittelte die breite BMW Niere kraftvolle Präsenz, am Heck erlebten L-förmige Rückleuchten als neues Markenzeichen ihre Premiere. Erstmals wurde der BMW 7er auch in einer Langversion mit einem um 11,4 Zentimeter erweiterten Radstand und entsprechend mehr Komfort im Fond angeboten. Zu den wichtigsten technischen Neuerungen gehörte das Schlupfregelsystem ASC mit elektronischem Gaspedal und Schleppmomentregelung.

Zum Start der zweiten Auflage des BMW 7er standen zwei Motorenvarianten im Angebot. Im BMW 730i und im BMW 735i leisteten Reihensechszylinder-Motoren 145 kW/197 PS beziehungsweise 162 kW/220 PS. Schon im Jahr darauf legte BMW nach: Der 1987 präsentierte BMW 750i war die erste deutsche Zwölfzylinder-Limousine seit dem Ende der 30er Jahre.

Sein 5,0 Liter großer V12-Leichtmetallmotor verfügte über getrennte Einspritz-, Zünd- und Katalysatorsysteme für beide Zylinderbänke. Trotz der überragenden Leistung von 220 kW/300 PS und einem maximalen Drehmoment von 450 Newtonmetern begnügte sich das sportliche Luxusklassefahrzeug mit Normalbenzin. Entsprechend der Vereinbarung der deutschen Automobilhersteller aus demselben Jahr begrenzte BMW die Höchstgeschwindigkeit des BMW 750i elektronisch auf 250 km/h.

Zwei weitere Modellvarianten schlössen 1992 die Lücke zwischen den Sechszylinder-Versionen und dem V12-Topmodell Zwei Achtzylinder-Antriebe mit 3,0 beziehungsweise 4,0 Litern Hubraum boten exzellente Laufruhe, sparsamen Verbrauch und hervorragende Fahrleistungen. Der V8 des neuen BMW 730i kam auf 160 kW/218 PS, das hubraumstärkere Aggregat des BMW 740i mobilisierte sogar 210 kW/286 PS.


Außerdem feierte im gleichen Jahr die Adaptive Getriebesteuerung AGS für das Zwölfzylinder-Modell ihre Premiere. Sie passte erstmals die Gangwahl an die individuelle Fahrweise an und berücksichtigte dabei die Straßenverhältnisse ebenso wie die Fahrsituation. Darüber hinaus war der BMW 7er der zweiten Generation das weltweit erste Fahrzeug, das serienmäßig beziehungsweise optional mit einer geschwindigkeitsabhängigen Intervallregelung für die Scheibenwischer, einer automatischen Gurtanpassung, Doppelellipsoid- sowie Xenon-Scheinwerfern, einem automatisch abblendenden Innenspiegel, einer automatischen Umluftregelung und einer Park Distance Control ausgestattet wurde. Acht Jahre lang markierte der zweite BMW 7er die Spitze der Modellpalette der Marke. Rund 310.000 Einheiten wurden während dieser Zeit weltweit ausgeliefert.


1994: Die dritte Generation des BMW 7er bringt wegweisende Innovationen für Sicherheit und Komfort.

Mit nahezu unveränderten Außenabmessungen, einem behutsam weiterentwickelten Design und einer Vielzahl von Neuentwicklungen zur Steigerung von Komfort und Fahrdynamik setzte die dritte Auflage des BMW 7er den Erfolg des Vorgängers fort.

Die Linienführung geriet schlanker und eleganter, hinter Glas platzierte Doppelscheinwerfer unterstrichen den noblen Auftritt. Im Interieur wurde der Komfortcharakter der Limousine noch intensiver betont. Zur Markteinführung im Jahre 1994 wurden die beiden Achtzylinder-Varianten BMW 730i und BMW 740i sowie das Zwölfzylinder-Modell BMW 750i angeboten, die jeweils auch in einer Langversion lieferbar waren. Mit der Top-Motorisierung legten die BMW Entwickler die Messlatte nochmals höher.


Der Hubraum des V12 wurde auf 5,4 Liter, die Leistung auf 240 kW/326 PS gesteigert. Gleichzeitig sank der Durchschnittsverbrauch des BMW 750i um rund 11 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell.

Mit neuen Fahrstabilitätssystemen wurde die dritte Generation des BMW 7er auch auf dem Gebiet der aktiven Sicherheit zum Vorreiter. Zusätzlich zum Antiblockiersystem erhielten die Achtzylinder-Modelle auf Wunsch eine Automatische Stabilitäts Control (ASC), der BMW 750i wurde serienmäßig mit der Dynamischen Stabilitäts Control (DSC) ausgestattet.

Maßgebliche Impulse setzte auch die Komfortausstattung des BMW 7er. Erstmals wurde ein Serienfahrzeug mit einem fest installierten Navigationssystem ausgestattet, dessen Farbmonitor auch als Anzeige für weitere Funktionen dienen konnte. Ebenfalls einzigartig war der elektrische Komfortsitz mit zusätzlichen Verstellmöglichkeiten für die Rückenlehne.

Das Navigationssystem wurde 1998 um eine Sprachsteuerung erweitert. Zusätzlich wurde auch ein integriertes Telefon angeboten. Um das Sicherheitsniveau noch weiter zu steigern, stattete BMW die Luxuslimousine mit bis zu acht Airbags und einer Reifen-Druck-Control (RDC) aus.


Luxus trifft auf Effizienz: Der erste Dieselmotor im BMW 7er.

1995 wurde das Motorenangebot um einen Reihensechszylinder erweitert, der im neuen BMW 728i eine Leistung von 142 kW/193 PS erzeugte. Im folgenden Jahr präsentierte BMW eine neue Generation von Achtzylinder-Motoren mit größerem Hubraum und gesteigertem Drehmoment.

Die Modelle BMW 735i und BMW 740i zeichneten sich zudem durch einen reduzierten Verbrauch aus, was unter anderem der von BMW entwickelten Kennfeldkühlung-einem bedarfsorientierten, variablen Motorkühlsystem - zu verdanken war. In Verbindung mit dem 5-Gang-Automatikgetriebe erhielten seither alle Modelle der BMW 7er Reihe zudem die Steptronic Funktion, die neben der vollautomatischen Steuerung individuelles Schalten per Hand ermöglicht. Eine noch wirtschaftlichere Möglichkeit, den Fahrkomfort einer Luxuslimousine zu genießen, bot der ebenfalls 1996 eingeführte BMW 725tds. Sein 2,5 Liter großer Sechszylinder-Antrieb leistete 105 kW/143 PS und überzeugte nicht nur mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,5 Litern pro 100 Kilometer, sondern auch mit vorbildlicher Laufruhe.

Außerdem war der mit der modernen Digitalen Diesel Elektronik ausgerüstete BMW 725tds das weltweit erste Diesel-Modell mit Automatischer Stabilitäts und Traktions Control. Mit dem BMW 725tds begann der Siegeszug des Dieselmotors in der BMW 7er Reihe und in der Oberklasse. Als zweites Sechszylinder-Modell folgte 1998 der BMW 730d, dessen 3,0 Liter- Sechszylinder mit Common-Rail-Einspritzung eine Leistung von 135 kW/184 PS mobilisierte. Den vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung markierte 1999 der BMW 740d, die weltweit erste Limousine, die von einem V8-Dieselmotor mit Common-Rail-Einspritzung angetrieben wurde. Das 180 kW/245 PS starke Triebwerk ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 242 km/h bei einem Durchschnittsverbrauch von 9,8 Litern je 100 Kilometer.

Auch die dritte Generation der BMW 7er Reihe avancierte zum Bestseller in ihrem Segment. Bis zur Ablösung durch die vierte Auflage wurden weltweit rund 327.600 Einheiten verkauft.


2001: Die vierte Generation - Trendsetter in der Luxusklasse.

Innovationen für mehr Komfort und mehr Sicherheit, gesteigerte Leistung und unübertroffene Fahrfreude - all dies offerierte der neue BMW 7er in gänzlich neuer Form: komfortabler, müheloser und individueller. Der BMW 7er der vierten Generation, der im Jahr 2001 eingeführt wurde, war ein von Grund auf neu konstruiertes Auto und zugleich eine avantgardistische Neuinterpretation der klassischen Produkteigenschaften einer Luxuslimousine.

Mit dem neuen Modell setzte BMW in vielerlei Hinsicht neue Maßstäbe und gleichzeitig Impulse für den gesamten Automobilbau. Insbesondere gilt dies für das neuartige Bedienkonzept BMW iDrive sowie für Elemente der modernen BMW Designsprache, die eine zunächst polarisierende Wirkung entfalteten, dabei jedoch das Premium-Segment der Oberklasse-Limousinen nachhaltig beeinflussten.

Darüber hinaus garantierte die überlegene Antriebs- und Fahr-werkstechnik in Verbindung mit innovativen Fahrerassistenzsystemen, neuartigen Kopfairbags und einer zentralen Sicherheitselektronik beim BMW 7er der vierten Generation ein neues Maß an Souveränität, Komfort und Insassenschutz.

Mit vollkommen neu entwickelten Achtzylinder-Motoren, die eine stufenlose Variation der Parameter Ventilsteuerzeiten (Doppel-VANOS), Ventilhub (VALVETRONIC) und -weltweit erstmalig - auch der Saugrohrlängen ermöglichten, wurden in der Oberklasse einzigartige Akzente hinsichtlich Leistung und Wirtschaftlichkeit gesetzt. Der Verbrauch der neuen Antriebseinheiten lag um bis zu 14 Prozent unter, die maximale Leistung um rund 14 Prozent über den Werten der Vorgängermotoren. Zur Wahl standen zunächst der BMW 735i mit 200 kW/272 PS und einem maximalen Drehmoment von 360 Newtonmetern sowie der BMW 745i, der es auf 245 kW/333 PS und ein Drehmoment von 450 Nm brachte.


Die Kraftübertragung übernahm das erste serienmäßige Sechsgang-Automatikgetriebe der Welt. Die Bedienung dieses hocheffizienten und kompakten Aggregats mit integrierter Shift-by-Wire-Technologie erfolgte dabei über einen neuartigen Wählhebel am Lenkrad beziehungsweise mit Steptronic-Tasten im Lenkradkranz. Für Fahrdynamik und Fahrkomfort auf höchstem Niveau bot der BMW 7er neben seinem weitgehend aus Aluminium gefertigten Fahrwerk und der Elektronischen Dämpfer-Control (EDC) auch die Wankstabilisierung Dynamic Drive auf.

Mithilfe von Stellmotoren an den Stabilisatoren kompensiert dieses inzwischen auch bei anderen BMW Modellen eingesetzte System die Wankneigung des Fahrzeugs in Kurven. Agilität und Stabilität des BMW 7er waren so in jeder Fahrsituation gewährleistet.

Als Krönung der Baureihe startete im Januar 2003 der BMW 760L Unter der Haube des neuen Spitzenmodells wirkte ein Zwölfzylinder-Motor, der aus einem Hubraum von 6,0 Litern eine Leistung von 327 kW/445 PS und ein maximales Drehmoment von 600 Newtonmeter mobilisierte.


Klar, logisch und wegweisend: Das Bedienkonzept BMW iDrive.

Wegweisende Impulse für die gesamte Automobilbranche setzte BMW mit der Einführung des neuen Bedienkonzepts iDrive zur Steuerung der wichtigsten Entertainment-, Telekommunikations-, Navigations- und Komfortfunktionen sowie von Fahrzeugeinstellungen. Mit diesem System konnten erstmals Anzeige und Bedienelemente konsequent voneinander getrennt und dem jeweiligen Fahrerwunsch entsprechend flexibel genutzt werden. An die Stelle der bislang üblichen großen Zahl von Schaltern trat als zentrales Bedienelement der iDrive Controller in ergonomisch perfekter Position auf der Mittelkonsole. Mit standardisierten Dreh-, Drück- und Kippbewegungen am Controller konnten nun die in Bedienmenüs angeordneten Funktionen ausgewählt und aktiviert werden. Um den Status der jeweiligen Funktion und die entsprechenden Menüoptionen anzuzeigen, wurde das Control Display in das Armaturenbrett integriert - zentral im Bereich der Mittelkonsole sowie auf gleicher Höhe mit dem Instrumentenkombi platziert und daher auch für den Beifahrer leicht einsehbar. Auf dem Control Display konnten beispielsweise Navigationskarten, aber auch die Auswahl der empfangbaren Radiosender oder eine Liste von Telefonnummern angezeigt werden.

Diese Kombination von zentralem Controller und Control Display ermöglichte erstmals eine weitgehend intuitive Steuerung zahlreicher Funktionen ohne Blickkontakt zum Bedienelement und mit minimal kurzer Blickabwendung vom Geschehen auf der Fahrbahn. Das im BMW 7er der vierten Generation erstmals realisierte iDrive hat das Verständnis von ergonomisch sinnvollen, vielseitig einsetzbaren und benutzerfreundlichen Bedienelementen im Automobil grundlegend verändert. Das Grundprinzip des BMW iDrive wird inzwischen auch von anderen Herstellern von Premium-Fahrzeugen adaptiert. BMW setzt iDrive heute in jeweils modellspezifischer Ausprägung in nahezu allen Segmenten und Baureihen ein.

Mithilfe des innovativen Bediensystems iDrive ließen sich auch neuartige Telematikdienste, darunter der im BMW 7er der vierten Generation erstmals präsentierte Internetservice BMW Online, nutzen. Als Bestandteil von BMW ConnectedDrive ermöglichte dieser Dienst dem Fahrer erstmalig den Zugriff auf ein mobiles Internetportal, das ihn mit exklusiven, maßgeschneiderten Informationen und Servicedienstleistungen versorgte. Das Angebot war seiner Zeit weit voraus. Gleich zu Beginn umfasste der Dienst bereits E-Mail Account, Adressbuch, Yellow Pages, 3D-View und verschiedene Infor-mationsdienste.

Ab 2005 stand für den BMW 7er zur Entlastung des Fahrers das Nachtsichtsystem BMW Night Vision zur Wahl. Außerdem bot BMW als erster Premiumhersteller in Europa für die Modelle der BMW 7er Reihe den Fernlichtassistenten an.


Der BMW 7er: Weltweit meistverkauftes Fahrzeug seines Segments.

Zahlreiche internationale Auszeichnungen und Verkaufserfolge auf den wichtigsten Automobilmärkten kennzeichnen den über den gesamten Modellzyklus anhaltenden globalen Erfolg der vierten Generation des BMW 7er. Im Jahre 2004 erreichte das Flaggschiff der BMW Modellflotte die Spitzenposition bei den weltweiten Absatzzahlen in der Oberklasse.

Das Folgejahr brachte nochmals eine Steigerung. 50.062 Einheiten wurden 2005 an Kunden ausgeliefert, damit war der BMW 7er erneut das meistverkaufte Automobil in seinem Segment. Kurz darauf avancierte die vierte Generation schließlich sogar zum erfolgreichsten BMW 7er, der jemals gebaut wurde. Nur viereinhalb Jahre nach seiner Markteinführung hatte er die Absatzzahlen seines Vorgängers bereits übertroffen.

Dazu trug auch die Einführung weiterer besonders effizienter und damit zeitgemäßer Motorvarianten bei. Im Herbst 2005 wurde auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt mit dem BMW 730Ld erstmalig die Langversion der Limousine mit einem Sechszylinder-Dieselmotor präsentiert. Auch die Achtzylinder-Dieselversion gewann nochmals an Attraktivität: Der neue BMW 745d bot mit Werten von 242 kW/330 PS und 750 Newtonmeter ein deutliches Plus an Leistung und maximalem Drehmoment.


Der BMW Hydrogen 7: Meilenstein für die nachhaltige Mobilität.

Als weltweit erster Automobilhersteller präsentierte BMW im Herbst 2006 auf Basis der Langversion des BMW 7er eine mit Wasserstoff (englisch: Hydrogen) angetriebene Luxuslimousine für die Nutzung im Alltagsverkehr. Der BMW Hydrogen 7, der in einer Kleinserie von 100 Einheiten produziert wurde, nachdem er zuvor als erstes Fahrzeug seiner Art den vollständigen Serien-entwicklungsprozess durchlaufen hatte, wurde ausgewählten Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zur Nutzung in der täglichen Fahrpraxis zur Verfügung gestellt.

Bis heute haben diese Pioniere mit dem BMW Hydrogen 7 bereits mehr als 2 Millionen Kilometer in Europa, den USA und anderen Regionen der Welt absolviert. Mit der intensiven praxisnahen Nutzung der Wasserstoff-Limousine wird der Beleg dafür erbracht, dass dieses auf schadstofffreie Mobilität ausgerichtete Antriebskonzept den Anforderungen des Alltagsverkehrs gewachsen ist und daher eine realistische Option für die Zukunft darstellt.

Der BMW Hydrogen 7 ist mit einem bivalenten Zwölfzylinder-Verbrennungsmotor ausgestattet, der sowohl mit Wasserstoff als auch mit herkömmlichem Benzin arbeitet. Der Motor erzeugt eine Leistung von 191 kW/260 PS und beschleunigt die Wasserstoff-Limousine in 9,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Seine Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf 230 km/h limitiert. Der kraftvolle Motor basiert auf dem Zwölfzylinder-Benzintriebwerk mit 6,0 Litern Hubraum und VALVETRONIC der BMW 7er Reihe. Dank des bivalenten Motorprinzips ist der BMW Hydrogen 7 auch dort einsetzbar, wo eine flächen-deckende Energie-Versorgung durch Wasserstoff-Tankstellen nicht gegeben ist. Die Steuerungstechnologie des Motors gewährleistet ein verzögerungsfreies Umschalten vom Wasserstoff- in den Benzin-Betrieb. Im Wasserstoff-Modus kann der BMW Hydrogen 7 mehr als 200 Kilometer zurücklegen, weitere 500 Kilometer fährt die Limousine mit Benzin.

Geändert von Martin (21.09.2008 um 13:06 Uhr)
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