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Alt 23.06.2005, 09:07     #1
Albert   Albert ist offline
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BMW auf dem Goodwood Festival of Speed 2005

München/Goodwood. Ein Motorsportevent der Superlative geht in die zwölfte Runde: Das Goodwood Festival of Speed 2005 zeigt das Beste aus 100 Jahren Motorsport. Die BMW Mobile Tradition ist seit den frühen 90er Jahren auf dem Festival präsent. Auch 2005 hat sich das Team um Holger Lapp, dem Leiter der Klassikeinheit des Münchner Herstellers, wieder etwas einfallen lassen. Mittelpunkt der Aktivitäten bilden drei Jahrzehnte BMW 3er Reihe im Motorsport. Zudem sind auch eine Reihe sportlicher Motorräder aus München am Start. Die erwarteten rund 170.000 Besucher des Festivals können spektakuläre Highlights wie den McLaren BMW F1 GTR, den BMW 328 Mille Miglia Roadster und auch den aktuellen BMW M6 in Aktion bewundern.

30 Jahre 3er im Motorsport: Der ewig junge Siegertyp
Wohl kein Automobil hat sich in den vergangenen dreißig Jahren derartig erfolgreich im Motorsport gezeigt wie der BMW 3er: Die vergangenen vier Generationen der Sportlimousine waren gut für zahllose Siege im Tourenwagensport bis hin zum Weltmeisterschaftstitel durch Roberto Ravaglia auf BMW M3 im Jahre 1987. Eine ausführliche Historie des Motorsportengagements mit dem BMW 3er finden Sie als download im PressClub der BMW Group (www.press.bmwgroup.com). Hier sind auch Pressebilder zum Thema abgelegt.


In Goodwood steht für die erste Generation des BMW 3er im Motorsport der BMW 320 im Trimm des BMW Junior Teams von 1977. Wie damals sitzt auch heute die Schweizer Motorsportlegende Marc Surer hinter dem Steuer des 300 PS starken Wagens. Surer siegte auf BMW u.a. in der Formel 2 Europameisterschaft 1979, bevor er sich in den 80er Jahren in der Formel 1 engagierte.

Marc Hessel gewann das erste Rennen des neuen BMW M3 in der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft 1987. Für ihn steht in Goodwood ein BMW M3 aus der Saison 1987 nach Gruppe A Spezifikationen bereit. In einem vergleichbaren Fahrzeug wurde Roberto Ravaglia 1987 der bisher einzige Tourenwagen-Weltmeister.

Mit dem BMW 320d der dritten Generation zeigt Andreas Bovensiepen, dass auch Dieselmotoren in der Lage sind, sportliche Automobile zu beschleunigen. Das Auto holte mit dem Quartett Stuck/Duez/Menzel/Bovensiepen am Steuer 1998 den Gesamtsieg bei Deutschlands populärstem Langstreckenklassiker, dem 24-Stunden-Rennen Nürburgring. Neben diesemTriumph gewann Bovensiepen mehrfach die jeweilige Klasse am Nürburgring sowie auch in Spa.

BMW Motorsportdirektor Dr. Mario Theissen bewegt in Goodwood den jüngsten Sieger in der langen und erfolgreichen Historie des BMW 3er: Es ist der aktuelle Gewinner der 24 Stunden am Nürburgring, der BMW M3 GTR. 500 PS aus vier Litern Hubraum sollten ausreichen, den Hügel vor Goodwood House in einer akzeptablen Zeit hinaufzufahren.

Ebenso erfolgreich ist BMW mit dem 3er in der neuen FIA World Touring Car Championship. Mit dem aktuellen BMW 320i WTCC und Fahrer Tim Harvey reichen sich siegreiche Vergangenheit und siegreiche Gegenwart die Hand: Harvey gewann 1992 auf BMW 318i die British Touring Car Championship, der BMW 320i WTCC hat in diesem Jahr bereits fünf der bisher ausgetragenen acht Rennen gewonnen. Im Vorjahr gewann BMW mit dem 320i die FIA European Touring Car Championship in der Fahrer - und auch in der Herstellerwertung.

Gibt Gas in Goodwood: Nico Rosberg auf Formel BMW
Mit dem Formel BMW Rennwagen hat Nico Rosberg seine ersten Schritte im Motorsport unter der Ägide der BMW Nachwuchsförderung getan. Der aktuelle Testfahrer des BMW WilliamsF1 Teams gewann 2002 die Formel BMW ADAC Meisterschaft und fährt damit ein ihm gut bekanntes Formelauto. Rosberg: "Es ist für mich eine ganz besondere Ehre, hier in Goodwood zu fahren! Ich freue mich auch, wieder in einem Formel BMW zu sitzen. Schließlich habe ich in diesem Auto große Erfolge gefeiert und einen Titel geholt."

Die Präsenz der BMW Mobile Tradition auf dem Festival setzt sich fort mit dem McLaren BMW F1 GTR, der aus 6064 ccm Hubraum nicht weniger als 633 PS entwickelt. 1996 nahm der Wagen an den 24 Stunden von Le Mans teil. Gefahren wird der Bolide von Prof. Dr. Burkhard Göschel. Das Mitglied des Vorstands der BMW AG für Entwicklung und Einkauf ist ein langjähriger Freund der vom Earl of March ausgerichteten Veranstaltung.

Ein rares Beispiel der Motorsportaktivitäten nach dem 2. Weltkrieg ist der AFM ("Alexander von Falkenhausen, München) aus dem Jahr 1948. Der Motor des famosen BMW 328 mit 140 PS diente als Basis für den Wagen, der mit einer Aluminiumkarosserie von Willi Huber ausgestattet ist. Gefahren wird dieser ästhetische Renner von Dott. Costantino Franchi, der sich als Veranstalter der Mille Miglia Storica einen Namen bei Klassikfreunden gemacht hat.

Der älteste Wagen, den BMW auf die Strecke schickt, trägt ebenfalls Motorsporthistorie der besonderen Art nach Goodwood. Bei der Mille Miglia 1940 konnte der BMW 328 Mille Miglia Roadster den dritten Platz belegen und trug damit zum Sieg der BMW Mannschaft in der Teamwertung entscheidend bei. 130 PS, Rohrrahmen und Aluminiumhaut sorgen für ein exzellentes Leistungsgewicht und attraktive Formen. Im Fahrersitz befindet sich Holger Lapp, der als Leiter der BMW Group Mobile Tradition seit 2000 Hüter der Historie des Unternehmens ist.

Immer dabei: BMW Motorräder beim Festival of Speed
Wie in jedem Jahr, so zeigen auch 2005 Motorräder aus München die aufregende Geschichte des BMW Motorsport auf. Drei Exemplare aus den dreißiger und siebziger Jahren werden präsentiert, ergänzt durch ein aktuelles Modell mit einer besonderen Geschichte.

Mit dem Siegermotorrad des ungarischen Meisters von 1939, Endre Kozma, geht Andrew English an den Start. Der britische Journalist bewegt die BMW R 51 RS mit 36 PS aus 494 ccm Hubraum. Auf dem Serienmodell BMW R 51 basierend, war die RS das typische Beispiel eines "production racers", der in 17 Exemplaren an talentierte Jungstars vergeben wurde.

Erst kürzlich konnte die BMW Mobile Tradition die BMW RS 500 mit Kompressor erstehen - aus prominentem Vorbesitz, denn Verkäufer war die britische Motorsportlegende John Surtees. Die RS 500 entspricht dem Werksmotorrad, mit dem der unvergessene Georg "Schorsch" Meier die Isle of Man Senior Tourist Trophy 1939 für sich entscheiden konnte. Ernst Hiller fährt die Maschine in Goodwood. Hiller war in den fünfziger Jahren etablierter Privatfahrer und gewann unter anderem zwischen 1957 und 1962 vier Deutsche Meisterschaften auf BMW.

Helmut Dähne nahm zwischen 1972 und 1994 nicht weniger als 26 mal an der Tourist Trophy auf der Isle of Man teil. Seinen größten Erfolg erzielte er 1976 mit dem Gewinn der Production TT auf BMW R 90 S TT. 82 PS aus rund einem Liter Hubraum leistet das Motorrad, das Dähne nach Goodwood bringt.

Long Way Around Team nimmt den kürzesten Weg
Die Schauspieler und Freunde Charley Boorman und Ewan McGregor machen sich nach dem Long Way Round, Ihrer Motorradtour über den Globus, auf ein weitaus weniger anstrengendes Motorrad-Abenteuer. Allerdings wird die durchschnittliche Geschwindigkeit wesentlich höher sein. Die enthusiastischen Motorradfans werden mit ihrer BMW R 1150 GS Adventure, die sie auch schon auf ihrer Welt-Tour gen Osten von London nach New York im Sommer 2004 sicher begleiteten, den Hügel in Goodwood hinauffahren.

Auf dem Long Way Round (www.longwayround.com), der weltweit im TV übertragen wurde und nun auch als Buch und DVD Verkaufsrekorde bricht, konnte man Charley und Ewan zusehen, wie sie sich den verschiedenen Herausforderungen auf Ihrem Weg von West- nach Osteuropa und weiter auf kaum befahrenen Straßen durch Länder wie Kasachstan und die Mongolei stellten: Sprache, Kultur, örtliche Bürokratie, Wetter und die gegenseitige Gesellschaft rund um die Uhr. Weitere Hürden waren überflutete Straßen, schlechtes Wetter, auf der Karte eingezeichnete Straßen, die einfach nicht existierten, "bunte" einheimische Charaktere und ein unaufmerksamer Autofahrer in den USA, der sein Bestes gab, um das Abenteuer zu bremsen oder gar zu stoppen. Aber Charley, Ewan, die Motorräder und immer wieder Hilfe von Einheimischen haben gewährleistet, dass das Abenteuer wie geplant zu Ende gebracht werden konnte.

Der Long Way Round hat nicht nur bei den Fahrern Stolz auf die eigene Leistung erzeugt, sondern auch hunderttausende Dollars für einen guten Zweck, wie z.B. für UNICEF, erwirtschaftet. Der Erfolg der Reise wurde nach der Rückkehr in London von einer Benefizauktion unterstrichen, bei der Ewans Motorrad 85.000 Pfund einbrachte. Direkt nach der Fahrt auf den Goodwood-Hügel wird sich seine BMW R 1150 GS Adventure auf den Weg zu ihrem neuen stolzen Besitzer in die USA machen. Charley und Ewan planen unterdessen schon ihr nächstes Biking-Abenteuer.

Umfangreiche Ausstellung und fachlicher Rat
Neben der außerordentlichen Präsenz von BMW Rennwagen und Motorrädern auf der Strecke zeigt BMW auch dieses Jahr wieder, dass Historie mehr ist als nur schnelles Fahren: Im großzügigen Pavilion der BMW Group Mobile Tradition stehen Fachleute des Konzernarchivs und der Teileversorgung den zahlreichen Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Dabei kommen Motorrad - wie Autofreunde gleichermaßen zum Zuge, wenn es um Informationen zu BMW Klassikern geht. Freunde der Marke können sich zudem im Accessoireverkauf mit den neuesten Schmuckstücken aus der BMW Kollektion versorgen.

Das Ambiente der BMW Mobile Tradition Ausstellung trägt dem Thema 30 Jahre BMW 3er im Motorsport mit einem BMW 320i Alpina aus dem Jahr 1976 und dem Siegerfahrzeug der ETCC 2004 des Briten Andrew Priaulx Rechnung. Zudem sind auch Exponate aus den fünfziger Jahren ausgestellt: Die beiden Geburtstagskinder BMW 507 und BMW Isetta freuen sich über Besucher genauso wie der Holbein HH49, ein Formel 2 Rennwagen aus dem Jahr 1949. Aktuelle Automobile aus der M Baureihe zeigen, dass die Faszination des Motorsports auch auf der Straße umsetzbar ist: Der BMW M5, der brandneue BMW M6 und der BMW M3 CSL sind ausgestellt. Die Motorradexponate runden die Ausstellung ab: Mehrere Modelle der nunmehr 25 Jahre alten, aber stets hochaktuellen Baureihe GS und hochrangige Klassiker wie die BMW RS 500 stehen für die Freunde der Marke BMW und interessierte Besucher im Pavillion der BMW Mobile Tradition.
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