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Alt 21.06.2007, 02:30     #1
Wolfhart   Wolfhart ist offline
BMW-Treff Team
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Meisterliches Aufgebot im Schlossgarten: Goodwood Festival

BMW beim Goodwood Festival of Speed 2007.


München. Unter dem Motto „Spark of Genius – Breaking Records, Pushing Boundaries“ lädt Lord March wieder zur lautesten ‚gardenparty’ der Welt: Goodwood Festival of Speed, das alljährliche Stelldichein für die Motorsportlegenden von einst und heute. Zu den Stammgästen im Garten des Lords gehört seit Jahren die BMW Mobile Tradition. In diesem Jahr feiert die Marke BMW ihr 90jähriges Bestehen und dafür wurden neun Rennikonen in den Süden Englands gebracht, um den Jubilar entsprechend zu feiern. Für BMW gehen unter anderem Andy Priaulx, Chris Bangle, Marc Surer und Helmut Daehne an den Start der gepflegten Bergstrecke des Lord March.

Unter den Rennwagen werden auch zwei Fahrzeuge sein, die gemeinsam im vergangenen Jahr für Furore gesorgt haben: zum einen das BMW 328 Mille Miglia Touring Coupé aus dem Jahr 1939, Sieger in Le Mans, bei der Mille Miglia und eines der erfolgreichsten Rennsportfahrzeuge in der Geschichte der Marke BMW – zum anderen das BMW Concept Coupé Mille Miglia 2006 als eine Hommage an die Fähigkeiten, die Erfolge und die Leidenschaft der Motorsport-Pioniere von einst. Beide Fahrzeuge gemeinsam konnten bislang nur bei der Mille Miglia 2006 und beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2007 bestaunt werden. Doch im Gegensatz zu diesen Auftritten beschränken sich beide Wagen in Goodwood nicht auf eine statische Ausstellung, sondern werden ihre Tugenden erstmals auf einer Rennstrecke demonstrieren. Im Cockpit des Touring Coupés wird der Leiter des BMW Group Designs, Chris Bangle, sitzen. Das Concept Coupé wird Anders Warming fahren, aus dessen Hand die ersten Skizzen für das Fahrzeug stammen.

Der älteste Wagen, der in diesem Jahr für BMW durch den Schlossgarten von Goodwood fährt, ist die BMW RS 500 Kompressor. Mit diesem Modell eilte Georg ‚Schorsch’ Meier 1938 von Sieg zu Sieg. Beim Festival of Speed wird Ernst Hiller im Sattel der Kompressor BMW sitzen. Hiller war 1957, 1958, 1959 sowie 1962 deutscher Meister in der 500 ccm-Solo-Klasse, gewann diverse Große Preise und galt der englischen Fachzeitschrift ‚Motorcycle’ als „Bester Privatfahrer Europas“. Als zweites Motorrad wird die BMW R90S auf die Strecke gehen. Hinter dem Lenker sitzt Helmut Daehne, der seit seinem Sieg auf der Isle of Man bei der Tourist Trophy 1976 in Großbritannien große Popularität genießt.

Aus dem Besitz von Dieter Tögel stammt der BMW 3.0 CSL Schnitzer von 1974. Mit dem CSL erlangte BMW insbesondere in Großbritannien und den Vereinigten Staaten großen Bekanntheitsgrad. Mit sechs Europameistertiteln sowie zahlreichen Erfolgen in der amerikanischen IMSA-GT Serie gingen die spektakulären Renncoupés in die Rennsportgeschichte ein. In Goodwood wird der Eigentümer selbst hinter dem Steuer des Schnitzer CSL sitzen.

Mit dem BMW M3 Gruppe A verbinden die Rennsportfans meist die Siegesserien bei den verschiedenen internationalen und nationalen Tourenwagenmeisterschaften seit 1987. Weniger bekannt aber mindestens ebenso spektakulär sind die Rallyeeinsätze des M3. Herbert Reiter zeigt beim Festival of Speed seinen M3, mit der BMW 1987 die Rallye Korsika für sich entscheiden konnte.

Marc Surer begann seine Karriere bei BMW im Junior Team 1977. Seine Karriere führte den Schweizer bis in die Formel 1. In Goodwood stellt Surer ein Fahrzeug vor, das seit kurzem für Privatfahrer zur Verfügung steht: die Rennausführung des BMW Z4 M Coupés. Der 400 PS starke Rennwagen verspricht wieder zum Siegerfahrzeug für die Privatfahrer zu werden. Längst bewiesen, welches Potential in ihm steckt, hat der BMW 320si WTCC. Mit diesem potenten BMW 3er gewann Andy Priaux 2006 bereits zum zweiten Mal für das BMW Team UK die Tourenwagenweltmeisterschaft. Der zweifache Weltmeister wird in Goodwood selbst hinter dem Steuer sitzen.


BMW 328 Mille Miglia Touring Coupé.

Geschichte.

Für den Einsatz bei schnellen Langstrecken-Rennen baute die Firma Touring in Mailand eine besonders leichte "superleggera" Coupé-Karosserie auf das BMW 328 Fahrgestell. Durch die verbesserte Aerodynamik sollten wesentlich höhere Geschwindigkeiten möglich werden. Der erste Einsatz erfolgte im Juni 1939 beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Max Prinz zu Schaumburg-Lippe und Hans Wencher gewannen die 2-Liter Sportwagenklasse in neuer Rekordzeit und belegten den 5. Platz im Gesamtklassement. Im April 1940 errang der Wagen mit Fritz Huschke von Hanstein und Walter Bäumer einen überlegenen Gesamtsieg bei der Mille Miglia. Erfolge und Gesamtkonzept machen dieses Fahrzeug zu einer einzigartigen Legende des Rennsports.

Baujahr: 1939

Stückzahl: 1

Technische Daten.

Motor 6-Zylinder-Reihenmotor

Hubraum 1971 ccm

Bohrung x Hub 66 x 96 mm

Leistung 110 PS bei 5750 U/min

Getriebe Viergang-Mittelschaltung

Bremsen: Alfin-Bremstrommeln, belüftete Magnesiumankerplatten

Gewicht 780 kg (fahrfertig)

Höchstgeschwindigkeit 210 km/h


BMW M3 Gruppe A DTM 2.3.

Geschichte.

Mit dem M3 Gruppe A wurde 1987 ein Rennsportwagen geschaffen, der in den folgenden Jahren mehr Siege erringen sollte, als jeder andere Wagen seiner Klasse. Bereits im ersten Jahr gewann Roberto Ravaglia den Titel des Tourenwagen-Weltmeisters. Die Europameisterschaft sicherte "Winnie" Vogt für BMW und auch die Deutsche Meisterschaft wurde von Eric van de Poele auf einem M3 gewonnen. Weitere fünf nationale Titel sowie der Gewinn der Rallye Korsika waren nur der Anfang einer beispiellosen Erfolgsserie.

Baujahr: 1987

Technische Daten

Motor 4-Zylinder-Reihenmotor dohc, 16 Ventile

Hubraum 2332 ccm

Bohrung x Hub 94 x 84 mm

Leistung 300 PS bei 8000 U/min

Getriebe Fünfgang-Rennbetriebe

Bremsen: Vierkolben-Leichtmetall-Festsattelbremse

Gewicht 960 kg

Höchstgeschwindigkeit 280 km/h


BMW 320si WTCC.

Geschichte.

Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK ist der alte und neue Tourenwagen-Weltmeister. Priaulx sicherte sich 2006 im BMW 320si WTCC nach seinem WM-Triumph im Vorjahr zum zweiten Mal in Folge den Meistertitel in der FIA World Touring Car Championship (WTCC). Er ist zugleich der erste zweimalige Weltmeister im Tourenwagensport. Auch 1987, als erstmalig ein WM-Titel in dieser Disziplin vergeben wurde, gewann mit Robert Ravaglia (ITA) ein BMW Pilot.

Baujahr: 2006

Technische Daten.

Motor Vierzylinder-Reihenmotor

Hubraum 1999 ccm

Bohrung x Hub 86 x 86 mm

Leistung 275 PS bei 8 300 U/min

Bremsen: vorn Vierkolben-Bremssättel aus Aluminium; innen belüftete Grauguss-Bremsscheiben mit 332 mm Durchmesser, 32 mm Dicke

Bremsen: hinten Zweikolben-Bremssättel aus Aluminium; Grauguss-Bremsscheiben mit 291 mm Durchmesser, 18 mm Dicke

Gewicht (mit Fahrer)1140 kg


BMW Z4 M Coupé “Motorsport”.

Geschichte.

Schon das "M" am Heck des BMW Z4 M Coupé deutet unmissverständlich an: Hier steckt eine Menge Motorsport unter der Haube. Das Motorsport-Gen ist dem 252 kW/343 PS starken Sportcoupé, das auf dem 76. Automobilsalon von Genf 2006 der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde, förmlich anzusehen. Entsprechend vergingen nach der Präsentation der Straßenversion nur wenige Monate, bis das BMW Z4 M Coupé auch in seiner Motorsport-Variante debütierte. Gleich im ersten Renneinsatz gab die Motorsportversion eine beeindruckende Visitenkarte ab. Bei den 24 Stunden von Silverstone überquerte das Team Duller Motorsport mit den Piloten Dieter Quester, Dirk Werner, Jamie Campell-Walter und Tim Mullen als Sieger die Ziellinie. Weitere Triumphe – wie etwa beim 24-Stunden-Rennen von Dubai 2007 - folgten.

Baujahr: 2006

Technische Daten.

Motor Reihen-Sechszylinder

Länge 4415 mm

Breite 1880 mm

Radstand 2493 mm

Leistung ca. 400 PS bei 8 400 U/min

Preis 258.000 €


BMW 3.0 CSL Schnitzer.

Geschichte.

Der erste Sportwagen, den die 1972 neu gegründete BMW Motorsport GmbH entwickelte, war die Rennversion des BMW 3.0 CS. Mit dem CSL konnte sich BMW außerordentlich erfolgreich in verschiedenen Tourenwagenrennserien positionieren – und dies bis in die späten 70er Jahre. So gewann der BMW 3.0 CSL nicht weniger als sechs Europäische Tourenwagenmeisterschaften, zuletzt im Jahr 1979. Das in Goodwood präsentierte Fahrzeug ist eines von fünf von BMW 1975 und 1976 in der nordamerikanischen IMSA Serie eingesetzten Fahrzeuge. Fahrer waren u.a. Hans Stuck, Peter Gregg, David Hobs Dieter Quester und Sam Posey.

Baujahr: 1974

Technische Daten.

Motor Sechszylinder-Reihenmotor

Hubraum 3498 ccm

Bohrung x Hub 94 x 83 mm

Leistung 430 PS bei 8 500 U/min

Gewicht 1062 kg


BMW RS 500 Kompressor.

Geschichte.

Wenn der Begriff „legendär“ auf ein BMW Modell zutrifft, dann mit Sicherheit auf die Werkskompressor-Motorräder, die ab 1937 die 500-ccm-Klasse beherrschten. Zahlreiche Große Preise und Meisterschaften gewann das BMW Team, und noch nach dem Krieg wurden mit den Kompressor-Modellen bis 1950 vier Deutsche Meisterschaften eingefahren. Herausragender Einzelerfolg war der Sieg bei der Senior TT auf der Isle of Man, als mit Georg Meier erstmals ein Nicht-Brite dieses Rennen gewann. Die ausgestellte Maschine ist die einzig noch bekannte Kompressor im Vorkriegszustand und wurde Ende 2002 für die BMW Sammlung erworben.

Baujahr: 1938

Technische Daten.

Motor Zweizylinder Boxer

Hubraum 493 ccm

Bohrung x Hub 66 x 72 mm

Leistung 60 PS bei 7500 U/min

Höchstgeschwindigkeit ca. 220 km/h

Gewicht 138 kg


BMW R 90 S.

Geschichte.

Im Juni 1976 stellten Helmut Daehne und Hans-Otto Butenuth auf der Isle of Man die Leistungsfähigkeit der kurz vor Serienanlauf stehenden /7-Modelle mit 1000 cm3 unter Beweis: Mit ihrer modifizierten BMW R 90 S setzten
sich Daehne und Butenuth gegen die gesamte internationale Konkurrenz durch und sicherten sich den verdienten Sieg in der Production TT. Wie hart das Rennen war, zeigte sich darin, dass nach 10 Runden bzw. 607 Kilometern von 25 gestarteten Teams nur 6 die Zielflagge sahen. Mit seinem Erfolg hatte das junge Team 37 Jahre nach Georg Meiers legendärem Triumph auf der Kompressor BMW wieder eine Soloklasse auf der Isle of Man für BMW gewonnen.

Baujahr: 1974

Technische Daten.

Motor Zweizylinder Boxer

Hubraum 980 ccm

Bohrung x Hub 94,1 x 70,6 mm

Leistung 82 PS

Höchstgeschwindigkeit ca. 245 km/h
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