Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 12.07.2005, 07:10     #3
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
2. Das BMW xDrive Allradsystem mit der Intelligenz zum Vorausschauen. Maßstab für Traktion, Fahrdynamik und Sicherheit.

Konventionelle Allradantriebe sollen vor allem die Traktion auf schwierigen Fahrbahnverhältnissen verbessern. Mit xDrive und seiner Kombination aus intelligentem Allradantrieb und aktiver Fahrdynamikregelung verschiebt die Marke BMW die Prioritäten und setzt in punkto Allradantrieb den Maßstab: Unter Beibehaltung einer bestmöglichen Traktion auf jedem Untergrund stehen die Verbesserung von Agilität, Fahrdynamik und Fahrstabilität im Vordergrund. Mit dieser innovativen Lösung verbindet xDrive in idealer Weise die bekannten Dynamik-Vorteile des BMW Standardantriebs mit den Traktionsvorteilen eines Allradantriebs.

xDrive auch im neuen BMW 3er.

Nach den BMW Sports Activity Vehicles (SAV) X3 und X5 sowie der 5er Baureihe kommt nun auch der neue 3er in den Fahrvorteil des xDrive Antriebs. Erstmals hält damit ein intelligenter Allradantrieb dieser Güte Einzug in die automobile Mittelklasse. Die xDrive Lösungen für 3er und 5er entsprechen im Prinzip dem Allradantrieb von X3 und X5. Sie sind jedoch in Hard- und Software adaptiert auf die spezifischen Ansprüche der Limousinen und Tourings. Zur optimalen Integration in deren Package ist beispielsweise die Antriebskette des Verteilergetriebes durch ein Stirnradgetriebe ersetzt.

xDrive: Schneller als der Schlupf.

Im Unterschied zum bisherigen BMW Allradantrieb mit seiner starren Kraftverteilung zwischen Hinter- und Vorderachse, verteilt beim xDrive Konzept eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung die Antriebskraft blitzschnell, stufenlos und vollvariabel von der Hinterachse zur Vorderachse und dies in jeder Fahrsituation. Das System erkennt sofort, wenn eine Veränderung der Kraftverteilung notwendig wird und reagiert in extrem kurzer Zeit, in der Regel sogar vor einem eventuellen Durchdrehen eines Rads. Damit erhält jedes Rad exakt die für einen maximalen Vortrieb momentan notwendige Antriebskraft. Das Ergebnis ist ein deutlich spürbarer Gewinn an Fahrsicherheit und Fahrstabilität sowie an Agilität und Traktion, speziell auf kurvenreicher Strecke. Beim dynamischen Durchfahren einer Kurve leitet xDrive zu jedem Zeitpunkt die optimale Antriebskraft an die jeweilige Achse und minimiert so deutlich Unter- oder Übersteuern. Bei normaler Geradeausfahrt verteilt xDrive hingegen in der Regel die Antriebskraft zwischen Vorder- und Hinterachse im Verhältnis 40 zu 60, um den BMW typischen Fahreindruck eines Heckantriebs zu erhalten.

Intelligent heißt: Allrad dann, wenn man ihn braucht.

Dank der Intelligenz des xDrive Systems nutzt der Fahrer immer dann die Vorteile von vier angetriebenen Rädern, wenn er sie benötigt. Das BMW Allradsystem verhindert die Nachteile konventioneller Systeme, so dass sich die xDrive Modelle im Alltag ähnlich agil und dynamisch wie rein heckgetriebene BMW benehmen. Sie setzen damit den Maßstab im Allradsegment.

Auf der Straße bietet xDrive einen spürbaren Gewinn an Agilität, Fahrfreude und gleichzeitig auch an Sicherheit gegenüber herkömmlichen Allradsystemen. Das Fahrwerkregelsystem DSC greift erst deutlich später ein. xDrive sorgt außerdem für besseres Vorankommen auf unbefestigtem oder glattem Untergrund, da die Kraft sofort an die Räder mit Grip geleitet wird, wenn an einem Rad Durchdrehen und damit Traktionsunterbrechung droht.

Kernstück von xDrive: Elektronisch geregelte Lamellenkupplung.

Kernstück von xDrive ist die elektronisch geregelte Lamellenkupplung im Verteilergetriebe. Sie regelt den Kraftfluss innerhalb von Millisekunden. Im Extrem können Vorder- und Hinterachse dadurch völlig entkoppelt oder starr miteinander verbunden werden. Die starre Verbindung entspricht dabei der Funktion einer 100 Prozent Längssperre bei konventionellen Allradantrieben.

Die Funktion einer Quersperre, also die zwangsweise Kraftverteilung an beide Vorder- beziehungsweise Hinterräder, stellt DSC mit Hilfe des elektronischen Bremseneingriffs dar: Dreht ein Rad durch, ohne Kraft zu übertragen, wird es abgebremst. Dadurch verteilt das Differenzial im Achsgetriebe automatisch mehr Kraft an das Rad auf der anderen Seite der Achse.

Vernetzung mit DSC für pro-aktive Reaktion.

Ein Teil der Performance von xDrive liegt an der direkten Vernetzung mit dem Fahrwerkregelsystem DSC. Im Unterschied zu herkömmlichen Allradsystemen wirkt xDrive dadurch pro-aktiv! Denn während diese erst reagieren, wenn Räder durchdrehen, erkennt xDrive durch Auswertung aller Fahrdaten eine Fahrsituation, in der Allradtrieb hilfreich ist. So steht Allradperformance bereit bevor Schlupf entsteht.

Spürbarer Gewinn an Agilität.

Außerdem nutzt xDrive DSC-Informationen. Über den Gierratensensor wird etwa die Drehbewegung des BMW und über einen Lenkwinkelsensor der Einschlag des Lenkrads ermittelt. Zusammen mit den Informationen der Radsensoren zu Geschwindigkeit und Querbeschleunigung sowie den Motordaten erkennt xDrive frühzeitig den Fahrzustand. Entsprechend verteilt es das Drehmoment zwischen Vorder- und Hinterachse.

Wie bei jedem BMW ist auch in den Allradmodellen DSC abschaltbar. Dadurch können betont sportlich orientierte Fahrer durch gezieltes Übersteuern die fahrdynamischen Qualitäten ihres BMW im kontrollierten Drift genießen. Der Allradantrieb xDrive selbst ist nicht abschaltbar.

Der Fahrer profitiert permanent.

Der Fahrer profitiert von den Vorteilen des xDrive-Systems permanent, da der Kraftfluss kontinuierlich der jeweiligen Fahrsituation angepasst wird. Dies verdeutlichen folgende Beispiele:
  • Beim Anfahren unter normalen Bedingungen ist die Lamellenkupplung bis etwa 20 km/h geschlossen. Dies sichert eine maximale Traktion. Danach verteilt das System die Antriebskraft variabel zwischen Hinter- und Vorderachse je nach Zustand und Beschaffenheit der Fahrbahn.
  • In Kurven verringert das blitzschnelle Umverteilen des Kraftflusses das Unter- oder Übersteuern: Drängt in der Kurve das Fahrzeugheck nach außen (Übersteuern), schließt xDrive die Lamellenkupplung stärker und leitet dadurch mehr Antriebskraft auf die Vorderräder. So können die Hinterräder wieder mehr Seitenkraft aufbauen und das Fahrzeug stabilisiert sich. Durch die Kombination mit dem DSC erkennt das System die Übersteuerungstendenz schon sehr früh und greift ein, noch bevor der Fahrer die veränderte Fahrsituation überhaupt bemerkt: Der BMW mit xDrive fährt wie auf den sprichwörtlichen Schienen durch die Kurve.

    Entsprechendes gilt für starkes Untersteuern: Strebt das Fahrzeug über die Vorderachse aus der Kurve, wird diese Untersteuertendenz durch die Informationen aus dem DSC System erkannt und das Drehmoment für die Vorderachse reduziert – im Extremfall bis zu 100 Prozent Heckantrieb! Dadurch kann der Fahrer etwa auf Serpentinenstrecken den BMW mit xDrive nahezu mit der Agilität eines heckgetriebenen BMW bewegen. Nur wenn die Gefahr des Über- oder Untersteuerns durch die variable Kraftverteilung alleine nicht mehr zu kompensieren ist, stabilisiert das Fahrwerkregelsystem DSC mit Bremseingriffen das Fahrzeug.
  • Selbst abrupte Gaswechsel kompensiert xDrive mühelos: Während zwischen dem Druck auf das Gaspedal und dem Aufbau eines Motormoments mindestens 200 Millisekunden vergehen, schließt oder öffnet die Lamellenkupplung vollständig innerhalb von 100 Millisekunden.
  • Beim Einparken öffnet die Lamellenkupplung vollständig und der Antrieb reduziert sich zum reinen Heckantrieb. Es gibt weder unangenehme Verspannungen im Antriebsstrang noch Einflüsse auf die Lenkung.
  • An Steigungen mit rutschigem Untergrund wie Eis oder Schnee verhindert die Sperrwirkung zwischen Vorder- und Hinterachse, dass einzelne Räder durchdrehen. Dadurch braucht DSC erst bei wesentlich schwierigeren Fahrbahnverhältnissen Gas wegzunehmen oder Räder abzubremsen. Beim Weiterfahren verringert die Sperrwirkung zudem deutlich die Gefahr des Längs- oder Seitenkraftverlustes an einzelnen Rädern. Dies vermittelt dem Fahrer ein wesentlich sichereres und agileres Fahrverhalten.
Mit Zitat antworten