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Alt 01.03.2006, 08:03     #5
Albert   Albert ist offline
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CE-
Datenerfassung in der Zukunft – Fahrzeuge im Dialog.

Noch Zukunftsmusik, an Prototypen jedoch bereits erforscht, ist die erweiterte, fahrzeuggenerierte Verkehrsdatenerfassung „Extended Floating Car Data“ (XFCD). Sie ermöglicht eine präzisere Verarbeitung der Verkehrsinformationen als FCD. Mit XFCD erkennt das Fahrzeug die Situation selbst. Alle vorhandenen Daten werden direkt im Automobil gemessen und ausgewertet. So können Aussagen sowohl über lokale Gefahren, wie zum Beispiel Glatteis oder Aquaplaning, als auch über die aktuelle Verkehrssituation, wie zum Beispiel die Auflösung eines Staus, gemacht werden. Das Fahrzeug leitet dann die Information an eine Verkehrszentrale weiter und könnte parallel über die Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikation andere betroffene Autos im Umfeld warnen, was zu einem noch schnelleren und direkten Informationsfluss beiträgt.

Für das neue Datenerfassungssystem muss keine zusätzliche Hardware im Fahrzeug eingebaut werden. XFCD funktioniert vielmehr auf Basis der bestehenden Fahrzeugarchitektur und wird nur durch Softwareprogramme ergänzt. In einem modernen Automobil liegen neben der Geschwindigkeit auch eine Vielzahl weiterer Daten aus dem Fahrzeugsystem vor. Die Einführung moderner Bordnetze, von Fahrdynamikregelung und Fahrerassistenzsystemen, bietet ein weites Spektrum verfügbarer Daten, die zum Informationsgewinn über die Verkehrslage, zum Straßenzustand und zur aktuellen Wetterlage herangezogen werden können. Dazu zählen beispielsweise Daten von Abblend-, Fern- und Nebellicht, Außenthermometer und Klimaanlage, Bremse, Navigationssystem, Regensensor oder Scheibenwischer.

Der größte Vorteil bei XFCD ist die Möglichkeit, alle Meldungen direkt an ein anderes Fahrzeug zu übertragen. Die Informationen werden schneller verarbeitet und über Ad-hoc-Netze an alle betroffenen Fahrzeuge in der Umgebung weitergegeben. Jedes Fahrzeug übernimmt dabei – je nach Situation – die Rolle des Senders, Empfängers oder Vermittlers. Der Vorteil: Ad-hoc-Netze organisieren sich selbst, sie sind durch das „Multi-Hopping“-Verfahren in ihrer Reichweite prinzipiell unbegrenzt und benötigen keinerlei zusätzliche Infrastruktur.
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