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Alt 09.03.2008, 10:37     #1
Martin   Martin ist offline
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F1 2008 - Termine, Vorschau, Freies Training, Qualifying, Rennergebnisse

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Großer Preis von Australien.

14. - 16. März 2008 1. von 18 WM-Läufen


Vorschau.

München/Hinwil, 7. März 2008. Hochspannung: An diesem Wochenende treten Mensch und Material die weite Reise nach Australien an. Das erste Kräftemessen der Formel-1-Teams in der Saison 2008 am folgenden Wochenende, 14.-16. März, im Albert Park in Melbourne wird mit maximaler Ungeduld erwartet.

Für das BMW Sauber F1 Team fliegen 80 Menschen nach Down-under - inklusive Chef und Hostess. Rund 32 Tonnen Luftfracht werden von München aus auf den Weg gebracht. Dazu gehören unter anderem drei Chassis, die Motoren, mehrere Sätze Ersatzteile, 160 Felgen, 100 Funkgeräte, Kopfhörer, Werkzeug, Rechner und die Boxenausstattung. Gepackt wird auf drei Zehnfußpaletten und in fünf so genannte Iglus, das sind begehbare Frachtboxen.

Einheitselektronik und Langzeitgetriebe waren die vom Reglement diktierten Technikthemen des Winters, auffällige Aerodynamik-Lösungen am BMW Sauber F1.08 ein anderes. Bei den Tests in Valencia, Jerez und Barcelona hat das Team mit den beiden ersten Chassis des F1.08 insgesamt 11.233 Testkilometer zurückgelegt.

Für seine dritte Saison hat sich das BMW Sauber F1 Team viel vorgenommen: Die junge Mannschaft, die 2007 das drittstärkste Team war, strebt im Laufe der Saison 2008 ihren ersten Sieg an.



Nick Heidfeld: „Ich freue mich sehr auf den Auftakt in Australien - auf ein paar freie Tage zum Akklimatisieren und dann darauf, dass es endlich losgeht! Ich fand das Einschätzen der Kräfteverhältnisse bei den Testfahrten diesmal besonders schwierig. Wir haben uns vom Roll-out in Valencia bis zum abschließenden Test in Barcelona gesteigert, aber wo wir stehen, sehen wir alle erst in Melbourne. Im australischen Herbst kann es schon mal regnen, dann wäre das Fahren ohne Traktionskontrolle und Motorschleppmomentregelung besonders anspruchsvoll. Ich war beim Testen auf nasser Strecke unterwegs, das hat mir viel Spaß gemacht. Die Strecke im Albert Park bietet auch im Trockenen nicht besonders viel Grip, vor allem zu Beginn des Wochenendes."



Robert Kubica: „In Australien geht die Zeit der Spekulationen endlich zu Ende, ich warte ungeduldig auf den Auftakt in Melbourne. Das ganze Team hat in den vergangenen Wochen unheimlich hart gearbeitet, der F1.08 ist ständig besser geworden, und ich glaube, da ist noch mehr drin. Ich mag die Strecke in Melbourne. Wenn es nach mir ginge, könnten alle Rennen auf Stadtkursen stattfinden. Insgesamt ist fahrerische Präzision 2008 noch wichtiger geworden, weil einem keine Traktionskontrolle mehr hilft, wenn man auf die dreckige Spur gerät. Das kostet jetzt gleich richtig Zeit, weil man zum Korrigieren vom Gas gehen muss. Hinzu kommt die gute Stimmung in Melbourne durch die Fans und die schöne Stadt, das verleiht dem Saisonauftakt einen besonderen Charme."



Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor: „ Wir freuen uns, dass Australien auch 2008 wieder den Saisonauftakt bildet. In Melbourne herrscht immer eine ganz spezielle Atmosphäre. Die Stadt pulsiert, die Zuschauer sind vom Formel-1-Virus befallen, alle blicken gespannt auf das erste Kräftemessen.

Im vergangenen Jahr haben wir im Albert Park gleich beim Auftakt das im Nachhinein beste Qualifying-Ergebnis der Saison verbucht: Nick startete als Dritter, Robert als Fünfter. Das erste Rennwochenende ist immer die Stunde der Wahrheit. Da zeigt sich, wer wo steht.

Wir haben uns bei dem BMW Sauber F1.08 über den Winter bewusst für einen Konzeptsprung entschieden. Denn um die Teams vor uns einholen zu können, mussten wir auf ein aggressives Konzept setzen. Die Zuverlässigkeit des neuen Autos war von Beginn an sehr gut. Wir haben darüber hinaus die Erfahrung gemacht, dass ein Auto mit viel Potenzial am Anfang schwieriger zu beherrschen ist als ein gutmütiges Auto, dessen Limit viel schneller erreicht ist. Für uns gilt es nun, die Feinabstimmung voranzutreiben. Und da sehe ich uns seit dem Roll-out auf einem guten Weg.

Unsere ambitionierte Zielsetzung für 2008 ist unverändert: Wir wollen in diesem Jahr die Lücke zur Spitze schließen und unser erstes Rennen gewinnen."



Willy Rampf, Technischer Direktor: „Melbourne ist ein perfekter Auftakt zur Formel-1-Saison. Es ist eine tolle Stadt mit einer großartigen Atmosphäre! Natürlich sind wir alle sehr gespannt, wo wir wirklich stehen, wenn am Samstag im Qualifying erstmals alle Teams die Karten auf den Tisch legen.

Die Strecke im Albert Park ist ein Stop-and-Go-Kurs mit zahlreichen langsamen Kurven. Durch den Wegfall der Traktionskontrolle und der Motorschleppmomentregelung werden die Fahrer sowohl beim Anbremsen als auch beim Herausbeschleunigen besonders gefordert. Vor allem die Hinterreifen werden aufgrund der Streckenführung stark beansprucht, was den Fahrern einen gefühlvollen Umgang mit dem Gaspedal abverlangt.

Hohe Priorität bei der Abstimmung des Autos genießen eine gute Traktion und eine hohe Bremsstabilität. Sehr wichtig ist auch eine ausreichende Bremskühlung, weil Melbourne nach Montréal die Strecke mit der höchsten Bremsbelastung ist. Das erste Rennen der Saison bedeutet gleichzeitig die erste Etappe im Zyklus der Getriebe, die gemäß neuem Reglement nun an vier Rennwochenenden zum Einsatz gelangen, und zwar jeweils samstags und sonntags.



Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum Albert Park, Melbourne/16. März 2008 Startzeit (lokal/UTC) 15:30 Uhr/04:30 Uhr (Deutschland 05:30 Uhr)

Runde/Renndistanz 5,303 km/307,574 km (58 Runden)

Kurven 10 Rechts- und 6 Linkskurven

Sieger 2007 Kimi Räikkönen, Scuderia Ferrari Marlboro, 1:25.28,770 Stunden

Poleposition 2007
Kimi Räikkönen, Scuderia Ferrari Marlboro, 1.26,072 Minuten

Schnellste Runde 2007 Kimi Räikkönen, Scuderia Ferrari Marlboro, 1.25,235 Minuten

Bestehender Rundenrekord Michael Schumacher, Scuderia Ferrari Marlboro, 1.24,125 min (2004)

Daten 2007 (Rennen): Volllastanteil: 65 % Topspeed: 303 km/h

Längste Volllastpassage: 10 sec / 735 m

Gangwechsel pro Runde: 60

Reifenverschleiß: mittel bis niedrig Bremsverschleiß: hoch

Abtriebslevel: hoch



Termine und Veranstaltungen:

Bei einer Formel-1-Willkommensveranstaltung auf dem Federation Square in Melbourne wird am Dienstag, 11. März, ab 15.00 Uhr ein Fahrzeug des BMW Sauber F1 Teams ausgestellt sein. Die Mechaniker werden den V8-Motor immer wieder anlassen - Motorensound gehört zur gewünschten Show. Ab 18.00 Uhr wird Test- und Ersatzfahrer Christian Klien dort für Interviews und Autogramme zur Verfügung stehen.

Nick Heidfeld und Robert Kubica nehmen Mittwoch (18.25-18.35 Uhr) und Donnerstag (12.00-12.30 Uhr) an Autogrammstunden und moderierten Interviews im Albert Park teil.



Historie und Hintergrund:

Mit 3,4 Millionen Einwohnern ist Melbourne nach Sydney die zweitgrößte Stadt Australiens. Sie liegt an der östlichen Südküste des Kontinents und ist die Hauptstadt des Staates Victoria. Melbourne liegt am Yarra River, der hier in die Port Phillip Bucht fließt. Die Stadt ist abwechslungsreich und multikulturell, geprägt von Einwanderern und Studenten aus aller Herren Länder und einem interessanten architektonischen Mix. Sport- und Grünanlagen sind üppig. Die F1-Rennstrecke führt durch den im Stadtteil St. Kilda liegenden Albert Park.

Im Gegensatz zu anderen Städten im Südosten Australiens war Melbourne nie eine Strafkolonie, sondern wurde von Anfang an als Siedlung mit breiten Straßen und Parks geplant. Der Ort wurde 1835 gegründet und erhielt 1837 seinen heutigen Namen. In den 1850er Jahren wurde in Victoria Gold entdeckt. Als wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, Industriestandort und Hafenstadt machte Melbourne weiter Karriere, war zeitweise sogar Sitz der Bundesregierung. Sportliche Großereignisse haben Tradition. 1956 fanden die Olympischen Sommerspiele in Melbourne statt.

2008 wird der australische Grand Prix zum 13. Mal in Melbourne ausgetragen. Bis einschließlich 1995 war Adelaide Schauplatz des Rennens.

Für BMW bleibt der erste Einsatz beim Wiedereinstieg in die Formel 1 unvergesslich. Im Jahr 2000 fuhr Ralf Schumacher in Melbourne auf Rang drei. Auf Anhieb ein Podiumsplatz - das war der erfolgreichste Einstieg eines Motorenherstellers seit 1967.
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