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Alt 04.12.2006, 19:40     #2
Hermann   Hermann ist offline
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10. Black Nights Film Festival - Screeningzeiten BMW Group Filmreihe.

„Der Lebensversicherer“ von Bülent Akinci.

Freitag, 1. Dezember 2006, 21.00 Uhr, Tartu
Samstag, 2. Dezember 2006, 17.00 Uhr, Von Krahl Theatre
Sonntag, 3. Dezember 2006, 19.00 Uhr, Von Krahl Theatre


Burkhard Wagner (Jens Harzer) ist Vertreter für Lebensversicherungen und rastlos auf deutschen Autobahnen unterwegs. Von Frau und Kind verlassen, trifft er an einer Raststätte die Wirtin Caroline, bei der der Lebensmüde kein sonderliches Glück hat. Doch sein Selbstmordversuch misslingt, und Burkhard besinnt sich auf Wesentliches. Regisseur und Autor Bülent Akinci erzählt in seinem Charakterdrama die Geschichte einer fast endlosen Suche nach Liebe und Erlösung. Der Film erhielt den Preis „Dialogue en perspective“ auf der Berlinale 2006. Beim 28. Internationalen Moskauer Filmfestival zeichneten die russischen Filmkritiker das Werk aus und Hauptdarsteller Jens Harzer bekam den Preis als bester Darsteller.

„Summer Palace” von Lou Ye.

Samstag, 2. Dezember 2006, 13.30 Uhr, Kosmos 2
Freitag, 8. Dezember 2006, 18.00 Uhr, Kinomaja


Der chinesische Autor und Regisseur Lou Ye, 1965 in Shanghai geboren, behandelt in "Summer Palace" eine Liebesgeschichte, die sich über zehn Jahre erstreckt, vom kaiserlichen Sommerpalast im von Studentenunruhen aufgewühlten Peking bis in das ehemals geteilte Berlin. Der 140 Minuten lange Film erzählt aus der Sicht einer romantischen Heldin, die das Geschehen eher als sexuelle Revolution denn als Demokratiebewegung erlebt. International bekannt wurde Lou Ye um die Jahrtausendwende mit seinem vielfach ausgezeichneten Spielfilm "Suzhou River“. Lou Ye gehört zur „sechsten Generation“ chinesischer Filmemacher, die ihr Autorenkino auch gegen die staatliche chinesische Zensur zu behaupten suchen. Nachdem Lou Ye „Summer Palace“ 2006 in Cannes ohne die Einwilligung der chinesischen Zensurbehörde im Wettbewerb präsentierte, erhielt er wie auch sein Produzent ein fünfjähriges Berufsverbot.


„Wholetrain“ von Florian Gaag.

Samstag, 2. Dezember 2006, 20.00 Uhr, Kinomaya
Mittwoch, 6. Dezember 2006, 23.00 Uhr, Soprus


Diese Low-Budget-Produktion zeigt eine Clique von Graffiti-Writern, die sich durch eine neue Crew in der Stadt in ihrer Ehre verletzt sieht und nun einen „Wholetrain“, einen ganzen Zug, besprühen will. Bei diesem Debütfilm von Florian Gaag, der selbst zur Münchner Graffiti-Szene gehörte und dann in New York ein Filmstudium absolvierte, geht es um die Frage nach Freundschaft, Anerkennung und Respekt. Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet, erhielt bei der Berlinale 2006 im Rahmen des Preises „Dialogue en perspective“ in der Reihe „Perspektive Deutsches Kino“ eine lobende Erwähnung und wurde für die „Beste Tongestaltung“ zum Deutschen Filmpreis 2006 nominiert.

„Requiem“ von Hans-Christian Schmid.

Dienstag, 5. Dezember 2006, 18.00 Uhr, Russian Theatre
Mittwoch, 6. Dezember 2006, 17.00 Uhr, Soprus


Der 1965 im bayerischen Wallfahrtsort Altötting geborene Regisseur Hans-Christian Schmid interpretiert nach einem Drehbuch von Bernd Lange und einer wahren Begebenheit die Geschichte der bislang letzten Teufelsaustreibung Deutschlands. Als die streng katholisch erzogene Michaela Anfang der 70er Jahre aus ihrem kleinen Dorf zum Studium nach Tübingen geht, genießt sie zunächst die Abkehr vom gewohnten kleinbürgerlichen Umfeld. Doch trotz ärztlicher Behandlung leidet Michaela zunehmend unter Epilepsie-Anfällen und Visionen. Sie glaubt, von Dämonen besessen zu sein und begibt sich in die Obhut eines katholischen Priesters. Schließlich stimmt sie einem Exorzismus zu. In einem ähnlichen tatsächlichen Fall starb die junge Anneliese Michel 1976 nach einem Exorzismus der katholischen Kirche in Klingenberg am Main. Filmemacher Hans-Christian Schmid gehört mit zu Deutschlands renommiertesten Regisseuren und wurde für seine Werke – darunter „Crazy“, „23 – Nichts ist so wie es scheint“ oder „Lichter“ – mit etlichen Preisen ausgezeichnet. „Requiem“ ist mit einem historischen 3er BMW ausgestattet. Das Drama wurde vielfach ausgezeichnet, erhielt bei der Berlinale neben weiteren Auszeichnungen den begehrten FIPRESCI-Preis der Journalisten in der Kategorie „Wettbewerb“ und bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2006 Preise in fünf Kategorien, darunter den als bester Spielfilm in Silber.


„Pingpong“ von Matthias Luthardt.

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 19.00 Uhr, Kinomaja
Donnerstag, 7. Dezember 2006, 16.00 Uhr Russian Theatre


Matthias Luthardt, Absolvent der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg, erzählt in seinem abendfüllenden Debütfilm „Pingpong“ vom 16jährigen Paul, der nach dem Selbstmord seines Vaters Trost bei Verwandten sucht. Dort aber wird er zum Spielball der Interessen seiner Tante, reist aber erst nach einem überraschenden Rachemanöver wieder ab. Beim 59. Festival de Cannes wurde Pingpong gleich mehrfach ausgezeichnet: In der Reihe "Semaine Internationale de la Critique" erhielt der Film den "Drehbuchpreis“ der SACD, des Verbandes französischer Autoren und Komponisten, sowie den "OFAJ Young Critic Award" der Schüler- und Studentenjury. Beim Förderpreis Deutscher Film des Münchner Filmfests wurde das atmosphärische Kammerspiel für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Britische Filmkritiker verliehen Pingpong den augenzwinkernden „Palm Dog Award“ für den Auftritt von Riesenschnauzer Schumann.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist

Geändert von Hermann (04.12.2006 um 20:04 Uhr)
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