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Alt 02.05.2005, 20:44     #10
Albert   Albert ist offline
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9. Boris Said.

Multitalent mit unbändigem Tatendrang.

Im Verlauf seiner Karriere ist Boris Said auf unzähligen Kursen rund um den Globus bei Rennen angetreten. Die Nordschleife hat jedoch beim Amerikaner bisher den größten Eindruck hinterlassen. „Dort tritt man nicht gegen andere Fahrer an, sondern gegen die Strecke“, sagt er. 2003 und 2004 ging Said für das Team BMW Motorsport beim 24-Stunden-Rennen in der Eifel an den Start. Im vergangenen Jahr feierte er gemeinsam mit Pedro Lamy und Duncan Huisman hinter dem BMW M3 GTR mit der Startnummer 42 den zweiten Platz bei diesem Langstreckenklassiker.

„Für mich ist es der beeindruckendste Kurs auf der Welt. Auf der Nordschleife findet man Kurven aller Art, sozusagen ein ‚Best of’ von allen anderen Strecken“, schwärmt Said weiter. Der 42-Jährige hat gewiss genug Vergleichsmöglichkeiten. Interessante Rennen in möglichst kraftvollen und vielen verschiedenen Fahrzeugen – das ist seine Leidenschaft. Bis zu 40 Rennen pro Jahr sind kein Problem für ihn, ganz egal ob Sprint oder Langstrecke, Oval oder Straßenkurs, in Amerika, im belgischen Spa, im französischen Le Mans oder wie 1993 im Deutschen ADAC Cup.

Eine der wenigen Konstanten in seiner Karriere sind Einsätze für das PTG Team von Tom Milner. Mit dieser Mannschaft hat Said mehr Siege auf dem BMW M3 errungen als jeder andere Profipilot in amerikanischen Sportwagenrennen, einige davon mit seinem Freund Hans-Joachim Stuck als Partner. Stuck war es auch, der Said vor dessen erstem Einsatz auf der Nordschleife in die Geheimnisse der schwierigsten Strecke der Welt einweihte. Seinen wohl größten Erfolg feierte Said 2003, als er in Sonoma eine Poleposition im NASCAR Nextel Cup errang.

Dabei interessierte sich der 1,90 Meter große Rennfahrer zunächst ausschließlich für Motorräder. Nach dem Besuch seines ersten Autorennens, dem Formel-1-GP der USA in Detroit 1985, beschloss er jedoch, auf vier Räder zu wechseln. Zwar hat er bis heute zahlreiche Meistertitel gewonnen, doch liegt Said das akribische Punktesammeln nicht so sehr am Herzen. Somit ist die Herausforderung der 24 Stunden auf dem Nürburgring, wo Fahrer und Team auf den Punkt genau Höchstleistungen abrufen müssen, genau das Richtige für ihn.


Geburtstag/-ort: 18. September 1962/New York (USA)
Wohnort: Carlsbad, Kalifornien (USA)
Familienstand: verheiratet, ein Sohn

1989 1. Platz SCCA Showroom Stock GT National Championship,
SCCA Corvette Challenge Rookie of the Year
1990, 1991 1. Platz SCCA Showroom Stock GT National Championship
1992 1. Platz IMSA Endurance Challenge Sports-Class Championship
1993 8. Platz Deutscher ADAC GT-Cup
1994 Auszeichnung SCCA Trans-Am-Serie „Rising Star of the Year“, 24h Le Mans (GT2-Poleposition), 24h Spa (GT2-Poleposition und Klassensieg)
1994–1996 Trans-Am-Serie – ein Sieg, elf Mal unter den ersten Fünf, 23 Mal unter den ersten Zehn
1995 1. Platz Firestone Firehawk
1996 1. Platz 24h Daytona und 3. Platz GTS-Klasse (18 Stunden gefahren)
1996–2001 Teilnahme in amerikanischen Meisterschaften auf BMW M3 (BMW Team PTG), mind. ein Sieg pro Jahr
2002 1. Platz Trans-Am Fahrermeisterschaft, acht Siege
2003 Zwei Rennen NASCAR Winston Cup, eine Poleposition, 9. Platz Speed GT in den USA (BMW M3) 24h Nürburgring (BMW M3 GTR),
2004 2. Platz Grand-Am Cup Series (BMW M3) 2. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR) Drei Rennen NASCAR Nextel Cup
2005 Grand-Am Cup Series (BMW M3) NASCAR Nextel Cup
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