Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 09.11.2006, 18:27     #5
Hermann   Hermann ist offline
Senior Guru
  Benutzerbild von Hermann

Threadersteller
 
Registriert seit: 03/2001
Beiträge: 8.175

Aktuelles Fahrzeug:
E63 645Ci, E36 318i Cabrio, E39 523i Touring und Piaggio
Der Allradantrieb: Mehr Präzision für mehr Fahrvergnügen.

  • Noch präziser: Der intelligente Allradantrieb BMW xDrive.
  • Permanenter Allradantrieb mit variabler Momentenverteilung.
  • Optimierte Regelgüte für das Integrierte Chassis-Management.
Überlegene Fahreigenschaften in jeder Situation und auf jeder Art von Straße gehören zu den herausragenden Merkmalen des neuen BMW X5. Ermöglicht wird dieser Charakterzug vor allem durch den intelligenten permanenten Allradantrieb BMW xDrive. Das elektronisch gesteuerte Allradsystem sorgt mit Hilfe der variablen Verteilung des Antriebsmoments zwischen Vorder- und Hinterachse nicht nur jederzeit für bestmögliche Traktion, sondern fördert zugleich die Fahrdynamik in einzigartiger Weise. Agilität, Fahrstabilität und Fahrkomfort profitieren von der schnellen und präzisen Reaktion des BMW xDrive auf jede Veränderung der Fahrsituation und des Untergrundes. Damit verbindet das BMW xDrive die Dynamik-Vorzüge des Heckantriebs mit den Traktionsvorteilen eines Allradsystems. Die hohe Attraktivität dieses Systems hat dazu geführt, dass BMW mittlerweile der weltweit erfolgreichste Anbieter von Allradfahrzeugen im Premiumsegment ist.

Zur schnellen und präzisen Verteilung des Antriebsmoments sind das Allradsystem xDrive, die Dynamische Stabilitäts Control (DSC) und die Motorsteuerung über das Integrierte Chassis-Management (ICM) miteinander vernetzt. Antriebskraftverteilung, radindividueller Bremseneingriff und Motormanagement werden jederzeit exakt aufeinander abgestimmt. Auch die optional verfügbare Aktivlenkung wird in diesen Verbund integriert. Bei Übersteuern in Kurven sowie bei Bremsmanövern auf uneinheitlichem Untergrund (µ-Split-Bremsung) kann so mit einem gezielten und dezenten Gegenlenkimpuls das Ausbrechen des Fahrzeugs verhindert und die Fahrstabilität wieder hergestellt werden. Ergebnis dieser Vernetzung ist ein Höchstmaß an Fahrdynamik und aktiver Sicherheit.

Neue Reglerstruktur des ICM erhöht die Präzision.

Die Vernetzung zwischen BMW xDrive und dem Regelsystem DSC ermöglicht unter anderem eine stufenlose und variable Motorkraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse, daneben aber auch die zwangsweise Kraftverteilung an beide Räder einer Achse, also eine Quersperre. Dreht ein Rad durch, ohne Kraft zu übertragen, wird es vom DSC elektronisch abgebremst. Dadurch leitet das Differenzial im Achsgetriebe mehr Kraft an das gegenüberliegende Rad.

Für eine noch schnellere und präzisere Abstimmung zwischen xDrive und DSC sorgt die neue Reglerstruktur des Integrierten Chassis Managements. Beeinflussten Motor- und Bremsen-Management bisher nahezu unabhängig vom Längsmomenten-Management das Eigenlenkverhalten des Fahrzeugs, so arbeiten die drei Regelkreise beim neuen BMW X5 nun parallel. Während das Längsmomenten-Management die Verteilung des Antriebs- moments zwischen Vorder- und Hinterachse steuert, kann gleichzeitig das Bremsen-Management radindividuelle Bremseneingriffe zugunsten von Traktion und Fahrdynamik vornehmen. Das Motormanagement kann zudem – falls erforderlich – das Antriebsmoment reduzieren oder erhöhen. Durch die exakte Vernetzung mit dem DSC ermöglicht das Allradsystem xDrive im neuen BMW X5 eine schnelle und präzise Reaktion auf veränderte Fahrsituationen und somit noch mehr Fahrdynamik.

Permanenter Allradantrieb, variable Momentenverteilung.

Im neuen BMW X5 ist bei normaler Geradeausfahrt die Antriebskraft zwischen Vorder- und Hinterachse im Verhältnis 40 : 60 verteilt. Damit bleiben die Dynamikvorteile und der für BMW typische Fahreindruck des Standard- antriebs erhalten. Doch in besonderen Situationen geht es auch anders: Je nach Bedarf verändert sich der Drehmomentfluss zwischen Vorder- und Hinterachse stufenlos und variabel; zwischen 0 : 100 und 50 : 50 Prozent ist alles möglich. Im Extremfall, wenn zum Beispiel über die Hinterachse gar keine Kraft mehr auf die Straße gebracht werden kann, fährt der BMW X5 kurzzeitig mit einem voll gesperrten Allradantrieb. Diese starre Verbindung entspricht der vollständigen Längssperre konventioneller Allradantriebe.

Verantwortlich für die blitzschnelle, variable und exakte Übertragung des Antriebsmoments sind die Steuergeräte des Verteilergetriebes und der DSC Regelung. Zunächst berechnet DSC aus verschiedenen Messgrößen wie Lenkwinkel, Gaspedalstellung, Motordrehzahl und Geschwindigkeit das erforderliche Kupplungsmoment. Via Verteilergetriebe-Steuergerät wird schließlich das für die jeweilige Situation optimale Soll-Kupplungsmoment eingestellt, das heißt die optimale Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Das Verteilergetriebe, direkt hinter dem Getriebe angeflanscht, verteilt zunächst das Antriebsmoment über seine Hauptwelle im starren Durchtrieb auf die Hinterachse. Auf dieser Hauptwelle sitzt die elektronisch steuerbare Lamellenkupplung. Sie leitet das Drehmoment mittels einer Nebenwelle zur Vorderachse. All dies geht innerhalb von maximal 100 Millisekunden vonstatten.

Optimale Kraftverteilung in jeder Fahrsituation.

Der Fahrer des neuen BMW X5 profitiert permanent von den einzigartigen Fähigkeiten des xDrive. Beim Anfahren unter normalen Bedingungen ist die Lamellenkupplung bis 20 km/h geschlossen, die Kraftverteilung erfolgt im Verhältnis 50 : 50. Danach verteilt das System das Antriebsmoment je nach Fahrsituation und Beschaffenheit der Straße. Bei besonders dynamischer Beschleunigung oder fehlender Haftung an den Rädern einer Achse wird die Kraftverteilung sofort variiert, um optimalen Vortrieb zu erzielen.

Auf winterlichen oder unbefestigten Wegen wird die Anfahrsituation gänzlich anders bewältigt. Stehen beispielsweise beim Anfahren von einem verschneiten Parkplatz auf eine bereits geräumte Straße nur die Vorderräder auf griffigem Untergrund, werden innerhalb von nur 0,1 Sekunden nahezu 100 Prozent der tatsächlich übertragenen Antriebskraft auf die Vorderachse verlagert. Der bei herkömmlichen Systemen übliche und zu Leistungseinbußen führende Bremseneingriff an der Hinterachse entfällt. Der BMW X5 setzt sich spontan, zügig und sicher in Bewegung.

Agil und fahrstabil in Kurven und beim Beschleunigen.

In Kurven verringert das xDrive des neuen BMW X5 sowohl das Unter- als auch das Übersteuern, indem es die Kraft schnell und feinfühlig zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt: Drängt das Heck nach außen (Übersteuern), schließt die Lamellenkupplung stärker und leitet so mehr Antriebskraft auf die Vorderräder. So können die Hinterräder mehr Seitenkraft aufbauen und das Fahrzeug stabilisiert sich. Durch die Kombination mit dem DSC erkennt das System die Übersteuertendenz sehr früh und greift ein, noch bevor der Fahrer die veränderte Situation überhaupt bemerkt.

Beim Untersteuern strebt das Fahrzeug über die Vorderachse aus der Kurve. Diese Tendenz wird anhand der vom DSC registrierten Informationen frühzeitig erkannt. Das Antriebsmoment für die Vorderachse wird umgehend reduziert – im Extremfall bis zu einem 100-prozentigen Heckantrieb. Nur wenn das Über- oder Untersteuern durch die variable Kraftverteilung allein nicht zu kompensieren ist, stabilisiert DSC mit Bremseneingriffen das Fahrzeug.

Besonders agil zeigt sich der neue BMW X5 beim schnellen Erklimmen von Passstraßen. Beim dynamischen Beschleunigen aus einer Kehre heraus neigt das kurveninnere hintere Rad generell zum Durchdrehen. Dank BMW xDrive wird dagegen blitzschnell ein Teil der Kraft von den Hinterrädern abgezogen und an die Vorderachse geleitet. So wird jedes vom Motor zur Verfügung gestellte Kilowatt tatsächlich in Vortrieb umgesetzt.

Homogenes Fahrverhalten.

Selbst abrupte Gaswechsel kompensiert das Allradsystem xDrive so mühelos, dass der Fahrer eines BMW X5 von den jeweiligen Änderungen in der Verteilung des Antriebsmoments nichts bemerkt. Während zwischen dem Druck auf das Gaspedal und dem Aufbau eines Motor- moments mindestens 200 Millisekunden vergehen, schließt oder öffnet die Lamellenkupplung vollständig innerhalb von 100 Millisekunden. Die Folge ist ein in jeder Situation homogenes Fahrverhalten.

An Steigungen mit rutschigem Untergrund wie Eis oder Schnee verhindert die Sperrwirkung zwischen Vorder- und Hinterachse, dass einzelne Räder durchdrehen. Daher muss DSC erst bei wesentlich schwierigeren Fahrbahnverhältnissen die Motorleistung reduzieren oder Räder abbremsen. Beim Weiterfahren verringert die Sperrwirkung zudem die Gefahr des Längs- oder Seitenkraftverlustes an einzelnen Rädern. Dies vermittelt dem Fahrer ein sicheres und agiles Fahrverhalten.

Rangieren und Einparken: Dank xDrive leicht und präzise.

Schließlich eliminiert BMW xDrive eine altbekannte Nebenwirkung starrer Allradsysteme: Indem es die Achsen vollständig entkoppelt, wandelt es sich beim Einparken oder Rangieren zum reinen Heckantrieb – ohne dass der Fahrer etwas dazu beitragen muss. Er bemerkt lediglich, dass weder unangenehme Verspannungen im Antriebsstrang noch Einflüsse auf die Lenkung stören.
__________________
Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
Mit Zitat antworten