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Alt 15.07.2008, 06:59     #1
Martin   Martin ist offline
BMW-Treff Team
 

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German Cross Country in Goldbach. Licht und Schatten eines Rennwochenendes.

München. Der 4. Lauf zur Deutschen Cross Country Meisterschaft (GCC) in Goldbach - der Premium-Veranstaltung dieser Serie - war für das Team von BMW Motorrad Motorsport ein Wechselbad der Gefühle. Mit Joel Smets und Bert Meyer zwei Mann auf dem Podium, der bislang Führende der Serie, Simo Kirssi, schied aber mit Elektrikschaden aus.

Vor rund 5000 Zuschauern bot das weiß-blaue Team auf der perfekt präparierten Piste und bei besten äußeren Bedingungen eine beeindruckende Show. Nach dem Le-Mans-Start waren alle drei BMW Werkspiloten vorne. Simo Kirssi setzte zwischen sich und den Rest des Feldes Sekunde um Sekunde Vorsprung. Nach fünf Runden summierte sich der Abstand bereits auf rund 30 Sekunden. Dann musste der Finne an die Box, denn seine BMW G 450 X hatte plötzlich Zündaussetzer. Der Schaden konnte auf die Schnelle nicht lokalisiert werden. Simo fuhr noch einmal auf die Strecke, musste seine Maschine dann aber endgültig abstellen.

Wesentlich besser lief es für den 5-fachen MX Champion Joel Smets. Der Grandseigneur des Cross-Sports lieferte sich mehrere Runden lang einen heißen Kampf mit dem GCC-Newcomer und französischen MX-Star Cyrille Coulon. Dann geriet der Belgier im Eifer des Gefechts versehentlich an den Notaus-Schalter und musste kurz stehen bleiben. Zu allem Überfluss zerstörte er sich dabei im Zweikampf zusätzlich noch die Aufhängung der Lampenmaske. So gehandikapt konnte er dem jungen Franzosen nicht mehr Paroli bieten.

Bert Meyer war einmal mehr die Zuverlässigkeit in Person. Er spulte die zwei Stunden Renndistanz auf der erdigen und mit Sprüngen gespickten Strecke wie eine Maschine ab - mit besserem Speed, je länger das Rennen dauerte. Am Ende ein hervorragender und sicherer dritter Platz für ihn.

Dazu übernimmt Bert mit diesem Resultat nun die Führung der GCC-Gesamtwertung und geht beim nächsten Lauf in Mühlhausen mit der Startnummer eins ins Rennen. Für Spannung ist bei den restlichen drei Läufen der Serie reichlich gesorgt. Um ein Streichergebnis bereinigt liegt Simo Kirssi in der Wertung nach wie vor vorne, allerdings punktgleich mit seinem schärfsten Widersacher Cyrille Coulon, Bert Meyer steht nun in Lauerstellung.


Joel Smets:
"Das war ein tolles Rennen auf einer tollen Strecke. Man musste hier sehr genau fahren und durfte sich keine Fehler leisten. Ein paar Fehler hab ich leider gemacht. Irgendwie kam ich einmal versehentlich an den Notaus-Schalter und der Motor stand. Dann riss mir auch noch die Halterung der Lampenmaske. Dadurch hatte ich keine exakte Kontrolle mehr über mein Vorderrad. Ich ließ das erst beim Tankstopp reparieren, um nicht zweimal in die Box zu müssen. Cyrille war dann schon ein Stück weit weg. Er ist ein junger, sehr guter Fahrer mit bester Kondition. Ich konnte ihn nicht mehr angreifen und nahm den Dampf ein bisschen raus. Mit dem zweiten Platz bin ich sehr zufrieden. Nur schade, dass Simo ausgefallen ist. Das tut mir sehr leid für ihn."


Bert Meyer:
"Mit meiner Leistung heute bin ich sehr zufrieden. Leider hatte ich in der ersten Stunde des Rennens noch nicht den richtigen Rhythmus gefunden - mein altes Problem, an dem ich nun konzentriert arbeite, um es künftig zu beheben. Nach der Halbzeit lief es ganz gut. Ich hatte keinerlei technische oder sonstige Probleme. Ein tolles Rennen."


Simo Kirssi:
"So ist halt Rennsport. Ein technisches Problem kann immer einmal auftreten. Beim Start bin ich gut weggekommen und versuchte erst einmal, richtig Druck zu machen, was auch gut klappte. Mein Ziel war es, zunächst einen größeren Vorsprung herauszufahren, um dann in der zweiten Rennhälfte entspannter fahren zu können. Dann hatte mein Motorrad plötzlich Zündaussetzer, ich musste an die Box fahren. Das Team versuchte den Fehler zu beheben. Ich fuhr zwar noch einmal raus auf Strecke. Letztlich konnte der Fehler nicht beseitigt werden, deshalb konnte ich nicht mehr weiterfahren."


Wolfgang Fischer (Teamchef):
"Das wichtigste war heute, dass Simo deutlich bewiesen hat, mit dem Tempo von Coulon mithalten zu können. Sogar noch mehr. Er hatte immerhin schon 30 Sekunden Vorsprung herausgefahren, als er dann leider mit technischem Defekt ausscheiden musste. Seine beiden Teamkollegen haben das gesamte Teamergebnis gerettet, indem sie das Podium aufgefüllt haben. Die restlichen drei Rennen der GCC-Saison heißt es für Simo nun volle Attacke. Ab jetzt zählt nur noch der Sieg. Joel konnte die erste Hälfte des Rennens gut um die Führung mitkämpfen. Er zeigte eine tolle kämpferische Leistung. Ebenso Bert, nachdem er in der ersten Rennhälfte von Steffen Albrecht stark bedrängt worden war, konnte er ihn nach dem Boxenstopp regelrecht niederkämpfen und sicherte sich letztlich ungefährdet den Platz auf dem Podium."

GCC Goldbach XCPro Klasse

1. Cyrille Coulon (FRA), Yamaha, 23 Runden
2. Joel Smets (BEL), BMW Motorrad Motorsport, 23 Runden
3. Bert Meyer (GER), BMW Motorrad Motorsport, 23 Runden
4. Steffen Albrecht (GER), Yamaha, 23 Runden
5. Marco Straubel (GER), KTM, 23 Runden
6. Falko Karbautzki (GER), KTM, 22 Runden
7. Jan Zulauf (GER), KTM, 22 Runden
8. Stefan Geyer (GER), KTM, 22 Runden
9. Jörg Haustein (GER), KTM, 22 Runden
10. Andy Boller (GER), KTM, 22 Runden
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