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Alt 15.11.2006, 12:50     #11
Hermann   Hermann ist offline
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Karosserie und Fahrwerk: BMW 760Li als Basis, intelligenter Leichtbau, Crashoptimierung, spezielle Fahrwerksabstimmung.
  • Hoher Powerdome als charakteristisches Merkmal.
  • Neuartige CFK-Stahl-Mischbauweise.
  • Telemetrie-Reifendruckkontrollsystem RDC wie im Rennsport.
Der BMW Hydrogen 7 bringt Dynamik, Luxus und Fahrkomfort mit einer revolutionären Antriebstechnologie in Einklang. Der Charakter der ersten mit Wasserstoff betriebenen Luxuslimousine der Welt zeigt sich in einer sportlich-eleganten Karosserie und einem auf höchste Dynamik ausgerichteten Fahrwerk. Der BMW Hydrogen 7 ist optisch unverkennbar ein Mitglied der BMW 7er Familie. Sein Erscheinungsbild entspricht im Wesentlichen dem Karosseriedesign des BMW 760Li, der größten Limousine der BMW 7er Reihe. Außenabmessungen und Radstand beider Modelle sind identisch.

Aufgrund der wasserstoffspezifischen Umfänge des BMW Hydrogen 7 wurde die Karosserie des BMW 760Li in mehreren Teilbereichen gezielt verändert oder neu entwickelt. Die grundlegende Innovation ist der Einsatz von kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) für die Karosseriebauteile. Die BMW Group hat für den BMW Hydrogen 7 eigens eine neue CFK-Stahl-Mischbauweise entwickelt, die sich durch eine besonders hohe Crashfestigkeit bei geringem Gewicht auszeichnet. Dadurch wird es möglich, einen Teil der durch die Antriebstechnik und das Wasserstoff-Tanksystem bedingten Gewichtszunahme zu kompensieren und die hohen Anforderungen an die passive Sicherheit zu erfüllen. So sind die Seitenrahmen der Fahrgastzelle links und rechts umlaufend mit CFK verstärkt. Das Leergewicht des BMW Hydrogen 7 beträgt 2 460 Kilogramm.


Karosseriedesign: Dezent modifiziertes Exterieur.

Die Motorhaube sowie die transparente, edel in Chrom eingefasste LH2-Tankklappe des BMW Hydrogen 7 sind im Vergleich zum BMW 760Li die augenfälligsten der wenigen optisch eigenständigen Karosseriebauteile. Der besonders stark ausgeformte Powerdome wird dabei zu einem wesentlichen Erkennungsmerkmal der weltweit ersten in Serie gefertigten Wasserstoff-Luxuslimousine. Dieses verdankt der BMW Hydrogen 7 seinem aufgrund der H2-Einblaseventile höher bauenden Motor. Die neue Kontur verweist zugleich auf die einzigartige Kraftquelle unter dem Blechkleid der Wasserstoff-Limousine. Auf Nebelscheinwerfer an der Front wurde beim BMW Hydrogen 7 zugunsten eines erweiterten Motorkühlsystems verzichtet. Außerdem hat die Wasserstoff-Limousine kein Schiebedach. Auf dem Dach befindet sich ein Sicherheitsabblasedeckel.


Abgesehen vom hohen Powerdome ist das Fahrzeug am Schriftzug „Hydrogen 7“ auf der Heckklappe und unterhalb der seitlichen Blinkleuchten am Schriftzug „Hydrogen“ erkennbar. Weiteres Designmerkmal ist die Blende mit Chrom-Applikationen für den hinteren Stoßfänger. In den Einstiegsleisten der Türen weist die Aufschrift „BMW Hydrogen Power“ auf die revolutionäre Antriebstechnologie der Limousine hin.

Das weltweit erste in Serie gefertigte Wasserstoff-Premiumfahrzeug für den Alltagsbetrieb läuft mit einer hochwertigen Metallic-Lackierung vom Band, wobei vor allem der exklusiv für dieses Modell zur Verfügung stehende Farbton Blue Water Metallic den einzigartigen Charakter des Fahrzeugs wirkungsvoll betont.


Modifikationen im Interieur.

Der Innenraum des BMW Hydrogen 7 zeigt sich im Vergleich zum BMW 760Li optisch kaum verändert. Im Cockpit befinden sich neue Anzeigen für den Wasserstoff-Betrieb. Innerhalb der Instrumentenkombination der BMW 7er Reihe leuchtet im Display der variablen Kontrollanzeigen im Wasserstoff-Betrieb das Symbol „H2“ auf. Im Rund des Tachometers ist oberhalb der Benzintankanzeige eine zusätzliche H2-Tankanzeige untergebracht, die den Füllstand in Kilogramm angibt. Die Gesamtreichweite erscheint in der Darstellung als zweigeteilter Querbalken sowie zusätzlich als Zahl. Die Reserveanzeigen für Wasserstoff (ca. 1,5 Kilogramm nutzbare Restmenge für etwa 50 Kilometer) und Benzin (ca. 15 Liter Restmenge für mindestens 100 Kilometer) werden getrennt voneinander ausgewiesen.

Die optisch auffälligsten Modifikationen sind im Fond zu finden. Sie liegen in der Anordnung des Wasserstofftanks unterhalb der Hutablage und hinter der Rücksitzbank begründet. Die Rücksitzbank des BMW Hydrogen 7 befindet sich 115 Millimeter weiter vorn als bei der Langversion des BMW 7er, jedoch 25 Millimeter weiter hinten als beim BMW 7er mit normalem Radstand. Die beiden Fondpassagiere genießen auch in dem Wasserstoff-Fahrzeug den Reisekomfort einer Oberklasse-Limousine von BMW. Die Mittelarmlehne im Fond ist packagebedingt fest installiert. Der BMW Hydrogen 7 ist daher als Viersitzer konzipiert.


Aluminium-Leichtbau für das Fahrwerk.

Wegen der zusätzlichen Bauteile der LH2-Kraftstoffversorgung kommt es insbesondere im hinteren Bereich des Fahrzeugs zu einer Gewichtszunahme. Diese macht entsprechende Anpassungen des Fahrwerks beziehungsweise der Regelsysteme erforderlich. Grundsätzlich basiert das Fahrwerk auf dem serienmäßigen Leichtbau-Aluminium-Fahrwerk, das die charakteristische Fahrdynamik der BMW 7er Reihe prägt.

Vorn kommt eine Doppelgelenk-Zugstreben-Federbeinachse zum Einsatz, hinten eine Integral-IV-Mehrlenkerachse mit Anfahr- und Bremsnickausgleich. Zusätzlich weist die Hinterachse wie das BMW 7er Sicherheitsfahrzeug Alu- und Stahl-Verstärkungen auf. Der BMW Hydrogen 7 ist mit dem speziell auf dieses Modell abgestimmten Fahrwerksystem AdaptiveDrive ausgestattet, das die Wankstabilisierung mit der variablen Stoßdämpferverstellung verbindet. AdaptiveDrive sorgt dafür, dass sich der BMW Hydrogen 7 überaus agil und souverän bewegen lässt und auch in engen Kurven spielend leicht zu beherrschen ist.

Die Federn an der Hinterachse wurden entsprechend den Erfordernissen des BMW Hydrogen 7 neu ausgelegt. Außerdem wurden die Dämpfer an Vorder- und Hinterachse neu abgestimmt und so modifiziert, dass sich die unvergleichliche Kombination von Fahrstabilität und Dynamik der BMW 7er Reihe auch im BMW Hydrogen 7 uneingeschränkt genießen lässt.

Der BMW Hydrogen 7 verfügt über eine BMW 7er Bremsanlage. Damit beträgt der Bremsweg des Fahrzeugs aus 100 km/h bis zum Stillstand 41 Meter. Die elektromechanische Feststellbremse wurde mit einer veränderten Einbaulage, einer geänderten Seilzugverlegung und modifiziertem Notlöse-Werkzeug für den BMW Hydrogen 7 speziell adaptiert. Ansonsten entspricht die Bremsanlage den Verzögerungssystemen der Modelle BMW 760i und BMW 760Li.

Die Regelsysteme sind von denen der Modelle BMW 760i und BMW 760Li abgeleitet, sie wurden jedoch an die Leistungsdaten sowie die Gewichtsverteilung des BMW Hydrogen 7 angepasst. Neben der Regelungs-Software des AdaptiveDrive betrifft dies auch die Abstimmung des Antiblockiersystems (ABS) und der Dynamischen Stabilitäts Control (DSC).

Der BMW Hydrogen 7 kommt mit 19 Zoll-Leichtmetallrädern in neuem Design einschließlich eines Mobility Sets auf die Straße. Außerdem sind für den BMW Hydrogen 7 Winterreifen im 18 Zoll-Format erhältlich.

High-tech-Reifendruckkontrolle RDC.

Zur Ausstattung des BMW Hydrogen 7 gehört auch das sensorbasierte Telemetrie-Reifendruckkontrollsystem RDC (Reifen Druck Control). Das aus dem Rennsport abgeleitete System weist eine höhere Warnschärfe auf und entspricht dem derzeit höchsten Stand der Reifenkontrolltechnik.

Mit dem Telemetrie-Reifendruckkontrollsystem RDC wird der Druck jedes einzelnen Reifens permanent und in kurzen Intervallen gemessen. Der Wert wird dabei über Kontrollleuchten im Instrumentenkombi für jedes Rad einzeln angezeigt. Zur RDC gehören vier Radelektroniken, die jeweils mit einem 125-kHz-Empfänger und einem 433-MHz-Sender ausgestattet und mit Metallventilen in den Rädern befestigt sind. Die Radelektroniken werden von Batterien betrieben, die eine Lebensdauer von 5 Jahren aufweisen.

Der Fahrer bekommt damit noch früher und präziser Warnhinweise auf einen Druckverlust in einem einzelnen Reifen. Darüber hinaus signalisiert das System auch einen gleichmäßig in allen Rädern auftretenden Luftverlust. Dieser kann durch natürliche Diffusion der Luft aus den Reifen oder durch große Temperaturschwankungen verursacht werden.

Wirksame Schallisolierung für maximalen Komfort.

Der bivalente Verbrennungsmotor des BMW Hydrogen 7 weist eine von herkömmlichen Benzinantrieben abweichende Akustik auf. Aufgrund der schnelleren Verbrennung und des somit höheren Wirkungsgrades ergibt sich im H2-Betrieb ein intensiverer Motorengeräuschpegel in einem anderen Frequenzspektrum. Verschiedene Maßnahmen gleichen diesen Effekt jedoch aus.

So wurde beispielsweise für den BMW Hydrogen 7 die Lagerung des Automatikgetriebes der Achtzylinder-Variante der BMW 7er Reihe übernommen, die weicher abgestimmt ist. Diese Maßnahme bietet einen idealen Kompromiss zwischen hoher Fahrdynamik und angenehmer Akustik.

Im Bereich der Bodenverkleidung der Fahrgastzelle und an der Stirnwand vor dem Motor wurden beim BMW Hydrogen 7 so genannte Super-High-Schallisolationen integriert. Die Belüftung der Fahrgastzelle erfolgt über einen eigens entwickelten, akustisch gedämpften Luftkanal. Der Rohluftschnorchel dieser Zuleitung ist mit einem Ansauggeräuschdämpfer ausgestattet.

Der Geräuschpegel im H2-Betrieb ist daher mit dem im Benzin-Betrieb des BMW 760i vergleichbar. Ein für den Wasserstoff-Betrieb charakteristischer Klang bleibt im H2-Betrieb dennoch erhalten.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist

Geändert von Hermann (15.11.2006 um 15:36 Uhr)
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