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Alt 22.11.2004, 07:59     #1
Albert   Albert ist offline
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CE-
51. Macau Grand Prix

Vorstellung BMW Team Germany und Fahrer

Wie bereits beim Doppelsieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring vertraut BMW auch in Macau auf die bewährte Kombination aus Münchener BMW Technikern und der Mannschaft von Schnitzer Motorsport. Der Name Schnitzer steht für Erfolg im Tourenwagensport: rund um den Globus haben BMW Rennwagen unter der Führung von Teammanager Charly Lamm Trophäen gewonnen.

Schnitzer Motorsport wurde vor vier Jahrzehnten in Freilassing in Süddeutschland, nahe der österreichischen Grenze, gegründet. Der Rennstall hat im BMW Auftrag fast zwei Dutzend Titel gewonnen - darunter drei Tourenwagen-Europameisterschaften und Championate in Deutschland, England, Italien, Japan und Südostasien. Auch außerhalb des Tourenwagen-Metiers profilierten sich Schnitzer und BMW Motorsport: 1997 feierte das Team mit dem McLaren BMW F1 GTR Siege in der FIA GT-Meisterschaft.,1999 mit dem offenen Prototypen BMW V12 LMR den Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans und weitere Triumphe in der American Le Mans Series (ALMS).

In der ALMS knüpfte das Team BMW Motorsport 2001 mit dem BMW M3 GTR an die Erfolge an, als es die GT-Klasse dieser Langstreckenmeisterschaft gewann. Seit 2002 setzt Schnitzer Motorsport als BMW Team Deutschland zwei BMW 320i mit den Fahrern Dirk Müller und Jörg Müller in der FIA European Touring Car Championship (ETCC) ein. 2003 verpasste Jörg Müller den Europameistertitel um einen einzigen Punkt.

2004 war der Titelkampf noch dramatischer: Dirk Müller fuhr dank der hervorragen-den Arbeit des BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport bei fast allen Rennen konstant in die Punkteränge. Nach dem 20. Lauf lagen Dirk Müller und Andy Priaulx punktegleich mit 111 Zählern auf Platz 1. Doch die höhere Anzahl der Laufsiege (5:3) bescherte dem Briten Priaulx den Europameistertitel 2004.

Gemeinsam errangen die BMW Länderteams in der FIA ETCC 2003 und 2004 den Gewinn der Markenmeisterschaft. Schnitzer Motorsport belegte in beiden Jahren den zweiten Platz in der Teamwertung.

Das Guia Race Macau ist eine Spezialität der Crew unter der Regie von Charly Lamm. Schon 1980, Lamm war damals noch Student, ging Schnitzer erstmals bei diesem außergewöhnlichen Rennen an den Start. Pilot des BMW 320 war Hans-Joachim Stuck, der gleich auf Anhieb gewann. Ein Jahr später wiederholte das Team diesen Triumph. Am Steuer saß diesmal Manfred Winkelhock, der erst acht Tage vor dem Rennen gebeten wurde, für den erkrankten Stuck einzuspringen. 1983 wurde die BMW Erfolgsgeschichte mit einem Doppelsieg von Hans-Joachim Stuck und Dieter Quester im BMW 635 CSi fortgeschrieben. Die Krönung erfolgte 1987 mit einem Dreifachsieg von Roberto Ravaglia, Dieter Quester und Fabien Giroix mit dem BMW M3. Nach einem weiteren Doppelsieg 1988 durch Alfred Heger und Markus Oestreich (BMW M3) gewann drei Jahre später Emanuele Pirro für die Schnitzer Mannschaft. 1992 folgte dann wieder ein Dreifachsieg durch Pirro/Joachim Winkelhock/Ravaglia ebenfalls mit dem BMW M3. Joachim Winkelhock siegte dann nochmals 1994, diesmal auf einem BMW 318i Super Tourenwagen. Den bislang letzten Sieg in Macau für die Schnitzer Motorsport feierte ebenfalls Joachim Winkelhock, als er 1998 am Steuer eines BMW 320i triumphierte.

Teammanager: Charly Lamm, Schnitzer Motorsport
Technischer Leiter: Friedrich Nohl, BMW Motorsport
Websites: www.bmw-motorsport.com, www.schnitzer.de
Schnitzer Motorsport:
1966 1. Platz Deutsche Meisterschaft (BMW 2002 ti)
1975 1. Platz Formel-2-EM (Martini BMW)
1976 2. Platz GT Markenweltmeisterschaft (BMW 3.5 CSL)
1978 1. Platz Deutsche Rennsportmeisterschaft (BMW 320)
1980-1998 Neun Siege Tourenwagenrennen in Macau
(BMW 320, BMW 635 CSi, BMW M3, BMW 320i)
1983, 1986, 1988 1. Platz Tourenwagen-EM (BMW 635 CSi, BMW M3)
1985, 1986, 1988 1. Platz 24h-Rennen Spa
1990, 1995 (BMW 635 CSi, BMW M3, BMW 320i)
1987 1. Platz Tourenwagen-Weltmeisterschaft (BMW M3)
1989, 1991 1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3)
1989 1. Platz DTM (BMW M3)
1989, 1990 1. Platz Italien-Tourenwagen-Meisterschaft (BMW M3)
1993 1. Platz Britische Tourenwagen-Meisterschaft (BMW 318i)
1994 1. Platz Asien-Pazifik-Meisterschaft (BMW 318is)
1995 1. Platz Japanische Tourenwagen-Meisterschaft (BMW 320i)
1. Platz ADAC Super-Tourenwagen-Cup (BMW 320i)
1998 1. Platz Deutsche Supertourenwagen-Meisterschaft (BMW320i)
1999 1. Platz 24h-Rennen Le Mans (BMW V12 LMR)
1. Platz 12h-Rennen Sebring (BMW V12 LMR)
2001 1. Platz GT-Klasse American Le Mans Series (BMW M3 GTR)
2002 2. Platz FIA ETCC Teamwertung (BMW 320i), sieben Siege,
2. und 4. Platz FIA ETCC-Fahrerwertung (Jörg und Dirk Müller)
2003 2. Platz FIA ETCC-Teamwertung (BMW 320i), sieben Siege,
2. und 5. Platz FIA ETCC-Fahrerwertung (Jörg und Dirk Müller);
24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)
2004 1. und 2. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)
2. Platz FIA ETCC-Teamwertung (BMW 320i), sechs Siege,
2. und 4. Platz FIA ETCC-Fahrerwertung (Dirk und Jörg Müller)
1. und 2. Platz Lauf BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (BMW M3 GTR);
Klassensieg GT2 und 6. Gesamt 24h Spa (BMW M3 GTR)



Jörg Müller (DEU) - Startnummer 15.
Wie die meisten der heutigen Rennfahrer begann auch Jörg Müller seine Karriere im Kart. Seine ersten Rennen bestritt er 1984 als 15-Jähriger, und schon im selben Jahr gewann er das Saisonfinale der ADAC Kart Junioren. Auch in den folgenden Jahren feierte Jörg Müller Erfolge im Kartsport. 1988 wechselte der Hückelhovener in den Formelsport und gewann auf Anhieb die Deutsche Formel Ford Meisterschaft. 1994 dann sicherte er sich die prestigeträchtige Deutsche F3 Meisterschaft. Im folgenden Jahr ging er für BMW zum ersten Mal im ADAC Supertourenwagen-Cup an den Start.

1996 sollte sich für Jörg Müller als erstaunlich erfolgreiches Jahr erweisen, denn in dieser Saison gewann er nicht nur die Internationale FIA Formel 3000 Meisterschaft, sondern - mit einem BMW 318is - auch noch das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps. Jörg Müller hat mit nahezu jedem Fahrzeugtyp Rennen bestritten und war Formel-1-Testfahrer für BMW, Arrows und Sauber. 2000 und 2001 fuhr er für BMW in Amerika den BMW M3 GTR und gewann dort auch seinen bislang letzten Titel: die ALMS Meisterschaft in der GT-Klasse.
Seit 2002 fährt Jörg Müller mit dem BMW 320i für das BMW Team Deutschland in der Europäischen Tourenwagenmeisterschaft (FIA ETCC). Bereits in der ersten Saison überzeugte Müller mit vier Siegen und Platz zwei in der Fahrerwertung. Im darauf folgenden Jahr konnte der BMW Pilot an die guten Leistungen anknüpfen. Vor dem Saisonfinale 2003 führte er punktgleich mit dem Alfa-Piloten Gabriele Tarquini (ITA) die Fahrerwertung der ETCC an. Am letzten Rennwochenende in Monza hätte der Ausgang nicht dramatischer ausfallen können. Jörg Müller verpasste den Titel um einen Punkt.

In die Saison 2004 startete der 35-Jährige furios. Am ersten Wochenende in Monza wurde er Vierter und Erster und stand somit nach den ersten beiden Läufen an der Spitze der Gesamtwertung. Den zweiten Sieg in der Saison 2004 feierte er in Hockenheim. Nach Lenkungsproblemen in Brünn und einem Unfall in Donington hatte er in Spa dann sein erfolgreichstes Rennwochenende. Nach einem weiteren ersten und einem zweiten Platz kehrte der Deutsche in die Spitzengruppe zurück. Mehrere unglückliche Ausfälle vor allem im letzten Drittel der Saison hinderten den 35-Jährigen jedoch daran, am Ende um den Fahrertitel mitzustreiten. Jörg Müller beendete die Saison 2004 mit drei Siegen und Platz vier in der Fahrerwertung.

Über mangelnde Beschäftigung konnte sich Jörg Müller in der Saison 2004 nicht beschweren. Neben seinem ETCC-Engagement war er auch ein wichtiger Bestandteil des BMW Motorsport Programms mit dem BMW M3 GTR. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Dirk Müller (Burbach) und Hans-Joachim Stuck (Ellmau) gewann er das traditionelle 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Auch bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps war das BMW-Trio erfolgreich. Trotz starker Konkurrenz durch die FIA GT Autos holten Müller und seine Kollegen den Klassen-sieg in der Gruppe 2 und erreichten in der Gesamtwertung den sechsten Platz.

Auch, wenn Müller einmal nicht hinter dem Lenkrad sitzt, dann widmet er seine Zeit dem Rennsport. Als Chefinstruktor des Formel BMW Racing Centers in Valencia beaufsichtigt er das BMW Trainings- und Ausbildungsprogramm für junge Rennfahrer aus allen Teilen der Welt.
Geburtstag/-ort: 3. September 1969/Kerkrade (NLD)
Wohnort: Monte Carlo
Familienstand: Single
Website: www.joerg-mueller.org

1984-1987 Kartsport
1988 1. Platz Deutsche Formel-Ford-Meisterschaft
1989 1. Platz Deutsche Formel Opel Lotus Challenge
1990 1. Platz Formel-Ford-Europameisterschaft, 5. Platz Deutsche Formel-3-Meisterschaft
1991 1. Platz Formel-3-Grand-Prix in Monaco
1992 7. Platz Deutsche F3-Meisterschaft
1993 Deutsche F3-Meisterschaft, 1. Platz F3-GP Macau
1994 1. Platz Deutsche F3-Meisterschaft
1995 BMW Werksfahrer im ADAC Supertourenwagen-Cup
1996 1. Platz Formel-3000-Europameisterschaft, BMW Werksfahrer im ADAC Supertourenwagen-Cup, 1. Platz 24h Spa (BMW 318is)
1997 Formel-1-Testfahrer für Arrows, 24h Le Mans (Nissan)
1998 Formel-1-Testfahrer für Sauber,
2. Platz 24h Le Mans (Porsche GT1)
1999 BMW Werks- und F1-Testfahrer: ein ALMS-Sieg, 24h Le Mans (BMW V12 LMR)
2000 5. Platz ALMS, zwei Siege (99er BMW V12 LMR)
2001 1. Platz GT-Kl. ALMS, vier Siege (BMW M3 GTR)
2002 2. Platz FIA ETCC, vier Siege (BMW 320i)
2003 2. Platz FIA ETCC, fünf Siege (BMW 320i), 24h Nürburgring (BMW M3 GTR)
2004 1. Platz 24h Nürburgring (BMW M3 GTR); 4. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Deutschland Klassensieg GT2 und 6. Gesamt 24h Spa (BMW M3 GTR)







Dirk Müller (DEU) - Startnummer 16.
Dirk Müller, der am 18. November seinen 29. Geburtstag feierte, begann seine Motorsport-Karriere 1989 im Kart. Seither hat er in verschiedenen Fahrzeug-Kategorien - Formel-Autos, Sportwagen und Tourenwagen - erfolgreich Rennen bestritten. 1998 sicherte er sich mit vier Saisonsiegen den Porsche Carrera Cup. Im Jahr 2000 gewann er mit einem Porsche GT3 die GT-Klasse der American Le Mans Series. 2001 wurde er BMW Werksfahrer und bestritt die ALMS mit einem BMW M3 GTR.

Seit 2002 fährt Dirk Müller für das BMW Team Deutschland. Seine erste FIA ETCC-Saison beendete er nach drei Siegen auf Platz vier der Fahrerwertung. Im Jahr 2003 hatte Dirk Müller viel Pech. Nach Rückschlägen im letzten Saisondrittel konnte er am Ende nicht mehr in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen. Trotz seiner vielen unglücklichen Ausfälle konnte sich der Deutsche einen beachtlichen fünften Platz in der ETCC-Fahrerwertung sichern.

In der Saison 2004 stand Dirk Müller kurz vor dem Höhepunkt seiner Karriere. Auch dank der hervorragenden Arbeit des BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport fuhr er bei fast allen Rennen konstant in die Punkteränge. In Magny-Cours, Brünn und Spa stand er sogar ganz oben auf dem Podium. Vor dem Saisonfinale in Dubai führte Dirk Müller die Fahrerwertung mit zwölf Punkten Vorsprung vor Andy Priaulx (GBR), dem bis dahin Zweiten in der Meisterschaft, an.

Doch in der Wüste ereilte den Burbacher das Pech. Im ersten Lauf in Dubai konnte Dirk Müller wegen eines Aufhängungsschadens nach einem unverschuldeten Unfall das Rennen nicht beenden. Im zweiten Lauf war es für den Deutschen sehr schwer, vom hinteren Feld aus in die Punkteränge zu fahren. Dirk Müller gab alles und kämpfte sich auf den fünften Platz vor. Nach den turbulenten Läufen im "Dubai Autodrom" kam es dann zu einer kuriosen Situation an der Tabellenspitze. Dirk Müller und Priaulx hatten beide 111 Punkte. Doch die höhere Anzahl der Laufsiege (5:3) bescherte dem Briten Priaulx den Europameistertitel 2004.

Trotz seiner Enttäuschung war Dirk Müller der erste, der dem neuen Europameister gratulierte. Nach dem Rennen in der Wüste sagte er: "Natürlich bin ich enttäuscht, die Meisterschaft verloren zu haben." Doch was für den BMW-Piloten schwerer wog, war, dass er seinem Team Schnitzer Motorsport keinen weiteren Tourenwagen-Titel bescheren konnte. Denn "das Team hätte mich nicht besser unterstützen können", erklärte Müller.

Großen Erfolg hatte der BMW Werksfahrer 2004 auch im 24h-Einsatz mit dem BMW M3 GTR. Als wichtiger Bestandteil des BMW Motorsport Programms sicherte er sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen Jörg Müller (Hückelhoven) und Hans-Joachim Stuck (Ellmau) den Sieg bei dem prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Dann ging das erfolgreiche Trio auch beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps an den Start. Diesmal musste die BMW Mannschaft gegen die starken FIA GT Autos antreten, doch mit einem Klassensieg in der Gruppe 2 und dem sechsten Platz in der Gesamtwertung wurde auch dieser Einsatz von Erfolg gekrönt.

Geburtstag/-ort: 18. November 1975/Burbach (DEU)
Wohnort: Monte Carlo
Familienstand: Verheiratet mit Daniela
Website: www.dirk-mueller.com

1989, 1990 Einstieg in den Kartsport
1991 3. Platz ADAC-Pop-Kartmeisterschaft
1992 2. Platz Formel König
1993 2. Platz Formel König, vier Siege;
12. Platz deutsche Formel Opel
1994 3. Platz deutsche Formel Opel, zwei Siege
1995 sporadische Einsätze Formel Opel Euroserie, erstes Formel-3-Rennen
1996 Deutsche Formel-3-Meisterschaft, ein Sieg
1997 Aufnahme im Porsche Junior Team, 5. Platz Porsche Carrera Cup, ein Sieg
1998 1. Platz Porsche Carrera Cup, vier Siege;
2. Platz 24h Daytona (Porsche GT1)
1999 2. Platz 24h Daytona (Porsche GT2), 4. Platz 12h Sebring (Porsche GT1), 2. Platz GT-Kl. 24h Le Mans (Porsche GT3R), 1. Platz GT-Wertung Petit Le Mans (Porsche GT3R)
2000 1. Platz GT-Kl. ALMS, vier Siege (Porsche GT3R)
2001 6. Platz GT-Kl. ALMS, ein Sieg (BMW M3 GTR)
2002 4. Platz FIA ETCC, drei Siege (BMW 320i)
2003 5. Platz FIA ETCC, zwei Siege (BMW 320i), 24h Nürburgring (BMW M3 GTR)
2004 1. Platz 24h Nürburgring (BMW M3 GTR); 2. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Deutschland Klassensieg GT2 und 6. Gesamt 24h Spa (BMW M3 GTR)





Andy Priaulx (GBR) - Startnummer 17.
Andy Priaulx wurde auf der kleinen Insel Guernsey geboren. Er begann seine Karriere 1984 im Alter von elf Jahren als Kartfahrer auf den Kanalinseln. Anschließend widmete sich Priaulx als Motocross-Pilot sechs Jahre lang eher zwei als vier Rädern und gewann 1990 die 250ccm CI Meisterschaft. Danach trat er in die Fußstapfen seines Vaters und wechselte zum Bergrennen. 1995 gewann er mit dem Maximum an Punkten die britische Bergmeisterschaft. Ein Jahr später stieg er in die Formel Renault und die Formel 3 ein und gewann 1998 die Renault Spider Meisterschaft mit 13 Siegen und 13 Polepositions - eine bis heute unerreichte Marke. Priaulx setzte seine Karriere in der Formel 3 fort, ehe er sich 2001 für Vauxhall in Großbritannien den Tourenwagen zuwandte.

2002 konnte Andy Priaulx seinen ersten Sieg für Nissan in der Britischen Tourenwagen-Meisterschaft feiern. Mit diesem Erfolg nahm die Karriere des Briten an Fahrt auf. Die Zusammenarbeit mit BMW begann im Jahr darauf, als ihm das BMW Team Great Britain ein Cockpit in der FIA ETCC anbot. Priaulx beeindruckte mit drei Siegen und kämpfte bis zum letzten Rennen um den Titel.

2004 konnte der 30-Jährige mit dem BMW Team Great Britain den bislang größten Erfolg seiner Laufbahn feiern: Tourenwagen-Europameister. Im knappsten ETCC-Finale aller Zeiten schob sich der Engländer mit zwei zweiten Plätzen in Dubai noch an die Spitze der Fahrerwertung. Nach zehn Rennwochenenden und 20 umkämpften Läufen, hatte Priaulx mit 111 Punkten ebenso viele Zähler auf seinem Konto wie sein deutscher Markenkollege Dirk Müller (Burbach). So musste die Anzahl der Laufsiege entscheiden. Priaulx siegte im Saisonverlauf fünf Mal (Magny-Cours, Hockenheim, Brünn, Donington und Oschersleben), der für das BMW Team Deutschland startende Dirk Müller hingegen nur drei Mal (Magny-Cours, Brünn und Spa). Dies sicherte dem Engländer den Titel.

"Das ist der schönste Moment in meiner Karriere", meinte Priaulx nach dem letzten Rennen auf dem "Dubai Autodrom". Der Brite weiß: "Ein Titelgewinn hat länger Bestand als ein Laufsieg." Nach dem Erfolg in der Wüste ruht sich der BMW-Pilot allerdings nicht auf seinen Lorbeeren aus. Priaulx plant schon für die kommende Saison. "Heute war es die FIA ETCC, nun muss es mein Ziel sein, die Weltmeisterschaft zu gewinnen."

Ebenfalls 2004 trat er erstmals für das Team BMW Motorsport bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps an. Hier teilte er sich das Cockpit im BMW M3 GTR mit dem Portugiesen Pedro Lamy und dem Niederländer Duncan Huisman. Bedingt durch ein Elektonikproblem mussten sie jedoch auf Platz drei liegend vorzeitig die Box ansteuern.

Auch wenn Andy Priaulx einmal nicht hinter dem Lenkrad sitzt, widmet er seine Zeit dem Rennsport. Als Chefinstruktor der Formel BMW UK Meisterschaft beaufsichtigt er das BMW Trainings- und Ausbildungsprogramm für junge Rennfahrer.

Geburtstag/-ort: 8. August 1974/Guernsey (Kanalinseln)
Wohnort: Guernsey (CI)
Familienstand: Verheiratet mit Joanne,
Sohn Sebastian, Tochter Daniella
Website: www.andypriaulx.com

1984 Kartsport auf den Kanalinseln
1985-1990 Motocross
1990 1. Platz Motocross-250 ccm-Meisterschaft (CI)
1991-1995 Bergrennen
1995 1. Platz RAC MSA britische Bergmeisterschaft mit
maximaler Punktzahl und 14 Siegen in zwei Saisons
1996 Formel Renault
1997 Förderkandidat in der britischen Formel 3
1998 Renault Spider Cup, 1 Poleposition, 3 Podiumsplätze;
2. Platz Formel Palmer Audi Winterserie
1999 1. Platz Renault Spider Cup, 13 Siege von Poleposition;
BTCC-Testfahrer für Renault Williams, Vauxhall, Ford
2000 Britische F3 für Renault UK, drei Podiumsplatzierungen,
eine Poleposition, F3-Rennen in Macau und Korea
2001 Britische Formel-3-Meisterschaft, zwei Siege, zwei
Polepositions, 10 Podiumsplatzierungen;
2. Platz von der Poleposition beim F3 Super Prix Korea;
2. Platz und Poleposition beim Einladungsrennen für
Vauxhall in der BTCC
2002 5. Platz BTCC, ein Sieg, drei Polepositions; Teilnahme an den australischen Langstreckenrennen
"Bathurst 1000" und "Queensland 500" (Holden TWR)
2003 3. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Great Britain
2004 1. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Great Britain
24h-Rennen Spa-Francorchamps (BMW M3 GTR)
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