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Alt 08.07.2006, 19:00     #3
Hermann   Hermann ist offline
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Technik und Design.

Starker und kultivierter Antrieb.

Der Motor basiert auf dem erstmals in der R 1200 GS vorgestellten Zweizylinder-Aggregat mit Ausgleichswelle und entspricht in der vorliegenden Ausbaustufe jenem Triebwerk, das bereits in der BMW R 1200 RT zum Einsatz kommt. Die konstruktiven Details sind in den Pressemappen zur R 1200 GS und R 1200 RT beschrieben.

Im Vergleich zur R 1150 R bietet der neue Roadster knapp 28 Prozent mehr Leistung bei höherer Nenndrehzahl und zirka 17% mehr Drehmoment. Dabei präsentiert sich der Motor gegenüber seinem Vorgänger um 7% leichter und zeichnet sich durch einen angenehm vibrationsarmen Lauf aus. Dank einer elektronischen CAN-Bus-Motorsteuerung der neuen Generation arbeitet das moderne Triebwerk zudem komfortabler. Dafür sorgen die automatische Leerlaufregelung, die Kaltstartautomatik sowie eine Klopf- regelung, die den Einsatz niedriger Kraftstoffqualitäten ermöglicht. Sein maximales Leistungspotential von 80 kW/109 PS bei 7 500 min–1und 115 Nm bei 6 000 min–1entfaltet der Boxermotor mit Kraftstoff der Sorte Super plus (ROZ 98). Die Verwendung von Superbenzin (ROZ 95) führt zu geringfügigen Leistungseinbußen.

Das schräg verzahnte Sechsgang-Getriebe der R 1200 R stammt ebenfalls aus dem RT-Modell und zeichnet sich durch einen sanften Eingriff der Zahnräder und einen ruhigen Lauf aus. Im Gegensatz zum Tourenmodell arbeitet der Kardanantrieb der R 1200 R mit einer kürzeren Sekundärüber- setzung von 2,75 (RT: 2,62). Dies führt dazu, dass die sechste Fahrstufe kein Schongang ist, sondern fahraktiv genutzt werden kann.

Fahrwerkstechnik auf höchstem Niveau.

Die BMW R 1200 R weist wie die RT- und ST-Modelle eine zweiteilige Rahmenkonstruktion auf, die den Motor als tragendes Element integriert. Während das vordere Rahmenteil von der RT stammt, wurden Lenkkopfwinkel und Nachlauf gezielt auf den Roadster abgestimmt. Völlig neu ist die hintere Gitterrohrkonstruktion des Rahmens, die weniger Gewicht auf die Waage bringt als vergleichbare Bauteile und zum leichten Erscheinungsbild des Heckbereichs beiträgt.

Als Radaufhängungen kommen die von anderen Boxer-Modellen bekannten Telelever- und Paralever-Konstruktionen neuester Bauart zum Einsatz. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum stabilen Fahrverhalten und zum leichten Handling des Roadsters. Auf kurvenreichen Strecken beweist die R 1200 R eine höhere Agilität als der Vorgänger und erfüllt zugleich jene Ansprüche, die ein Tourenfahrer in Sachen Komfort an seine Maschine stellt. Wer häufig mit unterschiedlicher Zuladung unterwegs ist, wird vom optionalen elektronischen Feder-Dämpfer-System ESA begeistert sein, mit der sich Federbasis und Dämpfungsrate bequem per Knopfdruck elektronisch einstellen lassen.

Leistungsstarke Bremsanlage und neue Generation des Integral ABS.

Mit zwei schwimmend gelagerten, im Durchmesser 320 Millimeter großen Bremsscheiben und zwei Vierkolben-Festsattelzangen am Vorderrad ist die BMW R 1200 R für vehemente Verzögerungsarbeit bestens gerüstet. Der Druckaufbau erfolgt über ebenso schlanke wie hochwertige Stahlflex-Bremsleitungen, die auch am Zweikolben-Schwimmsattel auf der 265 Millimeter großen Hinterrad-Bremsscheibe zum Einsatz kommen.

Als Sonderausstattung ab Werk steht die neue Generation des BMW Motorrad Integral ABS zur Verfügung, das ab 2007 mit der automatischen Antriebsschlupfregelung ASC kombiniert werden kann. Weitere Informationen über Funktion, Aufbau und Wirkungsweise der neuen ABS-Generation entnehmen Sie bitte der separaten Pressemappe.

Instrumente.

Die Instrumentenkombination der neuen R 1200 R ist roadstertypisch. Zwei analoge, übereinander angeordnete Rundinstrumente sowie ein digitales LCD-Display informieren den Fahrer auf einen Blick über Geschwindigkeit, Drehzahl, Gesamtkilometer, Tageskilometer, eingelegten Gang und Uhrzeit. Auf Wunsch kann die Funktionalität der Instrumentenkombi um einen Bordcomputer erweitert werden, der zusätzliche Informationen liefert. Mehr dazu findet sich im Abschnitt „Sonderausstattung“.

Single-Wire-System (SWS) mit CAN-Bus-Technologie.

Wie bei den übrigen Modellen der aktuellen R- und K-Baureihe kommunizieren die elektrischen und elektronischen Komponenten der R 1200 R über ein modernes Datenbus-Netzwerk, in dem digitale Informationen über nur einen Signalpfad übertragen werden. Mit Einführung des Single-Wire-Systems wurde der Aufbau der Bordelektrik drastisch vereinfacht, der Bedarf an Kabeln und Steckverbindungen reduziert und das Gewicht der gesamten elektrischen Anlage deutlich gesenkt. Hinzu kommt, dass erst diese Technologie zuverlässige, umfassende und rasche Fehlersuch- und Diagnosefunktionen ermöglicht. Außerdem versetzt es den Servicetechniker in die Lage, Daten auszulesen und/oder Parameter neu zu definieren. Schließlich lässt sich auch elektronisches Sonderzubehör zur Erweiterung der Funktionsvielfalt ohne größeren Aufwand adaptieren. Dem Kunden eröffnet die moderne Technologie einen weiteren Vorteil: Er kann zahlreiche Informationen schnell und bequem über das Kombi-Instrument in seinem Cockpit abrufen.

Elektronische Wegfahrsperre.

Damit die neue R 1200 R ihrem rechtmäßigen Benutzer lange erhalten bleibt, zählt eine elektronische Wegfahrsperre zum Serienumfang des Roadsters. Sie ist in das zuvor beschriebene Datenbus-Netzwerk integriert. Wie bei modernen Automobilen beherbergt der Zündschlüssel einen codierten Datenchip, der über eine Ringantenne im Zündschloss mit dem elektronischen Motormanagement kommuniziert. Wenn die ausgetauschten Daten übereinstimmen, werden Zündung und Kraftstoffversorgung freigegeben – nur dann kann die Maschine gestartet werden.

Ergonomie und Schrittbogenlänge.

Um ein Maximum an Komfort und Bewegungsfreiheit sicherzustellen, wurde bei der Gestaltung der Sitzbank die so genannte Schrittbogenlänge zugrunde gelegt. Dieser Wert beschreibt die Länge zwischen beiden Fußaufstandspunkten – gemessen über die Innenlänge der Beine – und berücksichtigt auch Form und Breite der Sitzbank. Sie ist im vorderen Bereich besonders schmal ausgeführt und ermöglicht so eine hervorragende Bodenerreichbarkeit und einen im Vergleich zum Vorgängermodell spürbar entspannten Kniewinkel. Auch für den Beifahrer steht der gewohnt hohe Sitzkomfort einer BMW zur Verfügung. Die Seriensitzbank misst eine Höhe von 800 Millimeter, die Schrittbogenlänge beträgt 1800 Millimeter. Um auch deutlich unterschiedlichen Fahrerstaturen gerecht zu werden, kann die neue R 1200 R auf Wunsch mit einer Doppelsitzbank niedrig (Sitzhöhe 770 mm) oder hoch (Sitzhöhe 830 mm) geordert werden.

Design und Farbkonzept.

Die neue BMW R 1200 R präsentiert sich als zeitloser, klassischer Roadster mit hervorragenden Allroundqualitäten und eigenständigem Charakter, der durch die gesteigerte Dynamik zusätzlich aufgeladen wird. Diese Eigenschaften spiegelt auch das Design in augenfälliger Weise wider.

Kompakt in ihren Gesamtproportionen, weist die neue R 1200 R ganz bewusst formal reduzierte Karosseriekomponenten auf, um die Technik des Antriebsstrangs und besonders den Motor optisch zu betonen. Auch der hochwertig anmutende Scheinwerfer zitiert den klassischen Motorradbau, spannt aber mit den Freiformflächen-Reflektoren den Bogen zur Moderne. Die enge Einbindung des Scheinwerfers in die Gesamtlinie schafft eine fast bullig wirkende Front, die gekonnt mit den schlank geformten Heckproportionen korrespondiert. Selbst der als Sonderausstattung lieferbare, elegante Kofferhalter fügt sich harmonisch in diese Formensprache ein. Von hinten betrachtet dominiert der Paralever, ein weiteres Merkmal, mit dem sich der Roadster eindeutig als BMW zu erkennen gibt.

Auch aus Fahrersicht wird die optische Leichtigkeit der neuen R 1200 R deutlich. Da der seitliche Kühler entfallen ist, präsentiert sich der Tankbereich nun wesentlich kompakter und schmaler. Traditionell aus Blech gefertigt, betont der Tank zudem die klassische Grundlinie.

Schließlich unterstreicht das Farbkonzept den Charakter der neuen BMW R 1200 R. Dabei interpretieren die drei zur Auswahl stehenden Farbvarianten das klassische Roadster-Thema auf höchst unterschiedliche Weise.

Die Lackierung in Nachtschwarz uni stellt die Geradlinigkeit und Ehrlichkeit des Roadsters heraus. Wer sich darüber hinaus für die in Vorbereitung befindliche, von Hand gezogene Doppellinierung in weiß entscheidet (als Sonderausstattung), erhält eine wahrhaft klassisch anmutende BMW.

Kristallgrau-metallic ist eine innovative Farbgebung, die je nach Lichteinfall und Blickwinkel ein wenig anders erscheint und dadurch sehr edel, elegant und zugleich modern wirkt.

Als eher technisch anmutende Farbe betont Granitgrau-metallic besonders die Formen und Linien des Roadsters. Ungestört von Reflexen und Spiegelungen lenkt sie das Auge des Betrachters auf das Wesentliche: auf eine puristische und moderne Allround-Maschine.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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