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Alt 01.10.2007, 12:48     #25
Martin   Martin ist offline
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WTCC - Läufe 19 & 20 - 06./07. Oktober 2007, Monza (ITA) - Vorschau

Unterschiedliche Ausgangslagen für BMW Fahrer in Monza.

München, 01. Oktober 2007. Die BMW Länderteams treten am kommenden Wochenende auf dem "Autodromo Nazionale di Monza" in Italien an, wo die Läufe 19 und 20 der FIA World Touring Car Championship auf dem Programm stehen. Nach seinem Sieg in Brands Hatch vor acht Tagen reist Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK als Meisterschaftsführender in die Lombardei. Der amtierende Weltmeister hat 81 Punkte auf dem Konto und liegt damit zwölf Punkte vor BMW Team Germany Pilot Augusto Farfus (BRA). Priaulx sieht seinem 100. Rennen mit BMW in der Europa- bzw. Weltmeisterschaft entgegen.

Zum ersten Mal in dieser Saison klafft zwischen dem WM-Spitzenreiter und seinen Verfolgern eine relativ große Lücke. Bisher hatten sich Priaulx, Farfus und dessen Teamkollege Jörg Müller (Hückelhoven) regelmäßig auf dem ersten Rang der Fahrerwertung abgewechselt. Nun ist die Ausgangssituation anders: Priaulx wird mit 60 Kilogramm Handicapgewicht versuchen, seinen Vorsprung auf jeden Fall zu halten, um dann beim Saisonfinale in Macau alle Trümpfe in der Hand zu halten.

Farfus und Müller, die ebenfalls mit dem höchstmöglichen Ballast starten, setzen hingegen alles daran, den Rückstand auf ihren Markenkollegen in den letzten Rennen auf europäischem Boden in dieser Saison zu verringern. Dabei behält das BMW Trio auch die Konkurrenten der anderen Hersteller im Blick, die sich ebenfalls noch Hoffnungen auf den Titelgewinn machen können.

In Monza verstärkt erneut Fredrik Ekblom (SWE) das BMW Team UK. Der 36-Jährige tritt als frisch gekürter Meister der schwedischen Tourenwagenmeisterschaft (STCC) an. Dort sicherte er sich im BMW 320si WTCC den Titel. Ekblom möchte es nach den Plätzen 12 und 14 bei seiner WM-Premiere in Anderstorp nun mindestens in die Punkteränge schaffen.

Gleiches gilt auch für die Fahrer vom BMW Team Italy-Spain. Félix Porteiro (ESP) erlebte in Brands Hatch zuletzt ein erfolgreiches Wochenende und feierte seinen dritten Podestplatz. Für Alessandro Zanardi (ITA) ist das Heimspiel vor Tausenden begeisterter Tifosi in Monza seit jeher ein Saisonhighlight.

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):
"Vor meinen italienischen Fans anzutreten, wird natürlich auch in diesem Jahr etwas Spezielles für mich sein. Allerdings freue mich auch unabhängig davon auf die Strecke in Monza. Sie ist einfach fantastisch und fasziniert Formel-1- und Tourenwagenpiloten gleichermaßen. Es gibt unendlich lange Geraden und einige harte Bremspunkte. Dort in einem Rennwagen unterwegs zu sein, macht großen Spaß. Der Kurs kommt meinem Fahrstil entgegen, denn in Monza war ich bisher immer schnell. Im vergangenen Jahr hatte ich die Gelegenheit, um den Sieg mitzufahren. Ich hoffe, dass dies auch 2007 so ist. Das Jahr ist für mich bislang nicht nach Wunsch verlaufen. Umso wichtiger sind meine Heimrennen für mich: Mit einem guten Ergebnis könnten wir die Saison doch noch zu einem versöhnlichen Abschluss bringen."
Historie und Hintergrund:

Seit 2001 fehlte Monza nur einmal im Kalender von Europa- oder Weltmeisterschaften im Tourenwagensport: 2002 fanden die italienischen Läufe der ETCC in Pergusa statt. Drei Mal (2001, 2004 und 2005) war das "Autodromo Nazionale di Monza" Schauplatz des Saisonauftakts. 2003 wurde dort der EM-Titel vergeben.

Für BMW stehen in Monza zwei Siege in der Tourenwagen-EM durch Jörg Müller sowie zwei Triumphe in der WTCC zu Buche. Einen besonderen Erfolg feierte Andy Priaulx im vergangenen Jahr. Beim ersten Renneinsatz des BMW 320si WTCC errang der 33-Jährige nicht nur auf Anhieb die Poleposition, sondern ließ auch noch den Sieg im ersten Lauf folgen.

Das zweite Rennen 2006 endete für die BMW Länderteams hingegen mit einer Enttäuschung. Keiner der fünf angetretenen Piloten sah nach Unfällen die Zielflagge. Alessandro Zanardi setzte als Zweiter in der vorletzten Runde zum Überholmanöver gegen den Führenden Augusto Farfus an. Es kam zur Kollision, wobei Zanardis Auto einen Aufhängungsschaden davontrug. Mit einem Podestplatz vor Augen musste der Routinier aufgeben.

Die Anlage im "Königlichen Park" von Monza ist eine der letzten echten Hochgeschwindigkeitsstrecken. Das zeigt sich in den Rennen der Tourenwagen-WM, noch beeindruckender sind jedoch die in der Formel 1 erreichten Top-Speeds: Robert Kubica (POL) war mit 351,7 km/h für das BMW Sauber F1 Team beim diesjährigen Grand Prix von Italien der schnellste Fahrer im Feld. Er belegte den fünften Platz, sein Teamkollege Nick Heidfeld (Mönchengladbach) kam als Vierter ins Ziel.

Monza liegt 15 Kilometer nordöstlich von Mailand am Lambro und gehört zur Lombardei. In der Stadt leben 122 000 Menschen.
Die Rennstrecke wurde 1922 eröffnet und in ihrer langen Geschichte vielfach umgebaut. Überreste einer Steilwand sind stumme Zeugen ihrer Anfangstage. Seit dem 1000-Kilometer-Rennen im Jahr 1967 wird das Oval, das zum ursprünglichen Layout des Kurses gehörte, nicht mehr befahren.

Das "Autodromo Nazionale di Monza" ist hinter dem "Guia Circuit" von Macau die zweitlängste Strecke im diesjährigen Rennkalender der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. In den beiden Rennen müssen die Piloten den 5,770 Kilometer langen Kurs neun Mal umrunden, ehe sie die Zielflagge sehen.
In der BMW Hospitality im Fahrerlager stehen die Piloten der BMW Länderteams am Samstag von 17 Uhr bis 17.15 Uhr für Gruppeninterviews zur Verfügung. Einzelgespräche sind nach vorheriger Vereinbarung im Anschluss möglich.
Das erste Rennen in Monza wird am Sonntag um 12.05 Uhr gestartet. Der zweite Lauf beginnt um 15.35 Uhr. Eurosport International überträgt jeweils live.
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