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Alt 08.05.2007, 21:18     #6
Wolfhart   Wolfhart ist offline
BMW-Treff Team
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Läufe 3 & 4 – 05./06. Mai 2007 – Rennen

BMW Piloten Farfus und Müller in Zandvoort auf dem Podium.

Daten und Ergebnisse Zandfort PDF

Zandvoort (Niederlande), 06. Mai 2007. Augusto Farfus (BRA) und Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany haben im vierten Lauf der FIA World Touring Car Championship Podestplätze errungen. Im Nachmittags-Rennen auf dem „Circuit Park Zandvoort“ belegten die beiden Teamkollegen hinter Gabriele Tarquini (ITA/SEAT) die Ränge zwei und drei. In Lauf eins hatte BMW Privatfahrer Luca Rangoni (ITA) für eine Überraschung gesorgt, als er für das Proteam Motorsport Dritter wurde. Chevrolet-Pilot Alain Menü (SUI) siegte vor seinem Teamkollegen Nicola Larini (ITA).

In der Fahrerwertung hat Farfus mit nun 28 Punkten die alleinige Führung übernommen. Müller folgt mit 22 Zählern auf Rang zwei. Titelverteidiger Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK sammelte in Zandvoort als Achter und Fünfter insgesamt fünf WM-Punkte. Der 32-Jährige hat nach vier Läufen 21 Punkte auf dem Konto und liegt im Gesamtklassement auf Platz vier. BMW konnte bei der WTCC-Premiere in den Niederlanden seine Spitzenposition in der Konstrukteurswertung festigen. 60 Punkte stehen für die Marke zu Buche. Der Vorsprung auf SEAT beträgt 17 Zähler.


Die Zuschauer an der 4,3 Kilometer langen Strecke erlebten einen turbulenten ersten Lauf. Am Start, der wie beim Saisonauftakt in Curitiba (BRA) „fliegend“ erfolgte, büßten alle Piloten der BMW Länderteams Positionen ein. Im Anschluss bewies das Quintett jedoch Kampfgeist und rückte im Klassement wieder nach vorn. Farfus fiel zu Beginn vom dritten auf den fünften Rang zurück und lieferte sich anschließend einen Zweikampf mit Tiago Monteiro (POR). Farfus zog in der siebten Runde am SEAT-Piloten vorbei, wenig später konterte Monteiro. Farfus kam als Fünfter ins Ziel und war damit der bestplatzierte Fahrer der BMW Länderteams.

Dahinter sorgten die BMW Piloten für Überholmanöver im Überfluss. Priaulx fuhr am Ende der ersten Runde auf dem elften Platz. Dennoch verlor er nie den achten Rang – und damit die Poleposition für Lauf zwei – aus den Augen. Der 32-Jährige passierte nacheinander James Thompson (GBR), Gabriele Tarquini (ITA) sowie Jordi Gené (SEAT) und profitierte vom Ausscheiden Robert Huffs (GBR), dessen Unfall in der achten Runde eine Safety-Car-Phase zur Folge hatte. Als Achter sicherte sich Priaulx die ideale Ausgangsposition für das zweite Rennen. Für die meiste Action sorgte Félix Porteiro (ESP) vom BMW Team-Italy-Spain: Nach einer Kollision mit Stefano d’Aste (ITA) war er auf Platz 20 zurückgefallen, arbeitete sich aber trotz beschädigter Lenkung Runde um Runde nach vorn. Schließlich sah er als Elfter, unmittelbar hinter Jörg Müller, die Zielflagge. Porteiros Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA), der das ganze Wochenende mit der Balance seines Autos gehadert hatte, verbesserte sich im Verlauf des Rennens vom 14. auf den 12. Platz.


Vor dem zweiten Rennen ging ein kurzer Regenschauer auf die Strecke nieder, der allerdings die Bedingungen kaum beeinträchtigte. Priaulx startete gut und hielt Tarquini hinter sich. In der zweiten Runde setzte der SEAT-Pilot zu einem Überholversuch an. Die beiden Autos kollidierten – und Priaulx fand sich weit ab der Ideallinie wieder. Er reihte sich als Fünfter wieder ins Feld ein. Viel besser lief es zu Beginn des Rennens für Müller. Der Routinier zeigte einen fantastischen Start und schoss vom zehnten auf den fünften Platz nach vorn. Nach dem Pech von Priaulx und einem Überholmanöver gegen Rangoni fuhr Müller in der vierten Runde bereits auf Platz drei, den er bis ins Ziel verteidigte. Vor ihm nahm Farfus die Verfolgung von Tarquini auf. Auch der Brasilianer war gut gestartet und konnte sich vom vierten auf den zweiten Rang verbessern. Nach einem fehlerlosen Rennen hielt Farfus die Position bis ins Ziel.

Obwohl er in der siebten Runde kurzzeitig von der Strecke abkam und von Larini überholt wurde, steckte Priaulx nicht auf. Er holte sich den fünften Platz im zehnten Umlauf von Rangoni zurück und verteidigte ihn bis zum Schluss. Porteiro konnte sich nach zwölf Rennrunden ebenfalls über einen WM-Punkt freuen – seinen ersten in dieser Saison. Als Elfter gestartet zeigte der 23-Jährige erneut eine starke Vorstellung und sah als Achter die Zielflagge. Das BMW Team Italy-Spain konnte hingegen die Balance-Probleme an Zanardis Auto nicht beheben, so dass sich der 40-Jährige mit dem elften Platz begnügen musste.



Reaktionen:

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen:

„Wir haben zwei sehr spannende Rennen gesehen. Leider gab es nicht so viele Überholmanöver, die eigentlich den besonderen Reiz der Serie ausmachen. Die Strecke lässt das Überholen praktisch nur auf der Gerade zu, es sei denn, man macht einen Fehler. Wir haben nach den zwei Dreifach-Siegen in Curitiba heute die Gegenreaktion gesehen, was zum Teil an den Erfolgsgewichten liegt. In der Herstellerwertung haben wir unsere Führung ausgebaut.“

Augusto Farfus (BMW Team Germany):
„Das war ein wunderbares Wochenende für mich. Wir hatten erwartet, dass die Fronttriebler hier sehr stark sein würden. Umso schöner ist es, dass ich in beiden Rennen viele Punkte sammeln konnte. Das war mein Ziel, und ich habe es erreicht. Die Schattenseite ist, dass ich nun mit sehr viel Handicapgewicht nach Valencia reisen werde. Aber so ist es nun mal. Die Meisterschaft ist noch jung, und es fühlt sich gut an, an der Spitze zu stehen.”

Jörg Müller (BMW Team Germany):
„Mein Auto lag heute ein ganzes Stück besser als noch zu Beginn des Wochenendes. Wir haben erhebliche Änderungen am Set-up vorgenommen, und diese haben sich ausgezahlt. Im ersten Rennen war ich nach dem schwierigen Start gut unterwegs und fuhr die Lücke zu Jordi Gené rasch zu. Dann hat sich allerdings der Gewichtsunterschied bemerkbar gemacht, so dass ich keine Chance hatte, ihn zu überholen. Im zweiten Lauf ist mir ein richtiger Raketenstart geglückt. Damit habe ich das Fundament für Platz drei gelegt.“

Geändert von Wolfhart (10.06.2007 um 11:50 Uhr)
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