Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 06.12.2004, 08:23     #2
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
1. Technik und Fahrzeugeigenschaften

Die neue Boxer-Generation im Tourersegment – stärker, leichter und ideal für fahraktives, entspanntes Reisen.

Als zweites Modell der neuen Boxer-Generation stellt BMW Motorrad den Reisetourer R 1200 RT vor. Auf der technischen Basis, die im Frühjahr 2004 mit der R 1200 GS eingeführt wurde, haben die BMW Entwickler das neue Motorrad in allen Kriterien und Eigenschaften perfektioniert.

Galt schon das Vorgängermodell, die R 1150 RT, als Inbegriff für komfortable und souveräne Reisetauglichkeit, so besticht die R 1200 RT durch 16 Prozent mehr Leistung und rund 20 kg weniger Gewicht und damit einen spürbaren Zuwachs an Dynamik und Agilität. Gepaart mit ausgezeichneten Fahreigenschaften, überlegenem Fahrkomfort und einer großzügig geschnittenen Karosserie für sehr effektiven Wind- und Wetterschutz, sowie einer ergonomisch perfekten, fahraktiven Auslegung hat die neue R 1200 RT beste Voraussetzungen, um im Wettstreit um die Gunst der tourenorientierten Motorradfahrer ganz weit vorne zu liegen.

Die neue R 1200 RT wird abgerundet durch ein vielseitiges und maßgeschneidertes Ausstattungs- und Zubehörprogramm, das individuelle Wünsche erfüllt, und setzt damit wiederum den Maßstab für dynamisches, komfortables und sicheres Reisen auf zwei Rädern.

Die wesentlichen Merkmale der neuen R 1200 RT im Überblick:
  • Gewicht fahrfertig (ohne Koffer) 259 kg, Trockengewicht (ohne Koffer) 229 kg.
  • Luftgekühlter Zweizylinder-Boxermotor mit 1170 cm³ Hubraum und Ausgleichswelle in neuer Abstimmung.
  • Mehr Performance: 81 kW (110 PS) und 115 Nm maximales Drehmoment.
  • Elektronisches Motormanagement BMS-K mit Doppelzündung und Klopfregelung.
  • Geregelter Dreiwege-Katalysator mit zwei Lambdasonden.
  • Sechsgang-Getriebe mit Schrägverzahnung.
  • Innovatives Bordnetz mit CAN-Bus-Technologie.
  • Hochsteifer, leichter Rahmen in Gitterrohrbauweise.
  • Leichtbau-Paralever mit gewichtsoptimiertem Kardanantrieb, einstellbares WAD Federbein.
  • Telelever mit hoher Steifigkeit und komfortablem Ansprechverhalten.
  • Neue Gussräder.
  • EVO-Bremsen mit serienmäßigem BMW Motorrad Integral ABS in Teilintegralversion.
  • Neue Karosserie mit sehr gutem Wind- und Wetterschutz und integrierten Rückspiegeln.
  • Elektrische Windschildverstellung.
  • Kraftstoffbehälter aus Kunststoff mit 27 Litern Volumen für hohe Reichweite.
  • Zweiteilige, verstellbare Sitzbank in zwei Varianten und Sitzhöhen zwischen 780 und 840 mm.
  • Neue Hartschalenkoffer (je 32 Liter Volumen) serienmäßig, mit passgenauem Vierpunkte-Schließsystem und in Fahrzeugfarbe lackiertem Deckel.
  • Tankreling zum leichten Befestigen von Zubehörteilen.
Motor – Modifikationen zur Leistungserhöhung.

Der erstmals in der R 1200 GS vorgestellte, komplett neu konstruierte Zweizylinder-Boxermotor mit Ausgleichswelle und 1170 cm³ Hubraum bildet die Antriebsbasis für die neue R 1200 RT. Die konstruktive Ausführung und die Details dieses Motors sind in der Pressemappe zur R 1200 GS ausführlich beschrieben.

Für den Einsatz im Tourer wurde die Nennleistung auf 81 kW (110 PS) gesteigert. Erreicht wurde die Mehrleistung unter anderem durch eine Erhöhung der Nenndrehzahl um 500 min–1 auf 7 500 min–1. Eine andere Sauganlage, eine neue Schalldämpferanlage sowie modifizierte Nockenwellen tragen ebenfalls zur Leistungserhöhung bei.

Komplettiert wird dieses Leistungspaket durch eine Anhebung der geometrischen Verdichtung auf 12,0:1. Dafür kommen höhere Kolben zum Einsatz.

Mit der erstmals in der R 1200 GS vorgestellten elektronischen Motorsteuerung BMS-K, die eine Klopfregelung beinhaltet und über separate Lambdasonden für jeden Zylinder das Gemisch individuell regelt, übernimmt die R 1200 RT den technologischen Vorsprung der neuen Boxer-Generation in die Tourenmotorräder. Diese Motorelektronik der neuesten Generation beinhaltet wie bei der GS eine automatische Leerlaufregelung und eine Kaltstartautomatik. Die Klopfregelung erlaubt den unschädlichen Einsatz auch niedrigerer Kraftstoffqualitäten bis ROZ 95 (ausgelegt auf ROZ 98, bei ROZ 95 Leistungsreduzierung). Die präzise Gemischanpassung für jeden Zylinder gewährleistet zusammen mit der hohen Verdichtung und der Doppelzündung einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch als beim Vorgänger, der R 1150 RT. Zum Vergleich: Die R 1200 RT verbraucht bei 120 km/h 4,8 l/100 km, die R 1150 RT lag bei gleicher Geschwindigkeit bei 5,5 l/100 km. Für ein Höchstmaß an Umweltverträglichkeit sorgt auch in der R 1200 RT die bei BMW Motorrad seit Jahren übliche und jeweils dem neuesten Stand der Technik entsprechende Abgasreinigung mit geregeltem Dreiwege-Katalysator.

Getriebe – fahraktive Auslegung durch kurzen sechsten Gang.

Das für die R 1200 GS völlig neu entwickelte, nur 13 Kilogramm leichte, schräg verzahnte Getriebe kommt auch in der R 1200 RT zum Einsatz. Die exakte und leichtgängige Schaltung mit kurzen Wegen zwischen den einzelnen Gängen konnte durch Detailoptimierungen am Schaltautomaten nochmals verbessert werden.

Der sechste Gang wurde fahraktiv und kurz ausgelegt. Die optimale Getriebeabstufung ermöglicht eine Beschleunigung von Null auf 100 Stundenkilometer in beeindruckenden 3,6 Sekunden.

Rahmen – nach bewährtem Prinzip neu konstruiert.

Maximale Steifigkeit und Festigkeit bietet der zweiteilige Haupt-/Heckrahmen aus Stahlrohr. Die bei der R 1200 GS eingesetzte, Gewicht sparende Fachwerkbauweise, bei der der Motor als mittragendes Element integriert ist, wurde beibehalten. Die notwendigen Strukturen für die Karosserie der RT erforderten jedoch eine neue Rahmenkonstruktion.

Der Vorderrahmen ist eine Stahl-Schweißkonstruktion. Der Heckrahmen besteht aus geraden, miteinander verschweißten Stahlrohren. Wie bei allen Vierventil-Boxern sind Vorder- und Heckrahmen jeweils fest mit der Motor-Getriebeeinheit verschraubt und bilden mit dieser die tragende Struktur. Der Längslenker der Vorderradführung Telelever ist wie bisher im Motorgehäuse, die Paraleverschwinge im Heckrahmen gelagert.

Vorderradführung Telelever – Vorgängersystem mit Modifikationen.

Für den ausschließlichen Straßeneinsatz und unter Komfortaspekten stellte sich der Telelever mit 35 mm Standrohrdurchmesser, so wie er im Vorgänger eingesetzt wurde, als die beste Lösung heraus. In Verbindung mit dem modifizierten Längslenker der R 1200 GS und geometrisch angepasst entstand eine Kombination, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen sportlichem und komfortorientiertem Federungsverhalten bietet. Wie bei der R 1200 GS ist das wartungsfreie System geometrisch so ausgelegt, dass das Bremsnicken nahezu auf Null reduziert wird, was unter anderem auch zur Stabilität beim Bremsen in Schräglage beiträgt. Der Radfederweg vorne beträgt 120 mm.

Hinterradführung und -federung – Evo-Paralever und WAD-Federbein.

Kaum schwerer als eine konventionelle Schwinge mit Antriebskette ist der Leichtbau-Kardan mit dem BMW Motorrad Paralever (Evo-Paralever). Bis auf die notwendigen Modifikationen für den breiteren Reifen wurde diese Radführung komplett von der R 1200 GS übernommen. Dort hat die Neukonstruktion ihren signifikanten Fortschritt bereits unter Beweis gestellt. Die Einheit ist bei geringerem Gewicht steifer als beim Vorgängermodell.

Mehr Bodenfreiheit wurde dadurch gewonnen, dass die Momentenabstützung für das Gehäuse des Hinterradantriebs oberhalb der Schwinge platziert wurde. Durch die zehnprozentige Gewichtsersparnis gegenüber der Vorgängerkonstruktion reduzieren sich die ungefederten Massen entsprechend. Der Fahrer kommt in den Genuss eines sensiblen Ansprechverhaltens und geringer Lastwechselreaktionen.

Dynamisch wirkt das neue Design des Hinterradantriebs durch die 50 Millimeter große durchgängige Bohrung im Achsrohr des Gehäuses. Dank einer Lebensdauerfüllung ist ein Ölwechsel nicht mehr erforderlich.

Im hinteren Zentralfederbein an der Paraleverschwinge arbeitet eine wegabhängige Dämpfung, kurz WAD genannt. Diese bewirkt, dass die Dämpfung in Abhängigkeit vom Federweg progressiv zunimmt. Dadurch reagiert die Federung feinfühlig und komfortabel auf kleinste Fahrbahnunebenheiten und bietet gleichzeitig großzügige Reserven auf schlechten Straßen und Wegen mit Spurrillen oder großen Unebenheiten. Erstmals eingesetzt wurde dieses Federbeinsystem im Jahre 2002 bei der R 1150 GS Adventure. Der Federweg am Hinterrad beträgt 135 Millimeter.

Als Option wird bei der neuen R 1200 RT auch die elektronische Feder-Dämpferverstellung „ESA“ (Electronic Suspension Adjustment) angeboten. Dieses System, das als Weltneuheit erstmals mit der neuen K 1200 S in die Serie eingeführt wurde, erlaubt es, die Federbasis und die Dämpfungsrate – Letztere sogar während der Fahrt – bequem per Knopfdruck vom Lenker aus zu verstellen.

Räder und Bereifung – Leichtmetall-Gussräder im neuen Fünf-Speichen-Design.

Die neu entwickelten, leichten und filigran gestalteten Alu-Gussräder im Fünf-Speichen-Design kombinieren eine pflegefreundliche Form mit hoher Steifigkeit. Das Vorderrad hat die Dimension 3,5 x 17 Zoll, das Hinterrad 5,5 x 17 Zoll. Die entsprechenden Reifengrößen betragen 120/70 ZR17 vorne und 180/55 ZR17 hinten.

Bremsen – EVO-Bremsanlage mit teilintegralem ABS für sicheres Verzögern.

Höchsten Sicherheitsstandard bietet die bewährte EVO-Bremsanlage mit dem BMW Motorrad Integral ABS, das zur Serienausstattung gehört. Maximale und beherrschbare Verzögerungen schon bei geringsten Bedienkräften gewähren dem Fahrer zusätzliche Sicherheit besonders bei Notbremsungen. Um einem vielfach geäußerten Kundenwunsch Rechnung zu tragen, wird die neue R 1200 RT ausschließlich in der fahraktiveren, teilintegralen ABS-Version geliefert.

Die Bremsscheiben vorne haben einen Durchmesser von 320 Millimetern. Um die ungefederten Massen zu reduzieren und eine feinfühligere Dosierung zu ermöglichen, wurde der Durchmesser der hinteren Bremsscheibe auf 265 Millimeter verkleinert (Vorgänger 276 mm).

Stahlgewebeummantelte Bremsschläuche sowie steifere Bremssättel im Vergleich zum Vorgängermodell bieten neben einem leichten Gewichtsvorteil auch einen genauer definierten, gleich bleibend stabilen Bremsdruckpunkt.

Bordnetz – erweitere Funktionsumfänge auf Basis der CAN-Bus-Technologie.

Für hohe Zuverlässigkeit und erweitere Funktionsumfänge bei geringem Kabelaufwand sorgt das neue Bordnetzkonzept. Das mit der R 1200 GS erstmals bei BMW Motorrädern eingeführte, so genannte „Single-Wire-System“ überträgt alle fahrzeugrelevanten Daten über einen einzigen Signalpfad an die angeschlossenen Steuergeräte. Physisch ist dieser als Zweileitungssystem ausgeführt. Unter Nutzung der CAN-Bus-Technologie (Controller Area Network) stehen alle Steuergeräte und die zentrale Fahrzeugelektronik (ZFE) in einem permanenten Datenverbund und können Daten untereinander austauschen. Neben der einfacheren Gestaltung des Hauptkabelbaums sind dadurch umfassende Diagnosen möglich. Auch sind keine herkömmlichen Schmelzsicherungen mehr nötig: Bei einer Fehlfunktion schaltet das System die betroffene Komponente automatisch ab, beim Neustart prüft es, ob der Fehler noch besteht.

Aus dem Netzverbund werden zudem alle Daten für die Anzeigen im Cockpit, den so genannten „Info-Flatscreen“, gewonnen. Zur einfachen Adaption von elektronischem Zubehör und dessen Integration ins Bordnetz gibt es einen Sonderzubehör-Stecker.

Die zur Energieversorgung eingesetzte, gewichtsoptimierte Lichtmaschine liefert 720 Watt bei 60 Ampere. Die Batterie hat eine Kapazität von 19 Amperestunden und ist wartungsfrei.

Elektronische Wegfahrsperre serienmäßig.

Integraler Bestandteil des modernen Bordnetzkonzeptes ist die elektronische Wegfahrsperre (EWS). Dieser Diebstahlschutz macht potentiellen Dieben das Leben schwer und ist die derzeit sicherste Methode gegen unbefugtes Wegfahren. Für rechtmäßige Fahrer ist die Handhabung dagegen denkbar einfach: Wird der Zündschlüssel abgezogen, greift die EWS in die Software der Motorsteuerung ein und schaltet Kraftstoffeinspritzung und Zündung ab. Beim nächsten Start gleicht ein Chip im Schlüssel seine Daten mit den Motorsteuerungsdaten ab. Nur wenn diese übereinstimmen, schaltet das Motorsteuergerät die Zündung ein, und das Fahrzeug kann gestartet werden.

Instrumentierung – alles im Blickfeld.

Für eine sichere Überwachung und Anzeige von Fahrzeugfunktionen informiert eine gut ablesbare, perfekt im Blickfeld des Fahrers liegende, vollständig neue Instrumententafel umfassend über alle relevanten Werte. Sie beinhaltet Tachometer und Drehzahlmesser als analog anzeigende, klassisch gestaltete Rundinstrumente, sowie einen großflächig in der Mitte angeordneten Info-Flatscreen. Dieser zeigt permanent Öltemperatur, Tankinhalt, Restreichweite, eingelegten Gang und Uhrzeit an; wenn das Fahrzeug mit der auf Wunsch erhältlichen Sitzheizung ausgerüstet ist, informiert er außerdem über die aktivierte Heizstufe.

Als Sonderausstattung ist ein Bordcomputer mit Ölstandswarner erhältlich, dessen Informationen ebenfalls über den Info-Flatscreen abrufbar sind.

Die LED-Kontrollleuchten für alle übrigen Fahrzeugfunktionen befinden sich darüber. Gesteuert von einer Photozelle passt sich die Instrumentenbeleuchtung automatisch an die Lichtverhältnisse an.

Scheinwerfer – Klarglasoptik und Freiformflächentechnik.

Um den gestiegenen Anforderungen nach optimaler Fahrbahnausleuchtung gerecht zu werden, wurde der Hauptscheinwerfer nach dem Freiformflächenprinzip konzipiert und mit geometrisch optimierten Flächen neu entwickelt. Zwei rechts und links von der Mitte angeordnete H7-Scheinwerfer sorgen für doppeltes Abblendlicht, eine zentrale Leuchte für das Fernlicht. Das Standlicht mit 2 x 5 Watt ist in die vollständig in Klarglasoptik ausgeführte Leuchteneinheit mit einer Frontscheibe aus Polycarbonat integriert. Für einen problemlosen Lampenwechsel sind alle Teile gut zugänglich. Das Einstellen der Scheinwerfer kann mit Hilfe eines Klapphebels am stehenden Fahrzeug vorgenommen werden.

Lenker, Handarmaturen und elektrische Schalter – Übernahme von Bewährtem.

Das System der Handarmaturen mit den harmonisch integrierten Vorratsbehältern für die Hydraulikflüssigkeiten von Bremse und Kupplung wurde komplett vom Vorgänger übernommen. Neu ist die Lifetimebefüllung der Kupplungshydraulik. Die Griffweite der Handhebel für Kupplung und Bremse ist variabel. Auch das Prinzip der BMW typischen Schalteranordnung und Blinkerbedienung wurde beibehalten.

Nur geringfügig modifiziert und mit einem geänderten Oberflächenfinish versehen, entspricht der Lenker weitestgehend dem des Vorgängermodells.

Karosserie – eine markante Erscheinung bei perfektem Wind- und Wetterschutz.

Der neue Tourer ist von der Gesamterscheinung her unverwechselbar und weckt Reiselust schon auf den ersten Blick. Klare Linien und markante Flächen wirken modern und dynamisch; gepaart mit perfektem Finish strahlen sie Hochwertigkeit und Vollkommenheit aus. Das Design unterstreicht optisch die tatsächlich vorhandene Leichtigkeit – trotz der großflächigen Verkleidungselemente mit ihrem perfekten Wind- und Wetterschutz, der sogar den des Vorgängermodells noch weit übertrifft.

Der den Frontbereich dominierende Scheinwerfer mit seinen scharfen Konturen gibt dem Motorrad ein sehr eigenständiges Erscheinungsbild und sorgt für unübersehbare Präsenz. Großflächige, in die Verkleidung integrierte Rückspiegel mit angesetzten Blinkern sorgen nicht nur für gute Sicht auf den nachfolgenden Verkehr, sondern auch für einen äußerst effektiven Wind- und Wetterschutz für die Hände.

Die Verkleidungsscheibe ist gemessen am Vorgängermodell R 1150 RT in Höhe und Breite gewachsen und ebenfalls elektrisch stufenlos einstellbar. Die effektive Höhe der Scheibenoberkante kann um bis zu 140 Millimeter variiert werden. Fahrer praktisch jeder Größe sind so bei reduziertem Geräuschniveau optimal gegen Wind und Wetter geschützt.

Bei der R 1200 RT wird die Verkleidung mit großen Flächen neu interpretiert. Die geschickte Unterteilung in Einzelflächen, welche in ihrer Anordnung unterschiedliche Ebenen einnehmen, lässt ein lockeres und luftiges Bild entstehen. Dieser Effekt wird durch das Farbkonzept, bei dem der Motorspoiler und die Sitzbank farblich abgesetzt sind, unterstützt. Es gibt drei Grundfarben für die Karosserieoberteile, das Tankcover und die Seitenteile:

Granitgrau-metallic, Darkgraphit-metallic und Piemontrot-metallic. Zusätzlich kann der Kunde die Farbe des Motorspoilers (Schiefer dunkel-metallic matt oder Weissaluminium-metallic matt) und der Sitzbank (Grau oder Schwarz) frei zur Grundfarbe wählen und dadurch individuelle Akzente setzen.

Edel, klassisch und doch modern – die Farbe Granitgrau-metallic wirkt besonders wertig. Darkgraphit-metallic hebt den Premiumanspruch der neuen R 1200 RT hervor, besonders in Verbindung mit dem Motorspoiler in Schiefer dunkel-metallic und der Sitzbank in Grau. Piemontrot-metallic wirkt lebendig und dynamisch, dabei harmonisch und edel. Auf Wunsch unterstützt die graue Sitzbank die hohe Signalwirkung dieser Farbe.

Sitzbank und Sitzposition – Langstreckenkomfort und gute Bodenerreichbarkeit.

Die neue, komfortable Sitzbank der R 1200 RT ist zweigeteilt und lässt sich im Fahrerbereich manuell in zwei Höhen – 820 und 840 Millimeter – einstellen. Eine niedrigere Sitzbank ist als Sonderausstattung verfügbar und ergibt in den beiden Verstellpositionen eine Sitzhöhe von 780 bzw. 800 Millimetern.

Eine fahraktive Sitzposition bei vollem Langstreckenkomfort erlaubt die Auslegung des „Ergonomiedreiecks“ aus Fußrasten, Sitzbank und Lenker. Fahrer und Sozius genießen einen bequemen Kniebeugewinkel. Durch die Auslegung der Schrittbogenlänge – einem mit der R 1200 GS neu eingeführtem Maß – wurde bei der R 1200 RT die Bodenerreichbarkeit, die das Rangieren erleichtert, deutlich verbessert. Die Schrittbogenlänge berücksichtigt neben der absoluten Höhenposition auch Form und Breite der Fahrersitzbank.

Ausstattungsdetails – Seiten- und Hauptständer.

Ein neuer Hauptständer und eine ebenfalls neue Seitenstütze mit Startunterbrechung sorgen für festen Stand auf jedem Untergrund. Beide wurden speziell für die R 1200 RT neu abgestimmt und sind leicht zu bedienen. Die Seitenstütze kann bequem im Sitzen ausgeklappt werden.

Koffersystem und Gepäckbrücke.

Serienmäßig wird die R 1200 RT mit neu gestalteten Hartschalenkoffern geliefert. Die Kofferhalter sind nahezu vollständig in die Karosserie integriert, so dass sich eine perfekte Anpassung an das Fahrzeug ergibt. Hochwertig in Karosseriefarbe lackierte Kofferdeckel und eine Form, die als integraler Bestandteil des Fahrzeugdesigns entwickelt wurde, erzeugen aus jeder Perspektive einen harmonischen Gesamteindruck. Ein hochwertiges Schließsystem über vier Punkte garantiert den passgenauen Sitz des Kofferdeckels und die zuverlässige Abdichtung gegen Wassereintritt. Das Volumen pro Koffer beträgt 32 Liter.

Reichlich Ablagefläche für zusätzliches Gepäck bietet die neu gestaltete Gepäckbrücke. Zwei Topcases (wahlweise 49 oder 28 Liter) aus dem Sonderzubehör können zusätzlich angebaut werden. Das Kleinere ist ganz in Schwarz gehalten, das Größere besitzt einen in Weißaluminium-metallic lackierten Deckel als Kontrast zum schwarzen Unterteil.

Zur Befestigung des eigens dafür entwickelten Tankrucksacks ist auf der Tankoberseite eine Reling fest integriert. Reichlich Verzurrmöglichkeiten für Gepäck runden das Tourenpackage ab.
Mit Zitat antworten