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Alt 02.05.2005, 20:31     #3
Albert   Albert ist offline
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2. Abschied vom BMW M3 GTR.

Der BMW M3 GTR wurde von BMW Motorsport für den Einsatz in der American LeMans Series (ALMS) entwickelt. Aber nicht nur auf der anderen Seite des Atlantiks feierte der rassige GT-Sportwagen große Erfolge. Zum letzten Renneinsatz des BMW M3 GTR blicken BMW Motorsport Direktor Mario Theissen sowie die Fahrer Hans-Joachim Stuck, Jörg Müller und Dirk Müller auf die Sternstunden des 500 PS starken Autos zurück.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen: „Der BMW M3 GTR geht ganz sicher als Siegertyp in die Geschichte von BMW Motorsport ein. In der American LeMans Series dominierte er auf Anhieb. Ich erinnere mich mit Freude an das Jahr 2001, als wir in der GT-Klasse der ALMS in allen Kategorien den Meistertitel gewinnen konnten. Damit war die Erfolgsgeschichte des extremsten M3 aller Zeiten aber noch nicht beendet. Im vergangenen Jahr bewies er bei unserem Doppelsieg auf dem Nürburgring, dass er auch einen 24-Sunden-Marathon mit Bravour bestehen und siegreich beenden kann. 2005 werden wir den BMW M3 GTR zum letzten Mal auf der Nordschleife einsetzen. Ich bin überzeugt, dass ihm die BMW Fans an der Strecke einen würdigen Abschied liefern werden.“

Hans-Joachim Stuck (dreifacher Gewinner des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring):
„Den BMW M3 GTR bei seinem letzten Auftritt auf der Rennstrecke zu fahren, ist für mich ein ganz besonderer Moment. Für mich schließt sich damit ein Kreis. Denn bei der ersten Ausfahrt des Wagens über die Golden Gate Bridge in San Francisco saß ich ebenfalls am Steuer. Der BMW M3 GTR hat mir große Erfolge beschert, darunter den Gesamtsieg bei den 24 Stunden vom Nürburgring im Jahr 2004, Laufsiege in der ALMS sowie bei weiteren Langstreckenrennen. Es war ein Auto vom alten Schlag, das eine gute Kombination aus Leistung, Aerodynamik und Reifen geboten hat. Neue Entwicklungen wie ABS und Traktionskontrolle standen ihm ebenfalls gut zu Gesicht. Der BMW M3 GTR wird für mich immer ein ganz spezielles Rennauto bleiben. Ich bin auf der Nordschleife in meiner ganzen Karriere in keinem faszinierenderen Wagen gefahren.“

Jörg Müller (ALMS-Meister in der GT-Klasse 2001 und Sieger des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring 2004): „Am meisten hat mich begeistert, wie der BMW M3 GTR gleich bei seinem ersten Auftritt in Sebring 2001 gelaufen ist. Wir wussten vorher überhaupt nicht, ob er das 12-Stunden-Rennen überstehen würde. Lange führten J.J. Lehto und ich das Feld an, am Ende wurden wir Dritte. Das war ein beeindruckendes Debüt. Auf den buckeligen Pisten in Amerika war das Fahrwerk des M3 GTR unser entscheidender Vorteil gegenüber der Konkurrenz, so dass wir den Meistertitel erringen konnten. Auch bei den Einsätzen auf der Nordschleife hat mich das Auto absolut überzeugt. Viele unserer Gegner waren uns 2004 auf dem Papier überlegen, aber der BMW M3 GTR konnte erneut sein Potenzial beweisen. Es ist kein hinterlistiges Auto, das dem Fahrer Rätsel aufgibt, sondern fährt sich unheimlich angenehm. Nach all den Erfolgen hat sich der BMW M3 GTR den Ruhestand ganz bestimmt redlich verdient.“

Dirk Müller (Sieger des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring 2004): „Der BMW M3 GTR war das erste Auto, das ich für BMW gefahren bin. Darum wird er für mich immer etwas ganz Besonderes bleiben. Ich habe ziemlich viele schweißtreibende Stunden in diesem Auto verbracht – und es hat zu jedem Zeitpunkt großen Spaß gemacht. Es war der stärkste M3, der je in München gebaut worden ist. Hoffentlich bringt er uns in diesem Jahr noch einmal Glück. Während eines 24-Stunden-Rennens baut sich ein spezielles Verhältnis zwischen Fahrer und Auto auf. Man horcht permanent in den Wagen hinein und hofft, möglichst nichts zu hören. Das war beim BMW M3 GTR meistens der Fall. Ein Abschied ist zugleich auch immer ein Anfang. Und ich freue mich schon jetzt auf das, was nach dem M3 GTR kommt.“
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