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Alt 10.02.2005, 14:31     #1
Albert   Albert ist offline
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BMW Group bei der Berlinale 2005

Vom 10. - 20. Februar 2005 ist Berlin wieder Schauplatz für die internationale Filmbranche.

Bei den 55. Internationalen Filmfestspielen in Berlin konkurrieren vom 10. - 20. Februar 21 Filme im Wettbewerb um die Goldenen Bären. Die internationale Filmbranche wartet gespannt auf 16 Weltpremieren und drei deutsche Produktionen.

Trend: Osteuropa.
Mit der Erweiterung der Europäischen Union rücken die neuen Mitgliedsländer immer stärker in das Bewusstsein. Das 35. Internationale Forum des jungen Films widmet sich diesem Thema erneut und eröffnet dieses Jahr mit dem osteuropäischen Kurzfilmprojekt "LOST AND FOUND - Six Glances at a Generation".

LOST AND FOUND (www.icon-film.de) ist ein Filmprojekt von sechs jungen Filmemachern aus dem östlichen Europa, die jeweils einen Kurzfilm zum Thema "Generationen" entwickelt haben. Daraus entstand ein abendfüllender Kinofilm, der durch einen eigenständigen Animationsfilm visuell und dramaturgisch verbunden wurde.

Alle Filme transportieren das Lebensgefühl von jungen Osteuropäern. Es sind jeweils eigenständige Porträts, die überraschende Einsichten in den Alltag von Menschen geben, die in ihrem Land bzw. in ihrer Heimat "unterwegs" sind.

Beachtenswert bei LOST AND FOUND ist die Auswahl der jungen Regisseure, die derzeit zu den talentiertesten in ihren jeweiligen Herkunftsländern zählen. So hat beispielsweise Stefan Arsenijevic, der Regisseur des Kurzspielfilms "Wunderbare Vera", im Jahre 2003 für "(A)Torsion" bereits eine Oscar-Nominierung als bester Kurzfilm erhalten. Bei der Berlinale 2003 wurde er mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

"Ein wichtiges Ziel des Projekts ist es, mittel- und osteuropäische Filmemacher zusammenzuführen, um eigenständige Produktionsstrukturen in dieser Region zu unterstützen und eine Brücke zu deutschen Produktionspartnern aufzubauen.", erklärt Nikolaj Nikitin, künstlerischer Leiter des Projekts und Osteuropadelegierter der Berliner Filmfestspiele.

Die BMW Group unterstützt zusammen mit Bavaria Film International, der Kulturstiftung des Bundes relations und Icon Film die Premiere von LOST AND FOUND auf der Berlinale. Des Weiteren fördert die BMW Group die Screenings des Films bei den nationalen Filmfestivals der beteiligten Länder (Serbien-Montenegro, Bulgarien, Estland, Ungarn, Rumänien, Bosnien-Herzegowina).

Travelling (Moskau - Berlin).
Clemens von Wedemeyer hat im Jahre 2004 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut einen 15-minütigen Kurzfilm mit dem Titel "ATDJEST" (Leaving, Weggang) produziert. Der Beitrag kann als filmisches Gegenbild zu dem Projekt LOST AND FOUND interpretiert werden.

Geschildert wird das Procedere einer Ausreise, einer fiktiven Moskauer Straßenszene, inszeniert wird am Ziel in Berlin. Es ist eine Verschiebung des Ortes mittels des Gegenschnittes, der vom russischen Filmemacher Lew Kuleschow schon in der Mitte des letzten Jahrhunderts eingesetzt wurde. Der Regisseur Clemens von Wedemeyer nimmt die "schöpferische Geografie" (Lew Kuleschow) und überschreitet Grenzen, diesmal im doppelten Sinne, da die Arbeit im Moment im Moskauer Architekturmuseum anlässlich der Internationalen Biennale für zeitgenössische Kunst mit dem Titel "Dialectics of Hope" gezeigt wird. Im Rahmen der Berlinale findet danach ein internes Screening statt. Somit kehrt der Film an den Ort seiner Entstehung zurück. Ab dem 27. Februar 2005 wird "ATDJEST" (nominiert für den Bremer Kunstpreis) in der Kunsthalle Bremen wieder öffentlich zu sehen sein.


Trend: Autoren Film.
Bei der letzten Berlinale war der Film "Wolfsburg", der kürzlich für den Grimme-Preis nominiert wurde, im Panorama zu sehen. Dieses Jahr wurde Christian Petzolds Film "Gespenster" (www.gespenster-der-film.de) mit Benno Fürmann im Wettbewerb gelistet. Christian Petzold gilt als ein international heraus-ragender Vertreter des neuen deutschen Films und ist nun mit seiner deutsch-französischen Koproduktion dem Goldenen Bären sehr nah.

Der Film "Gespenster" erzählt die Geschichte einer Französin, deren Tochter als Kleinkind in Berlin entführt wurde. Auf ihren unruhigen Streifzügen durch die Stadt trifft sie Nina (Julia Hummer), die mit ihrer Freundin Toni (Sabine Timoteo) umherzieht. Noch bevor sie tatsächlich zu glauben vermag, in Nina ihre Tochter gefunden zu haben, sind die Mädchen im Großstadtgeschehen verschwunden. Doch Nina wird Francoise wieder sehen. "Gespenster" erzählt von Menschen, die unterwegs sind, deren unheimliche Distanz in Momente größten Zutrauens umschlagen kann.

Alle drei von der BMW Group unterstützen Projekte erzählen von Menschen, die "unterwegs" sind. Durch eine einzigartige Umsetzung schaffen die Filmemacher völlig neue Sichtweisen, die nur durch filmische Mittel in ihrer Ganzheit dargestellt werden können.
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