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Alt 29.10.2004, 21:07     #74
Albert   Albert ist offline
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CE-
GP Brasilien - Rennen (24.10.2004)

Wetter: anfangs Regen, später Niesel, 24°C Luft, 26°C Asphalt, 75-78% Luftfeuchtigkeit

São Paulo (BRA). Im Finale der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2004 feierte das BMW WilliamsF1 Team seinen ersten Saisonsieg: Juan Pablo Montoya gewann am Sonntag mit einer Sekunde Vorsprung den Großen Preis von Brasilien. Es ist der vierte F1-Sieg des Kolumbianers und der zehnte seit Bestehen des BMW WilliamsF1 Teams. Den bis dahin letzten Sieg für die Mannschaft hatte ebenfalls Montoya erzielt, am 3. August 2003 in Hockenheim. Ralf Schumacher, der wie Montoya seinen letzten Grand Prix für das Team bestritt, kam in Interlagos als Fünfter ins Ziel. Durch seinen Sieg sicherte sich Montoya in der Fahrer-WM Platz fünf. Schumacher, der sechs Rennen lang pausiert hatte, ist Neunter. Das BMW WilliamsF1 Team beschließt die fünfte gemeinsame Saison auf Platz vier der Konstrukteurs-WM.

Juan Pablo Montoya: 1.
Schnellste Runde: 1.11,473 min in Runde 49 (Rundenrekord)
Chassis: FW26 05

Ich kann es noch gar nicht fassen! Die ersten Runden waren schwierig. Ich habe einige Plätze eingebüßt, ehe die Reifen auf Betriebstemperatur kamen, aber dann hatte ich anscheinend mehr Grip als jeder andere. Ich habe das Rennen auch dank der guten Strategie meiner Ingenieure und von Sam Michael gewonnen. Ich wurde zum optimalen Zeitpunkt an die Box gerufen, um von Intermediates auf Slicks zu wechseln. Und auch später, als Kimi hinter mir war, war der Zeitpunkt für den Stopp ideal gewählt. Das Team hat es mir ermöglicht, dass ich ein paar Sekunden vor ihm wieder auf der Strecke war. Ich sah ihn im Rückspiegel und dachte, jetzt darf ich mir nicht den kleinsten Fehler leisten. Es ist fantastisch, die vier Jahre mit dem BMW WilliamsF1 Team zu einem so schönen Abschluss zu bringen. Ich möchte mich bei Frank und allen anderen im Team bedanken, die mir das ermöglicht haben. Wenn mich jemand fragt, was heute das Schwierigste war, dann muss ich sagen, es waren die Nackenschmerzen. Man fährt hier gegen den Uhrzeigersinn, die vielen Linkskurven sind ungewohnt.

Ralf Schumacher: 5.
Chassis: FW26 07
Schnellste Runde: 1.11,764 min in Runde 23 (fünftschnellste insg.)

Es ist sehr schade: Durch den Regen ging meine Strategie nicht auf. Dann war ich leider nicht schnell genug, um Alonso zu überholen. Ich hätte Chancen auf einen Podiumsplatz gehabt. Es war klasse, sechs Jahre lang mit diesem Team zu arbeiten. Es ist schade, dass wir nicht noch erfolgreicher waren. Ich wünsche dem Team alles Gute für 2005.

Sam Michael (Technical Director, WilliamsF1):
Was für ein fantastisches Finale! Es war eine großartige Leistung von Juan Pablo. Er hat nicht den kleinsten Fehler gemacht, und auch die Boxenmannschaft hat optimal gearbeitet. Unter den schwierigen Wetterbedingungen beim Start waren das Fahrzeuggewicht bzw. die Tankinhalte kritisch. Ralf ist gut gefahren. Er hat leider etwas Zeit an der Box verloren, aber er hat trotzdem weiter angegriffen und einige Konkurrenten überholt. Der Intermediate-Reifen von Michelin hat zu Rennbeginn sehr gut funktioniert. Die Saison war hart für uns. Heute sind wir belohnt worden für all den Einsatz, der in den Fabriken in Grove und in München sowie an den Rennstrecken gebracht wurde, um den FW26 siegfähig zu machen. Wir wünschen Juan Pablo und Ralf alles Gute für die Zukunft!

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das war die Erlösung nach einer langen und harten Saison für das Team. Ich bin stolz darauf, wie die Mannschaft sich aus dieser schwierigen Situation befreit hat und wieder ganz nach vorn gefahren ist. Kompliment an beide Fahrer, die zum Abschluss noch einmal alles gegeben haben. Juan hat heute ein perfektes Rennen gezeigt. Für die Techniker ist dieser Fortschritt ungemein wichtig. Das ist die richtige Motivation für die Entwicklung des neuen Fahrzeugs und Motors im Winter. Der zehnte Sieg ist genauso schön wie der erste, den wir gemeinsam erzielt haben. Wir sind wieder da.

Test in Barcelona: 23.-27. November 2004
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