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Alt 29.07.2008, 20:59     #7
Hermann   Hermann ist offline
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Starke Fahrer im Cockpit.

Wenn das BMW M1 Procar beim Großen Preis von Deutschland sein Comeback feiert, dann sind auch einige der größten Stars aus den Procar-Serien 1979 und 1980 mit von der Partie. Jacques Laffite kehrt ebenso ans Steuer des Rennwagens zurück wie Marc Surer, Christian Danner und Prinz Leopold von Bayern.

Erfahren Sie mehr über die zehn Piloten, die in Hockenheim an den Start gehen werden.

Jochen Neerpasch(DE).

Als Sohn eines Autohändlers bekam Jochen Neerpasch, Jahrgang 1946, schon früh Kontakt zur Branche. Er absolvierte eine technische und eine kaufmännische Lehre, bevor er seinen Kraftfahrzeugmeister machte. In den 60er Jahren bestritt Neerpasch diverse Rennen, unter anderem gewann er 1968 das 24-Stunden-Rennen von Daytona. In den 70er Jahren war Neerpasch Manager bei Ford, bevor ihn BMW 1972 als Geschäftsführer zur neu gegründeten BMW Motorsport GmbH holte.

Dort initiierte er den BMW M1 sowie 1979 die BMW M1 Procar-Serie und verließ dann BMW. In den 80er Jahren war Neerpasch für verschiedene Rennserien verantwortlich, u. a. für die Langstrecken-Weltmeisterschaft. Von 1987 bis 1992 arbeitete Neerpasch als Rennleiter bei Mercedes und als Geschäftsführer der P.P. Sauber AG. Ab 1995 war er im Auftrag des ADAC unterwegs und leitete die STW Motorsport-Rennserie.

Marc Surer (CH).

Marc Surer kann auf eine lange Rennsport-Karriere zurückblicken. Bereits 1972 und 1973 wurde er Schweizer Kartmeister. 1976 belegte er den zweiten Platz in der deutschen Formel-3-Meisterschaft mit einem March BMW. In der deutschen Rennsportmeisterschaft zählte er 1977 zu den legendären Fahrern des BMW Junior Teams, die sich im BMW 320 heiße Duelle mit der Konkurrenz lieferten.

Ein Jahr später wurde Surer als Fahrer des BMW Junior Teams in der Formel 2 auf einem March BMW Zweiter. 1979 errang er mit BMW den Formel-2-Europameistertitel. Zwischen 1984 und 1986 trat er in der Formel 1 mit BMW Turbomotoren in Rennwagen von Arrows und Brabham an. 1985 gewann er gemeinsam mit Gerhard Berger und Roberto Ravaglia das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps mit einem BMW 635CSi. Heute ist Surer als TV-Experte für „Premiere“ bei allen Formel-1-Rennen vor Ort.

Prinz Leopold von Bayern (DE).

Prinz Leopold von Bayern startete seine Rennfahrer-Karriere 1963. Seine Aktivitäten reichten von Bergrennen auf Mini Cooper bis zur Formula Super V. Seit 1976 spezialisierte er sich auf Tourenwagen-Rennen bei Deutschen wie bei Internationalen Meisterschaften mit Porsche.

1981 und 1983 fuhr er auf BMW M1 bei den 24-Stunden-Rennen von Le Mans sowie den BMW M3 in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft und BMW 320i im Super Tourenwagen Cup. In den Jahren 1993 und 1994 fuhr er bei historischen Rennen mit einem BMW 1800 TISA. Heute ist Leopold Prinz von Bayern offizieller Botschafter für die Marke BMW.

Christian Klien (AT).

Christian Klien (geboren am 7. Februar 1983 in Hohenems, Österreich) wechselte nach seiner Kartlaufbahn 1999 in die Formel BMW. „Dort habe ich das Einmaleins des Formelsports gelernt“, erinnert er sich, „insofern ist der Einstieg beim BMW Sauber F1 Team eine Art Heimkehr für mich. Ich freue mich sehr, dass ich 2008 zu diesem Team und auch weiterhin zur Formel 1 gehören werde.“

Klien gewann 2002 die Deutsche Formel Renault, 2003 wurde er Zweiter der Formel-3-Euroserie. 2004 kam er mit dem Team Jaguar Racing in die Formel 1. 2005 und 2006 fuhr er dort für Red Bull Racing. 2007 war er Testfahrer bei Honda. Ein vierter Startplatz und ein fünfter Rang im Rennen sind seine bisher besten F1-Resultate.

Jörg Müller (DE).

Seit vielen Jahren ist Jörg Müller einer der wichtigsten Fahrer für BMW Motorsport. Besonders geschätzt ist er wegen seiner wertvollen Entwicklungsarbeit. So war er beispielsweise 1998 und 1999 als Formel-1-Testfahrer tätig, bevor BMW in die Formel 1 zurückkehrte.

Zu Beginn seiner Karriere gewann er die Formel Ford-Europameisterschaft, die Opel Lotus Challenge, die deutsche Formel 3 und die Formel 3000 EM. Seine wichtigsten Erfolge für BMW sind mit dem BMW M3 GTR der Gewinn der ALMS 2001 und der Gesamtsieg des 24-Stunden-Rennens 2004 auf dem Nürburgring.

Wie bereits in der Tourenwagen-Europameisterschaft fährt Müller auch in der Weltmeisterschaft seit 2005 konstant um den Gesamtsieg – bis dato trennten ihn vom Triumph immer nur wenige Punkte. 2008 ist Müller als Stammfahrer des BMW Team Germany – Schnitzer Motorsport am Steuer eines BMW 320si WTCC unterwegs.

Christian Danner (DE).

Christian Danner fuhr von 1981 bis 1984 in der Formel 2 und auch erfolgreich im Tourenwagensport. 1985 wurde er Europameister in der Formel 3000. Von 1985 bis 1989 bestritt er 36 Formel-1-Rennen, in denen er vier Punkte holen konnte. 1984 erzielte er außerdem einen Divisionssieg beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps mit einem Linder BMW 325i sowie beim Rennen in Anderstorp.

1992 sicherte er sich den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps. Im selben Jahr konnte er auch den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen und auf der Nürburgring-Nordschleife erringen. Christian Danner ist heute als Kommentator für den Fernsehsender RTL bei allen Formel-1-Rennen mit von der Partie. 1999 wurde er mit dem Deutschen Fernsehpreis für die „Beste Sport TV Live-Übertragung“ ausgezeichnet.

Dieter Quester (AT).

Nur wenige Rennfahrer können auf eine so lange Motorsport-Karriere zurückblicken wie Dieter Quester, und nur wenige Rennfahrer erzielten so viele Erfolge mit Produkten einer Marke. Schon 1968 stellte er drei Weltrekorde mit einem Rennboot auf, das von einem BMW Motor angetrieben wurde. In den darauf folgenden 40 Jahren errang er zahlreiche Siege und Triumphe mit BMW Automobilen.

Vier Mal wurde er Tourenwagen-Europameister. Er feierte Erfolge bei Bergrennen und in der Formel 2. 1979 belegte Quester in der BMW M1 Procar-Serie den zwölften Rang.1973, 1986 und 1988 gewann er die 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Auch in der Gegenwart ist Quester mit BMW erfolgreich bei 24-Stunden-Rennen am Start: 2006 und 2007 gewann er drei Rennen innerhalb von zwölf Monaten.

Harald Grohs (DE).

1973 startete die Rennfahrer-Karriere von Harald Grohs. Durch vier Siege bei zehn Starts zum Deutschen Rundstreckenpokal machte er nachhaltig auf sich aufmerksam. Grohs durfte probeweise zwei Rennen in einem BMW 3.0 CSL des Faltz-Teams bestreiten und gewann beide. Jochen Neerpasch, damals BMW Rennleiter, ermöglichte Grohs zwei weitere Auftritte in der amerikanischen IMSA-Serie, dann wurde für 1975 ein Vertrag geschlossen.

Grohs feierte Erfolge in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft. 1981 verpasste er auf Porsche den Langstrecken-Weltmeistertitel nur um einen Punkt. Mit einem BMW M1 gewann Grohs 1983 die Deutsche Rennsport-Trophäe. 1987 gelang Grohs der erste Sieg des BMW M3 in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft. Vor einigen Jahren gründete Grohs schließlich sein eigenes Team – Grohs Motorsport.

Helmut Kelleners (DE).

Seit 1963 fährt Helmut Kelleners Rennen. 1965 bestritt er sein erstes Rennen auf BMW und gewann das 2-Stunden-Rennen von Zandvoort auf BMW 1800 Ti. 1968 wurde Kelleners Vize-Europameister im Tourenwagensport; ein Jahr später erzielte er fünf Gesamtsiege auf Ford GT 40 in der Marken-WM. 1970 sicherte sich Kelleners den Sieg bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps auf BMW 2800 CS mit Gunter Hubert.

1979 und 1980 trat Kelleners auch in der BMW M1 Procar-Serie an und belegte die Plätze neun und 14. Auch 1980 wurde er zusammen mit Siggi Müller jr Tourenwagen-Europameister auf einem BMW 320. In der Saison 1981/82 wiederholte er seinen Triumph und feierte zusammen mit Umberto Grano den auf BMW 635 CSi/528i 2.0 den EM-Titel.

Sepp Manhalter (AT).

Sepp Manhalters Motorsportkarriere war ganz wesentlich von der Marke BMW geprägt. Manhalter wurde 1973 auf BMW 2002 österreichischer Tourenwagen-Staatsmeister, 1976 und 1977 auf einem BMW 3.0 CSL österreichischer Staatsmeister im Rundstreckensport.

1979 nahm er an der BMW M1 Procar-Serie teil. Mitte der 80er Jahre siegte er mehrfach in Österreich auf BMW 635 CSi. 1987 krönte er seine Karriere als österreichischer Staatsmeister auf BMW M1. Manhalter betrieb zudem eine Automobilvertretung der Marke BMW.
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