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Alt 08.01.2002, 15:04     #13
Fabio   Fabio ist offline
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TÖL
Zunächst mal:
Gibt es Beweise, dass BMW oder ein anderer Hersteller solche Erhebungen "hintenrum" durchführt? Woher stammen diese Behauptungen?
Wenn ja, dann ist es an den Opfern, ihre Ärzte wegen Verletzung der Schweigepflicht zu verklagen.
Wenn nein, was soll das Gezeter?

Wer seine Daten freiwillig bekannt gibt, weil er darin die Chance sieht mit seinem Unglück und Leid vielleicht ähnliche Fälle für die Zukunft zu vermeiden, dann ist das doch okay.
Wenn ein AIDS-Kranker sich für riskante Medikamenten-Tests zur Verfügung stellt, weil er hofft damit das Leid aller Betroffenen (sich eingeschlossen) lindern zu können, ist doch sicher nichts falsches dran?
Und wenn ein Unfallopfer seine Daten freigibt, damit ihm und anderen ähnliches nicht nochmal passiert, ist das doch wunderbar, oder?

Wenn zu mir nach einem schweren Unfall ein BMW-"Schnösel" käme und mich fragt, ob meine Krankendaten zur Produktverbesserung ausgewertet werden dürfen, würde ich vermutlich darauf eingehen. Natürlich unter der Voraussetzung dass alle Daten anonymisert verarbeitet werden und keine Rückschlüsse auf meine Identität möglich sind. Das wäre vermutlich der einzige Punkt, der mir wirklich Kopfzerbrechen machen würde. Aber Geld dafür??? Ts... das ist ja wohl ne Frechheit. Hat BMW etwa beauftragt diesen Unfall zu bauen? Hat BMW den Wagen sabotiert um an Unfalldaten zu kommen? Hat BMW den Unfall in irgend einer Weise provoziert? Wenn nichts von alledem zutrifft, finde ich es äußerst vermessen, überhaupt eine Entlohnung ins Gespräch zu bringen!!! Es wurde keine Leistung erbracht. Ein Unfall ist Schicksal, da kann BMW noch am wenigsten dafür. Ich finde es traurig, dass es immer wieder Menschen gibt, die aus ihrem Schicksal auf allen Wegen Kapital schlagen möchten.

Von einem Unfallopfer als "Proband" zu sprechen haut nicht hin. Ein Proband stellt sich für Versuche zur Verfügung. Ein Unfall ist kein Experiment oder Versuch, sondern passiert halt ohne dass ihn jemand gewollt hat. Dass ein Hersteller diese Fügung des Schicksals nutzt um sein Produkt sicherer zu machen finde ich gut. Ich begrüße das. Natürlich wenn es auf legalem Wege mit Einverständnis der Betroffenen geschieht. Und Gegenteiliges muss erst mal bewiesen werden.
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