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Alt 06.03.2007, 19:45     #1
Hermann   Hermann ist offline
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WTCC 2007 - World Touring Car Championship (Pressemappe)

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Die Jagd auf BMW und Andy Priaulx geht weiter - BMW startet erneut als Titelverteidiger in die WTCC-Saison.


In der FIA World Touring Car Championship (WTCC) bietet sich in der Saison 2007 ein mittlerweile gewohntes Bild: BMW und Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK treten als Titelverteidiger an und wollen der Weltmeisterschaft auch in diesem Jahr ihren Stempel aufdrücken. Bislang kann BMW in der höchsten Klasse des Tourenwagensports auf eine „weiße Weste“ zurückblicken. Schon bei der ersten Auflage der Weltmeisterschaft 1987 setzte sich in Roberto Ravaglia (ITA) – heute Teamchef des BMW Team Italy-Spain – ein BMW Pilot durch. 18 Jahre später, beim Comeback der Tourenwagen-WM 2005, fuhr Priaulx zum Titel und unterstrich so nach dem Gewinn der Europameisterschaft im Vorjahr erneut sein Ausnahmetalent. In der vergangenen Saison legte der Rennfahrer von der Kanalinsel Guernsey die Messlatte noch einmal höher und sicherte sich mit fünf Siegen seinen zweiten WM-Erfolg in Folge.

„Einen WM-Titel zu verteidigen, ist immer eine herausragende Leistung“, meint BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. „Einschließlich seines EM- Sieges 2004 hat Andy Priaulx mit BMW drei Fahrertitel in Folge gewonnen. Das ist eine beeindruckende Bilanz. Die Tatsache, dass 2006 drei weitere BMW Piloten mindestens ein Rennen siegreich beendet haben, unterstreicht die Konkurrenzfähigkeit des BMW 320si WTCC in seinem ersten Jahr. Nun sind wir wieder einmal in der Rolle der Gejagten. Aber dieser Heraus- forderung stellen wir uns gerne. Unser Ziel ist es, beim Saisonfinale in Macau ein weiteres Mal jubeln zu können. Das gilt natürlich nicht nur für die Verteidigung des Fahrertitels, sondern auch für die Herstellermeisterschaft, die für BMW höchste Priorität besitzt.“

In der Markenwertung war BMW in der WTCC bislang das Maß aller Dinge. Schon 2005 bescherte der BMW 320i dem Münchener Automobilhersteller Platz eins in diesem Klassement. Daraufhin feierte das Fahrzeug, mit dem BMW Fahrer auf der ganzen Welt unzählige Erfolge errungen haben, seinen Abschied von der Rennstrecke. Mit Spannung wurde das Debüt des Nachfolgers BMW 320si WTCC erwartet. Das von BMW Motorsport auf Basis des gleichnamigen Serienmodells entwickelte Auto erwies sich schon an seinem ersten Rennwochenende als Volltreffer: Priaulx fuhr in Monza auf Pole und gewann den ersten Lauf der Saison 2006. Auf dem Weg zum Herstellertitel ließen die Fahrer der BMW Länderteams zehn weitere Triumphe folgen.

Die Top-Drei der Vorsaison und zwei Neulinge im Cockpit.

Für die Mission Titelverteidigung vertrauen die drei BMW Länderteams am Steuer der BMW 320si WTCC auf die viel versprechende Mischung aus Erfahrung und Talent. An der Spitze des Aufgebots steht erneut Priaulx, der weiter für das BMW Team UK – RBM von Teamchef Bart Mampaey (BEL) antritt. Jörg Müller (Hückelhoven) musste sich Priaulx 2006 im WM-Kampf lediglich um einen Punkt geschlagen geben. In diesem Jahr vertritt der einzige Deutsche in der WTCC zum sechsten Mal in Folge die Farben des BMW Team Germany – Schnitzer Motorsport unter der Leitung von Teamchef Charly Lamm (Freilassing). An Müllers Seite kämpft ein neues Mitglied der BMW Familie um WM-Punkte: Augusto Farfus (BRA). Der 23-Jährige gilt als eines der größten Talente im Tourenwagensport und schloss die Vorsaison auf dem dritten Platz der Fahrerwertung ab.

Auch im BMW Team Italy-Spain – ROAL Motorsport versuchen ein Routinier und ein Neuling, zum Gesamterfolg von BMW beizutragen. Alessandro Zanardi (ITA) ist die bekannte Größe im Team. Der 40-Jährige startet erneut in einem auf seine Bedürfnisse angepassten BMW 320si WTCC. Nachdem er bei einem Unfall 2001 beide Beine verloren hatte, gelang Zanardi mit BMW ein beeindruckendes Motorsport-Comeback. Zwei WM-Laufsiege stehen für ihn vor dem Start der Saison 2007 zu Buche. Zanardis neuer Teamkollege ist Félix Porteiro (ESP). Der 23-Jährige wechselte aus der GP2-Serie in die Weltmeisterschaft.

„Wir bieten 2007 einen interessanten Mix aus geballter Tourenwagen- Erfahrung und aufstrebendem Nachwuchstalent auf“, analysiert Theissen die Fahrerbesetzung. „Die drei bestplatzierten Fahrer des vergangenen Jahres treten nun für BMW an. Auch Alessandro Zanardi hat seine Siegfähigkeit schon unter Beweis gestellt. Wir sind überzeugt, dass sich Félix Porteiro ebenfalls rasch in der WTCC einleben wird. Diese Konstellation birgt eine große Spannung. Die Konkurrenz wird alles daran setzen, den dritten Titelgewinn von BMW zu verhindern. Wir hingegen wollen genau das erreichen.“

Präzisionsarbeit am BMW 320si WTCC.

Im Rahmen des Super2000-Reglements haben die Ingenieure von BMW Motorsport an Detailverbesserungen für das Weltmeisterauto von 2006 gearbeitet. Dazu gehörten die Überarbeitung des Getriebes, die Integration neuer Kühlkomponenten und der Einsatz eines neu entwickelten Lambda Controllers. Außerdem wurde die Standfestigkeit des über 275 PS starken Motors, der in dieser Saison vier Rennen überstehen muss, weiter erhöht.

Der BMW 320si WTCC findet nicht erst seit dem gelungenen WM-Debüt 2006 bei BMW Kundenteams rund um den Globus großen Anklang. Bis Februar 2007 wurden bereits 41 Exemplare des Rennsport-Kits vom BMW Rennteilevertrieb verkauft. Private Teams können das Kit zum Preis von 198 000 Euro erwerben und damit neben der WTCC in acht nationalen Serien weltweit um Siege kämpfen.

Rennkalender verspricht Tourenwagensport der Extraklasse.

„Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft befindet sich weiter im Aufwärtstrend“, sagt Theissen und hat dabei auch den um zwei Läufe aufgestockten Rennkalender im Blick. „Aber die WTCC muss noch bekannter werden und sich den Motorsport-Fans noch besser präsentieren. Die Rennen sind äußerst spannend und spektakulär. Wir begrüßen den Schritt, mehr Läufe auf anspruchsvollen Stadtkursen auszutragen.“

Insgesamt umfasst der Rennkalender für die Saison 2007 elf Stationen. Neben zwei Überseerennen in Curitiba (BRA) und im engen Leitplankenkanal von Macau (CHN) gastiert die Weltmeisterschaft auf zahlreichen traditionsreichen Strecken in Europa. Ihr WTCC-Debüt feiern unter anderem die Stadtkurse in Pau (FRA) und Porto (POR). Ebenfalls neu im Kalender sind Zandvoort (NLD), wo am 6. Mai der diesjährige Europa-Auftakt der WM stattfindet und Anderstorp (SWE). Das weitere Programm ist abwechslungsreich: Ob Valencia (ESP), Brno (CZE), Oschersleben (DEU), Brands Hatch (GBR) oder Monza (ITA): Jeder Kurs wartet mit ganz eigenen Anforderungen auf.

Neues Format, weniger Handicapgewicht.

Auch 2007 trägt die WTCC pro Rennwochenende zwei Sprintrennen von jeweils 50 Kilometern Länge aus. Allerdings wurde das Programm am Sonntag entzerrt: Lauf eins beginnt nach Möglichkeit bereits um 12 Uhr Ortszeit, das zweite Rennen des Tages wird um 15.30 Uhr gestartet. Ab 2007 startet das Feld „fliegend“ in Rennen 1. Rennen 2 wird weiterhin mit einem stehenden Start eröffnet. Die Zeit zwischen den beiden Läufen wird mit einem attraktiven Rahmenprogramm gefüllt. So trägt etwa im Rahmen der WTCC-Veranstaltung in Oschersleben die Formel BMW Deutschland zwei Meisterschaftsrennen aus.

Betrug das maximale Handicapgewicht, das sich anhand der Ergebnisse der Fahrer an den einzelnen Wochenenden und der Anzahl ihrer gesammelten WM-Punkte errechnet, 2006 noch 80 Kilogramm, so müssen die Piloten in diesem Jahr nur noch höchstens 60 Kilogramm zuladen. Noch spannender als in der Vorsaison kann die Tourenwagen-WM allerdings ohnehin kaum werden: 2006 hatten vor dem Saisonfinale in Macau noch neun Fahrer die Chance auf den Titelgewinn.

Teamgeist und Fitness im Fokus.

Nach dem Saisonauftakt in Brasilien treffen sich die Fahrer der BMW Länderteams vom 18. bis zum 23. März 2007 zur „Fitness und Teambuilding Woche“ in München. Neben einem Gesundheitscheck und ausgiebigem Training im BMW Backup-Center erwarten die Piloten viele weitere Aktivitäten, bei denen sie sich näher kennen lernen und gemeinsam auf den Saisonverlauf einstimmen können. Unter anderem wird das Quintett bei BMW Motorsport den Ingenieuren und Mechanikern über die Schulter schauen und bei der Arbeit an den Autos selbst Hand anlegen. Mut ist im Hochseilgarten gefragt, wo die Fahrer ihre Konzentration in schwindelerregender Höhe schulen werden.

Darüber hinaus stehen viele nützliche Lektionen durch erfahrene Trainer auf dem Programm, die den Piloten dabei helfen, ihre körperliche Fitness zu halten und weiter zu verbessern. So erhält jeder Fahrer eine individuelle Ernährungsberatung und einen auf ihn zugeschnittenen Trainingsplan. Zusätzlich bekommen die BMW Piloten nützliche Tipps und Anregungen, wie sie sich auch direkt an der Strecke mit kleineren Übungen fit halten und mental auf ihre Renneinsätze vorbereiten können.

Ein besonderes Highlight erwartet die Teilnehmer am Ende des Programms. Auf der Strecke sind es die Fahrer, die dem Vierzylinder-Motor ihrer BMW 320si WTCC Höchstleistungen abverlangen. Diesmal ist es genau andersherum: In einem Treppen-Wettlauf über die 22 Stockwerke der BMW Unternehmenszentrale in München, bringt diesmal der „Vierzylinder“ – wie das Gebäude auch genannt wird – die Fahrer an ihre Leistungsgrenze.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist

Geändert von Wolfhart (10.06.2007 um 11:56 Uhr)
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