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Alt 29.07.2008, 20:47     #2
Hermann   Hermann ist offline
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E63 645Ci, E36 318i Cabrio, E39 523i Touring und Piaggio
Attraktion im Rahmen der Formel 1.

Allein das fahrerische Können der Piloten machte in der BMW M1 Procar-Serie den Unterschied zwischen Siegern und Besiegten. Darin bestand der einmalige Reiz des erfolgreichen Markenpokals. Natürlich zogen auch der atemberaubende Sound des BMW M88 Motors und das sportliche Design des Rennwagens die Zuschauer bei jedem Auftritt der Serie in ihren Bann.

Das Erfolgsrezept war bestens abgeschmeckt: Die jeweils fünf schnellsten Formel-1-Fahrer des Freitags-Trainings trafen auf Tourenwagen-Spezialisten. Die ersten fünf Startplätze der Procar-Rennen gehörten den Stars, die weitere Aufstellung richtete sich nach den Trainingszeiten der weiteren BMW M1 Piloten. Und alle machten mit: Fahrer und Rennställe sagten ihre Teilnahme zu, vorausgesetzt, entsprechende Verträge standen dem nicht entgegen.

Erfolgreiches Debüt im Jahr 1979.

Am 12. Mai 1979 war es soweit: In Zolder wurde das erste Rennen der BMW M1 Procar-Serie gestartet. Elio de Angelis aus Italien trug sich nach einem wahren Husarenritt – er war vom 15. Platz gestartet – als erster Sieger in die Geschichtsbücher ein. Beim Saisonfinale in Monza hatte dann allerdings doch ein Formel-1-Star die Nase vorn: Der damals schon zweimalige Weltmeister Niki Lauda errang insgesamt drei Siege sowie einen zweiten Platz – und konnte sich somit über ein stattliches Preisgeld und einen nagelneuen BMW M1 freuen.

Die Procar-Serie hatte nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den Fahrern binnen kürzester Zeit eine ungeheure Beliebtheit erlangt. Nelson Piquet brachte es auf den Punkt, als er nach einem Freitags-Training meinte: „Vielleicht war ich hier nur so schnell, weil ich BMW fahren wollte.“

Piquets Endspurt entscheidet zweite Procar-Saison.

Drei Siege in den abschließenden drei Läufen: Damit sicherte sich Piquet 1980 den Gesamtsieg und verwies Alan Jones und Hans-Joachim Stuck auf die Plätze zwei und drei. Der spätere Formel-1-Weltmeister Jones zählte ohnehin zu den größten Anhängern des M1. Als einer der ersten hatte sich der Australier ein Modell des Sportwagens privat gekauft.

Die Chancengleichheit aller Piloten hatte höchste Priorität: So wurde der auf 8 500 U/min geeichte Drehzahlbegrenzer mit einem bordunabhängigen Drehzahlmess- und Speichersystem kombiniert, um Abweichungen exakt feststellen zu können.

Comeback an alter Wirkungsstätte.

Beim Revival der BMW M1 Procar-Serie mit zwei Showrennen in Hockenheim geht es indes um etwas anderes: Zum 30-jährigen Jubiläum des BMW M1 soll noch einmal die Erinnerung an den einzigartigen Markenpokal im Formel-1-Rahmen aufleben. Welch bessere Bühne könnte es für diese Veranstaltung geben als den traditionsreichen Kurs in Baden-Württemberg, der schon 1979 und 1980 Schauplatz von Rennen der BMW M1 Procar-Serie war. Damals siegten Niki Lauda und Didier Pironi.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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