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Alt 22.06.2006, 19:55     #2
Hermann   Hermann ist offline
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Von der Rennstrecke direkt auf die Straße. Die Technik des MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit.

Ein Rennsportfahrzeug als Basis für ein Serienmodell? Im Normalfall verläuft die Entwicklung umgekehrt. Nicht so beim MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit: Er ist die Weiterentwicklung des Rennfahrzeugs, das bei der Clubsportserie MINI CHALLENGE von Nachwuchstalenten und Prominenten auf der Rennstrecke gesteuert wird. Der MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit verfügt über alle Qualitäten dieser Motorsportversion, doch in der Leistung übertrifft er sie sogar noch. Mit 160 kW/218 PS ist das in einer exklusiven Kleinserie gefertigte Modell das stärkste Fahrzeug, das jemals im Angebot der MINI Händler zu finden war. Mehr Power als im Rennsport – diese Formel verspricht ein einzigartiges Fahrerlebnis. Ein exklusives Vergnügen ist der MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit allemal, denn er wird in einer limitierten Auflage von exakt 2 000 Exemplaren produziert.

Überragende Leistung, eindrucksvolle Effizienz.

Die Buchstaben GP in der Modellbezeichnung stehen für „Grand Prix“. „Ich wollte damit die erfolgreichen Grand-Prix-Autos meines Vaters ehren“, erklärt Mike Cooper, der Firmenchef von John Cooper Works. „Dieser MINI ist dafür die ideale Wahl: höhere Leistung, weniger Gewicht, mehr Spaß.“ Und tatsächlich bilden diese Faktoren die Grundlage für einen MINI, der in die Geschichte eingeht. Denn so stark wie der MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit war noch kein Serien MINI zuvor – weder auf der Straße noch im Rennsport. Dabei ist bereits der 1,6 Liter große Kompressor- Motor der MINI CHALLENGE Rennfahrzeuge ein beeindruckendes Kraftpaket. Der Motor, der auch die Straßenversion MINI Cooper S antreibt, leistet mit John Cooper Works Tuning Kit 154 kW/210 PS und mobilisiert ein maximales Drehmoment von 245 Newtonmetern. Für das neue, in Zusammenarbeit mit John Cooper Works entwickelte Kleinserien-Modell war dies jedoch nicht das letzte Wort. Mit Modifikationen am Ladeluftkühler und an der elektronischen Motorsteuerung wurden noch höhere Spitzenwerte erzielt. Diese Leistungen sind nur unter den Bedingungen einer exklusiven Kleinserien-Fertigung realisierbar und nicht in die herkömmliche Produktion übertragbar.

Entsprechend übertrifft der MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit die Fahrzeuge der MINI CHALLENGE in allen wichtigen technischen Eckdaten: Die Leistung wurde auf 160 kW/218 PS gesteigert, das maximale Drehmoment wuchs auf 250 Newtonmeter, die Höchstgeschwindigkeit beträgt nun 240 km/h. Und für die Beschleunigung von null auf 100 km/h wird ein Wert von 6,5 Sekunden angegeben. Der Kraftstoffverbrauch entspricht mit 8,6 Litern je 100 Kilometer nach EU-Zyklus allerdings exakt dem Wert des MINI Cooper S mit John Cooper Works Tuning Kit – auch das ein Beleg für die hohe Effizienz der Tuning-Maßnahmen. Auch die Anforderungen der Abgasnorm EU4 werden erfüllt.

Der MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit fährt nicht nur beim Vergleich mit allen bisherigen MINI Modellen klar auf der Überholspur. Mit den Leistungswerten seines Motors lässt er sogar hochkarätige Sportwagen hinter sich. Exakt 100 kW je Liter Hubraum werden dem kompakten Kompressor-Aggregat entlockt. Eine derartige Literleistung wird ansonsten allenfalls im Rennsport realisiert.

Das Power-Rezept: Hoher Ladedruck und präzise Motorsteuerung.

Schon bei den in der MINI CHALLENGE eingesetzten MINI Cooper S mit John Cooper Works Tuning Kit wird mit einem äußerst wirkungsvollen Rezept für hohe Leistung gesorgt. Seine Konstrukteure ersetzten zunächst den Kompressor, der im serienmäßigen MINI Cooper S verwendet wird, durch ein Aggregat, das mit einer höheren Drehzahl arbeitet. Den dabei entstehenden Mehrbedarf an Ansaugluft deckt ein adaptierter Luftfilter mit einer zusätzlichen Einlassklappe, die automatisch geöffnet wird, sobald die Motordrehzahl 4 500 min–1 erreicht. Der erhöhte Ladedruck sorgt für ein optimiertes Strömungsverhalten im Zylinderkopf. Dort wurden die Auslasskanäle den geänderten Verhältnissen angepasst. Dadurch wiederum waren Einspritzdüsen mit erhöhtem Durchsatz erforderlich. High-Power-Zündkerzen und Modifikationen am Motormanagement stellen eine präzise Verbrennung und eine effiziente Kraftstoffausnutzung sicher. Darüber hinaus ist der Nachschalldämpfer auf den erhöhten Abgasgegendruck abgestimmt. Für den MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit wurde nun zusätzlich die Effizienz des Ladeluftkühlers gesteigert. Damit reduziert sich der Gegendruck um rund 40 Prozent, was zu einem spürbar stärkeren Durchsatz im Motor führt. Die maximal zulässige Motordrehzahl liegt nun bei 7150 min–1, neben der Höchstleistung stieg auch das maximale Drehmoment nochmals an.

Der Antrieb des MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit stellt sein maximales Drehmoment von 250 Newtonmeter bei einer Motordrehzahl von 4 600 min–1 zur Verfügung. Die Maximalleistung von 218 PS wird bei 7100 min–1 erreicht. Im Drehzahlbereich zwischen diesen Werten ist die erhöhte Kompressorleistung besonders deutlich zu spüren – und zu hören. Der Motorsound trifft ganz genau den Ton, der auf Rennstrecken gespielt wird. Als passendes Instrument fungiert der Doppelrohr-Sportauspuff, der zentral aus der Heckschürze des MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit herausragt und damit auch optisch höchst präsent ist.

Mit dem leicht und präzise schaltbaren Sechsgang-Getriebe macht das Ausloten der Motorleistung noch mehr Spaß. Die Abstufung des Getriebes korrespondiert ideal mit der Motorcharakteristik und bietet daher beste Voraussetzungen, um mit der gesteigerten Leistung auch die besten Beschleunigungs- und Elastizitätswerte zu erzielen. Im fünften Gang sprintet der MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit innerhalb von 6,6 Sekunden von 80 auf 120 km/h. Wer in den vierten Gang zurückschaltet, schafft das gleiche Manöver sogar in nur 5,3 Sekunden. Und im sechsten Gang ist das höhere Tempo immerhin bereits nach 8,8 Sekunden erreicht.

Darüber hinaus zeigten Vergleichsfahrten auf einer abgesperrten Rennstrecke, dass die hervorragenden Fahrleistungen des MINI Cooper S mit John Cooper Works Tuning Kit in der Tat noch steigerbar waren. Der MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit umrundete die Nürburgring-Nordschleife – ohne Grand Prix Kurs – in einer Zeit von nur 8:41,55 Minuten und damit um fast 14 Sekunden schneller als das Großserienmodell. Dabei machte sich neben der Motorleistung vor allem das extrem sichere und stabile Fahrverhalten bemerkbar. Auch bei hohen Geschwindigkeiten bleiben Lastwechselreaktionen und Bremsmanöver leicht beherrschbar. Dies ist in erster Linie den aerodynamischen Maßnahmen zu verdanken, die für drastisch reduzierte Auftriebswerte an der Vorder- und an der Hinterachse sorgen.

Aus Erfahrung stark: Motortests nach bewährten Standards.

Wie alle Antriebsvarianten des MINI hat auch die neue Spitzenmotorisierung ein umfangreiches Testprogramm gemäß den hohen BMW Group und John Cooper Works Standards durchlaufen. Die MINI Werksgarantie gilt daher uneingeschränkt auch für den MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit.

Für perfektes Handling: Sperrdifferenzial und ASC+T.

Wie jeder MINI überträgt auch der MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit die Kraft seines Motors an die Vorderräder. Damit die reichlich vorhandenen Pferdestärken auch in Vortrieb auf der Straße umgesetzt werden, ist er serienmäßig mit einem Sperrdifferenzial ausgerüstet. Es verhindert weitgehend ein einseitiges Durchdrehen der Antriebsräder und optimiert so die Traktion vor allem auf rutschiger Straße. Für Spurstabilität beim Anfahren und beim Bremsen sorgt auch die automatische Stabilitätskontrolle ASC+T, die ebenfalls zum serienmäßigen Ausstattungsumfang gehört. Sie ermöglicht geradliniges Beschleunigen auch dann, wenn eines der Antriebsräder auf griffigem Boden, das andere jedoch auf losem Untergrund, Schnee oder Matsch steht. So bleibt das Fahrzeug auch in dieser Situation leicht beherrschbar.

Mehr Sicherheit ohne Zusatzkosten: DSC auf Wunsch und aufpreisfrei.

Nicht nur die Längsdynamik des MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit lässt sich mit der Hilfe elektronischer Systeme zähmen, auch für den sicheren Umgang mit den Seitenkräften steht anspruchsvolle Technik parat. Auf Wunsch hat der besonders rasante MINI die Dynamische Stabilitätskontrolle DSC an Bord. Die Sensoren des DSC registrieren ein Übermaß an Querdynamik in schnell durchfahrenen Kurven; mit einer Reduzierung der Motorleistung und mit gezielten Bremseneingriffen wird bei Bedarf die Stabilität des Fahrzeugs gewährleistet. Sobald eine Tendenz zum Übersteuern auftritt, veranlasst das Steuergerät des DSC ein Abbremsen des kurvenäußeren Vorderrads ab. Wenn der Fahrer bereits aufs Bremspedal tritt, erhöht der Computer den Bremsdruck an diesem Rad und verringert ihn an den der Kurveninnenseite zugewandten Rädern. Beim Untersteuern bremst das Steuergerät des DSC das kurveninnere Hinterrad. Auch in diesem Fall wird – falls der Fahrer bereits reagiert hat – der Bremsdruck am kurveninneren Rad erhöht, während er an den äußeren Rädern zurückgenommen wird.

Vor allem bei dynamischen Manövern erhöht das DSC die Stabilität des Fahrzeugs bis in den physikalischen Grenzbereich hinein. Auch bei spontanen Lastwechselreaktionen oder plötzlich wechselnden Fahrbahnverhältnissen wird zusätzliche Sicherheit gewährleistet. DSC gehört beim MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit zur Sonderausstattung und kann aufpreisfrei geordert werden.

Hochleistungsbremsanlage mit 16 Zoll-Scheiben.

Dank seiner direkt übersetzten Lenkung lässt sich der MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit punktgenau um jede Kurve dirigieren. Weil er nicht nur einen besonders kräftigen Motor, sondern auch ein Sportfahrwerk mit straffen Federn und besonders starken Stoßdämpfern erhielt, ist für extreme Agilität gesorgt. Bei der Beurteilung des Kurvenfahrverhaltens bleibt die Assoziation zum Gokart nicht aus. Spätestens beim Herausbeschleunigen aus der Kurve wird jedoch klar, dass der MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit für deutlich größere Rennstrecken gebaut wurde. Zum sicheren Umgang mit seinem hohen Dynamikpotenzial tragen nicht zuletzt die Sportbremsen von John Cooper Works bei. Die 16 Zoll-Bremsanlage vorn mit innenbelüfteten Scheiben verhilft dem stärksten MINI auch zu besonders eindrucksvollen Verzögerungswerten. Rot lackierte Bremssättel an den Vorderrädern weisen auf die zupackende Wirkung dieser Spezialanfertigung hin. Mit besonders großen Bremskolben und speziellen Bremsbelägen wird sichergestellt, dass die Verzögerungswirkung auch bei hoher Beanspruchung stabil bleibt.

Um die optimale Verteilung und die ideale Dosierung der Verzögerungskraft kümmert sich ein ganzes Bündel elektronischer Systeme, die serienmäßig an Bord sind. Dazu gehören das Antiblockiersystem (ABS), die elektronische Bremskraftverteilung (EBD) und die Kurvenbremshilfe Cornering Brake Control (CBC). Mit Hilfe der EBD wird vor allem das so genannte Überbremsen an der Hinterachse vermieden. Es kann entstehen, wenn sich beim Bremsen der Schwerpunkt des Fahrzeugs nach vorn verlagert. Blockierende Hinterräder können dann instabile Fahrzustände auslösen, weil sie die Seitenkräfte nicht mehr übertragen können. Während die EBD für die richtige Verteilung der Bremskraft zwischen Vorder- und Hinterrädern sorgt, regelt das System CBC die Bremskraftverteilung zwischen den Rädern einer Achse: Beim leichten Bremsen in Kurven kann es aufgrund einer dynamischen Schwerpunktverlagerung zu stärkerer Bremswirkung an der kurvenäußeren Fahrzeugseite kommen. CBC gleicht diese Tendenz aus und optimiert so die Fahrstabilität in diesen Situationen.

Ebenfalls zur Serienausstattung gehören Niederquerschnittsreifen der Dimension 205/40 R 18 82W RSC mit Runflat-Funktion auf speziell für den MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit entwickelten 18 Zoll- Leichtmetallfelgen. Diese Räder zeichnen sich durch ihr besonders geringes Gewicht und ein ungewöhnliches Erscheinungsbild aus. Die schwarzen Felgen werden in einem zusätzlichen Produktionsschritt abgedreht, wodurch Felgenrand und Teile der vier Doppelspeichen metallisch kontrastierend hervortreten. Dank ihrer schlanken Speichen wirkt die Felge sehr offen und erleichtert den Blick auf die rot lackierten Bremssättel. Sie setzen vor allem im Zusammenspiel mit den dunklen Partien des Rades einen besonders reizvollen optischen Akzent. Darüber hinaus bietet die Leichtbau-Felge auch funktionale Vorteile. Ihre Bauweise fördert während der Fahrt die Zuleitung von Kühlluft an die Bremsscheiben und verhindert auch bei stehendem Fahrzeug ein Aufstauen von Hitze an der Bremsanlage.

Motorsport als Vorbild: Leichtbau bis ins Detail.

Dass die Schöpfer des MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit ihre Inspiration aus dem Motorsport beziehen, wird auch an anderer Stelle deutlich. Neben der Leistungssteigerung war Leichtbau bei seiner Entwicklung ein wesentliches Gebot. Der MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit wiegt rund 50 Kilogramm weniger als ein serienmäßiger MINI Cooper S mit üblichem Ausstattungsumfang.

Zur Gewichtsoptimierung griffen die Ingenieure tief in die Technik des sportlichen MINI ein. Mit einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen – von denen manche nur wenige Gramm einsparen – wurde in der Summe ein Idealgewicht erreicht, das es ermöglicht, die zusätzliche Motorleistung besonders effektiv in Agilität und Dynamik umzusetzen. Das umfangreiche Leichtbau-Programm reicht von der Rohkarosserie über das Fahrwerk, bei dem die Längslenker an der Hinterachse aus Aluminium gefertigt werden, bis zum besonders sparsam eingesetzten Dämmmaterial. Da sich vor allem die Reduzierung von ungefederten Massen positiv auf die Fahrdynamik auswirkt, trägt das geringe Gewicht der Felgen unmittelbar zur hohen Agilität des MINI Cooper S mit John Cooper Works GP Kit bei.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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