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Alt 19.04.2005, 09:20     #2
Albert   Albert ist offline
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1. Neue Meisterschaft, neue Ziele.

Gesucht: der beste Tourenwagen-Pilot der Welt.


Vorhang auf für die erste Tourenwagen-Weltmeisterschaft seit 1987. In der neuen FIA World Touring Car Championship (WTCC) kämpfen 26 Fahrer und acht Automobilhersteller um die Krone im internationalen Tourenwagensport. BMW schickt drei Länderteams an den Start, die mit dem bewährten BMW 320i an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen wollen. Am Ende der vorerst letzten Europameisterschaft gingen 2004 sowohl der Fahrer- als auch der Herstellertitel nach München. Auch in der Wertung der Privatfahrer, der Independents Trophy, stand in Tom Coronel (NLD) ein BMW Pilot ganz vorn.

„Das Interesse an der Serie dürfte im Vergleich zu den Vorjahren erheblich wachsen“, sagt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. „Mit der Aufwertung zur Weltmeisterschaft wird die WTCC neben der Formel 1 und der Rallye-WM zu einer von drei FIA-Serien mit Weltmeisterschaftsprädikat. Durch die hinzukommenden neuen Hersteller steigt das Niveau der Meisterschaft noch einmal an. Ich bin sicher, dass die Zuschauer erneut spannende Rennen zu sehen bekommen werden.“

BMW war in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft schon einmal erfolgreich: 1987 gewann Roberto Ravaglia (ITA) auf einem BMW M3 den bisher einzigen WM-Titel im Tourenwagensport. Ravaglia ist auch bei der Neuauflage der Serie wieder mit von der Partie – diesmal jedoch als Teamchef von BMW Team Italy-Spain. „Ich habe in meiner Laufbahn viele Titel gewonnen“, erinnert sich der Italiener. „Weltmeister zu werden, war jedoch der mit Abstand größte Erfolg. Es ist etwas Besonderes, wieder dabei zu sein. Als Teamchef ist es ganz sicher schwieriger als damals.“

Kontinuität am Steuer der BMW 320i. BMW Team Italy-Spain ist eines von drei Kundenteams, die mit Unterstützung der BMW Vertriebsorganisationen aus Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien antreten. Ravaglia Motorsport vertraut auch in diesem Jahr auf die Dienste von Antonio Garcia (ESP) und Alessandro Zanardi (ITA), dem wieder ein für ihn umgebauter BMW 320i zur Verfügung steht. 2004 sicherte sich Andy Priaulx (GBR) den Fahrertitel in der FIA ETCC. Gemeinsam mit RBM-Teamchef Bart Mampaey (BEL) will er diesen Erfolg nun für das BMW Team UK auf Weltmeisterschaftsebene wiederholen. Für das BMW Team Deutschland – Schnitzer Motorsport sind Dirk Müller (Burbach) und Jörg Müller (Hückelhoven) im Einsatz. Die Mannschaft um den erfahrenen Teammanager Charly Lamm (Freilassing) fungiert auch in diesem Jahr als Entwicklungsteam für BMW Motorsport.

Kundensport auf hohem Niveau.


Der BMW 320i WTCC mit dem Zweiliter-Reihensechszylinder geht in seine letzte Saison als Einsatzfahrzeug für die nationalen BMW Teams. Im Rahmen des engen Super Production Reglements konnte das Fahrzeug von BMW Motorsport erneut im Detail verbessert werden. Für 2006 arbeiten die Ingenieure in München bereits an einer Rennversion der neuen E90-Baureihe.

Seit ihrem ersten Einsatz 1977 haben die Rennmodelle der 3er BMW Reihe dem Tourenwagensport ihren Stempel aufgedrückt. Allein von der aktuellen E46-Baureihe hat BMW Motorsport weltweit 110 nahezu identische Rennsport-Kits an Kundenteams verkauft. Theissen: „Es ging BMW immer darum, neben Werkseinsätzen auch Kundenteams ein wettbewerbsfähiges und gleichzeitig bezahlbares Sportgerät anzubieten. Unsere Kunden können den 320i als Super 2000 oder Super Production Kit komplett mit Motor bei BMW Motorsport kaufen und in Rennserien auf der ganzen Welt einsetzen.“

Eine gute Kombination: BMW und Tourenwagensport. In keiner Disziplin hat BMW so viele Erfolge verbuchen können wie im Tourenwagensport. 20 Europameistertitel mit FIA-Prädikat und der Gewinn der Weltmeisterschaft 1987 – so lautet die beeindruckende Bilanz der Marke. In den vergangenen zwei Jahren belegte BMW in der FIA ETCC am Saisonende jeweils Platz eins in der Herstellerwertung. Priaulx verhalf den Münchenern 2004 zum ersten Fahrertitel in dieser Meisterschaft.

Die Erfolgsgeschichte soll in diesem Jahr fortgeschrieben werden. „Der Tourenwagensport hat für BMW einen hohen Stellenwert“, meint Theissen. „Daher ist es das erklärte Ziel, unsere Titel zu verteidigen. Wir wollen erneut das beste und schnellste Auto im Feld bauen. Auf der Fahrerseite sind wir ebenfalls gut aufgestellt. Wir sind uns aber darüber im Klaren, dass die Konkurrenz größer wird.“

FIA WTCC wird zum globalen Ereignis. Nicht nur das Teilnehmerfeld der Tourenwagen-Weltmeisterschaft präsentiert sich bunter als noch in den vergangenen EM-Jahren. Auch am Rennkalender ist die internationale Ausrichtung der Meisterschaft abzulesen. Insgesamt stehen zehn Veranstaltungen auf drei Kontinenten auf dem Programm. Pro Wochenende treten die Fahrer bei zwei Läufen an, die jeweils über eine Mindestdistanz von 50 Kilometern ausgetragen werden.

Neu im Kalender sind die Rennen in Puebla (MEX), Istanbul (TUR) und Macau (MAC). Erstmals zählt das legendäre „Guia Race“ von Macau zu einer internationalen Tourenwagenmeisterschaft. 2004 konnte Jörg Müller dort einen Sieg feiern und wurde zum ersten Fahrer, der sowohl das Tourenwagen- als auch das prestigeträchtige Formel-3-Rennen in der ehemaligen portugiesischen Kolonie gewinnen konnte. Sein Markenkollege und FIA ETCC Meister Priaulx machte als Zweitplatzierter den Doppelerfolg für BMW perfekt. Außerdem finden auch in Silverstone (GBR) wieder zwei Meisterschaftsläufe statt. Damit tritt die FIA WTCC 2005 auf sechs Strecken an, die ebenso Teil des Formel-1-Kalenders sind. So wird zum Beispiel das „Istanbul Otodrom“ von den F1-Piloten anlässlich des Grand Prix der Türkei am 21. August eingeweiht, knapp vier Wochen später kämpfen die FIA WTCC Fahrer auf der vom Aachener Architekten Hermann Tilke entworfenen Strecke um Meisterschaftspunkte.

Fit für eine strapaziöse Saison. Wie im Vorjahr bereiteten sich die BMW Fahrer der FIA WTCC und die Teilnehmer des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring gemeinsam vor. Unter der Anleitung von Rennarzt Dr. Vincenzo Tota arbeiteten die Piloten in Italien an ihrer Form. Das Programm der BMW Fitnesswoche vom 25. Februar bis zum 2. März umfasste eine medizinische Rundum-Untersuchung, spezielle Gymnastik, Kraft- und Ausdauertraining, psychologisches und Reaktionstraining sowie Physiotherapie. Außerdem wurde für jeden Fahrer ein individueller Trainingsplan zusammengestellt.

Starkes Teilnehmerfeld und BMW Fahrer in privater Mission.

26 Fahrzeuge von acht Herstellern mit Fahrern aus zehn Nationen haben sich vor Saisonbeginn für die FIA WTCC eingeschrieben. Darunter sind drei BMW Piloten, die um die Independents Trophy für Privatfahrer kämpfen.
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