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Alt 01.03.2008, 09:54     #6
Martin   Martin ist offline
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BL-
Fünf Fahrer für den Erfolg.

Andy Priaulx (GB) – Startnummer 1.

Fahrerisches Ausnahmetalent, strategisches Denken und Nerven aus Stahl: All das kann Andy Priaulx vorweisen. Kombiniert mit exzellenter Teamfähigkeit und beeindruckender Grundschnelligkeit machen diese Eigenschaften den Rennfahrer von der Kanalinsel Guernsey (GG) zum nahezu perfekten Racer. Priaulx ist jedoch mehr als ein strahlender Sieger, der vier Mal in Folge den begehrtesten Titel im internationalen Tourenwagensport errungen hat. Er ist auch ein Arbeiter, dessen großer Wille ihn durch schwierigere Phasen in seiner Karriere getragen hat.

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass Priaulx auf dem Weg an die Spitze gemeinsam mit seiner Frau Joanne zahlreiche Entbehrungen in Kauf nehmen musste. Das Paar verkaufte in frühen Jahren sein Haus auf Guernsey und tauschte das Eigenheim mit einem einfachen Wohnwagen, der nahe der Rennstrecke in Silverstone stand. Priaulx finanzierte sich dort als Instruktor die vielen kleinen Schritte nach oben. „Ich war überzeugt, dass ich mein ganzes Leben meinem Traum widmen musste“, sagt der Familienvater heute. „Denn wie sollte es ein Team oder ein Sponsor tun, wenn ich es ihnen nicht vorlebte?“

Der Traum, von dem Priaulx spricht, ist längst Realität geworden – und noch ist der Europameister von 2004 und Dreifach-Weltmeister von 2005 bis 2007 nicht aufgewacht. Mag der WTCC-Titelverteidiger erst seit einigen Jahren im internationalen Rampenlicht stehen, so trat sein außerordentliches Talent indes schon viel früher zu Tage. Wie sein Vater Graham war Andy Priaulx zunächst im Bergrennsport eine Klasse für sich. Als frisch gekürter „British Formula 1 Hillclimb Champion“ wandte er sich 1996 dem Formelsport zu. Drei Jahre später sicherte er sich mit 13 Siegen in ebenso vielen Läufen den Titel in der Renault Spiders Serie. Über die britische Formel 3 führte Priaulx’s Weg schließlich zu den Tourenwagen. Seit er 2003 gemeinsam mit der RBM-Mannschaft erstmals in der EM antrat, reiht sich ein Triumph an den nächsten.

Vielseitig ist Priaulx immer gewesen. Schon auf Guernsey machte er sich auch als Motocross- und Powerboot-Pilot einen Namen. Mit BMW gewann er 2005 das legendäre 24-Stunden-Rennen vom Nürburgring. Priaulx testete außerdem für das BMW WilliamsF1 Team und fuhr den Formel-1-Wagen des BMW Sauber F1 Teams im Pit Lane Park.

Geburtstag/-ort: 8. August 1974/Guernsey (GG)
Wohnort: Guernsey (GG)
Familienstand: Verheiratet mit Joanne,
ein Sohn: Sebastian, eine Tochter: Daniella
Website: www.andypriaulx.com

1984 Kartsport auf den Kanalinseln
1985–1990 Motocross
1990 1. Platz Motocross-250 ccm-Meisterschaft auf den Kanalinseln
1991–1995 Bergrennen
1995 1. Platz RAC MSA britische Bergmeisterschaft
1996 Einsätze in der Formel Renault
1997 Förderkandidat in der britischen Formel 3
1998 Einsätze im Renault Spider Cup, eine Poleposition
2. Platz Formel Palmer Audi Winterserie
1999 1. Platz Renault Spider Cup, 13 Siege von Poleposition
BTCC-Testfahrer für Renault Williams, Vauxhall und Ford BARC President’s Cup, Guernsey-Botschafter des Jahres
2000 Britische Formel-3-Meisterschaft für Renault UK, drei
Podiumsplatzierungen, Poleposition in Silverstone
F3-Rennen in Macau und Korea für Manor Motorsport
2001 Britische Formel-3-Meisterschaft, zwei Siege, zwei Polepositions
und zehn Podiumsplatzierungen
2. Platz von der Poleposition beim F3 Super Prix in Korea; Startplatz sechs beim F3-Grand-Prix in Macau
2. Platz und Poleposition beim BTCC-Einladungsrennen für Vauxhall
2002 5. Platz Britische Tourenwagen-Meisterschaft, ein Sieg
Teilnahme an den australischen Langstreckenrennen „Bathurst 1000“ und „Queensland 500“ (Holden TWR)
2003 3. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Great Britain, drei Siege
2004 1. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Great Britain, fünf Siege, eine Poleposition
2. Platz Macau Grand Prix – Guia Race
24h-Rennen Spa-Francorchamps (BMW M3 GTR)
2005 1. Platz FIA WTCC (BMW 320i), BMW Team UK, ein Sieg, eine Poleposition
1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR) Formel-1-Tests mit dem BMW WilliamsF1 Team
2006 1. Platz FIA WTCC (BMW 320si), BMW Team UK, fünf Siege, drei Polepositions
2007 1. Platz FIA WTCC (BMW 320si), BMW Team UK, drei Siege



Jörg Müller (DE) – Startnummer 2.

Wenn es nach der reinen Anzahl von Siegen in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft geht, dann steht Jörg Müller auf derselben Stufe wie der dreimalige Champion Andy Priaulx. Die BMW Werksfahrer bringen es auf je neun Triumphe in der WTCC. Mit neun schnellsten Rennrunden führt Müller eine weitere wichtige Statistik sogar alleine an. Bedürfe es also noch eines Beweises für das große Potenzial des 38-jährigen Routiniers, dann würde er durch diese Zahlen erbracht.

Müller ist die Konstante im BMW Team Germany, steht er doch bereits seit der Tourenwagen-Europameisterschaft 2002 in Diensten von Schnitzer-Teammanager Charly Lamm. Ebenso konstant hat er die Farben seines Teams an der Spitze vertreten. Zwei Mal kämpfte Müller bis zum Schluss um den EM-Titel. Nicht weniger als zwölf Rennen beendete er bis 2004 siegreich. Auch beim Comeback der Tourenwagen-Weltmeisterschaft im Jahr 2005 blieb er ein Garant für Siege und stand drei Mal ganz oben auf dem Treppchen. Im folgenden Jahr ging es für den sympathischen Rennfahrer sogar noch weiter nach oben. Nach vier weiteren Laufsiegen musste sich Müller seinem Markenkollegen Priaulx lediglich um einen Punkt geschlagen geben. Auch 2007 reiste er noch mit theoretischen Chancen auf seinen ersten WM-Triumph zum Finale nach Macau.

An gleicher Stelle hatte er bereits 2004 zuvor Geschichte geschrieben, als er seinem Sieg im Macau-F3-Grand-Prix von 1993 den Triumph beim Tourenwagenrennen folgen ließ. Er war erst der zweite Fahrer, dem ein Erfolg in beiden Disziplinen auf dem anspruchsvollen Stadtkurs gelungen war. 2006 ließ er in der WTCC sogar einen weiteren Sieg auf dem „Guia Circuit“ von Macau folgen.

Als 15-Jähriger sammelte Müller erste Erfahrungen im Kart. Titel in bedeutenden Formel-Serien folgten. Als Testpilot für Arrows, BMW und Sauber machte er zudem in der Formel 1 auf sich aufmerksam. Seine Leidenschaft gilt auch der Langstrecke. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans fuhr er für BMW, Nissan und Porsche. In der American Le Mans Series feierte er Siege mit dem BMW V12 LMR und gewann dort 2001 im BMW M3 GTR die GT-Klasse. Im selben Fahrzeug siegte er 2004 gemeinsam mit dem Team BMW Motorsport beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Ein Jahr später wurde er bei derselben Veranstaltung Zweiter.

Parallel dazu engagiert sich Jörg Müller für den Rennfahrernachwuchs. Als Instruktor im Formel BMW Racing Center in Valencia gibt er jungen Teilnehmern der internationalen Formel BMW Serien wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Karriere als Rennfahrer. Wer seit so vielen Jahren selbst an der absoluten Spitze des Motorsports Akzente setzen kann, der taugt in jedem Fall als Vorbild.
Geburtstag/-ort: 3. September 1969/Kerkrade (NL)
Wohnort: Monte Carlo (MC)
Familienstand: Geschieden
Website: www.joerg-mueller.org

1984–1987 Kartsport
1988 1. Platz Deutsche Formel-Ford-Meisterschaft
1989 1. Platz Deutsche Formel Opel Lotus Challenge
1990 1. Platz Formel-Ford-Europameisterschaft
5. Platz Deutsche Formel-3-Meisterschaft
1991 1. Platz Formel-3-Grand-Prix in Monaco
1992 7. Platz Deutsche F3-Meisterschaft
1993 Deutsche Formel-3-Meisterschaft
1. Platz F3-GP Macau
1994 1. Platz Deutsche F3-Meisterschaft
1995 BMW Werksfahrer ADAC Supertourenwagen-Cup
1996 1. Platz Formel-3000-Europameisterschaft
BMW Werksfahrer ADAC Supertourenwagen-Cup;
1. Platz 24h-Rennen Spa (BMW 318is)
1997 Formel-1-Testfahrer für Arrows, 24h-Rennen Le Mans (Nissan)
1998 Formel-1-Testfahrer für Sauber
2. Platz 24h-Rennen Le Mans (Porsche GT1)
1999 BMW Werks- und F1-Testfahrer: ein ALMS-Sieg;
24h-Rennen Le Mans (BMW V12 LMR)
2000 5. Platz ALMS, zwei Siege (99er BMW V12 LMR),
Formel-1-Testfahrer für Michelin
2001 1. Platz GT-Kl. ALMS, vier Siege (BMW M3 GTR)
2002 2. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Deutschland
2003 2. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Deutschland
24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)
2004 1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)
1. Platz Macau Grand Prix – Guia Race (BMW 320i)
4. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Deutschland
Klassensieg GT2 und 6. Gesamt 24h-Rennen Spa-Francorchamps (BMW M3 GTR)
2005 5. Platz FIA WTCC (BMW 320i), BMW Team Deutschland
2. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)
2006 2. Platz FIA WTCC (BMW 320si), BMW Team Germany
2007 7. Platz FIA WTCC (BMW 320si), BMW Team Germany



Augusto Farfus (BR) – Startnummer 3.

Rennfahrer greifen nicht selten zu ungewöhnlichen Maßnahmen, um sich mental auf ihre Einsätze auf der Strecke vorzubereiten. Das gilt auch für Augusto Farfus. Der Pilot vom BMW Team Germany wählt in jeder Saison etwas Liebgewonnenes in seinem Leben, auf das er ein ganzes Jahr verzichtet. So musste er etwa im Vorjahr gänzlich ohne Schokolade auskommen. „Das mag zwar für einen Außenstehenden wenig spektakulär klingen“, erklärt Farfus dieses Vorgehen, „aber es zeigt mir einfach, dass ich alles schaffen kann. Disziplin gehört im Motorsport dazu.“ Glücklicherweise hat Farfus in seiner bisherigen Karriere noch nie auf Champagner verzichtet – sonst hätte er die zahlreichen Besuche auf dem Podium in der Vergangenheit weniger genießen können. Allein 2007, in seiner ersten Saison als BMW Werksfahrer, feierte der 24-Jährige auf Anhieb drei Siege.

Bei seinem Renndebüt im BMW 320si WTCC hatte er in seiner Heimatstadt Curitiba einen Einstand nach Maß gefeiert. Vor Tausenden begeisterter Landsleute fuhr Farfus im ersten Lauf als Dritter auf das Podium – und ließ im zweiten Rennen den Sieg folgen. Seine Fans sorgten mit lauten „Farfus, Farfus“-Sprechchören für Gänsehaut-Atmosphäre. Bis zum Saisonfinale in Macau hatte der Youngster noch die Möglichkeit, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Eine Kollision im vorletzten Rennen des Jahres zerstörte allerdings seine Hoffnungen. Dennoch konnte Farfus mit seiner Premieren-Saison im BMW Team Germany mehr als zufrieden sein. Dass er binnen kürzester Zeit ein wichtiger Teil der BMW Familie geworden war, zeigte sich auch im November 2007, als er in Valencia einen Formel-1-Rennwagen des BMW Sauber F1 Teams pilotieren durfte.
2005 hatte Farfus auf dem anspruchsvollen Stadtkurs von Macau seinen ersten WM-Lauf gewonnen. Ein Jahr später gelang ihm der endgültige Durchbruch in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Mit niedrigen Erwartungen gestartet, errang er drei Siege und war vor dem letzten Lauf neben Andy Priaulx und Jörg Müller einer von drei Fahrern, die noch Titelchancen hatten. Nach einem Unfall musste sich Farfus mit Platz drei in der Fahrerwertung zufrieden geben.

Meilensteine gibt es reichlich in der Karriere des Motorsport-Senkrechtstarters. Nach ersten Erfolgen als Motocross-Pilot und im Kartsport wagte Farfus früh den Sprung von Südamerika nach Europa. So feierte er 2000 sein Debüt in der europäischen Formel-Renault-Meisterschaft, in der er ein Jahr später den Titel gewann. Auch in der F3000-Euro-Serie sicherte er sich 2003 in seiner zweiten Saison den Titel. 2004 wechselte Farfus erfolgreich in den Tourenwagensport.

Auch im Privatleben scheut sich der BMW Pilot nicht vor großen Schritten: In der Woche vor dem Saisonauftakt 2008 gab er seiner langjährigen Freundin Liri in Curitiba das Ja-Wort. Viel motivierter kann ein Rennfahrer kaum in ein Jahr starten. Egal ob mit oder ohne Schokolade.

Geburtstag/-ort: 3. September 1983 / Curitiba (BR)
Wohnort: Monte Carlo (MC)
Familienstand: Verheiratet mit Liri
Website: www.farfus.com

1991 erste Erfahrungen im Motorsport bei Motocross-Rennen
ab 1992 Einstieg in den Kartsport, Start in diversen amerikanischen und
italienischen Meisterschaften
1999 2. Platz Kart-Weltmeisterschaft (Formel A)
2000 12. Platz europäische Formel-Renault-Meisterschaft
2001 1. Platz europäische Formel-Renault-Meisterschaft
2002 9. Platz F3000-Euro-Serie
2003 1. Platz F3000-Euro-Serie, vier Siege
2004 6. Platz FIA ETCC (Alfa Romeo)
2005 4. Platz FIA WTCC (Alfa Romeo), ein Sieg
2006 3. Platz FIA WTCC (Alfa Romeo), drei Siege
2007 4. Platz FIA WTCC (BMW 320si), drei Siege


Alessandro Zanardi (IT) – Startnummer 4.

Alessandro Zanardi ist ein Phänomen. Wann immer man glaubt, der 41-Jährige habe die Grenzen des Machbaren in einer bestimmten Disziplin erreicht, sucht er sich einfach eine neue Herausforderung – und meistert diese mit der ihm eigenen Begeisterung. Seit er 2001 bei einem Unfall auf dem Eurospeedway Lausitz beide Beine verlor, hat Zanardi vielen Menschen mit einem ähnlichen Schicksal neue Hoffnung gegeben. „Ich will beweisen, dass es für Behinderte keine Hindernisse gibt“, bringt es der 41-malige Formel-1-Pilot auf den Punkt.

Beispiele für Zanardis unerschöpfliche Energie gibt es im Überfluss. Nur die wenigsten hätten ihm nach seinem Unfall ein Motorsport-Comeback zugetraut. Mit eisernem Willen und großer Lebensfreude kämpfte sich der Italiener jedoch wieder zurück. Bereits 2003 trat er in einem auf seine Bedürfnisse angepassten BMW 320i beim Saisonfinale der Tourenwagen-Europameisterschaft in Monza an und begeisterte die Fachwelt.

Der Einsatz vor heimischem Publikum machte Lust auf mehr. 2004 bestritt Zanardi die komplette ETCC-Saison und vertrat das BMW Team Italy-Spain – ROAL Motorsport auch in den WM-Jahren 2005, 2006 und 2007. Dabei genügte es dem Rennfahrer aus Bologna allerdings nicht, einfach nur wieder dabei zu sein. Stattdessen nahm er Rennsiege ins Visier. Und tatsächlich: Am 28. August 2005 gelang Zanardi die Sensation, als er in Oschersleben als erster Körperbehinderter einen WM-Lauf gewann. In der folgenden Saison triumphierte er in Istanbul gar ein weiteres Mal und bewies, dass mit ihm weiterhin zu rechnen ist. Zanardi und sein Team konnten die technischen Umbauten am Auto stetig perfektionieren und so die Konkurrenzfähigkeit verbessern. Er gibt mit der Hand Gas und bremst mit Hilfe seiner Prothesen. „Ich kann noch immer Rennen gewinnen“, ist er sich sicher.

Sein immenser Ehrgeiz macht Zanardi zu einer echten Ausnahmeerscheinung im Motorsport. Wo auch immer er an einem Rennen teilnimmt, möchte der zweimalige ChampCar-Meister an der Spitze dabei sein. So versuchte er sich Ende 2007 als Neuling am Steuer eines Handfahrrads beim populären New York Marathon – und belegte auf Anhieb Rang vier in seiner Klasse.

Selbst in einem Formel-1-Auto ging Zanardi noch einmal als Limit: Als er am 25. November 2006 auf dem „Circuit de la Comunitat“ von Valencia in die Box des BMW Sauber F1 Teams zurückkehrte, wussten alle Fans und anwesenden Journalisten, dass sie gerade ein Kapitel Motorsport-Geschichte miterlebt hatten: Er absolvierte als erster beinamputierter Rennfahrer eine F1-Fahrt. Dass er sich dabei Runde um Runde steigerte und von den Ingenieuren sehr genau über seine Zeiten informiert werden wollte, wirkt im Falle von Zanardi nicht wirklich überraschend.

Geburtstag/-ort: 23. Oktober 1966/Bologna (IT)
Wohnort: Padua (IT)
Familienstand: Verheiratet mit Daniela, ein Sohn: Niccolo
Website: www.alex-zanardi.com

1980–1984 Kartsport
1985 1. Platz italienische Kartmeisterschaft
1986 1. Platz italienische Kartmeisterschaft
1987 1. Platz Kart-Europameisterschaft
1988 12. Platz italienische Formel-3-Meisterschaft
1989 7. Platz italienische Formel-3-Meisterschaft,
Debüt Int. FIA Formel-3000-Meisterschaft in Dijon
1990 2. Platz ital. Formel-3-Meisterschaft,
1. Platz Le Mans Formel-3-Europa-Cup
Poleposition beim Formel-3-Grand-Prix Monaco
1991 2. Platz Int. FIA Formel-3000-Meisterschaft,
drei Formel-1-Rennen für Jordan
1992 Formel-1-Testfahrer für Benetton, drei GP für Minardi
1993 Formel-1-Saison mit Lotus
1994 Formel-1-Test- später Stammfahrer für Lotus
1995 Britische Produktionswagen-Meisterschaft (Lotus Esprit), ein Sieg in der GT2-Klasse
1996 3. Platz IndyCar World Series (Chip Ganassi Racing),
Rookie of the Year
1997 1. Platz CART World Series (Chip Ganassi Racing), Auszeichnung: PPG Colourful Character Award
1998 1. Platz CART World Series (Chip Ganassi Racing),
1999 Formel-1-Saison mit WilliamsF1
2001 CART Meisterschaft (Mo Nunn Racing)
15. September: schwerer Unfall auf dem EuroSpeedway Lausitz, bei dem er beide Beine verliert
2003 Comeback beim Finale der FIA ETCC in Monza mit dem BMW Team Italy-Spain (BMW 320i)
2004 14. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Italy-Spain
2005 10. Platz FIA WTCC (BMW 320i), BMW Team Italy-Spain,
1. Platz ital. Tourenwagenmeisterschaft (BMW 320i)
2006 11. Platz FIA WTCC (BMW 320si), BMW Team Italy-Spain
2007 15. Platz FIA WTCC (BMW 320si), BMW Team Italy-Spain


Félix Porteiro (ES) – Startnummer 5.

Nicht jedem Piloten gelingt es auf Anhieb, den Wechsel aus dem Cockpit eines Formelautos in einen Tourenwagen zu meistern. Félix Porteiro hat allerdings in der vergangenen Saison bewiesen, dass sich ein Debütant mit dem nötigen Talent rasch in der Tourenwagen-WM zurechtfinden kann.

Bereits im ersten Qualifying des Jahres ließ er sein Können aufblitzen: In Curitiba sicherte sich Porteiro bei seiner WTCC-Premiere den vierten Platz in der Startaufstellung. Zwar verließ er Brasilien noch mit leeren Händen, sein erster Punktgewinn in einer FIA Weltmeisterschaft ließ dennoch nicht mehr lange auf sich warten. Bereits am folgenden Rennwochenende in Zandvoort erreichte der Spanier als Achter einen Achtungserfolg.

Mit jeder Testfahrt, mit jedem freien Training und mit jedem Rennen sammelte Porteiro wertvolle Erfahrungen – und gewann mehr und mehr an Sicherheit. Seine große Stunde schlug schließlich in Brünn. Dank einer fehlerfreien Fahrt errang er zunächst im Qualifying die Poleposition, die er im ersten Rennen in seinen ersten WTCC-Sieg verwandelte. Im zweiten Lauf arbeitete sich Porteiro mit einer weiteren Glanzleistung vom achten auf den dritten Rang vor. Damit war der 24-Jährige endgültig in der höchsten Tourenwagenklasse angekommen. Mit Rang zwei in Brands Hatch und dem siebten Platz beim Finale auf dem anspruchsvollen „Guia Circuit“ von Macau bestätigte er seinen Aufwärtstrend.

2008 brechen für Porteiro neue Zeiten an. Er ist nicht länger das „Greenhorn“, die Erwartungen und der Druck werden weiter steigen. Das bringt das junge Talent jedoch nicht aus der Ruhe. „Ich mache mir selbst den größten Druck“, meint Porteiro. „BMW hat in den vergangenen Jahren in der WTCC alles gewonnen. Es ist also ganz logisch, dass man von mir gute Ergebnisse erwartet. Ich bin 2007 auf den Geschmack gekommen – und will zurück auf das Podium.“
Bereits vor seinem Wechsel in die WTCC hatte Porteiro in diversen Formelrennserien ansprechende Leistungen gezeigt. 2006 trat er in der GP2-Serie an, wo er neben einer Poleposition in Silverstone auch fünf Meisterschaftspunkte verbuchen konnte. Im Jahr davor hatte Porteiro in der World Series by Renault den fünften Platz belegt.

Geburtstag/-ort: 26. August 1983/Castellón (ES)
Wohnort: Castellón (ES)
Familienstand: Ledig
Website: www.felixporteiro.com

1997 2. Platz spanische Junior Kart Meisterschaft
1998 15. Platz Junior Kart Europameisterschaft
1999 4. Platz spanische Senior Kart Meisterschaft
2000 1. Platz spanische Senior Kart Meisterschaft
2001 4. Platz spanische Formel-3-Meisterschaft
2. Platz Kart Europameisterschaft
2002 19. Platz Nissan World Series
2003 14. Platz Nissan World Series
2004 8. Platz Nissan World Series
2005 5. Platz Renault World Series
2006 22. Platz GP2 Meisterschaft
3. Platz FIA European Touring Car Cup (Lauf eins)
2007 12. Platz FIA WTCC (BMW 320si), BMW Team Italy-Spain, ein Sieg
__________________
There are three types of people in this world: those who make things happen, those who watch things happen and those who wonder what happened.

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Geändert von Martin (01.03.2008 um 15:44 Uhr)
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