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Alt 16.07.2006, 18:40     #3
Hermann   Hermann ist offline
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Aktuelles Fahrzeug:
E63 645Ci, E36 318i Cabrio, E39 523i Touring
Mit Sicherheit zu mehr Komfort: Aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go Funktion und Abstandsgeregelter Bremsassistent.

Freude am Fahren stößt immer dann an Grenzen, wenn die Verkehrsbedingungen das Vorwärtskommen in der gewünschten Form unmöglich machen. Staus oder Stop-and-Go-Verkehr vor Baustellen und anderen Engpässen rufen beim Fahrer Stress und Unbehagen hervor, weil ihm auch im Schritttempo höchste Aufmerksamkeit abverlangt wird und er seinem Ziel dennoch nicht so schnell wie geplant näher kommt. An dieser Stelle kann ein verlässliches und gut vernetztes Fahrerassistenzsystem den Komfort bei stockendem Verkehr erheblich steigern. Mit der Aktiven Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go Funktion steht ein radargestütztes System vor der Serienreife, das den Fahrer beim wiederholten Anfahren und Wiederabbremsen in einer langsamen Fahrzeugkolonne unterstützt und für einen angemessenen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sorgt. Der Fahrer wird entlastet, er kann sich intensiver aufs Lenken konzentrieren und darüber hinaus eventuelle Wartezeiten deutlich entspannter verbringen.

Evolution eines bewährten Systems.

Die Aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go Funktion ist ein komfortorientiertes Assistenzsystem mit großem Sicherheitspotenzial, das vor allem für Fahrten auf Autobahnen und Schnellstraßen konzipiert wurde. Es ist auf einen Geschwindigkeitsbereich ausgelegt, der von 180 km/h bis zum Stillstand des Fahrzeugs reicht. Auf diese Weise wird der Fahrer in vielen Alltagssituationen unterstützt. Die Aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go Funktion beschleunigt und verzögert das Fahrzeug vollautomatisch, was nicht nur bei Kolonnenfahrt, bei niedriger Geschwindigkeit sowie im Stau zu einer Entlastung des Fahrers führt, sondern auch im fließenden Verkehr für einen Komfort- und Sicherheitsgewinn sorgt.

In Stop-and-Go-Situationen wird der Fahrer von den regelmäßig notwendigen Bremsmanövern entbunden. Dennoch bleibt er in der Verantwortung, denn er muss zum Beispiel zum Anfahren aus dem Stand durch kurzes Gasgeben oder per Knopfdruck den Befehl zur Beschleunigung des Fahrzeugs geben.

Drei Radarsensoren erfassen Objekte im Vorfeld.

Die zur Einhaltung eines konstanten Sicherheitsabstands notwendigen Daten werden mit Hilfe von Radarsensoren erhoben. Um das System in einem möglichst breiten Bereich einsetzen zu können, wird bei der Aktiven Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go Funktion ein Fernbereichssensor mit einer Reichweite von bis zu 150 Metern mit Nahbereichssensoren kombiniert, die vorausfahrende Fahrzeuge in einem Abstand von bis zu 20 Metern erkennen. Die Radarsensoren werden designkonform und unauffällig in die Frontpartie des Fahrzeugs integriert.

Ein zentrales Steuergerät wertet die Signale der Radarsensoren aus. Dazu werden sämtliche Daten über Position, Abstand und Geschwindigkeit der vorausfahrenden Fahrzeuge verarbeitet. In Abhängigkeit von der Verkehrsituation greift das Steuergerät nicht nur in das Motor- und Getriebemanagement ein, sondern aktiviert auch das Bremssystem.

Wird der definierte Abstand unterschritten, verringert das System durch Eingriffe in die Antriebssteuerung und den Aufbau von Bremsdruck ohne Zutun des Fahrers die Geschwindigkeit. Die maximale Verzögerung, die von der Aktiven Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go Funktion eingesteuert wird, beträgt bei Autobahnfahrten 2,5 m/s², bei niedrigen Geschwindigkeiten werden auch höhere Verzögerungswerte zugelassen. Sollte ein Eingreifen des Fahrers erforderlich sein, weil das vorausfahrende Fahrzeug extrem stark verzögert, wird er durch optische und akustische Signale dazu aufgefordert.

Abstandsgeregelter Bremsassistent: Maximale Fahrerunterstützung in kritischen Situationen.

Bisher unerreichte Potenziale in der aktiven Sicherheit erschließt der Abstandsgeregelte Bremsassistent, der die Sensorik der Aktiven Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go Funktion nutzt. Das System unterstützt den Fahrer beim Erkennen und Bewältigen von Situationen, die eine besonders intensive Verzögerung seines Fahrzeugs erfordern.

Sobald die Radarsensoren der Aktiven Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go Funktion ein vorausfahrendes Fahrzeug erfasst haben und der Systemrechner des Steuergeräts über einen Datenabgleich eine bedrohliche Situation erkannt hat, wird der Fahrer durch eine Vorwarnung darauf hingewiesen. Eine solche Auffahrwarnung wird ausgelöst, wenn zum Beispiel der Vordermann unvermutet stark abbremst beziehungsweise der Abstand ein sicherheitskritisches Niveau erreicht. Als Auslösekriterien für eine derartige Warnung dienen die Relativgeschwindigkeiten der beteiligten Fahrzeuge, der Abstand zueinander sowie die für eine Notbremsung verbleibende Zeitreserve. Bei Ausstattung des Fahrzeugs mit der Option Head-Up-Display wird die Vorwarnung auch grafisch in der Frontscheibe angezeigt. Der Abstandsgeregelte Bremsassistent ist jederzeit für den Fahrer verfügbar, unabhängig davon, ob die Aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go Funktion aktiviert ist oder nicht.

Das Bremssystem wird in Funktionsbereitschaft versetzt.

Nimmt der Fahrer aufgrund der Warnung den Fuß vom Gas, wird automatisch das Motorschleppmoment erhöht. Dadurch verringert sich die Geschwindigkeit, noch bevor der Fahrer die Bremse betätigt. Zugleich wird das Bremssystem durch Herabsetzen der Auslöseschwellen des hydraulischen Bremsassistenten in eine Funktionsbereitschaft versetzt. Außerdem werden mit sofortigem Druckaufbau im Bremssystem die Bremsbeläge an die Scheiben herangeführt, ohne spürbare Verzögerung zu bewirken. Im Falle einer Notbremsung lässt sich dank dieser Vorkehrungen wesentlich schneller die maximale Verzögerungsleistung erreichen. Reagiert der Fahrer nicht auf die Warnung, wird er durch ein zusätzliches optisches Signal sowie über einen Warnton zum Eingreifen aufgefordert.

Schnellerer Druckaufbau bewirkt kürzere Bremswege.

Tritt der Fahrer nun auf das Bremspedal, erkennt der bereits vorkonditionierte Bremsassistent eine Notbremsung und sorgt dafür, dass der Bremsdruck situationsgerecht schnell aufgebaut wird – gegebenenfalls bis zum Regelbereich des ABS. Auf diese Weise lässt sich der Anhalteweg deutlich verkürzen und eine wertvolle Sicherheitsreserve gewinnen.

Selbst in Situationen, in denen eine Kollision unvermeidbar ist, leistet der Abstandsgeregelte Bremsassistent einen erheblichen Beitrag zum Schutz der Insassen vor den Folgen eines Aufpralls. Mit den ausgelösten Maßnahmen wird schnell und wirkungsvoll Geschwindigkeit abgebaut, was dazu führt, dass die Aufprallgeschwindigkeit so gering wie möglich ausfällt. Kurz vor dem Aufprall aktiviert das Sicherheitssystem darüber hinaus auch die Gurtstraffer, um eine optimale Sitzposition des Fahrers und des Beifahrers zu gewährleisten und so das Verletzungsrisiko zu minimieren.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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