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Alt 23.02.2006, 12:21     #13
Albert   Albert ist offline
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CE-
12. Die Produktion des BMW Z4 Roadsters: Flexibel nach individuellen Kundenwünschen.

Durch ein effektives Zusammenspiel von Produktion, Logistik und Vertrieb kann jeder BMW Kunde sein individuell gefertigtes Wunschfahrzeug zum fest vereinbarten Zeitpunkt in Empfang nehmen. Die Basis dafür legt der Kunden-Orientierte Vertriebs- und Produktionsprozess (KOVP) der BMW Group, nach wie vor weltweit Benchmark in der Automobilindustrie. KOVP zielt auf maximale Änderungsflexibilität, Schnelligkeit und hohe Termintreue. Dieser Prozess optimiert die gesamte Kette von der Bestellung bis zur Auslieferung von Automobilen und orientiert sich an den individuellen Kundenwünschen.

Die wichtigsten Voraussetzungen für KOVP sind standardisierte Prozesse im Karosseriebau, eine hohe Fertigungsflexibilität und das 1998 eingeführte Online-Ordering-System. Dabei wird die lackierte Karosserie in der Logistik-Kette als Zulieferteil betrachtet, das „just-in-sequence“ an das Montageband geliefert wird. Nach erfolgter Bestellung im Handelsbetrieb wird umgehend online ein Platz im Produktionsprozess reserviert und die Fertigungslogistik informiert. Damit sorgt KOVP bei internen Netzwerkpartnern und externen Lieferanten für Transparenz und stabile Versorgungs- und Produktionsprozesse.

Kurzfristige Änderungen bis vier Tage vor Produktionsbeginn.

Als Built-to-order-Hersteller bietet BMW jedem Kunden die Möglichkeit, sich sein individuelles Traumauto aus einer Vielzahl von Ausstattungsvarianten zusammenzustellen. Insgesamt steht dem Kunden bei jedem Fahrzeugtyp eine Variantenvielfalt von circa 1030 Kombinationsmöglichkeiten zur Verfügung, so auch beim BMW Z4. Ein wesentlicher Kundennutzen von KOVP ist dabei die hohe Änderungsflexibilität. Änderungswünsche bezüglich Karosserievariante, Motor, Farbe oder Ausstattung können beim BMW Z4 im Werk Spartanburg/USA bis vier Tage vor Montagestart berücksichtigt werden.

Dass der Kunde diese Flexibilität zu schätzen weiß und sie auch nutzt, beweist die eindrucksvolle Zahl von bis zu 140 000 umgesetzten Änderungswünschen pro Monat im gesamten Produktionsnetzwerk der BMW Group – ohne negativen Einfluss auf den fest zugesagten Liefertermin. KOVP wird heute bei allen Modellen der Marken BMW und MINI umgesetzt. Damit konnte die Zeitspanne von der konkreten Einplanung eines Fahrzeugs in die Produktion über den Transport bis hin zur Übergabe an die Händler im selben Land auf zehn Tage reduziert werden. Vor Einführung von KOVP waren es noch bis zu 28 Tage.

South Carolina ist die Heimat des BMW Z4.

Das BMW Werk Spartanburg in South Carolina/USA ist die Heimat des BMW Z4. Rund 4 600 Mitarbeiter fertigen täglich über 500 Fahrzeuge der Modellreihen X5 und Z4 für den Weltmarkt. Folgende Merkmale zeichnen das BMW Werk in South Carolina besonders aus:
  • Schnellster Werksanlauf in der Geschichte der Automobilindustrie – nur 23 Monate zwischen dem Spatenstich 1992 und der Auslieferung des ersten Autos.
  • Erstes volles Produktionswerk der BMW Group außerhalb Deutschlands.
  • Erstes Automobilwerk in den USA mit Einsatz von Wasserbasislacken.
  • Eines der ersten Automobilwerke in den USA mit Zertifizierung nach ISO 14001 aufgrund der Erfüllung internationaler Umweltstandards.
BMW Produktion in den USA – die Produktion folgt dem Markt.

Ein wichtiger Meilenstein der BMW Group Unternehmensgeschichte war 1992 der Entschluss, ein eigenes Produktionswerk in den USA zu errichten. Bis zum Jahr 2004, nur zwölf Jahre nach der Entscheidung für das neue BMW Werk in Spartanburg/South Carolina, konnte das Absatzvolumen in den USA von 50 000 Einheiten auf mehr als 260 000 Fahrzeuge der Marke BMW gesteigert werden. Diese Entwicklung wurde durch die Produktion vor Ort mit unterstützt, denn als „Local Player“ genießt die Marke BMW eine höhere Marktakzeptanz.

Seit der Werkseröffnung Ende 1994 wurde die ursprüngliche maximale Fertigungskapazität im BMW Werk Spartanburg mehr als verdoppelt, sie beträgt nun über 140 000 Einheiten pro Jahr. Mit dem Aufbau eines Werks in den USA und dem damit verbundenen lokalen Markterfolg hat die BMW Group auch zur langfristigen Sicherung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Deutschland beigetragen, denn ein Großteil der in den USA verkauften BMW Fahrzeuge stammt aus den deutschen BMW Werken München, Dingolfing und Regensburg.

Die USA sind der Hauptabsatzmarkt für den BMW Z4. Gemäß der Strategie der BMW Group – „Die Produktion folgt dem Markt“ – ist es deshalb konsequent, dass der Z4 in den USA produziert wird. Neben der reinen Fahrzeugfertigung hat die Produktion vor Ort folgende Aufgaben:
  • Natural Hedging: Produktionsstandorte und ein entsprechend hohes Einkaufsvolumen in bedeutenden Absatzregionen mit unterschiedlichen Währungen sorgen für einen Ausgleich der Warenströme sowie der Währungsschwankungen und -risiken.
  • Marktöffnung/Markterschließung: Lokale Produktionsstätten fördern die Marktdurchdringung und erleichtern den Zugang zu neuen Märkten mit langfristigem Wachstumspotenzial.

    Durch ein Werk vor Ort wird das Unternehmen zu einem „Local Player“, was die Akzeptanz der Produkte im jeweiligen Markt unterstützt. Dass diese Vorgehensweise erfolgreich ist, zeigt die positive Entwicklung der Absatzzahlen in den USA, Südafrika und Großbritannien seit der Inbetriebnahme von vollwertigen Produktionswerken für BMW und MINI Fahrzeuge vor Ort. Die BMW Group fertigt in diesen Ländern Fahrzeuge für den Weltmarkt.

    Darüber hinaus gibt es Marktregionen, die durch hohe Einfuhrzölle den Import von fertigen Automobilen erschweren und damit eine größere Marktdurchdringung verhindern. Das gilt speziell für den asiatischen Raum. Durch so genannte „Completely Knocked Down“-Montagewerke (CKD) vor Ort umgeht man diese Barriere und kann Produkte zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten. Im CKD-Verfahren werden in dem jeweiligen Land die Fahrzeuge aus importierten Teilesätzen zusammengebaut und mit lokal produzierten Teilen ergänzt. BMW betreibt ein eigenes CKD-Werk in Thailand sowie mit externen Partnern weitere Montagestätten vor allem in Asien.
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