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Alt 28.01.2007, 16:56     #12
Hermann   Hermann ist offline
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Aktuelles Fahrzeug:
E63 645Ci, E36 318i Cabrio, E39 523i Touring
Die Produktion: Qualitätsbewusst, flexibel und umweltschonend.

•Flexible Einlinien-Fertigung im BMW Werk Regensburg.

•Kundennaher Vertriebs- und Produktionsprozess.

•Innovative Prozesse für das Dachsystem.


Das BMW 3er Cabrio wird im BMW Werk Regensburg gefertigt, das zu den modernsten Produktionsstätten der Welt gehört. Die Produktion erfolgt trotz der hohen Eigenständigkeit des neuen BMW 3er Cabrios gemeinsam mit weiteren BMW Modellen der BMW 3er Reihe sowie des BMW 1er im so genannten Einlinien-System, das heißt in beliebiger Reihenfolge auf einem Band. Modernste Informationstechnologie steuert die dafür notwendige Logistik, Komponenten und Module werden „just in time“, also sekunden genau, oder sogar „just in sequence“, zeitgerecht und fahrzeugspezifisch, direkt an das Montageband angeliefert. Dadurch wird ein besonders flexibler und kundenorientierter Ablauf ermöglicht. Dieser Kundenorientierte Vertriebs- und Produktionsprozess (KOVP) ist in seiner Ausprägung einzigartig in der automobilen Welt und wird von der BMW Group seit mehr als 5 Jahren eingesetzt. Bis zu sechs Tage vor Montagestart können Kunden dabei Änderungen in der individuellen Konfiguration ihres Fahrzeugs vornehmen, ohne den Liefertermin zu beeinträchtigen.

Die Karosserie des BMW 3er Cabrios wird aus hochfesten Stählen gefertigt, die sich durch eine besondere Steifigkeit und vorbildliche Crasheigenschaften auszeichnen. Die vorderen Seitenwände bestehen aus High-Tech-Kunststoff und tragen so zu einer optimalen Achlastverteilung bei. Über 95 Prozent der Arbeitsschritte der Karosseriemontage sind automatisiert.

Dachsystem nach Maß.

Die in Wagenfarbe lackierten Dachschalen für das Dachsystem werden in einer eigenen Halle aus bis zu 700 Einzelteilen wie Innenhimmel, Heckscheibe und Hydraulik kundenspezifisch zusammengefügt. Relevant dafür sind beispielsweise die neu in das Fahrzeugdach integrierten Antennen für DAB- sowie für GPS-Empfang. Im Anschluss wird eine eigen ständige Qualitätsprüfung für das komplexe, endgefertigte Stahlblech-Leichtbau-Dachsystem in dieser Halle durchgeführt.

Außerdem wird jedes BMW 3er Cabrio nach abgeschlossener Endfertigung einem aufwändigen Prüfprozess unterzogen, bei dem – cabriospezifisch – die Dichtheitsprüfung des dreiteiligen Hardtops im Mittelpunkt steht. Zu den Prüfverfahren gehören ein 10-minütiger Duschtest sowie ein Schwalltest.

Für das neue BMW 3er Cabrio wurde außerdem die Logistik um ein separates Cabrioband erweitert, das den Transport des 140 Kilogramm schweren Dachsystems „just in sequence“ zum Endmontageband leistet. Das Aufsetzen des Hardtops auf das Fahrzeug erfolgt über ein neues Handlinggerät. Das Positionieren und Befestigen des Dachsystems verläuft beim Cabrio halbautomatisch. Dabei wird besonderer Wert auf Maßhaltigkeit gelegt, die Verschraubung des Dachsystems für das BMW 3er Cabrio erfolgt von Hand.

Umweltgerechte Lackierung.

Zu den weltweit modernsten Anlagen ihrer Art gehört auch die Lackiererei. In der vollautomatischen Lackierstraße des Werkes Regensburg durchlaufen die Karosserien einen mehrstufigen Prozess. Eine Zinkphosphatschicht sorgt für einen dauerhaften Korrosionsschutz. Anschließend erhält das Fahrzeug eine kathodische Tauchbadlackierung: Diese erste, hauchdünne Lackschicht wird mittels elektrostatischer Aufladung auf das Fahrzeug aufgetragen. Der so genannte Füller bildet danach die Grundierung für die erste farbgebende Schicht, den Decklack. Dieser wird mittels Hochgeschwindigkeits-Rotationsglocken aufgetragen. Sie drehen sich bis zu 40 000-mal in der Minute. Eine effiziente und umweltgerechte Materialnutzung wird wiederum durch Nutzung der Elektrostatik erreicht. Die elektrostatisch aufgeladenen Lackpartikel werden dabei von der geerdeten Karosserie genau in der benötigten Menge angezogen.

Den Abschluss bildet der Pulverklarlack. Diese vierte Schicht dient dem Schutz der Oberfläche, sie verleiht dem Farbton Tiefenwirkung und Brillanz. Mit dem Einsatz von Pulverklarlack hat BMW einer besonders umweltschonenden Technologie zum Durchbruch verholfen, bei der weder Lösungsmittel benötigt noch Abwässer produziert werden. Zuviel versprühtes Pulver wird dabei effizient in den Produktionsprozess zurückgeführt, die Auslastung des Pulvers liegt auf diese Weise bei 97 Prozent.

Fakten zum BMW Werk Regensburg.

Seit mehr als 20 Jahren werden im BMW Werk Regensburg Automobile produziert. Mehr als 10 000 Mitarbeiter, darunter rund 300 Auszubildende, sind im Presswerk, Karosseriebau, Lackierung, Montage und Logistik beschäftigt. Im BMW Werk Regensburg werden sowohl Limousinen als auch Coupés und Cabrios der BMW 3er Reihe, der BMW M3 sowie Fahrzeuge der BMW 1er Reihe gebaut. Darüber hinaus ist auch die Produktion und Ausstattung von Einsatzfahrzeugen für Polizei, Feuerwehr und Notärzte dieser Modellreihe in den Fertigungsablauf integriert. Die Werke in München und Leipzig werden zudem zentral aus Regensburg mit Türen und Klappen für Fahrzeuge der BMW 3er Reihe beliefert. Im Jahre 2005 liefen in Regensburg rund 300 000 Fahrzeuge vom Band. Das Werksgelände erstreckt sich auf 1,4 Millionen Quadratmeter.

Die Maschinenlaufzeit im BMW Werk Regensburg kann zwischen 70 und 140 Stunden pro Woche variiert werden. Dazu trägt die Entkopplung von Maschinenlaufzeit und individueller Arbeitszeit genau so bei wie die so genannte Arbeitszeitvariomatik: ein Zeitmodell, welches den Arbeitnehmern eine flexible Einteilung der persönlichen wöchentlichen Arbeitszeit ermöglicht.

Um den Beschäftigten bestmögliche Arbeitsbedingungen zu bieten, wurde die Ergonomie an den Montagebändern durch modernste, technische Möglichkeiten optimiert: höhenverstellbare und schwenkbare Mitfahrbänder ermöglichen es, fast alle Arbeitsschritte in angenehm aufrechter Position auszuführen. Die vielschichtigen Ablaufprozesse der immer komplexeren Automobilproduktion bieten attraktive Herausforderungen für die Werks-IT und für das Management der Versorgungskette.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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